Jahrgang 
1865
Seite
521
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen. Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen.

Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.

Ansgegeben im Juni 1865. Der Jahrgang länft vom Ortober 1864 bis dahin 1865.

M 36.

Plingstlied.

Pfingſten iſt kommen, nun ſchmückt ſich der Wald und die Heide, Garten und Wieſe ſie prangen im feſtlichen Kleide, Nieden die Flur, Droben der blaue Azur Glänzet im Frühlingsgeſchmeide.

Pfingſten iſt kommen, ſo komm auch, der alles belebet, Odem des Höchſten, der einſt auf den Waſſern geſchwebet, Der mit Gebraus Vormals zu Salem durchs Haus Und durch die Herzen gebebet!

Komm auf die Fluren, durchrauſche des Waldes Geäſte, Jegliches Blatt mach zur preiſenden Zunge beim Feſte, Jeglicher Halm Stimm' in den fröhlichen Pſalm, Leiſe durchſäuſelt vom Weſte!

Sammle im Feld und im Wald die beſchwingte Gemeine, Daß ſie die Stimmen zum Preiſe des Schöpfers vereine, Lerche bei Tag, Abends der Nachtigall Schlag Juble wie trunken vom Weine!

Komm in die Kirchen, laß feſtlich die Glocken erſchallen, Mächtig durchbrauſe die Orgel die heiligen Hallen, Nahe wie fern Sollen die Thaten des Herrn Seine Gemeinde durchhallen.

Rühre den Lehrern die Zunge, gewaltig zu zeugen, Rühre den Hörern die Herzen, vor Gott ſich zu beugen, Wie auf der Flur, Drüber der Morgenwind fuhr, Nickende Halme ſich neigen.

Komm in die Häuſer, durchlüfte was dumpfig und düſter, Sammle am friedlichen Tiſch die entzweiten Geſchwiſter; Linde und leis Geh durch den häuslichen Kreis, Sanft wie mit Engelsgeflüſter.

Mahne die Greiſe, wie treulich der Herr ſie getragen, Sage den Gatten von bräutlichen ſeligen Tagen, Heilige Luſt Laß in der Jünglinge Bruſt Mächtige Fittige ſchlagen.

Komm in die Kammer des bleichen, verlaſſenen Kranken, Säusl ihm durchs Fenſter, das blühende Reben umranken, Sprich ihm ins Herz, Himmliſcher Tröſter im Schmerz, Göttliche Friedensgedanken.

Weh um des Sterbenden Stirne mit kühlenden Palmen, Oeffn ihm den Blick nach der Ewigkeit ſonnigen Almen, Flüſtr ihm ins Ohr Töne vom oberen Chor,

Klänge von himmliſchen Pſalmen! 3 hinnnliſ hen Pic Karl Gerok.