Jahrgang 
1865
Seite
623
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Problems wird auch erſt endgültig darüber entſcheiden, ob die Frage Eiſen oder Holz in Wirklichkeit zu Gunſten des Eiſens ausfällt.

DerCheops iſt franzöſiſchen Urſprungs und auf den Werf⸗ ten des berühmten Schiffsbauers Armand in Bordeaux erbaut. Ur⸗ ſprünglich mit ſeinem Schweſterſchiffe Sphinx von den Conföderirten beſtellt, kam er wie jener nicht zur Ablieferung, ſondern wurde von der franzöſiſchen Regierung zurückgehalten, um die Neutralität nicht zu verletzen. Die Sphinx ging dann nach Dänemark, wurde jedoch, angeblich wegen Untauglichkeit, nicht abgenommen und dennoch an die Conföderirten verkauft. Das Schiff kreuzte den atlantiſchen Ocean und kam glücklich in Cuba an, ergab ſich dort aber bedingungs⸗ los an die Vereinigten Staaten, da der Süden bereits beſiegt war.

Der Cheops wurde unter Vorausſetzung der Erfüllung gewiſſer Bedingungen, zu denen namentlich eine Schnelligkeit von 11 Knoten gehörte, von der Preußiſchen Regierung gekauft. Die Abnahme ſollte in Danzig ſtattfinden und mußte das Schiff von Armand dorthin geliefert werden. Seit Anfang Juni befſindet es ſich dort, hatte aber das Unglück, bei den Probefahrten durch die Ungeſchicklichkeit des Lootſen auf eine Sandbank zu fahren und dadurch ein Leck zu er⸗ halten, in Folge deſſen es gezwungen iſt, in Danzig gedeckt zu werden. Ob es abgenommen werden wird, ſteht noch dahin, obwohl es wahr⸗ ſcheinlich iſt. Nach Berichten aus Amerika wird das Schweſſterſchiff, die Sphinx, die dort den Namen Stonewall erhalten hat, ausneh⸗ mend gelobt, ſoll ſich in See vortrefflich gemacht haben und die Nordamerikaner erklären, es ſei ihr beſtes Panzerſchiff. Sie beſitzen deren nicht weniger als 52 und wenn die Erklärung wahr iſt, ſo dürfte ſie ein entſcheidendes Moment für die Abnahme des Cheops werden. So viel ſteht indeſſen feſt, daß Frankreich England im Panzerſchiffbau vollſtändig überflügelt hat und viel beſſere Schiffe liefert, als dieſes. Die Conſtruction des Schiffskörpers vom Cheops iſt ähnlich wie die des Arminius, d. h. innere Eiſenhaut, 9zöllige Thekaholzfütterung und 4 ½ zölliger Panzer. Auch die Maſchinen⸗ kraft iſt gleich und die Dimenſionen weichen nur wenig von einander ab. Die Länge des Cheops beträgt 171 Fuß, ſeine Breite 32, ſein Tiefgang 13 ½ Fuß. Der Tonnengehalt dagegen beläuft ſich auf 1503 Tons, weil das Schiff höher aus dem Waſſer liegt als der Arminius(5 ½ F. ſtatt 4). Auch iſt der Sporn beträchtlich länger, als bei letzterem.

Der Hauptunterſchied zwiſchen beiden Fahrzeugen liegt in der Conſtruction der Thürme und im Motor. Die Thürme des Cheops ſind nicht beweglich, ſondern feſt und die Maſchine hat doppelte Schrauben, um durch Zuſammen⸗ oder Gegeneinanderwirken derſel⸗ ben die Manövrirfähigkeit des Schiffes zu erhöhen. ſind nicht zum Fortnehmen, die Verſchanzung von Holz und nur in ſo weit zum Herunterſchlagen eingerichtet, als dies für die Feuerwir⸗ kung der Geſchütze in dem hinteren Thurme erforderlich iſt. Ueber⸗ haupt iſt aber das Schiff weniger als ſchwimmende Batterie, wie als Seeſchiff gebaut und macht unſtreitig auf das Auge einen kriegs⸗ ſchiffsmäßigeren Eindruck als der Arminius. Daß die Sphinx den Weg nach Cuba ungefährdet zurückgelegt hat, iſt jedenfalls auch eine Empfehlung für den Cheops. Die vorderen Thurmwände bilden zugleich die Außenwand des Schiffsbugs; der hintere Thurm dagegen ſteht in der Mittellinie des Schiffes für ſich. Für den vorderen Thurm iſt ein gezogener 72 Pfünder, für den hinteren ſind zwei Ge⸗ ſchütze derſelben Art beſtimmt. Erſterer hat eine gewöhnliche Stück⸗

Die Maſten

tenrichtung des auf einer Rahmenlafette ſtehenden und um Pivot⸗ bolzen drehbaren Geſchützes zulaſſen.

Der hintere Thurm hat an jeder Seite zwei ähnliche Stückpfor⸗ ten, von denen je eine ſchräg nach vorn und hinten weiſt.

Bei beiden Schiffen liegen alle bewegenden Theile der Maſchine unter der Waſſerlinie und werden ſowohl durch das Waſſer ſelbſt als auch den noch 3 Fuß unter das Niveau reichenden Panzer gegen Ge⸗ ſchoßwirkungen hinreichend geſichert. Eine unter hohem Bogen von oben durch das Deck fallende Granate kann zwar dennoch die Maſchine zerſtören, jedoch iſt ein ſolcher Fall in Seegefechten kaum anzunehmen und höchſt unwahrſcheinlich.

Jedenfalls erhält Preußens Marine durch dieſe beiden Schiffe einen ganz bedeutenden Stärkezuwachs. Zwar fehlt noch viel an der Flotte, welche wir im Verhältniß zu unſern maritimen Intereſſen nöthig haben, allein nach den energiſchen Anſtrengungen der Preußi⸗ ſchen Regierung im letzten Jahre dürfen wir erwarten, daß der Beſitz einer entſprechenden Seemacht für uns nicht mehr in ſo ferner Zu⸗ kunft ſteht. An der Hauptſache, einem tüchtigen Perſonal, fehlt es uns nicht und das Material iſt nur eine Geldfrage. Zwei Lebensbedingungen für die Flotte ſind jedoch der Hafen von Kiel und der Nord⸗Oſtſee⸗Kanal; erſterer für die größeren Schlachtſchiffe, letz⸗ terer, um einer feindlichen Seemacht die Mittel zu nehmen, die Oſtſee abzuſchließen.

Bei dem allgemeinen Intereſſe, das ſich in ganz Deutſchland für die Preußiſche Marine kundgibt, wird unſern Leſern eine Auf⸗ zählung der Seeſtreitkräfte Preußens gewiß willkommen ſein und wir laſſen dieſe daher zum Schluſſe noch folgen.

Preußen beſitzt gegenwärtig an ſee⸗ und gefechtbereiten Dampf⸗ ſchiffen:

a. Panzerſchiffe. d. Aviſos. Arminius. 4 Kanonen 300 Pferdekr. Cheops 3 300 (noch nicht abgenommen.)

b. Sedeckte Corvekten.

Preuß. Adler 4 Kanonen 300 Pferdekr. Loreley.. 2 120

e. Kanonenboote I. Claſſe.

Hertha.. 28 Kanonen 400 Pferdekr.

Vineta.. 28 1⁰0 8 Stück à 3 Kanonen 80 Pferdekr. Arcoua.. 28 386

Gazelle.. 28 386 f. Kanonenboote II. Claſſe.

c. Glattdechs-Corvellen.

15 Stück à 2 Kanonen 60 Pferdekr.

Meduſa. 17 Kanonen 200 Pferdekr.

Nymphe. 17 200.. Auuſe 14 4⁰0 g. Königliche Dacht Grille. Victoria. 14 400 2 Kanonen 160 Pferdekr.

Summa: 36 Fahrzeuge mit 243 Geſchützen und 5492 Pferdekraft.

An Segelfahrzeugen ſind außerdem noch die Fregatten Geſion, Thetis und Niobe von zuſammen 112, ſo wie die Briggs Musquito Rover und Hela von zuſammen 38 Geſchützen vorhanden. Die Gefion iſt Artillerieſchulſchiff, die Niobe dient zur Ausbildung der Cadetten und die Briggs ſind Schulſchiffe für die Schiffsjungen.

Endlich beſitzen wir noch 34 Ruderkanonenſchaluppen zu 2 und 4 Kanonenjollen zu einem Geſchütz, die jedoch nur zur Vertheidigung der Flüſſe, Haffs und Binnengewäſſer dienen und nicht in See gehen können.. Die Summe aller Preußiſchen Kriegsfahrzeuge ſtellt ſich mithin auf achtzig mit einer Bewaffnung von 165 Geſchützen, deren kleinſtes Kaliber der gezogene 12 Pfünder iſt. Wir dürfen alſo immer⸗

pforte an jeder Seite, deren Dimenſionen beliebige Höhen⸗ und Sei⸗ hin ſchon von einer Preußiſchen Flotte reden.

Am Jamilientiſche.

Maria Thereſia über das Verhältniß einer Frau in der Che.

Ein Brief an ihre Tochter Marie Chriſtine.)

Meine liebe Tochter! Du wünſcheſt, daß ich Dir über Deine künftige Lage einen Rath gebe. Es gibt viele Bücher, welche dieſen Gegenſtand behandeln; ich will nicht wiederholen, was ſie ſagen. Du weißt, daß wir Frauen unſern Männern unterworfen, daß wir ihnen Gehorſam ſchuldig ſind, daß unſer einziges Streben ſein ſoll, unſerem Gemahle zu dienen, ihm nützlich zu ſein, ihn zu unſerm Vater und beſten Freunde zu machen. Wenn auch manche Beiſpiele unglücklicherweiſe das Gegentheil zeigen, ſo kann ich Dich doch nicht von Deiner Pflicht entbinden. Du nimmſt Deinen Mann aus Neigung; darum allein habe ich in Deine Ehe gewilligt. Du kennſt ihn, Du darfſt mit Grund hoffen ſo glücklich zu werden, wie man es nur auf dieſer Welt ſein kann.

» Aus dem franzöſiſchen, im Beſitz des Erzherzogs Albrecht beſindlichen Originale überſetzt. 3 3 4

Trachte darnach, den göttlichen Segen durch ein chriſtliches Leben zu verdienen. Gib anderen ein Beiſpiel durch Deine Wohlthätigkeit, Deine Andacht, durch ein geordnetes Benehmen und beſcheidene Zurückhaltung, die Du überall beobachten mußt. Es kommt Dir zu, den Ton anzugeben, und ich bin überzeugt, daß Du es thun wirſt; Du biſt ganz geeignet dazu.

Du beſitzeſt Anmuth und Hingabe, aber hüte Dich, dieſe Tugenden und ſchönen Eigenſchaften zu übertreiben. Ich muß Dich beſonders da vor warnen, weil Du aus zärtlicher Liebe zu Deinem Mann leicht in ein Uebermaß gerathen könnteſt, das ihm zur Laſt fallen würde; nichts iſt ſo delikat, als dieſe Klippe; die zärtlichſten und tugendhafteſten Frauen, die Frauen, die aus Neigung heirathen, ſcheitern daran. Je mehr Du ſogar mit unſchuldigen Liebkoſungen ſparſam biſt, deſto mehr wirſt Du geſucht werden. In unſerm Jahrhundert will man vor allem keine Gène; durch die ſchlechten Beiſpiele iſt es dahin gekommen, daß man ohne An ſtoß auch ſo erſcheinen kann. Je mehr Du Deinem Mann Freiheit läſſeſt, in⸗ dem Du ſo wenig als möglich Géne und Galanterien von ihm verlangſt,