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nmen. Es ging en hatte. Ueber enes in Bild und wir gern etwas ſill Weile haben. ſprechen zugleich aus, die wir, ſche Theil unſers Novellen über⸗ Vergleichen Sie u mindeſtens ologiſcher Moti⸗ fehlte, aber der naktervolle Kraſt ben ſelten. Uebri⸗ aben, die hu den übrigen Tages⸗ bringen, iſt un⸗ egierig ſind wir de Rodelle R⸗ Anforderungen, chen Gehalt und
Jahaltsüberſtht lten und erfüllen, außern. Eine eunſeres Blatted. lsträger des Da⸗ ſchieden der beſte glüthe eines helz⸗ eut. Und dieſet egen zu uns
Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
1865.
Ansgegeben im Juni 1865. Der Juhrgung lünft vom October 1864 bis dahin 1865.
Sgr. zu beziehen.
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Line Srbtochter.
Mittheilungen eines Landedelmannes, herausgegeben von Victor von Strauß.
Es iſt ſchon oft bemerkt worden, daß im wirklichen Leben außer⸗ ordentlichere Begebenheiten vorkommen als in den Erfindungen der Dichter. Selten aber findet man dieſelben zu Kunſtwerken ver⸗ arbeitet, welche dieſen Namen verdienen. Es mag wohl damit ſein, wie mit manchen auffallenden Wolkengeſtaltungen und merkwürdigen Beleuchtungen, welche man in der Natur ſelbſt mit der größten Theilnahme, vielleicht mit Entzücken betrachtet, während man ſich zu⸗ gleich geſteht, auf einem Gemälde würde dieſelbe Erſcheinung den Eindruck des Unnatürlichen, ja des Unmöglichen machen. Wäre ich Schriftſteller, ſo würde mich vielleicht dieſe Erwägung abhalten, die Geſchichte, mit welcher ich den Leſer bekannt zu machen gedenke, künſt⸗ leriſch zu geſtalten. Da ich es nicht bin, ſo bleibt mir ohnehin nichts übrig, als die Papiere, durch welche ich ſelbſt mit dieſer Ge⸗ ſchichte genauer bekannt geworden bin, gleichſam als den unverarbei⸗ teten Stoff mitzutheilen.
Zuvörderſt habe ich jedoch zu berichten, wie ich zu dem Beſitz dieſer Papiere gelangt bin.
Schon mehre Jahre war ich verheirathet und hatte verſucht, durch Fleiß und Sparſamkeit dem kleinen Gute, das ich mit großen Schulden übernehmen müſſen, einigermaßen aufzuhelfen, aber von Mißernten und Viehſterben betroffen, hatte ich mich nur eben darauf erhalten können. Da geſchah es, daß ich von einer entfernt Ver⸗ wandten, der Baronin Adelgunde von W., mit Frau und Kindern zu einem Beſuche eingeladen wurde. Ich kannte die Baronin nicht, wußte nur, daß ſie nach einer kurzen unglücklichen Ehe ſchon vor ge⸗ raumer Zeit verwittwet ſei, und ſeitdem auf ihrem Gute in großer Zurückgezogenheit lebe. Die Einladung war ſo kurz und trocken, daß ich mich nur durch das Zureden meiner Frau bewogen ſah, ihr zu folgen. Wir packten auf, nahmen unſre beiden Knaben mit und kamen nach einer mehrtägigen Reiſe bei dem Gute an.
Die Beſitzung liegt in einer äußerſt fruchtbaren Ebene und ich fand die Felder auf das Sorgfältigſte bebaut. Unſer Weg führte uns zunächſt an die noch ziemlich neue Pächterwohnung mit ihren Scheunen und Stallungen, aber hier ſchien er auch zu enden; denn nach dem Herrenhofe ſelbſt, den wir noch in einer Entfernung von
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etwa einer Viertelſtunde von hohen Mauern umgeben vor uns liegen ſahen, führte nur ein ſchmaler Fußpfad. Ich ließ halten und ſtieg aus, um Erkundigung einzuziehen, als eine ſchwarzgekleidete, bleiche, nicht mehr junge Dame aus dem Pächterhauſe auf mich zukam und ſich mir als die Baronin zu erkennen gab. Sie begrüßte uns, dankte, daß wir ihrer Einladung gefolgt ſeien, bemerkte aber, daß wir den Reſt des Weges zu Fuß machen müßten. Das Gepäck werde uns von den Leuten des Pächters nachgebracht werden. Sie werde uns in ihr Haus führen. Das alles ſagte ſie ſehr kurz und ernſt, aber durchaus nicht unfreundlich, und als meine Frau und die Knaben ausgeſtiegen waren, ging ſie ſchweigend voraus und überließ uns, ihr nachzukommen. Ich ſah meine Frau einen Augenblick zweifelnd an, dieſe aber nahm den jüngſten Knaben an die Hand, winkte mir und folgte ihr nach. So ging ich, den Aelteſten führend, hinter ihr drein. Unſre Führerin wechſelte kein Wort weiter mit uns und ſah ſich auch nicht um, bis wir vor einem verſchloſſenen Pförtchen in der Mauer des Herrnhofes, dicht neben dem großen, gleichfalls verſchloſſenen Hauptthore anlangten. Hier holte ſie einen Schlüſſel hervor, wandte ſich zu uns und ſagte:„Sie werden Haus, Hof und Garten ganz vernachläſſigt und verwildert finden. Haben Sie Nachſicht mit den Launen einer alten Frau, die hierin einen gewiſſen Genuß findet. Seit vierzig Jahren lebe ich hier allein mit einer Freundin und zwei Mägden, und Sie ſind die erſten Gäſte, die den Hof ſeitdem betreten. Auch mit Tiſch und Bedienung müſſen Sie Nachſicht haben.“
Während ich noch nach einer Antwort hierauf ſuchte, verſetzte meine Frau ſehr freundlich:„Wir ſind durchaus nicht verwöhnt, gnädige Frau.“ Und da ihr die Antwort zu genügen, ja zu ge⸗ fallen ſchien, ſo fügte ich nichts weiter hinzu. Indeſſen hatte ſie aufgeſchloſſen und ließ uns eintreten.
Wie aber ſoll ich den Anblick beſchreiben, der ſich uns drinnen darbot! Man denke ſich zwiſchen der Mauer und dem gegenüberſte⸗ henden maſſiven Wohnhauſe einen geräumigen viereckigen Platz, rechts und links von großen hölzernen, gänzlich verfallenen Wirth⸗ ſchaftsgebäuden begrenzt; man denke ſich, ein Zauberer habe auf


