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liches Geſchäft, aber wir durften nicht zaudern. Die Cavallerie kam gut hinüber, ein Reiter folgte einzeln dem andern, jeder brauchte ge⸗ raume Zeit, indeß der Führer mußte genau bekannt ſein mit dem Strome, denn nirgends verloren wir den Grund. Viel ſchlechter er⸗ ging es den Armen, die auf den Wagen transportirt wurden, der Wagenzug ſtockte öfter längere Zeit im Waſſer, dann mußte wieder einer dem andern nachjagen, um den vordern in der Finſterniß nicht aus dem Geſicht zu verlieren und von der Furt abzukommen. Das Waſſer drang hinein und durchnäßte alles; überdies ſtießen die Wagen in dem ſteinigen Flußbett ſo fürchterlich, daß ſie oft nahe am Um⸗ werfen waren und die armen leidenden Inſaſſen von einer Seite zur andern hin und her gerüttelt wurden. Als wir am andern Morgen anhielten und uns lagerten, ergab es ſich, daß etwa ein Drittel der Verwundeten durch den Tod erlöſt war. Der Reſt fuhr von einer geringen Eskorte begleitet weiter, während wir, d. h. unſere Brigade, den Weg nach Vienne einſchlugen.
VIII.
Im Lager. Eine Execution. Ein eiliger Rückzug. Der conföderirte Oberſt Mosby revidirt unſere Vorpoſten. Early in Maryland.
Nach der Schlacht von Spottſilvania blieben wir von Anfang Mai bis zum Juli im Lager bei Vienne, ohne daß ſich größere Er⸗ eigniſſe zutrugen. Der Vorpoſtendienſt ging ſeinen gewöhnlichen Gang, nur daß uns die Guerillas jetzt mehr in Ruhe ließen. Aber die Furcht vor ihnen blieb ungeſchwächt und erhielt die Poſten und Feldwachen in ſteter Aufregung. Dank dem traurigen Vorpoſten⸗ ſyſteme hatten die Feldwachen nur einzelne Poſten ausgeſtellt, die ſehr weit vorgeſchoben waren und ebenſo weit von einander ſtanden, es war daher den armen Kerls auf Poſten nicht zu verargen, wenn ſie anfingen, ſich in der Nacht und im Waldesdunkel zu fürchten. Um nun in der Einſamkeit möglichſt oft durch den Beſuch von Patrouillen beruhigt zu werden, verfielen ſie auf ein ſehr einfaches, aber für die Feldwachen ſehr ermüdendes Mittel. Sie eröffneten nämlich, wenn ihnen bange wurde, eine kleine Kanonade aus den Revolvern. Da man nie ſicher war, ob ſich nicht eine Guerillabande in der Nähe be⸗ fand, ſo zog jeder Schuß eine Patrouille herbei, und das war eben der Zweck des Poſtens, er hatte Geſellſchaft. Ich entſinne mich namentlich noch einer Nacht, wo das Schießen auch nicht eine Viertel⸗ ſtunde lang aufhörte. Ich ſtand mit 18 Mann auf Feldwacht und hatte 6 Poſten auf 1000 bis 1500 Schritt vorgeſchoben. Nach Ein⸗ bruch der Dunkelheit wurde unaufhörlich geſchoſſen, mehrere Male ritt ich ſelbſt zu den Poſten vor, die immer etwas Unbeſtimmtes ge⸗ ſehen haben wollten. Ich hatte dieſes alarmirende Schießen vor der Ablöſung ſtreng unterſagt, aber kaum war die Ablöſung zurück, als wieder ein Karabinerſchuß und dann in ſchneller Folge 6 Revolver⸗ ſchüſſe fielen. Ich warf mich auf das Pferd und jagte mit 2 Mann in der Richtung des Schalles fort. Der Poſten behauptete, er hätte nur 2 Schuß aus dem Revolver gethan, die anderen wären aus dem Dickicht auf ihn abgefeuert worden, aber es zeigte ſich, daß ſowol ſein Karabiner als ſein Revolver abgeſchoſſen waren, und daß er keine Munition mehr beſaß, mithin rührten alle Schüſſe von ihm her. Nachdem ich dem auf der That ertappten Lärmmacher meine Meinung in ſehr deutlicher Weiſe geſagt hatte, zog ich wieder ab und hatte nun etwas mehr Ruhe als vorher.
Ich habe ſchon erwähnt, daß der Dienſt unter dem neuen Oberſt ganz anders betrieben wurde als früher. Die größere Strenge veranlaßte wieder öftere Deſertionen. Ein Deſerteur von unſerem Regiment, der zu den feindlichen Guerillas übergegangen war, wurde bei einem Scout gefangen genommen und von dem ſchnell zuſammen⸗ getretenen Kriegsgericht zum Tode verurtheilt. Das Urtheil ſollte in Gegenwart der ganzen Brigade vollſtreckt werden. Die drei Regi⸗ menter rückten zu Pferde aus und bildeten die drei Seiten eines offenen Viereckes; auf der vierten Seite war eine Grube gegraben, vor welcher der offene Sarg ſtand, 12 Schritt vor dieſem war das Exekutionskommando, 12 Mann mit Karabinern, aufgeſtellt. Der Delinquent, ein Amerikaner aus dem Staate Newyork, ging, von dem Feldgeiſtlichen begleitet, an der Front der drei Re⸗ gimenter vorüber und trat ſodann vor den Sarg. Hierauf wurde der Spruch des Kriegsgerichts verleſen und dem Verurtheilten ein Tuch vor die Augen gebunden. Der Geiſtliche ſprach ein letztes Ge⸗
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bet, das verhängnißvolle Zeichen wurde gegeben, die Schüſſe knallten und der Unglückliche ſank todt zuſammen.
Im Juli erſcholl plötzlich die Kunde, der conföderirte General Early rücke durch das Shenandoahthal vor, um in Maryland ein⸗ zufallen. Dies ſetzte uns in ſchleunige Bewegung. Obgleich der Feind noch mehr als zwei Tagemärſche entfernt war, ſo befiel unſern kommandirenden Oberſt Loöll doch eine ſolche Furcht, abgeſchnitten zu werden, daß er alle Vorräthe, Munition, kranke Pferde ꝛc. im Stich ließ und Hals über Kopf bis 8 Meilen vor Waſhington zu⸗ rückging. Bei einem alten Fort, welches nicht mehr benutzt wurde, machten wir Halt.
Unter dem zweifelhaften Schutze dieſes höchſtens für 100 Mann berechneten Forts ſchlugen wir das Lager auf und ſicherten uns durch ſtarke Vorpoſten. In der zweiten Nacht kam ich etwa eine engliſche Meile vom Lager entfernt auf Feldwache. Zur Beobachtung eines Weges hatte ich einen Corporal und 3 Mann 1500 bis 2000 Schritt bis an ein Farmhaus vorgeſchoben, welches dem berüchtigten Guerillachef Colonel Mosby gehörte, wie ich ſpäter erfuhr. Während wir hier lagerten und der Dinge harrten, die da kommen ſollten, hatte Early den Potomac bei Harpers⸗Ferry überſchritten, den Unions⸗ general Sigel und andere ihm entgegentretende Abtheilungen über den Haufen geworfen und rückte auf Baltimore vor. In den angrenzenden Landſtrichen herrſchte ein paniſcher Schrecken, alle Milizen wurden aufgeboten, alle disponiblen Regimenter herangezogen. Nachdem die Conföderirten ſchließlich noch mit Streifcorps bis in die Straßen von Waſhington gedrungen waren, zu deſſen Schutz das 6. Armeecorps zu Schiffe herbeigeſchafft wurde, zogen ſie ſich mit reicher Beute zu⸗ rück. Die Invaſion hatte hauptſächlich den Zweck, den Südlingern Schlachtvieh und Pferde zuzuführen und dieſer Zweck wurde voll⸗ ſtändig erreicht, denn Early, deſſen Truppen meiſt aus unberittenen Cavallerieregimentern beſtanden, verſah ſeine Armee mit Pferden und erbeutete über 1000 Stück Schlachtvieh.
An einem Nachmittage hörten wir den Kanonendonner des obenerwähnten Gefechts bei und in Waſhington, ſogleich brachen die beiden andern Regimenter unſerer Brigade dorthin auf, der bedrängten Stadt zu Hilfe, wir blieben bei dem alten Fort allein zurück und ver⸗ brachten die Nacht, die Pferde am Zügel, in ſteter Erwartung eines Angriffes. Am andern Morgen kehrte das 13. Newyork Volunteerr regiment zu uns zurück, das 2. Maſſachuſettsregiment dagegen wa⸗ dem Sheridanſchen Corps zugetheilt worden, welches den General Early in das Shenandoahthal zurücktreiben ſollte.
IX.
Verfolgung des Feindes. Capitän O. K. verſchwindet und erhält einen Nachfolger. Verluſtreiche Gefechte. Die Gefangenen.
Oberſt Laſelle kommandirte jetzt die beiden zu einer Brigade combinirten Regimenter. Eines Tages erhielt er einen geheimen Befehl, in Folge deſſen wir vorwärts marſchirten, niemand wußte wohin. Es hatte dies, wie ich nachher erfuhr, folgende Bewandtniß: Early war zwar zurückgegangen, beherrſchte aber die über Culpepper Courthouſe(Grants Hauptquartier vor der Schlacht in der Wilderneß) nach Richmond führende Eiſenbahn. Wir ſollten dieſe Bahn zer⸗ ſtören und ſo die Verbindung zwiſchen Earlys Corps und Richmond unterbrechen. Durch Wald und Feld zogen wir ohne Aufenthalt, bis wir endlich am dritten Tage auf den Feind ſtießen.
Ein Drittel unſerer Brigade, die auf etwa 600 Pferde reducirt war, nahm eine gedeckte Aufſtellung als Hinterhalt, die anderen beiden Drittel formirten ſich und in ſauſendem Galopp ging es auf eine Lichtung los, wo wir den Feind vermutheten. Der Feind war eine Mühle, ſo daß ich unwillkürlich an weiland Don Quixotes unſterbliche Attacke erinnert wurde. Aber es war zum Glück nicht die Mühle allein, ſondern auch noch ein Trupp von 200 Maul⸗ eſeln, von ungefähr 20 conföderirten Reitern bewacht. Die Eſel hatten einen Maistransport gebracht, der in der Mühle gemahlen und dann mit der dicht dahinter vorbeiführenden Eiſenbahn nach Richmond gebracht werden ſollte. Mühle, Eſel, Mais und die Hälfte der Wächter fielen in unſere Hände, es war der glänzendſte Erfolg, den wir bisher im Laufe des Krieges errungen hatten. Da wir den Mais nicht mit uns ſchleppen konnten, ſo verbrannten wir ihn mit der Mühle, dann riſſen wir die Schienen auf und warteten, was ſich ereignen würde. Es zeigte ſich auch bald darauf in der
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