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ꝛdem Geburtstage
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dann auf der Treppe niedergelaſſen habe, wo er theils knieend und händeringend, theils liegend und ſeufzend bis zur Morgendämme⸗ rung verweilt und dann wieder mit dem Pferde fortgejagt ſei. So ſei es auch in der letzten Nacht geſchehen, und auf dem Heimritte müſſe er geſtürzt ſein.
Ich weiß nicht, was während dieſer Erzählung in mir vorging. Ein tiefer Jammer um den Unglücklichen durchdrang mich. Zum er⸗ ſten Mal ſeit der Mutter Tode konnte ich weinen. Ich ſchickte den Alten fort und wies ihn an, mir die eingehende Nachricht ſofort zu überbringen. Dann holte ich Karls Briefe, erbrach ſie, las ſie. Ein neuer heftiger Thränenguß mußte mir Luft machen über all den Empfindungen, die über mich kamen. Er war alſo unſchuldig an dem ſchrecklichen Schuß und ſeinen Folgen, und ſein Herz hatte ſich ge⸗ wandelt, ſich zu Gott dem Herrn gewendet, aufrichtig und tief reute ihn ſeine Vergangenheit. Ich fühlte die Wahrheit davon aus jedem ſeiner Worte heraus. Aber ich erſchrak vor meiner eigenen Härte und Unverſöhnlichkeit. Darum alſo, darum war mir Gott die ganze Zeit ferne geweſen, mein Herz ohne Troſt, mein Gebet ohne Kraft und ohne Leben! Und ſo lange hatte ich den Unglücklichen, Reue⸗ vollen, Flehenden, ohne Vergebung, ohne Troſt, ohne Hilfe gelaſſen! Ich mußte zu ihm, ich ließ anſpannen.
Da kam die Nachricht, er ſei vom Pferde, wahrſcheinlich im vollſten Jagen, mit Bruſt und Weichen gegen ein Pfahlwerk am Wege geſchleudert worden, edle innere Gefäße ſeien verletzt, er liege hoffnungslos und bewußtlos. Arzt und Chirurg meinten, er werde ſchwerlich den Tag überleben. Die Nichte des alten Jägers pflege ihn. Ich war außer mir von dem Gedanken, er könne ſo hinſterben, ohne mich geſehen, ohne ein Wort meiner vergebenden Liebe gehört zu haben. In der unbeſchreiblichſten Angſt fuhr ich hinüber.
Ich fand ihn, wie man mir geſagt hatte. Auguſte ſtand wei⸗ nend und händeringend an ſeinem Bett. Er ſah entſetzlich aus, lebte und athmete zwar noch, gab aber kein Zeichen von ſich, daß er von ſeiner Umgebung etwas wiſſe, und hatte die Augen geſchloſſen. Auch mir war die Umgebung gleichgültig. Ich kniete vor ſeinem Lager hin und ſagte ihm laut alles, was ich ihm ſagen wollte und mußte. Vielleicht hörte er es ja noch. Dann betete ich zu Gott dem Herrn laut für ihn und für mich, und ſagte ihm im Gebete alles noch einmal, und betete für ſeine Seele mit Zuverſicht um Gnade.
Und unter dem Gebete war er verſchieden— und ich wußte nicht, ob er noch ein Wort von allem gehört hat— und weiß ich es denn heute?— Und iſt es nicht meine Härte und Unverſöhnlichkeit geweſen, die ihn an meine Thürſchwelle und von da in den Tod ge⸗ jagt hat? Du wirſt Dich ſeiner erbarmt haben, o Herr, wie auch des Schächers am Kreuze, denn er hat wahrhaftig und tief bereut. Aber daß er ohne den Troſt der Vergebung hingeſchieden, das iſt meine Schuld, und es ſteht vor Dir, wie ich ſie büßen will bis an mein Lebensende.
Es geſchah am Abend deſſelben Tages, daß Auguſte zu mir kam, mir weinend zu Füßen ſank und alles bekannte. Seit meiner Trennung von Karl hatte auch ſie ihn nicht mehr geſehn bis an die⸗ ſen Tag. Ich habe ſie bei mir behalten und ſie iſt eine ächte Magdalena geworden. Den erſten Sommer bewohnte ſie das Gar⸗ tenhäuschen, nicht weit von Karls Grabe. Jetzt ſind wir unzer⸗ trennbar. Gott erbarme ſich unſer aller!
Nachwort. Zum Schluß ſei nur noch bemerkt, daß die Baronin merkwürdi⸗ ger Weiſe auch gerade an ihrem ſechzigſten Geburtstage geſtorben iſt.
Von der großen Kaiſerin Maria Thereſia. Eine Skizze von George Hiltl. (Mit Abbildung.)
Das war ein großartiger, wahrhaft romantiſcher Anblick, der ſich im Jahre 1762 dem Auge desjenigen darbot, der etwa von der Höhe irgend einer der zahlreichen Baſteien die Umgebungen der kaiſer⸗ lichen Reſidenz Wien betrachtete. Wo ſich heutzutage im Gewirre Straßen, Stätten der Induſtrie oder der Humanität durcheinander⸗ ſchlingen, in den Vorſtädten— da zogen ſich zu jener Zeit pracht⸗ volle Gärten hin, aus deren lebhaftem Grün herrliche Villen gleich Edelſteinen hervorblitzten. Dieſe Gärten waren in altfranzöſiſchem Geſchmacke angelegt, ſie zeigten lange Gänge mit kerzengradgeſchnitte⸗ anen Hecken, in welche hie und da die Hand des Gartenkünſtlers Niſchen hineingearbeitet hatte, aus denen die blendend weißen Marmor⸗ ſtatuen hervorlugten. Zuweilen erhob ſich, über die Hecken empor⸗ ſteigend, ein ſchöner Waſſerſtrahl, den ein Triton aus ſeiner Muſchel hervorblies oder der ſich aus dem Dreizack eines Neptuns herabſenkte, auch allerlei japaniſche Spielereien, Thürmchen mit Glocken und Drachenköpfen verziert, Muſchelgrotten mit ſeltſamen Tropfſteingebilden konnte man gewahren. Hier war es, wo der Adel: die Paars, die Königseggs, die Stahrembergs u. ſ. w. ihre Landſitze hatten, und ein buntes, geſellſchaftliches Zuſammenleben ent⸗ faltete ſich in dieſen Gängen, Bosquets und Alleen. Wenn ein ſchöner Tag den Aufenthalt im Freien begünſtigte, dann konnte man die Toiletten der Damen und Herren recht genau betrachten. Es waren die Robes oder Sacs der Damen, mit Silber durchflochtene, mit Gold geſtickte Kleider, an den Spitzen mit Blonden verbrämt, die ſich zwiſchen den Blumenbeeten gleich lebenden Päonien oder un— geheuren Feuerlilien hin- und herbewegten. Die rothe Farbe war zu jener Zeit beſonders gern geſehen, denn auch die Herren trugen rothe Tuchfracks; ſchwarzgeſtickte Oberröcke ließen die Lieblingsfarbe nur ſpärlich durchſchimmern und grüne Weſten mit goldner Ein⸗ faſſung vollendeten eine Zuſammenſtellung, die mehr reich als ſchön genannt werden konnte.— Die endloſen Gehege, Parks und Um⸗ gebungen der vielen ſtattlichen Landhäuſer mit ihren Durchfahrten oder Einfriedigungen zogen ſich in langer Reihe von Wien bis zu dem kaiſerlichen Luſtſchloſſe Laxenburg. Mitten durch alle dieſe glänzenden Herrenſitze hindurch führte jene ſchattige Allee von Rüſtern und Linden, welche ſchon Kaiſer Leopold Jangelegt hatte von der Reſi⸗
denzſtadt aus bis vor das Thor von Laxenburg. Die große Kaiſerin Maria Thereſia hatte ſich das Schloß zu ihrem Lieblingsſitz auser⸗ koren, denn eine Menge hiſtoriſcher und lieber Familienerinnerungen hafteten an den alten Mauren. Noch ſtand das Hauptgebäude mit zwei Thürmen verſehen, über den breiten Waſſergraben führte eine hölzerne Brücke, in weiterer Ferne ſah man die übrigen Gebäude. Aber faſt in jedem Jahre erſtanden neue Verſchönerungen und be⸗ ſonders war es das um 1753 erbaute„grüne Luſthaus“, welches der Sammelpuukt heitrer, gewählter Geſellſchaft wurde, die Maria Thereſia hier, fern vom Gewühle des Hoflebens, von der erdrückenden Arbeit der Staatsgeſchäfte zu Luſt und Erholung um ſich ver⸗ ſammelte. Jede Freude ungebunden ländlichen Lebens ward hier genoſſen, man ſpielte im Freien und verbannte die Etikette; hoch in die Lüfte ſtiegen die Falken zur Reiherbeize, buntgeſchmückt trug der leichte Kahn fröhliche Menſchen durch die glatten Fluten, ſchattige Bosquets nahmen plaudernde und lachende Geſellſchaften auf, die ſich ergötzten, ſcherzten, erheiterten, bis der ſtill heraufſteigende Mond ſie mahnte, die gaſtlichen Hallen des Kaiſerſchlößchens aufzuſuchen, wo ihrer ein heiteres Mahl im trauten, von den hohen, kaiſerlichen Wirthen herbeigezogenen Kreiſe wartete.
Zu dieſen traulichen Geſellſchaften berufen zu werden galt in der That als beſondere Auszeichnung, denn die Kaiſerin wählte ängſtlich den Umgang aus. Da waren die Grafen Trautſon und Liechtenſtein, Clary und Khevenhüller, welche den Stamm der Geſell⸗ ſchaft bildeten. Anfangs wollte die Kaiſerin nur einen möglichſt kleinen Hofſtaat in Laxenburg um ſich verſammeln, aber bald ſtrömten die Familien Colloredo, Paar, Ulefeld, Durazzo, und manche andre vornehme Geſellſchaft nach dem reizenden Landſitze.
Laxenburg ſtritt mit Schönbrunn um den Vorzug. Wenn Maria Thereſia an letztgenanntem Orte verweilte, war ſie, obgleich ſich ländlicher Zurückgezogenheit erfreuend, doch immer noch Kaiſerin. In Laxenburg war ſie das freilich auch, ſie war es immer, ſelbſt in den Momenten der leutſeligſten und freundlichſten Herablaſſung, aber in Laxenburg rückte ſie die Staatsgeſchäfte in den Hintergrund, während ſie in Schönbrunn, namentlich in ſpäterer Zeit, täglich im Sommer mit ihrer um den Leib geſchnallten, Briefe, Papiere und


