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dabei einfaches Inſtrument, um aus der Höhe der Sonne ſofort Stunde und Minute zu erfahren. Man wird daher die erſte Aufſtellung nicht gut in der Mittagsſtunde vornehmen, weil um dieſe Zeit die Sonne faſt parallel mit dem Horizont fortrückt. Iſt die Aufſtellung einmal richtig er⸗ folgt, ſo muß der erwähnte Schattenkreuzpunkt fortwährend genau den durch die Zeichnung vorgeſchriebenen Weg verfolgen. Iſt die Aufſtellung in der Morgenſtunde erfolgt und läuft der Schattenkreuzpunkt in den Nachmittagsſtunden deſſelben Tages noch auf demſelben dem Datum ent⸗ ſprechenden Kreisbogen, ſo iſt dies die beſte Controlle für die vollkommen richtig erfolgte Aufſtellung. Die Beobachtung iſt deshalb eine ſehr genaue, weil der Schatten vom Sonnenaufgang bis zum Untergang immer ſenk⸗ recht auf die Fläche fällt, wo er beobachtet wird, alſo immer ſich ſcharf markirt.— Man erfährt auf dieſe Weiſe allerdings zunächſt die Sonnen⸗ zeit, die mit der mittleren Zeit(der Pendeluhren) ſelten übereinſtimmt; durch eine im Innern der Halbkugel angebrachte Tabelle erfährt man jedoch die Differenz für jeden Tag des Jahrs, d. h. wieviel Minuten die Pendel⸗ oder Taſchenuhr der Sonnenuhr vor⸗(+) oder nach⸗(—) gehen muß.
Will man die Uhr nicht an einem beſtimmten Orte ſtehen laſſen und doch die jedesmalige, wenn auch nicht umſtändliche, ſo doch Genauigkeit erfordernde Aufſtellung vermeiden, ſo braucht man ſich nur die drei Punkte zu markiren, wo die Spitzen der drei Schrauben, auf denen das Inſtrument ruht, zu ſtehen kommen, um ihr ſofort die richtige Stellung wiederzugeben. Uebrigens kann ſie auch im Freien ſtehen bleiben, da die Halbkugel oben durch ein ebenes Glas vollkommen geſchloſſen iſt.
Die hemiſphäriſche Sonnenuhriſt ſomit ein Inſtrument, welches allen Anforderungen einer zuverläſſigen Normaluhr entſpricht. Ein und daſſelbe Exemplar kann innerhalb einer Erdzone von 20 Breitegraden (430— 630 n. Br.) benutzt werden.
Die genaue Anweiſung zur Aufſtellung iſt in der dazu gehörigen ge⸗ druckten Erklärung enthalten. Verfertiger und Verkäufer derſelben iſt der Mechanikus A. Meißner, den Debit für den Buchhandel hat die geo⸗ graphiſch⸗artiſche Anſtalt von Ernſt Schotte& Comp. in Berlin übernommen, ſo daß auch eine jede Buchhandlung die Beſtellung darauf an⸗ nehmen kann. Der Preis ſtellt ſich auf 9 Thaler.
In einem Pommerſchen Pfarrhauſe.
Es iſt ein ſtiller Abend; man hört das Rauſchen der Oſtſee. Das Dorf liegt einſam da, fern von der nächſten Stadt und noch weiter von der Eiſenbahn. Wie faſt überall in dortiger Gegend hat der Pfarrer außer ſeinem Dorf noch einige ziemlich entlegene Filiale zu beſorgen und ſonntäglich zwei Mal, oft drei Mal zu predigen. Es iſt eine Patronat⸗ ſtelle; der Gutsherr, ſein Patron, iſt ein Freund der Kirche und ſteht in gutem Vernehmen mit ſeinem Paſtor. Das iſt viel werth für den Umgang der Pfarrersleute, aber auch für ihre Wirkſamkeit. Wegen der Filiale muß der Pfarrer ein Geſpann haben; um die Pferde zu ernähren und anderweit zu beſchäftigen, muß er Land bebauen. Das gehört zum Pfarrgut, und der Ertrag der Wirthſchaft bildet einen Haupttheil ſeiner Einnahme. Das Pfarr⸗ haus iſt zugleich ein Bauernhaus mit Oekonomiegebäuden, mit Kühen und Schafen und— was in Pommern nichtfehlen darf, auch mit einer entſprechen⸗ den Anzahl Gänſe. Da ſind Knechte und Mägde nöthig für die Bewirthſchaftung, da fehlt denn auch neben der Studirſtube die Geſindeſtube nicht. Aber was Dich vielleicht in einem Pfarrhauſe am meiſten befremden dürfte und was Du gewiß in wenigen Gegenden ſonſt antreffen möchteſt, Du hörſt hier im Winter ein gar eigenthümliches Geräuſch, welches Dich, wenn Du zu⸗ fällig in einer Fabrikgegend zu Hauſe biſt, an die Heimat mahnt. In der Geſindeſtube ſteht ein Webſtuhl, und dahinter ſitzt die Magd und webt die ſelbſtgeſponnene Leinwand und die ſelbſtgezogene Wolle. Nun iſt die Leinwand fertig für Hemden und Bettzeug, ja für das Tiſchchen Deck⸗ Dich das Gebild; 45 Ellen nimmt als ihren Jahreslohn die Magd davon, das Uebrige iſt für die Pfarrersleute, für Mann und Frau und die ſieben blühenden Kinder. Ja die Pfarrerin hat den Söhnen Jacken, den Töchtern Röcke aus der Leinwand verfertigt; ſie hat das ſtarke Tuch dem Drucker gegeben, Du ſiehſt die weißen Pünktchen auf dem ſchwarzen Grunde und denkſt an gedrucktes Baumwollenzeug, aber es iſt unverſchleiß⸗ liche ſelbſtgewonnene Leinwand. Die Hausfrau hat die Arbeit des Spinnens und Webens mit kundigem Auge überwacht; nun fängt ihre Hauptarbeit an mit dem nahenden Frühling. Das Gewebe wird an den Bach hinaus⸗ getragen, ſorgfältig gewaſchen und auf dem Graſe ausgebreitet. Darnach langt ſie die Bütte herbei, um mit dem vollſtändig aufgelöſten Chlorkalk, daß ja kein Schaden geſchehe, die Firbleiche vorzunehmen. In zwei Stunden wirkt das Chemikal bei der fleißigen aufmerkſamen Behandlung wahre Wunder; die graue Leinwand kommt ſchneeweiß, gewaſchen im klaren Bachwaſſer, auf die Bleiche und iſt nun bald fertig für den Ge⸗ brauch und kann die Kiſten und Kaſten, den Stolz der deutſchen Hausfrau, mit ſelbſtgewonnenem Reichthum füllen. Aber auch der Schafſchur wolliger Ertrag kommt nur theilweiſe auf den Markt; erſt muß die eigene Familie mit dem Nöthigen verſehen werden. Der Magd gebührt alljährlich ein neues wollenes Kleid. Auch die Frau Pfarrerin wie die Kinder kleiden ſich mit ſelbſtverfertigtem Wollenſtoff; ob auch für den Pfarrherrn mitunter ein Schlafrock abfällt, haben wir zufällig nicht erforſcht, wir ſollten aber doch denken, daß er nicht leer ausgehen werde. Allein woher die ſchönen Farben an den Stoffen, das Schwarz, das Blau, das Roth? woher der blendend rothe Beſatz an den Kleidchen der Mägdlein? Das alles hat die Pfarrerin mit geſchäftiger Hand beſorgt; wie ſie die Leinwand bleicht, p ſret ſie aug die Wolle Bas, ſeden madögenrinien ſenden derr i een Pfarrhaus, ſo einſam un it de ⸗ idend Nane ſund. borhial, ſo theilnehmend, ſo vorbildlich. Da ſteht das Pfarrhaus inmitten der Gemeinde, innig mit allen Intereſſen der Inſaſſen verwachſen, und der Pfarrer verſteht ſeine Gemeinde, und ſie nehmen mit Vertrauen ſein Wort auf, wenn er von der Erde zum Himmel
den Blick lenkt und Gotteskräfte in das irdiſche Treiben herniederführt. Es iſt viel fromme Sitte im Dorf. Der Sonntag wird ſtreng gefeiert, auch im Sommer in der Erntezeit. Gerne ſammeln ſich die Leute am Mittwoch Abend zur Bibelſtunde, am Sonnabend nach dem Abendgeläut zum liturgiſchen Gottesdienſt. Faſt die ganze Gemeinde iſt dann beiſammen wie am Sonntag; denn wenn am Samſtag Abend die Veſperglocke ge⸗ tönt hat, beginnt die Sabbatruhe und alle Arbeit im Dorfe hat ein Ende. Wer möchte nicht gerne weilen in ſolcher Stille, wohin aus der Ferne des ſchäumenden Meeres majeſtätiſches Rauſchen ins geöffnete Ohr ſo geheimnißvoll wohlthuend dringt? Et.
Die Macht des Gewiſſens.
Heinrich II, König von Frankreich, übertraf ſeinen Vater Franz J noch an Grauſamkeit gegen die Proteſtanten. Es miſchte ſich aber in den aberglaubiſchen Schauder, den er vor ihnen empfand, eine gewiſſe Neu⸗ gierde, ſie kennen zu lernen. Mehrere Hinrichtungen hatten ſeinen Einzug in die Hauptſtadt im Jahre 1549 ſignaliſirt(im Ganzen fielen 1100 Opfer des Fanatismus uunter ſeiner Regierung), da äußerte er eines Tages den Wunſch, irgend einen proteſtantiſchen Gefangenen kennen zu lernen.
Der Marſchall von St. André, einer der Günſtlinge des Königs, hatte befohlen, einen Paſtor auszuwählen, von dem man eine belebte und gelehrte Discuſſion mit den gleichzeitig eingeladenen Biſchöfen erwarten durfte. Sein Befehl wurde vernachläſſigt und ſtatt eines Paſtors führte man einen kleinen winzigen Schneider in das Chateau des Tournelles. Der Mann beſaß indeß Geiſtesgegenwart und Scharfſinn genug, um die Prälaten, die ihn examinirten, durch ſeine treffenden Antworten in Er⸗ ſtaunen zu ſetzen. Weder die Pracht des Palaſtes, noch die Gegenwart des Königs, noch der Prunk des reichen Hofſtaates ſetzten ihn in die ge⸗ ringſte Verwirrung. Aber die Freimüthigkeit und Keckheit ſeiner Ant⸗ worten erzürnten aufs höchſte Heinrich II, und er ſchwur, er wolle folgen⸗ den Tages der Hinrichtung des Verwegenen ſelbſt beiwohnen. Er hielt Wort und erſchien mit glänzendem Gefolge auf einem Balkone gegenüber dem Scheiterhaufen. Der arme Schneider ſtand feſtgebunden an dem Pfahl und erwartete das Anzünden des Holzes, als er Heinrich II ge⸗ wahrte. Von da an ruhte ſein Blick, milde, tief und doch ſtrenge, un⸗ verwandt und feſt auf dem Könige; nicht nur in ſeines Richters Auge ſenkte er ſich, er drang ihm tief ins Herz. Der König erblaßte, trat einen Schritt zurück, und ſobald die Flammen ihr Opfer umzüngelten, beeilte er ſich, mit ſeinem Gefolge aufzubrechen..
Die Blicke des Hugenotten verfolgten den König fortwährend. Er fühlte ſie überall, auf der Jagd, im Rathe, auf dem Balle, ſogar in ſeinen Träumen. Er hat niemals wieder der Hinrichtung eines Ketzers beigewohnt. R. K.
Eine Alpenwelt unter unſern Füßen.
Inmitten der größten Waſſermaſſe der Erde, d. i. der Südſee, liegt auf der entgegengeſetzten Seite der Erdkugel, ſo ziemlich unter unſern Füßen, das verjüngte„England der Gegenfüßler,“ Neuſeeland. Es beſteht wie England ſelbſt aus zwei Haupteilanden, lehnt ſich an das auſtraliſche Feſtland in ähnlicher Weiſe, wie England an Europa, und kommt beſonders durch ſeine prächtige Küſtenentwickelung dem ſee⸗ und kaufmänniſchen Sinne der Engländer beſtens entgegen. Kein Wunder, daß das alternde England in Neuſeeland ſich dereinſt verjüngt zu ſehen wünſcht, ſtrebt und hofft. Schon kommen den Engländern wunderliche Phantaſien in den Kopf. Da ſieht man wohl im prophetiſchem Fernblick den Sohn des neuſeeländiſchen Albions in Laufe der Jahrhunderte eine ſentimentale Reiſe nach dem verlebten Alt⸗England antreten und auf der verfallenen „Londoner Brücke“ melancholiſche Studien über den Wechſel aller menſch⸗ lichen Dinge machen. Alſo eine große geſchichtliche Rolle hat man Neu⸗ Seeland zugedacht. Bis jetzt hatte es ſo gut wie gar keine Geſchichte. Da gibt es weder Grabhügel, nach Palaſttrümmer alter Könige, keine ver⸗ ſtreuten Tempelſäulen einer untergegangenen großartigen Religion, keine Ruinen eines gefallenen Babylons, keine pyramidalen Schöpfungen einer altehrwürdigen Kunſt. Und doch hat auch Neuſeeland in gewiſſem Sinne Spuren einer großartigen Geſchichte aufzuweiſen. Daran aber haben weder Menſchengedanken uoch Menſchenhände Theil. Es ſind die Spuren einer großen Naturvergangenheit. Der Schöpfer Himmels und der Erden ſelbſt hat hier mit Waſſer und Feuer im großartigſten Styl gearbeitet. Und wie die alten Könige des Morgenlandes, nachdem ſie große Dinge vollbracht hatten, auch gern für ein weithinragendes Denkmal ihrer Thätigkeit ſorgten, ſo hat hier der göttliche Werkmeiſter weithin ſichtbar Monumente ſeiner großen Wirkſamkeit aufgerichtet: es ſind das wilde mit Eis und Gletſchermaſſen bedeckte Alpengebirge im Süden, und im Norden hohe, in die ewige Schneeregion aufſteigende Vulkankegel mit ihrer geheimnißvollen und doch für alle leſerlichen Bilder⸗ und Hieroglyphen⸗ ſchrift. Schon die erſten der hier vorüberfahrenden Europäer warfen Blicke des Staunens empor zu dieſen antipodiſchen Alpen. Einen beſondern großartigen Eindruck machten die wilden Formen der Weſtküſte. Dort fallen die ungeheuren Felsmaſſen an manchen Stellen mit drei bis vier tauſend Fuß hohen ſenkrechten Wänden ab und bieten dem Sturme der furchtbarſten Meeresbrandung eine wahrhaft eiſerne Stirn, als wollten ſe iaen⸗„Mein Wille gegen Deinen! Eins gegen Eins! Mich dünkt, das
ebt ſich.“
Da ſich an dieſen gefährlichen Küſtenſtrichen weit und breit kein Hafen für die geängſteten Seefahrer öffnet, ſo blieb das dahinterliegende Gebirge bis in unſere Tage eine vom menſchlichen Fuß ſo gut wie unberührte Wildniß, denn auch die Eingebornen, denen es an allen wüſten Orten un⸗ heimlich wird, hielten ſich fern von dieſen geſpenſtiſchen Bergwüſten. Erſt in den letzten Jahren haben ſich Männer der Wiſſenſchaft gefunden, kühn genug, um bis zu den eiſigen Gletſchern der höchſten Gebirgsſtöcke empor⸗
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