Jahrgang 
1865
Seite
565
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Ausgegeben im Juni 1865. Der Jahrgung länſt vom October 186 bis dahin 1865.

Nℳ 39.

Sine Srbtochter.

Mittheilungen eines Landedelmannes, herausgegeben von Victor von Strauß.

(Fortſetzung.)

Aus Adelgundens Tagebuche.

O lieber Herr und Gott, wie hell und bunt und ſchön iſt die Welt, die Du geſchaffen und in die Du mich hineingeſchaffen haſt! Wie himmliſch war geſtern die Fahrt! Die Pferde rannten ſo luſtig, der Himmel war ſo blau neben den weißen Wölkchen, die Luft ſo friſch und duftig, alle Wieſen blühten, bunte Schmetterlinge gaukelten dar⸗

über hin und kamen ein Paar Mal ſelbſt auf unſern Wagen, einer ſetzte ſich auf den Blumenſtrauß in meiner Hand; die Felder waren

ſo grün und die Lerchen jubilirten darüber ſo ausgelaſſen es war zum Entzücken! Ich mußte immer innerlich ſingen und that's bisweilen auch laut und die gute Mutter lächelte mich an. Ach alles lächelte, alles glänzte. Es war zu ſchön. Ich hätte ſo immer weiter und weiter fahren können und wäre immer glücklich geweſen.

Gerade dacht' ich daran, daß in acht Tagen mein achtzehnter Geburtstag wäre, als wir ankamen. Der junge Herr von H. hob mich aus dem Wagen. Ich habe ſein freundliches ernſtes Weſen ſo gern, ſogar ſeine Schüchternheit. Sie ſteht ihm ſo gut, ſo edel.

Im Garten war ſchon eine ganze große Geſellſchaft, viele junge Mädchen, alle munter und hübſch angezogen. Ich hatte mein

Roſaſeidenkleid an mit grünem Gürtel und weißem Shawl. Wir

trieben uns lange im Garten umher und haben unſäglich viel ge lacht. Wer weiß worüber? Ueber alles und über nichts. Wir waren eben vergnügt und glücklich und luſtig, und das Lachen ſaß uns im Herzen und mußte heraus.

Als es Abend wurde, machte Benno, ich meine der junge Herr von H., den Vorſchlag, wir Mädchen ſollten uns aus den Blumen und dem Grün des Gartens Kränze machen und aufſetzen, und dann ſolle nach dem Flügel im Saale getanzt werden. Das war ein köſt⸗

licher Einfall. Wir liefen auch gleich, brachen Blumen und Grünes

und banden und ſchlangen es zuſammen. Ich hatte eben einen wun⸗ derſchönen Kranz fertig, als Benno von H. mit einer langen dicht⸗

blätterigen Epheuranke zu mir kam und meinte, die ſollte ich um den Kopf winden, das würde mir beſſer ſtehen, als alles andre. Da

ſetzte ich ſeiner Schweſter Mathilde meinen Kranz auf, und ſie

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ſchlang mir den Epheu ums Haar, und als er fortgegangen war, neckte ſie mich mit ihrem Bruder. Ich glaube, ich wurde roth, denn ſie ſchwieg gleich wieder und ſprach dann was anderes und dann lachten wir beide ganz unbeſchreiblich.

Als wir alle bekränzt waren, gingen wir hinein. Ich ſah in den Spiegel und ich glaube, ich ſah recht gut aus. Und dann tanzten wir den ganzen Abend. Es war wunderhübſch. Es waren

viele niedliche Mädchen da, die Herren ſehr artig. Mal mit Benno. Wir waren unendlich vergnügt.

Und wie wundervoll war die Nacht, als wir zurückfuhren! Es war ſo warm und windſtill, daß wir den Wagen offen behielten. Mondſchein war nicht, aber der Himmel war ganz klar geworden und ich glaube niemals ſo viele Sterne von allen Größen daran ge⸗ ſehen zu haben. Mama war müde und ſtill. Ich war gar nicht müde und ganz glücklich, ſah in die unzähligen Sterne hinauf und es war mir, als ob Gott der Herr mit dem freundlichen Angeſichte ſeines lieben Sohnes auf mich herunterblicke. Ich war ihm ſo dankbar für alle die Freude und Liebe, die er um mich her gebreitet hatte. Und da mußte ich an den jungen Paſtor bei der Penſionsanſtalt denken, der das Tanzen immer für Sünde erklärte und in jedem tanzenden Mädchen eine Herodias ſehen wollte, die um den Kopf Johannes des Täufers tanze. Nein, nein! Ich hätte nicht ſo ruhig und glücklich in den Himmel hineinſchauen und an das heilige freundliche Angeſicht denken können, wenn ich eben von einer Sünde hergekommen wäre. Und als ich zu Bett ging, hätte ich Gott nicht ſo herzlich für dieſen fröhlichen Tag danken können.

Ich tanzte drei

Baron Karl von W. an den Paſtor Leſemeier.

Lieber alter Hof⸗, Stock⸗ und ſonſtiger Meiſter! Hochehrwürdiger Paſtor! In einigen Tagen werde ich bei Dir und Deiner tugendhaften Ehegattin eintreffen, um von dort aus mein Glück bei der hübſchen Adelgunde zu verſuchen. Für den guten Rath werde ich Dich hundert Mal im Hombre gewinnen laſſen, Notabene, wenn ich erſt das Mädchen und das Geld habe. Ich ſah ſie nur ein Mal gelegentlich von