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in keinem andren Lande exiſtirenden Beharrlichkeit und Energie be⸗ trieben zu werden; und obgleich es hier mit doppelter Gefahr ver⸗ bunden iſt, da die Waaren erſt von Frankreich über die Pyrenäen nach den baskiſchen Provinzen, und von da ein zweites Mal über das cantabriſche Gebirge nach Spanien eingeführt werden müſſen, iſt es keiner Regierung bis jetzt gelungen, dieſem dem Staatsſchatze ſo ſehr gefährlichen Unweſen ein Ende zu machen. Man hat alle mögliche Mittel aufgeboten, um zu dieſem Zwecke zu gelangen, und nach jahrelangen Verſuchen iſt man wiederum zu den primitiven Douanen und Grenzſoldaten zurückgekehrt.
Was dieſen ihre Miſſion ſo äußerſt ſchwierig macht, iſt erſtens der ungeheure Gewinn, den dieſes Handwerk abwirft, zweitens die Auffaſſung, daß es kein unehrliches ſei und daß ſich alle Claſſen der Geſellſchaft daran betheiligen, und endlich die meiſterhafte Or⸗ ganiſation der Schmugglergeſellſchaft, die über ungeheure Capitalien verfügt und ihre Verzweigungen im ganzen Lande hat.
Gewöhnlich wenn ein franzöſiſcher Fabrikant Beſtellungen auf nach Spanien zu liefernde Waaren hat, ſchickt er ſie nur nach Bayonne oder Perpignan an bedeutende Commiſſionäre. Der ſpaniſche Kaufmann wird von dieſem benachrichtigt, daß die Waaren bei ihm angelangt ſind und erbittet ſich pränumerando die Transportkoſten bis zum Beſtimmungsorte und ¼l oder ½— jenachdem— der Verſteuerungsunkoſten. Gewöhnlich enden dieſe lettres d'avis fol⸗ gendermaßen:„Sollten die bezeichneten Waaren, in Folge der ſchlechten Wege oder andrer unvorhergeſehener Umſtände, Avarie erleiden oder gänzlich verloren gehen, ſo übernimmt die unterzeichnete Firma auch gegen ⅛% Prämie die Verantwortlichkeit dieſer Miß⸗ fälle und erſetzt in den 50 der Expedition der Waare folgenden Tagen den auf der Faktura angegebenen Werth derſelben.“— Mit andern Worten:„ſollten dieſe Waaren beim Hereinſchmuggeln confiscirt werden, ſo bezahlen die Commiſſionäre ihren Werth, wenn man dieſelben bei ihnen verſichert.“ Wird dieſer Contrakt von dem Betheiligten angenommen, ſo verſchwindet die Waare eines Nachts aus den Magazinen des Commiſſionärs, wird in kleinen Ballen auf den Schultern der Schmuggler auf Pfaden, die dem menſchlichen Fuße unzugänglich ſcheinen, über die Pyrenäen getragen, dann auf Maul⸗ eſel geladen und weiter ins Land geführt, wo ſie Tage⸗, manchmal Wochenlang an Orten, welche den Douaniers meiſtens unbekannt ſind und welche ſehr oft gewechſelt werden, verborgen, und dann lang⸗ ſam weiter ſpedirt werden, bis ſie an ihren Beſtimmungsort ge⸗ langt ſind. In jeder der größeren Städte, wie Bilbao, Santander, Vittoria, Pampelona ꝛc. reſidirt ein Delegirter der Geſellſchaft, welcher das untere Perſonal derſelben überwacht, bezahlt, beſtraft und für ihre Familien ſorgt, wenn ſie gefangen werden. Die Schmuggler, um jeden Verrath zu verhüten, kennen ihn nur unter dem Namen„der Alte“ und ſehen ihn nie; nur einige ihrer Chefs kommen mit ihm in perſönliche Verbindung.
Was dieſer ſo gut disciplinirten Schmugglergeſellſchaft eine ſo außerordentliche Gewalt gibt— iſt das ſchlechte Gehalt, welches die Regierung den Grenzſoldaten und ihren Officieren bezahlt. Sehr wenige widerſtehen der Verſuchung; ſie wiſſen, daß die Börſe„des Alten“ ihnen immer zur Verfügung ſteht und daß dieſe Börſe ſtets voll iſt. Die Regierung des General O'Donnel, wollte nach der Schlacht von Vicalvaro im Jahre 1854 dieſem Unweſen ein Ende machen und veränderte faſt das ganze höhere Grenzperſonal— jedoch im Jahre 1856 wurde dieſe Regierung, die dem Lande ſoviel Gutes hätte thun können, geſtürzt und alles kam wieder in das alte Geleiſe.
Ungefähr eine Woche nach dem Fange, welchen der Lieutenant in der Venta del Rey Moro gemacht hatte, mußte derſelbe ſich zu ſeinem Vorgeſetzten nach Santander begeben, und um Zeit zu ge⸗ winnen, nahm er eine Balancelle, in der er mit gutem Winde in nur ſechs Stunden den Weg zurücklegte, auf den er, zu Lande, bei⸗ nahe zwei Tage verwendet haben würde. Er hatte ſich vorge⸗ nommen noch einige Tage in dieſer Stadt zu bleiben, als ihn der Commandant am zweiten Abend eiligſt zu ſich rufen ließ und ihm ſagte, daß nach ſicheren Rapporten, die ihm von Spionen zugegangen wären, eine ziemlich bedeutende Quantität von franzöſiſcher Seide nach Valladolid gehen ſolle und ihm befahl, ſo ſchnell wie möglich auf ſeinen Poſten zurückzukehren. Der Officier begab ſich an den Hafen, wo die Balancelle lag und gebot dem Schiffer ſo ſchnell wie möglich ſich zur Abfahrt bereit zu halten.
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In einer halben Stunde waren alle Vorbereitungen getroffen und das Boot ſchickte ſich an, den Hafen zu verlaſſen, als der Schiffer plötzlich in ein lautes Fluchen ausbrach.
„Tod und Hölle,“ ſchrie er, indem er das Segel ausſpannen wollte.„Lieutenant, ſehen Sie...“
Das Segel war faſt in Fetzen zerſchnitten...
„Aber wie iſt das möglich?“ rief er...
„Das weiß der Teufel,“ wüthete der Schiffer...„ich habe mich heute Abend mit ein Paar Mauleſeltreibern in einer Venta ge⸗ zankt und die müſſen mir den Streich geſpielt haben.— Verfluchte Canaillen.“
„Was thun?“ fragte der Officier...„es iſt bald zehn Uhr und Du kannſt Dir jetzt kein andres Segel verſchaffen...“
„Nichts,“ antwortete der Schiffer, indem er die Hand ans Steuer legte und zum Ankerplatz zurückkehrte...„aber nach der Venta werd ich gehen, meine Mauleſeltreiber aufſuchen und... Hunde!... Ihr ſollt mir's bezahlen.“
Der Lieutenant war plötzlich nachdenkend geworden!— Die Mittheilung des Commandanten, und dann dieſe plötzliche Ver⸗ zögerung ſeiner Abreiſe!... Er fragte ſich, ob es nicht möglich ſei, daß die Schmuggler, welche ihn ſeit ſeiner Anweſenheit in Santander ſicherlich genau bewachen ließen, ihm nicht dieſen Streich geſpielt hätten, um ſeine Abreiſe zu verhindern! Die Wahrſcheinlichkeit dieſer Annahme reizte ihn dermaßen auf, daß er beſchloß, alles auf⸗ zubieten, um eine andre Balancelle zu finden, mit der er in dieſer Nacht noch nach Llanes zurückkommen könnte. Kaum hatte er das Boot verlaſſen, als er die Docks entlang lief und überall anfragte, aber überall abgewieſen wurde, da angeblich alle Balancellen irgend eine feſte Beſtimmung hätten. Der junge Officier bildete ſich ein, daß alles dies die Folge der gegen ſeine Abreiſe angezettelten Verſchwörung der Schmuggler ſei, und wurde dadurch um ſo mehr angeſpornt, ſein Unternehmen zu verfolgen. Er war ſchon am Ende der Docks an⸗ gelangt, als ihm endlich ein ſchlafender und von ihm erweckter Schiffer antwortete, daß ſein Boot frei ſei.
„Wollt Ihr mich nach Llanes bringen?“ fragte der Lieutenant.
„Ich denke nicht daran!“ antwortete der Schiffer, indem er ſich wieder auf ſein Schaaffell legte...
„Und warum nicht?“ fragte der Officier. bezahlt..“
„Pah,“ antwortete der Schiffer,„und von dem Lumpenneſte Llanes zurück nach hier?... da kann ich Wochen warten, ehe ich Fracht oder Perſonen bekomme... Gute Nacht, Caballero...“
„Wollt Ihr es für 6 Duros thun?“... fragte der Lieutenant.
„Gute Nacht... Caballero...“
„Behn..
„Schlafen Sie wohl...“
Der Officier ſprang ins Boot... er hatte einen ſeinem energiſchen Charakter ganz angemeſſenen Plan gefaßt. Den bloßen Degen in einer Hand und eine Unze Gold in der andern ging er auf den erſchrockenen Schiffer zu...
„Wähle!“ ſagte er,„hier iſt fünf Mal der Preis Deiner Ueber⸗ fahrt— und hier—“
Der Schiffer nahm die Unze Gold, beſah ſie beim Lichte ſeiner Laterne, warf ſie, um ihren Klang zu prüfen, auf die Bank...
„Wenn Ew. Gnaden das gleich geſagt hätten,“ ſagte er indem
„Ihr bekommt gut
eer das Gold einſteckte,„wären wir ſchon aus dem Hafen!“
Er lichtete das Segel ſeines Bootes und ſtach in die See. Der Officier wünſchte ſich Glück, den Schmugglern bewieſen zu haben, daß alle ihre Intriguen ihn nicht abgehalten hätten auf ſeinen Poſten zurückzukehren, und ſchlief ein, indem er ſich von der morgenden Schmugglerjagd die intereſſanteſten Abenteuer verſprach. Gegen vier Uhr kam das Boot in dem ärmlichen Hafen von Llanes an. Der Lieutenant erwachte, gab dem Bootsmann ein Trinkgeld und kaum ſich Zeit laſſend die Kleider in ſeinem Hauſe zu wechſeln, eilte er nach der Caſerne und combinirte einen Plan, der die Schmuggler unfehl⸗ bar mit ihren ſämmtlichen Waaren in ſeine Hände bringen mußte. Er ließ kaum ein Dutzend Soldaten in dem Städtchen und marſchirte mit den andern ins Gebirge.
Sechs Tage und ſechs Nächte hatte er auf der Lauer gelegen, ohne daß ihm das geringſte Zeichen der Paſſage der Schmuggler ward— als ihm ein Soldat eine für ihn vom Commando in Santander eingegangene Depeſche überbrachte...
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