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Das Weitere
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zu kommen, und nehmung. Mit eier.
es Büchlein, ſo hat weiter keine te ſie es ſagt.
Baron von W.,
hön— ob auch ſein, und man uch— und doch
nderbaren Blicke r mit mir, was ſchorderte wich. ar Seite, um mir eilen. Er und en mehrmals zu m Gaſte, wie er iebt habe wegen einiger Zeit doch eihgültig machen Lebens, die er loben, auch daß zauſe allen Zer⸗ dlich heiter und
O welch ein Geburtstag war das! Bis zum Balle, wie ſchön und lieb und gut war alles! Ihn hatte ich beinahe vergeſſen, die Mutter ſprach nicht von ihm und war über alle Beſchreibung gütig und zärtlich und liebevoll. Was gibt es Beſſeres in der Welt, als eine gute Mutter? Mit dem Dankgefühle dafür gegen Gott, der ſie mir gegeben, ging ich den ganzen Tag herum. Alle die reichen prächtigen Geſchenke waren ja nur Kanäle ihrer Liebe. Und bis an meinen Tod werde ich der Thränen in ihren treuen Augen gedenken, mit denen ſie mir gratulirte. Hernach durfte ich ausgehen und einige vergnügte Herzen machen. Und bei Tiſch, als die Eingeladenen ge⸗ kommen waren und mir alle ſo viel Liebes geſagt hatten, und ich ſaß zwiſchen meinen Freundinnen, wie haben wir da wieder gelacht; und eben ſo hernach im Garten. Wir waren lauter Mädchen und die eine luſtiger als die andere. Hernach putzten wir uns alle unter⸗ einander für den Ball an, und dann gingen wir in den Saal, und dann kamen die Ballgäſte, und dann kam er, ſpäter als die andern.
Als er mich begrüßte und mir gratulirte, erſchrak ich wieder vor ſeinem Blicke. Ich konnte ihm erſt den achten Tanz zuſagen, die andern waren ſchon verſagt. Er ſprach dann viel mit Mama, tanzte auch ein Paar Mal. Um mich kümmerte er ſich gar nicht, aber um ſo genauer beobachtete ich ihn aus der Ferne. Einige Mal war ich in ſeiner Nähe, ohne daß er es merkte, und hörte ihn ſprechen. Sein Benehmen mußte ich bewundern. Soviel Freiheit, Kühn⸗ heit, Sicherheit und gelaſſene Ueberlegenheit über alle die andern Herrn! Wie von ſelbſt war er bald ihr Mittelpunkt. Nur Benno wich ihm aus. Ich hätte ihn beim Tanzen gern gefragt, warum? aber ich ſcheute mich. Aber o dieſer achte Tanz! Es war ein Walzer. Er umfaßte und hielt mich ſo wunderlich, daß mir ganz fieberhaft ward, und in den Pauſen flüſterte er ſo ſonderbare unverſtändliche Dinge, daß ich ein Mal über das andere durch und durch erbebte und die ſeltſamſten Gefühle über mich kamen, und als der Tanz aus war, da hätte ich in Thränen ausbrechen mögen. Es war gut, daß er mich nicht noch einmal aufforderte. Meine Gedanken konnten aber nicht mehr von ihm los, und ich mußte mir Gewalt anthun, um ihm nicht immer nachzuſehn. Wir tanzten noch lange, aber immer kam mir die Muſik vor, als ob die Melodien in der Höhe ſchmerzlich weinten, während die Bäſſe in der Tiefe wild lachend durchein⸗ ander jagten. Und ſo kam mir der ganze Ball vor. O hüätte ich davonlaufen und mich ausweinen können! Mehrmals erſchrak ich vor mir ſelbſt, als ich mich lachen hörte. Er hatte ſich ſpäter in das Büffet zurückgezogen. Erſt gegen Ende des Balles kam er wieder auf mich zu. Er hatte einen Moment gewählt, da uns niemand behorchen konnte. Fräulein Adelgunde, ſagte er, während ihm die Thränen in die Augen traten, Sie wiſſen nicht, wie Ihre bloße Nähe auf mich wirkt. Sie können eine Seele retten. Doch das wollte ich nicht ſagen. Ich bleibe noch einige Zeit in dem Pfarr⸗ hauſe. Darf ich öfter herüberkommen?— Ich ſenkte den Kopf und war in der äußerſten Verwirrung. Ich wußte ihm nichts zu ant⸗ worten, aber ich fühlte das innigſte Mitleid mit ihm. Ich darf alſo kommen? flüſterte er leiſe, als einige andre herbeitraten, und er ging und verließ den Saal.
Vor drei Wochen ſchrieb ich dieſe Worte, ward abgerufen, und er war da. Jeden Tag iſt er ſeitdem dageweſen. Es iſt kein Zwei⸗ fel, er liebt mich. Er wird um mich anhalten, ſagt die Mutter— und ich ſoll ihn nicht abweiſen. Mein Gott, könnt' ichs denn?
Ich glaube, ich kenne ſeine Fehler. blind macht, ſie ſieht dennoch ſcharf. liebt die Welt und ihre Vergnügungen, hat vielen Stolz. was kann Liebe nicht überwinden? Er hat ein weiches gutes Herz, hat ein hohes Ehrgefühl, er iſt für das Heilige und Himmliſche nicht zugeſchloſſen, wenn es ihm auch noch fremd iſt. Arme für ſeine Vergangenheit und Jugendeindrücke? Aber Liebe und Treue und Gebet werden ihn überwinden. Ich könne eine Seele retten, ſagte er an meinem Geburtstagsabende. Ja, ich will es, ich will es. Und muß ich es nicht? Kann ich mich noch von ihm losmachen?
Mitunter, wenn er da iſt, überſchleicht mich noch die alte Furcht; dann lache ich ſie wohl weg. Auch jetzt faßt ſie mich wieder — wollt ich ihr folgen, ja ich riſſe mich auch noch von ihm los, ich brauchte ihr nur Raum zu geben— und doch liebe ich ihn, doch würde es mir ein ewig wundes Herz laſſen. Mein Gott, welch ein
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Räthſel iſt der Menſch! Aber ich danke Dir, daß Du mir die Mutter gegeben, die mir ein Halt in dieſem Schwanken iſt. Sie will es, und das ſoll mir genug ſein. O ich liebe ihn ja doch unausſprechlich.
Baron Karl von W. an den Paſtor Leſemeier
Eure Reiſe, würdigſter Seelenhirt, hat Euch um den Spaß meiner Verlobung mit dem zarten Gundelchen, will ſagen mit einer halben Million gebracht. Die hundert l'Hombrepartien haſt Du gewonnen, alter Burſche. Ich ſchob das Ding auf, bis ich erſt feſt und ſicher im Sattel ſaß, dann brauchte ich die Sporen und war mit einem glücklichen Satz im Brautſtande. Na, die Sache rührte mich wirklich, wie mir das hübſche Kind brennend und zitternd und ganz aufgelöſt in die Arme ſank, und ich weinte mit und bekam einige moraliſche Anwandlungen. Im übrigen iſt die Kriſis glück⸗ lich vorübergegangen, die Anwandlungen auch. Ich benutzte die übri⸗ gen Tage, da mein Urlaub ablief, um mit der Alten das Nöthige zu beſprechen. Ich nehme ſogleich meinen Abſchied, dann ſoll bald die Hochzeit ſein, dann machen die glücklichen Eheleute— lache nicht!— eine kleine Reiſe. Unterdeß läßt die Alte das andere Gut, den ſogenannten Herrenhof, völlig in Stand ſetzen zur Aufnahme des zärtlichen Taubenpaares. Wir waren den letzten Tag dort. Im „ganzen iſt es ſchon ſehr gut, faſt brillant ausgeſtattet, und etliche Hauptſachen, die noch fehlen, werde ich ſelbſt hinſchaffen. Dort werden wir wohnen und ſie bleibt auf dem andern Gute, was mir recht lieb iſt. Nach dem Teſtamente meines braven Schwiegervaters geht das Eigenthum der Güter mit der Hochzeit auf das Gundelchen, das heißt auf mich über. Die Alte behält freie Wohnung nebſt gewiſſen Naturalien und wir haben ihr jährlich 1200 Thlr. an Leib⸗ rente zu zahlen. Ich habe es immer gewußt, daß ich mit meiner Per⸗ ſon noch einmal mein Glück machen würde.
Faatal iſt es, daß wir nicht hierher in die Reſidenz ziehen können, das Land iſt ſo langweilig, und immer nur ohne Abwechſe⸗ lung die eine gegenüber zu haben— man muß ſehen, wie man's
aushält. Aber ich habe hier zu viele Liaiſons gehabt und habe noch zu viele und— kurz es geht nicht. Jetzt wenigſtens nicht, vielleicht ſpäter.
Nach meiner hieſigen Ankunft war's übrigens das erſte, daß ich meine Verlobung in aller Form in die Zeitungen ſetzen ließ. Das hat mir bei einigen hübſchen Weibſen zwar Verdruß gemacht, aber die Juden krümmen ſich ſeitdem wie die Ohrwürmchen und ich kann ſo viel Geld haben, als ich will. Die Satanskerle wiſſen ganz genau, was ich zu hoffen habe, nehmen indeſſen unverſchämten Proofit. Dafür trinke ich aber auch jeden Tag meinen Champagner und beleidige die liebe Moral noch auf manche andre Weiſe, womit Ihr Nachſicht haben werdet, mein tugendhafter Paſ⸗ und ſonſtiger Thor, wenn Ihr bedenket, daß ich, auf Ehre! gewiſſe gute Vorſätze für das eheliche Leben gefaßt habe. Bisweilen kann's mich ordentlich rühren, daß ſich das muntere, harmloſe und, ich glaube, aufrichtig fromme Weſen mit ſeinen Hunderttauſenden mir ſo zutrauensvoll auf Gnade oder Ungnade ausliefern will. Ich thäte ſo etwas wahrhaftig nicht! Dieſe gerührten Momente benutze ich zu meiner Correſpondenz mit
O wenn auch die Liebe Er iſt heftig, leidenſchaftlich, Aber
ihr, die mir übrigens etwas unbequem iſt, aber Anſtands halber doch mit dem Schein von Empreſſement geführt werden muß. Nun, ich ziehe dabei alle mir bekannten Regiſter von Sehnſucht, Zärtlich⸗ keit ꝛc., ſuche einige Abwechſelung hineinzubringen, und ſo amüſirt man ſich auch an ſolchen Ehehaften. In der übrigen Zeit ſuche ich meiner Freiheit hier noch auf alle Art zu genießen, ſoweit es der Dienſt erlaubt. Meinen Abſchied werde ich wohl ſchon in kurzem
erhalten können, aber davon dürft Ihr nichts wiſſen, mein Schatz,
denn nun, da es mir an Geld nicht fehlt, will ich hier noch einige
Was kann der
Wochen loſe umherſchwärmen und das Leben mit vollen Zügen
genießen. Inzwiſchen fabricirt eine hübſche, aber kurze Traurede,
etwa über das Kapitel vom verlorenen Sohn, und lebt wohl. Dein K. v. W.
Aus Adelgundens Tagebuche.
Wie lange habe ich dies Büchlein vernachläſſigt! Aber ich ſchreibe ja täglich an meinen Karl. Mit jedem Tage wird meine Liebe zu ihm reiner und feſter. Sie iſt ja nun Pflicht, und das iſt ein ſicherer, köſtlicher Leitſtern. Mama iſt unzufrieden, daß ſeine


