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gleichen. Das gleichfalls ſchwarze Haupthaar wird faſt ganz durch ein dunkelblaues ſpaniſches Netz umſchloſſen und nach dem Nacken herabgezogen. Ein bequemer wollner Rock von feinem braunem Tuch mit einer Reihe von Perlmutterknöpfen iſt bis unter den Hals zugeknöpft, um welchen letzteren ein hellrothes ſeidnes Tuch loſe ge⸗ knüpft iſt; die leichten Sommerbeinkleider ſtecken in kleinen Halb⸗ ſtiefeln von hellgelbem Leder. Das Alter des Jünglings mußte noch recht zart ſein, denn keine Spur von Bart zeigte ſich in ſeinem Geſicht.
Das Schiff verließ gerade den Ankerplatz von Rottum, wo einige Boote gelandet und mit Beute zurückgekehrt waren.
„Biſt Du noch nicht fertig, Julio?“ fragte Rolf in ſpaniſcher Sprache.
„Ja, Meiſter, ich bin fertig.“ Mit dieſen Worten kniete Julio neben Rolf nieder und reichte ihm einen Miſchtrank mit einer kleinen zierlichen Hand, die ſchwerlich ſchon Bekanntſchaft mit Waffen, ge⸗ ſchweige mit Schiffstauen und Segeln gemacht hatte.
„Auf der kleinen Inſel, die wir eben verlaſſen, iſt niemand ge⸗ tödtet und nichts zerſtört worden, Meiſter?“
„Nein, Julio. Die Menſchen hatten ſich geflüchtet, das we⸗ nige Vieh war verſtreut, und es fanden ſich nur viele tauſende von Seevögeln da, die hier ihre Brüteplätze haben.“
„Fahren wir nun nach der andern Inſel, die wir ſchon erblicken konnten?“
„Ja. Wir werden in höchſtens zwei Stunden da anlangen.“
Die Leute werden ſich auch geflüchtet haben?“ ſagte Julio zögernd.
„Nein, Julio. Die Inſel iſt viel größer und wird von vielen Menſchen bewohnt. Es ſind große Herden von Vieh darauf.“
„Wirſt Du da landen?“
„Gewiß. Wir müſſen für einen Fleiſchvorrath ſorgen, auch Butter einnehmen. Außerdem haben die Leute Geld und Gut, denn ſie erwerben viel als Seefahrer.“
„Aber wenn ſo viele Menſchen auf der Inſel wohnen, ſo wer⸗ den ſie ſich vertheidigen.“
„Sie würden es freilich thun, denn ſie ſind muthig und nicht ohne Waffen; aber ich weiß, daß alle wehrbaren Männer auf einem
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Seezug abweſend ſind. Außer einigen ſchwachen Greiſen werden wir nur Weiber und Kinder antreffen.“
„Du wirſt dieſen hilfloſen Leuten nichts thun?“ fragte Julio mit ängſtlicher Stimme, die faſt rührend lautete.
Rolf zuckte die Achſeln, indem ein leichtes Lächeln über ſein Geſicht flog; er erwiderte:„Es werden ſich unter den Inſulane⸗ rinnen viele hübſche finden.“
„Aber Du wirſt nicht nach einer hübſchen Inſulanerin aus⸗ ſchauen?“ rief Julio mit Heftigkeit.
„Nein, Julio, ich werde die Inſel gar nicht betreten, ſondern bei Dir auf dem Schiffe bleiben. Der dritte Theil der Mannſchaft wird dafür ſorgen, daß wir Fleiſch, Butter, und was ſich ſonſt zum Mitnehmen eignet, bekommen, das zweite Drittel wird ſeinem Ver⸗ gnügen nachgehen, die übrigen bilden einen Rückhalt auf dem Schiff. Jedesmal nach ſechs Stunden wechſeln die Abtheilungen, ſo daß jede einmal an die Reihe kommt.“
Beruhigt ſprach Julio wieder mit dem Tone einer gewiſſen Theilnahme:„Alſo ſonſt wird nichts Gewaltthätiges auf der Inſel geſchehen?“
Abermals zuckte Rolf die Achſeln und antwortete mit gleich⸗ müthiger Stimme:„Was ſich etwa noch von männlichem Geſchlechte auf der Inſel befindet, wird wohl ſo klug ſein, ſich bei Seite zu hal— ten, ſonſt ſtehe ich für nichts. Wenn alles vorbei iſt, ſo pflegen meine Jungen wohl Feuer an die Häuſer zu legen, und ich kann ihnen den kleinen Spaß nicht wehren.“
„Willſt Du nicht lieber befehlen, die Wohnungen unbeſchädigt zu laſſen? Wenn die armen Männer von ihrem Seezug zurückkommen, ſo iſt’'s doch ſchlimm für ſie, wenn ſie ihre Häuſer nicht finden.“
Ein dämoniſches Lächeln durchzuckte des Seeräubers Geſicht, als er ſagte:„Sie finden manches nicht ſo wieder, wie ſie es verlaſ⸗ ſen haben, das iſt nun einmal nicht anders.“
Julio erwiderte nichts hierauf, ſondern verſank in ein ſinnendes Schweigen. Endlich nahm er wieder das Wort:„Meiſter, haſt Du noch nicht ſo viel erworben, daß Du Deine Seefahrten aufgeben kannſt?“
Rolf antwortete nicht auf dieſe Frage.
(Fortſetzung folgt.)
Kus allen deutſchen Gauen.
Im Schwabenland zur Hopfenzeit. (Mit Abbildung.)
Was kann Dir aber fehlen, Mein theures Vaterland? Man hört ja weit erzählen Von Deinem Segensſtand—
ſingt Uhland von ſeinem lieblichen Heimatlande, und recht mit Be⸗ hagen hört der Schwabe, zumal wenn er unter dem Mangel an altem Recht, das Uhland beklagt, noch nichts zu leiden gehabt hat, die Reich⸗ thümer und die Schönheit ſeines Ländchens preiſen in dem an⸗ muthigen Gedicht. Und nachdem Korn und Wein, Fiſche, Wild und Herden, treue Frauen und redliche Männer im Gedichte aufge⸗ zählt ſind, wird der Schwabe mit Selbſtgefühl hinzuſetzen:„und d' Hopfen hat er erſt noch vergeſſen.“
Den Hopfen hat er allerdings nicht mit angeführt unter den Schätzen ſeiner Heimat; Uhland ſtammt noch aus den alten, guten Tagen, wo man nur Wein, purpurrothen oder goldhellen Wein im Sinn hatte, wenn man von Getränken ſprach. Ein Biertrinker war er nicht, zur Zeit wo er ſang, wurde noch wenig Hopfen in Würtemberg gebaut, erſt in den Abend ſeines Lebens ragten die Hopfenſtangen herein, und er hat vielleicht manchmal beklagt, daß dieſe langen, geraden Grenadiere der landſchaftlichen Schönheit Eintrag thun und ſeinen alten Freund, den Apfelbaum, ſo häufig verdrängen.
Trotz aller Verſuche, den König Gambrinus in Bild und Lied zu verherrlichen, wird das Bier doch immer die Stellung eines Plebejers einnehmen neben dem edeln Wein. Ich liebe im ganzen
gibt, ſo kann es kein ſchönes ſein; beim Glaſe Bier iſt gewiß nie echte Dichterbegeiſterung angeregt worden, und ſicherlich hat die ganze Poeſie des academiſchen Jugendlebens abgenommen ſeit dem un⸗ mäßigen, poeſieloſen Genuß des Biers, wie er zum Theil bei der Jugend im Schwange geht, des Biers, das von den Vorzügen des Naturgenuſſes, die jener Gymnaſiaſt hervorhob:„edel, erhaben und wohlfeil,“ nur den letzteren beſitzt.
Und doch ſei auch der Hopfenrebe ihre Ehre, der hochſtrebenden und doch beſcheidnen Stiefſchweſter des Weinſtocks! wir dürfen ſie gerne begrüßen als ſchwäbiſches Landesprodukt und ihre leichten grünen Ranken als Schmuck um Hut und Fenſter ſchlingen, ſie hat doch ihren Werth und ihr Heimatrecht, wenn ſie gleich dem Schatze deutſcher Sprichwörter nur durch die leidige Redensart einverleibt iſt: An Dir iſt Hopfen und Malz verloren!
In Jahren, wie ſie leider oft einkehren, wo die Traube nicht reifen will, in Gegenden, wo ſie nie reift und wo man doch der Natur ein ſaures Getränke abringen wollte, da wächſt und gedeiht jetzt der Hopfen und ſein Anbau zeigt ſich als reiche Wohlſtandsquelle für den Beſitzer, und was ihn mir am meiſten lieb und werth macht,— die Hopfenernte iſt auch eine Ernte für die Armen.
Die Anlage der Hopfenfelder iſt koſtſpielig und ſehr mühſam, der Grund muß ſehr tief gegraben werden; es ſind da bei der Um⸗ grabung allerlei unheimliche Dinge zu Tage gekommen: alte Waffen, halb vermoderte Gerippe, ſtumme Zeugen langverſchollener blutiger
die Trinklieder nicht, doch klingt unleugbar durch manches ein Hauch Thaten, zu alt, um wieder ans Licht gezogen zu werden,— ſie ſind
echter Poeſie. Ein Bierlied iſt mir nicht bekannt, und wenn es eins bald vergeſſen worden über der emſigen Sorge um die neue Pflanzung.


