ütde ki ſa Eine geſi, indete deh durch die ihn ne ndurch, u 9 1, ind grüßte meine Juliet reine Crinnennn Geſicht des gi ſelſt atütte, elbe, etwas nnt jaber hagere 6 ne Stirn, daſeee tter erinnerte, ii geiſtvolle, wel n Mann auf d i hätte ich mt ter mir ſtehende r! das iſt er, ſe us, und die Thii e mich um; dut à aufmerkſam ge hiig geweſen, mit Gewalt zuſammar htete, war er ſter elöſt, daß hier nit in meinen Gaſiti ir erinnerlich, di den Mann muiſt Ass ich mich etwat trat ſogleichzu mi ſagte ich,,und hat viſſen Sie niemand, führen kann, da ij nden Augen ſprach üchſiſcher Uniform, ad wünſchen Herrn gereit, ihn d Sr. ſelbſt mit ihm 1 JSie läſt Ju . aus dem ich ent ſiſſm oſenn Gellerten ein Pfen ühren. 2 Sie, libſt tegener Perſon di aß er angeordnet tten werden, 3 a voraus an ſeina
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in überſtrömendem Gefühl, Gellert wehrte alle Lobeserhebungen und Dankſagungen ernſt ab. Auf einmal ſtörte uns ein lautes Schluchzen; ſiehe da, mein Johann hatte ſich nicht halten können, er war immer näher getreten, und verſchlang mit ſeinen Augen den Profeſſor.
„Ei, ei,“ rief Gellert,„da iſt ja auch der alte, ehrliche Kutſcher! Lauter gute alte Bekannte.“ Da konnte ſich die ehrliche Seele nicht länger halten; lautweinend umfaßte er, ſo heftig auch Gellert wehrte, deſſen Kniee, die Schleußen ſeiner Beredtſamkeit brachen, und wie ein Strom ſchoſſen ihm die Worte aus dem Munde:
„Ja, ehrwürdiger Herr, ich bin's; Sie ſind mein Engel und meines Herrn Engel geweſen; ach wenn Sie wüßten, wie gut er gegen mich iſt; ich lebe wie im Paradieſe, er iſt ſeit jenem Tage ſo ſanft und freundlich, wie ein Engel. Und wenn Sie erſt wüßten, was für eine holde, liebliche Braut er hat, die iſt noch viel mehr ein Engel. Ach, Gott, ich bin ſolche Freude gar nicht werth.“
Gellert klopfte ihm freundlich auf die Schulter und ſprach: „Mein ehrlicher Freund, wem Gott eine gute Herrſchaft gegeben, dem hat Er eine große Gnade verliehen; ſei er recht dankbar dafür!“
„Ja, ehrwürdiger Herr, ich danke es Gott alle Tage, und künftig will ich es noch viel mehr thun; Gott aber ſoll meine Hand gänzlich von mir kehren, wenn ich nicht in allen Dankgebeten Ihrer gedenke, und künftig will ich's mit doppelter Inbrunſt thun.“
Die Wogen der Rührung hatten ſich nun etwas gelegt. Der ſächſiſche Officier, der bisher mit großer Discretion der Sache ihren Lauf gelaſſen, trat zu Gellert heran und bat ihn, ob es ihm ge⸗ nehm ſei, das Geſchenk Sr. Churfürſtlichen Gnaden in Augenſchein zu nehmen; er habe es in den Hof führen laſſen. Wir traten ans Fenſter und ſchauten hinab in den geräumigen HofV; er hatte ſich unter⸗ deſſen mit Männern, Frauen, Kindern, Studenten, Gelehrten und Ungelehrten, Vornehmen und Geringen, bis in die äußerſten Ecken gefüllt; in der Mitte unter Gellerts Fenſter ſtand das churfürſtliche Geſchenk, ein ſchönes lichtbraunes Pferd mit ſchwarzen Extremi⸗ täten und einem ſchwarzen Striemen über das Kreuz; es ſah ſtill und freundlich aus, ob es gleich etwas unruhig war, und trug einen vergoldeten Zaum, einen blauſammtenen Sattel und eine ſchöne goldgeſtickte Schabracke von der feinſten Arbeit; ein Stallmeiſter in churfürſtlicher Livree hielt es am Zaume, entblößte ſein eisgraues Haupt und führte es Gellert vor. Als dieſer jetzt das Fenſter öffnete, erſcholl ein ſo lufterſchütterader Jubel aus tauſend Kehlen, daß die Stube bebte. Als der Jubel ſich gelegt, erzählte der Stall⸗ meiſter, indem er die ehrerbietigſten Grüße von ſeinem Oberſtallmei⸗
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und auf Gellert, daß dieſer nur mit einer ſtummen Verbeugung danken konnte. Er ſchloß das Fenſter und lehnte ſich in ſeinen Stuhl zurück. Wir ſahen, daß er ſehr angegriffen war(leider iſt er ſehr kränklich), und nahmen daher ſtillſchweigend unſern Abſchied.
Ich bin ſeitdem faſt täglich mit Gellert zuſammen, habe auch ſchon zweimal mit ihm geſpeiſt, einmal allein und einmal hatte er mir zu Ehren ſeine Freunde, auch den ſächſiſchen Officier geladen. Mein ehrlicher Johann hat es ſich als beſondere Gnade ausgebeten, an dieſen Tagen bei Tiſche ſerviren zu können. Sie ſollten ſeine ſtrahlenden Blicke ſehen, wenn er in ſeiner feinſten Livree ſeinen Dienſt mit ſichtbarem Stolze verſieht und einmal über das andere ver⸗ ſichert: das ſei die ſchönſte Zeit ſeines Lebens; dieſe Ehre wolle er nicht vergeſſen, und wenn er Methuſalas Alter erreiche. Als ich das letzte Mal bei Gellert war, kam er mir ſehr traurig vor, und erzählte mir auf mein Befragen, daß ſeine getreue Schecke am Donnerſtag geſtorben ſei.„Für mich“ ſagte er,„ein unerſetzlicher Verluſt. Wie wunderbar, daß kurz zuvor mein neues churfürſtliches Pferd eintraf. Geritten habe ich's noch nicht, denn ein kranker alter Profeſſor und ein geſundes junges Pferd ſchicken ſich nicht recht zuſammen.“— Mich dauert das edle Thier beinahe eben ſo ſehr, wie ſeinen Herrn! Dem ehrlichen Reitknecht, dem meine zwei Goldfüchſe das Geheimniß ſeines Herrn nicht zu entlocken vermochten, habe ich in der Freude meines Herzens deren vier geſchenkt. Der prächtige Kerl heulte faſt laut über den Tod der alten Schecke!
Und nun, theuerſte herzliebſte Julie, was ſoll ich noch weiter ſchreiben? Ich ſchwimme in Glückſeligkeit; Gellert, mein Retter, nennt mich ſeinen lieben Freund und entläßt mich nie, ohne mir ſeine ehrerbietigſten Grüße aufzutragen„an meine engelhafte Braut!“ Ich habe ihm geſagt, wie ſehr Ihr edles Herz für ihn ſchwärmt, und er hat mir verſprochen, Gaſt bei unſrer Hochzeit zu ſein.
Sobald ich es vermag, ſchüttle ich die läſtigen Geſchäfte, die mich von Ihnen, meine herzliebſte Julie, entfernt halten, von mir und eile zu Ihnen, wo mein ganzes Leben pulſirt! Ich weiß, ſeit er Gellerts Freund iſt, ſchlüge Ihr edles Herz, wenn's möglich wäre, noch tauſendmal bräutlich wärmer für Ihren
nach Ihnen ſeufzenden getreuen Bräutigam Adolph v. B.. ow.
Hier laſſen uns unſre Akten in Stich. Wir können es nicht ſagen, ob Gellert ſeinen Wunſch, bei der Hochzeit des jungen Paares zu ſein, ausgeführt hat oder nicht. Schon ein Jahr nach dieſem Erlebniſſe, d. 13. Dec. 1769, neigte er ſein müdes Haupt zur ewigen
ſter brachte, wie der Churfürſt dies Pferd Gellert zum Geſchenke mache, wie er ſelbſt deſſen Zureitung überwacht und daſſelbe mehrere
Tage in Dresden mit ſeiner Ausrüſtung öffentlich habe ſehen laſſen, bei
welcher Ge egenheit viele tauſende es beſucht. Als er geendet, brach
aufs neue ein ſo betäubender Jubel aus, Hochs auf den Churfürſten
Ruhe, und ſchlief im Glauben an ſeinen Herrn ſanft und ſelig ein. An dem Orte im Roſenthal, wo er ſeinen Einritt zu halten pflegte, hat ihm die Verehrung ſeiner Mitbürger in unſern Tagen, beinahe ein Jahrhundert nach ſeinem Tode, ein ſchönes Denkmal errichtet. Das V Andenken des Gerechten bleibt im Segen.
Am FJamilientiſche.
Frauenhilfe im Nordamerikaniſchen Bruderkampfe. Von den amerikaniſchen Mädchen und Frauen haſt Du, liebe Leſerin, gewiß keinen zu vortheilhaften Begriff; Du ſtellſt ſie Dir vor als ziemlich verwöhnte Salonpuppen, vom Morgen bis zum Abend ſich in Schaukel⸗ ſtühlen wiegend, im Hotel lebend, die Männer tyranniſirend, von ihnen unvernünftig bedient und geehrt, jedenfalls zu energiſchem, Selbſtver⸗ leugnung erfordernden Thun völlig unfähig. Ich will heute nicht ver⸗ ſuchen, dieſes Bild der in Friedenszeiten lebenden Amerikanerinnen zu retouchiren; ich will Dir heute nur erzählen, was dieſe verzärtelten, ſchwächlichen Weſen in dem jetzt Gottlob beendigten Kriege gethan haben. Am 15. April 1861 griffen die Conföderirten das Fort Sumpter an; es mußte ſich den Feinden übergeben. Kaum hatte die Nachricht New⸗York erreicht, als die amerikaniſchen Frauen ſich des leuchtenden Vorganges ihrer engliſchen Schweſter, der edlen Florence Nightinga le, erinnerten und beſchloſſen, daſſelbe nachzuahmen und das ihrem Geſchlechte zukom⸗ mende Werk chriſtlicher Barmherzigkeit zu üben unter Freunden und— Feinden. Sie haben es übertroffen;„ihre Zahl iſt bei weitem größer geweſen, als die unſerer eigenen Landsmänninnen,“ muß ein engliſches Blatt eingeſtehen;„in der That, die Weltgeſchichte mag wohl kaum ein gleiches Beiſpiel weiblichen Heldenmuthes aufzuweiſen haben.“ Sie begannen damit, Charpie, Binden ꝛc. anzufertigen, dann vereinigten ſie ſich zu kleinen Geſellſchaften und da ſie bald das Bedürfniß einer centraliſir⸗ ten Thätigkeit fühlten, beſchloſſen ihrer 50 oder 60, die im New⸗Yorker Frauenhospitale zuſammengekommen waren, ein Committee aus ihrer Mitte zu wählen, um dem Bedürfniſſe Genüge zu thun. April 1861, nur zehn Tage nach dem Beginn des Krieges.
Die Folge eines von dieſem Committee ausgehenden Aufrufes an die
Das geſchah am 25.
reiten war die Gründung der„Woman'’s Central Association of Relief,“ deren Aufgabe es ſein ſollte, mit den Militärbehörden in Verbindung zu treten und die Frauen der Union genau zu unterrichten über Quantität und Qualität der erforderlichen Hilfe, ſei es an Charpie, Bandagen, Pflegerinnen oder Kleidungsſtücken, ſo daß ſie alle zu einem gem einſamen Ziele ſtreben könnten. Es war eine ſehr große Verſammlung; Frauen aus allen Ständen der Geſellſchaft, vorwiegend aus den vornehmſten und reichſten, hatten ſich eingefunden. Hervorragende Aerzte und Geiſtliche waren als Berather und Freunde zugegen. Nach Ueberwindung vieler Schwierigkeiten, namentlich auch der Öppoſition der Regierung, die von der Thätigkeit ſolcher Geſellſchaften einen Nachtheil für die Disciplin der Armee befürchteten, entſtand die„United States Sanitary Commission“, in der die Frauenvereine Hand in Hand mit den Männervereinen arbeiteten.
Es ſtellte ſich bald heraus, wie ſehr ſolche Privatthätigkeit noth⸗ wendig war. Uebereinſtimmenden engliſchen und amerikaniſchen Zeugniſſen gemäß war die Verwirrung und ſchlechte Verwaltung unter den Militär⸗ behörden ebenſo groß, oder vielleicht noch größer als in England beim Ausbruche des Krimkrieges. Aber die Freiwilligen waren glücklicherweiſe raſch zur Hand. Von dem Anfang ihrer Thätigkeit an ſind die Wohl⸗ thaten des Frauenzweiges der Sanitary Commission von der amerika⸗ niſchen Armee erkannt worden. Hunderte auf hunderte boten ihre Dienſte als Pflegerinnen an, während die zu Hauſe Bleibenden unermüdlich thätig waren. Im ganzen Lande fand der Aufruf der Frauen von Newo⸗ York ein lebendiges, thatbereites Echo. Große Summen wurden von ühnen zur Beſchaffung der nothwendigen Sachen aufgebracht, mehr als eine Million Dollars von den New⸗Yorker Damen allein.
V„Frauen von New⸗York“
und einer großen Verſammlung aller Hilfsbe⸗


