Jahrgang 
1865
Seite
549
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Im Garten zu Schönbrunn.

Originalzeichnung von F. Kriehuber.

ſtarb kaum zweijährig während der Reiſe, welche der Kaiſer mit den Seinigen im Jahre 1857 nach Ungarn unternahm, um durch ſein perſönliches Erſcheinen die Spuren des verhängnißvollen Zwieſpalts zwiſchen Ungarn und der Dynaſtie vollends zu verwiſchen, einer Reiſe, deren Zweck leider wenig erreicht wurde. Damals war be⸗ reits die zweite Tochter, Erzherzogin Giſela, geboren, und 1858 wurde auch der Wunſch des Kaiſerpaars und des Volks nach einem männlichen Thronerben durch die Geburt des Kronprinzen Rudolf erfüllt. Aber nicht lange darauf äußerten ſich bei der Kaiſerin

Symptome einer Krankheit, welche zu den ernſteſten Befürchtungen Anlaß gab. Auf den Rath der berühmteſten Aerzte mußte die hohe Frau wiederholt den Aufenthalt in Gegenden eines milderen Klimas nehmen, in Korfu, Venedig, Madeira, ohne daß dieſe Luftwechſel nachhaltige Wirkung erkennen ließen. Ob die Koryphäen der me⸗ diciniſchen Wiſſenſchaft ſich wirklich über die Natur des Uebels gänzlich im Irrthum befunden haben, oder ob, wie man zu ſagen pflegt, die Natur ſich ſelbſt geholfen hat, das iſt noch unaufgeklärt, und nur ſicher, daß bei ganz veränderter Behandlung und dem Ge⸗

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