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Streng genommen dürfen wir bis jetzt eigentlich nur von einem und eine Höhe von 8 Fuß, ſind jedoch um ihre halbe Höhe unter das Eiſen od
Preußiſchen Panzerfahrzeuge reden, da das zweite, der Cheops, zwar Deck verſenkt, ſo daß ſie nur 4 Fuß über daſſelbe hinausragen. Sie“Der
in Danzig angekommen, aber noch nicht abgenommen iſt. ruhen auf maſſiven Rädern und laſſen ſich mit Hilfe eines Zahn⸗ ten des be
Als der Kaiſer Louis Napoleon vor ſechs Jahren das erſte Pan- räderwerkes durch Menſchen drehen. Dieſe Drehung iſt erforderlich, ſoringlic
um den beiden parallel nebeneinander aufgeſtellten Geſchützen die ſpet
zer ſchiff„La Gloire“ conſtruiren ließ, gab er damit das Signal zu einer allgemeinen Umwälzung im Kriegsſchiffsbau.
Anfangs lächelte England mitleidig über die neue Idee des Nach⸗ bars. Bald jedoch trat Beſorgniß an die Stelle des Lächelns. Das Invaſionsgeſpenſt mit allen ſeinen Schrecken tauchte drohend wieder auf, das ſtolze Selbſtvertrauen auf die„hölzernen Mauern Alt⸗Eng⸗ lands“ wurde plötzlich auf das heftigſte erſchüttert und die Panzer⸗ Coloſſe„Wartior“ und„Black Prince“ waren die Antwort auf „La Gloire.“
Da kam die Kunde von dem Kampfe des Merrimac und des Monitor von jenſeits des Oceans. Das Panzerſieber ward all⸗ gemein, die ſchwebende Frage„Eiſen oder Holz“ wurde, wenn auch etwas zu haſtig, zu Gunſten des erſteren beantwortet und nicht allein England und Frankreich rivaliſirten in fieberhafter Haſt im Bau von Panzerſchiffen, ſondern auch die übrigen Seemächte folgten dem ge⸗ gebenen Beiſpiele. Selbſt Dänemark und Schweden blieben nicht zurück und wenn Preußen auch vorläufig nicht daran denken durfte, ſich mit England oder Frankreich um die Herrſchaft des Meeres zu ſtreiten, ſo gebot doch ſeine Ehre, wenigſtens ſeinen beiden Nachbarn in der Oſtſee gewachſen zu ſein und ſeine Häfen ebenfalls durch Panzerſchiffe zu ſchützen..
Unſere Küſtenverhältniſſe und die geringe Waſſertiefe der Oſt⸗ ſechäfen verbot die Beſchaffung ſolcher mächtigen Fahrzeuge, wie ſie die Werften Englands und Frankreichs im Warrior und Black Prince, Magenta und Solferino producirten. Wir waren ge— zwungen, uns an kleinere Dimenſionen zu halten und die Klaſſe der Monitors in Betracht zu nehmen, d. h. Fahrzeuge, die ſo niedrig wie möglich auf dem Waſſer liegen und ihre ſchwere Bewaffnung in Eiſenthürmen tragen, welche ſich in der Mittellinie des Schiffes befinden. Sowohl„Arminius“ wie„Cheops“ gehören zu dieſer Klaſſe, d. h. ſie ſind ſpeciell für die Vertheidigung der heimiſchen Küſten und Häfen und nicht für den Kampf auf offenem Meere beſtimmt, wenn⸗ gleich ſie im Nothfalle größere Touren machen können, wie dies er⸗ ſterer durch ſeine Reiſe von England und letzterer durch die Fahrt von Frankreich nach Danzig bewieſen hat.
Der Arminius war bereis im Jahre 1863 von der Preußiſchen Regierung bei den Gebrüdern Samuda in London beſtellt und ſollte im September 1864 zur Abnahme fertig ſein. Der däniſche Krieg verzögerte letztere jedoch um ein Bedeutendes und ſo iſt das Schiff erſt neun Monate ſpäter an Preußen abgeliefert.
Das Fahrzeug hat nicht das Imponirende, welches man bei Panzerſchiffen vorauszuſetzen geneigt iſt. Im Gegentheil unterſcheidet es ſich in ſeinem Aeußern wenig von einem Dampfkanonenboote, und ſeine niedrige Bemaſtung ändert an dieſem Eindrucke nichts.
Seine Länge beträgt 200 Fuß, ſeine größte Breite 36, ſein Tiefgang 14 Fuß. Sein Tonnengehalt beläuft ſich auf 1230 Tons (à 2000 Pfd.) und ſeine Maſchine von Penn und Sohn in Green⸗ wich hat 300 Pferdekraft.
Die innere Haut des Schiffes, ſeine Rippen und Balken ſind von Eiſen, dann kommt eine neunzöllige Lage von dem oſtindiſchen, beſonders feſten und zähen Thekaholze und auf dieſer liegt ein 4 ½ zölliger Eiſenpanzer, der bis drei Fuß unter die Waſſerlinie reicht.
Das Vordertheil des Schiffes endigt in einem unter Waſſer ſpitz zulaufenden, ſehr maſſiv gebauten Schnabel oder Sporn. Urſprüng⸗ lich gab man den Panzerſchiffen dieſen Sporn, um ihn als Waffe zum Niederrennen zu gebrauchen und verſprach ſich viel davon. Bei kühlerer Ueberlegung hat man ſich ſpäter jedoch überzeugt, daß zum Niederrennen anderer in Bewegung begriffener Schiffe eine bedeutend überlegene Schnelligkeit und Manövrirfähigkeit nöthig iſt und die Sporen haben in Folge deſſen viel von ihrem imaginären Werth als Waffe eingebüßt. Indeſſen hat man die Bemerkung gemacht, daß die Verlängerung die nautiſchen Eigenſchaften der Panzerſchiffe verbeſſert und ſie deswegen auch bei den neueren Conſtructionen beibehalten.
Der Arminius hat zwei Gefechtsthürme. Dieſelben ſind ähnlich wie das Schiff erbaut, d. h. aus einer inneren Eiſenhaut, 9 Zoll Thekaholz und 4 ½ zölligen Panzerdecke, die ſich in der Nähe der Kanonenpforten zu 8 Zoll verſtärkt.
Die Thürme haben einen inneren Durchmeſſer von 18 Fuß
nothwendige Seitenrichtung zu geben, da ſowohl der beſchränkte Raum im Thurme als die engen Pforten eine Drehung der Geſchütze ſelbſt nicht geſtatten. Zur Bewegung des Thurmes ſind vier Mann an jeder Kurbel erforderlich und wird eine ganze Umdrehung in 2 ½ Minuten bewirkt.
Die für die Bewaffnung des Arminius beſtimmten Geſchütze ſind gezogene 72 Pfünder Gußſtahlkanonen mit Keilverſchluß, welche von Krupp in Eſſen verfertigt werden. Eins derſelben wird gegen⸗ wärtig auf dem Artillerieſchießplatze in Tegel bei Berlin probirt. Es iſt hierbei jedoch zu bemerken, daß der Ausdruck 72 Pfünder bei gezo⸗ genen Geſchützen ſich nicht auf das Gewicht des Geſchoſſes, ſondern nur auf deſſen Kaliber bezieht. Eine runde, aus dem Rohr ge⸗ ſchoſſene Kugel würde 72 Pfd. wiegen, da die gezogenen Geſchoſſe jedoch ogival, d. h. cylindriſch, mit koniſcher Spitze ſind, ſo wächſt ihr Gewicht durch dieſe Form um ein Bedeutendes und das Geſchoß des 72 Pfünders wiegt in Wahrheit 225— 230 Pfd., als Granate etwas weniger, als Vollkugel etwas mehr. Es wird mit einer Pulverladung von 16 Pfd. abgefeuert und hat bei der bekannten Trefffähigkeit der Preußiſchen Geſchütze eine Tragweite von 5500 Schritt. Durch die beſchränkte Pfortenhöhe der Thürme wird letztere jedoch auf 3800. Schritt reducirt, eine Entfernung, die für Seegefechte vollſtändig ausreicht. Das Rohr dieſer gewaltigen Geſchütze wiegt 130 Centner, die dazu gehörige Lafette 20 Centner.
In der Decke der Thürme befinden ſich drei kreisförmige Oeff⸗ nungen von 1 ½ Fuß Durchmeſſer. Sie ſind theils zur Ventilation beſtimmt, theils für den Geſchützcommandeur, um den Geſchützen die nothwendige Seitenrichtung, reſp. den Thürmen die erforderliche Drehung zu geben. Zu dieſem Zwecke ſind Korn und Viſir nicht auf den Geſchützröhren, ſondern oben auf den Thürmen über den Geſchützen angebracht und der Geſchützcommandeur, deſſen Kopf ſich außerhalb des Thurmes befindet, gibt von hier die Seitenrichtung.
Ein kleinerer dritter Thurm, welcher unmittelbar hinter dem vorderen ſteht, iſt für den Commandanten im Gefecht beſtimmt. Er iſt nur aus 4 ½ zölligem Schmiedeeiſen erbaut, aber ohne Holzfütte⸗ rung. Seine Höhe über Deck beträgt 5, ſein innerer Durchmeſſer nur 3 Fuß und der Commandant ſteht darin auf einer eiſernen durch⸗ brochenen Plattform. Von oben wird er durch ein rundes ſchräg geſtelltes Eiſenſchild gegen Flintenkugeln(bei etwaigen Enterungen) geſchützt. Zwiſchen dem Schilde und der Thurmwand befindet ſich ein halbzölliger Zwiſchenraum, der dem Commandanten einen freien Ueberblick über den ganzen Horizont gewährt, jedoch kann er durch eine kreisförmige Mittelöffnung des Schildes auch den Kopf über den Commandothurm erheben. Unmittelbar unter letzterem ſteht das Steuerrad und ein Sprachrohr führt zur Maſchine, ſo daß der Ca⸗ pitän ſtets die Bewegungen des Schiffes unmittelbar leiten kann.
Maſten und Segel führt der Arminius nur in Friedenszeiten. Im Kriege werden ſie fortgenommen und das Schiff verwandelt ſich im Gefecht in eine ſchwimmende Batterie. Die eiſerne Verſchanzung iſt ſo eingerichtet, daß ſie überall heruntergeſchlagen werden kann. Die Boote werden im Hafen zurückgelaſſen und ihre Krähne in glei⸗ cher Weiſe wie die Verſchanzung niedergelegt; ja ſogar die Schwellen der Luken ſind zum Fortnehmen und im Kampfe bietet deshalb das Schiff eine ſehr niedrige und ſchwer zu treffende Zielfläche, da das Verdeck nur 4 Fuß über Waſſer liegt.
Der Preis des Arminius iſt 480,000 Thlr. mit Ausſchluß der Geſchütze und Munition. Dieſe Summe iſt aus den freiwilligen, dem Preußiſchen Kriegsminiſterium eingeſandten Gaben des deutſchen Volkes bezahlt und deshalb der Name unſeres erſten Panzerſchiffes ſehr paſſend gewählt worden.
Bei den angeſtellten Probefahrten hat die Geſchwindigkeit des Arminius 11 Knoten(2 ¾ geogr. Meilen in der Stunde) ergeben. Zwar iſt dies Reſultat kein glänzendes, es iſt aber bisher der Technik überhaupt nicht gelungen, Panzerfahrzeugen von kleineren Dimen⸗ ſionen eine größere Schnelligkeit als die obige zu geben, ebenſo wie ſie es noch nicht vermocht hat, die großen Panzerfregatten zu eben ſo guten Seeſchiffen zu machen wie die hölzernen Kriegsſchiffe ſind. Ob dies je gelingen wird, muß die Zeit lehren und die Löſung dieſes
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