Jahrgang 
1865
Seite
601
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wie man die Partien durch Wald und Flur bei Hofe nannte, hatte der Prinz ſich der Kaiſertochter genähert; freilich anfangs ohne alle Hoffnung. Was konnte er, als ein kleiner, apanagirter Prinz der Tochter des mächtigen Reiches bieten? eine Hand, ein liebe⸗ volles Herz, das die herrlichen Eigenſchaften Marie Chriſtinens ganz mit Verehrung und innigſter Zuneigung erfüllt hatten. Die Erz⸗ herzogin bemerkte dieſe Liebe zu ihm ſehr bald, ſie machte kein Hehl daraus, daß der Prinz nicht ohne Hoffnung auf Gegenliebe ſeine be⸗ ſcheidne Werbung fortſetzen dürfe. Die Kaiſerin bemerkte die Neigung ebenfalls. Sie mochte den Prinzen Albert perſönlich gar gern; aber wie ſtand es mit dem Glanze, der Hoheit ihrer Lieb⸗ lingstochter, wenn ſie in eine Ehe mit dem kleinen Prinzen willigte? Dieſe Gedanken tauchten beſonders wieder bei der Kaiſerin auf, als ſie in der Kirche das ſtumme und dennoch ſehr laut ſprechende Geberdenſpiel der Liebenden gewahrte.

Nach beendeter Ceremonie kehrte man in das Luſtſchloß Laxen⸗ burg zurück. Da die kaiſerlichen Kinder mit ihrem Hofſtaate und den Gouverneuren oder Gouvernanten nicht alle in dem kleinen Schloſſe Platz finden konnten, waren einige von ihnen in Hetzendorf, andre in Schönbrunn untergebracht, und nach der Tafel begaben ſich die jüngern Kinder wieder an ihre beſtimmten Wohnorte. Vorher paſſirte aber die ganze Reihe an Vater und Mutter vorüber zum Handkuß. Dann fuhren ſie ab, nur die Eltern blieben. Als

Marie Chriſtine die Hand der Mutter ergriff und ſie an die Lippen führte, bemerkte ſie ein leiſes Zittern derſelben, auch legte ſich die Hand der Kaiſerin ſtarr und ſteif, ohne mit einem gefühlvollen, mütterlichen Druck die reizenden Finger der Erzherzogin zu um⸗ ſpannen, in die Hand der Tochter. Die Prinzeſſin zuckte zuſammen. Sie blickte in das Antlitz der Mutter, es zeigte ſich ein Schatten auf dem ſchönen, gutmüthigen Geſichte der Monarchin. Marie Chriſtine konnte nicht lange in Zweifel bleiben, die Kaiſerin Mutter zürnte. Wie lange? das beſchloß die Erzherzogin bald zu erforſchen.

Der Nachmittag des St. Rochus⸗Tages war ganz der Freude geweiht. Es fand ein kleines Carouſſel in der Reitſchule ſtatt, wobei die Damen Gräfin Goes und Thierheim die Preiſe austheilten. Die Kaiſerin hatte die Programme ſelbſt entworfen und war ſehr eifrig darauf bedacht, daß alles pünktlich erfüllt werde. Als die Sonne mit ihren glühenden Strahlen ſich hinunterſenkte, gab der Kaiſer ein Zeichen, ſich in Bewegung zu ſetzen. Der geſammte Hof trat ſeinen Marſch an, den der Kaiſer führte, voraus ſchritt ein Muſikcorps, und ſo ging es quer über die Felder nach Hetzendorf; als man dicht davor war, marſchirte die in Hetzendorf wohnende Hofgeſellſchaft, an der Spitze einen Dudelſackpfeifer, dem Kaiſer entgegen. Unter Scherz und Jubel kehrte man nach Laxenburg zurück, wo die Kaiſerin mit ihren Töchtern die Geſellſchaft empfing. Als es völlig dunkel geworden war, lud man im Namen des Kaiſers die Anweſenden ein,