Jahrgang 
1865
Seite
515
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Wahrheit zuerſt. Er eilte zum Gouverneur, ſtellte dieſem die Lage der Dinge vor und ſetzte es glücklich durch, daß alle 3 Com⸗ pagnien zu einer einzigen verſchmolzen und er zum Commandeur be⸗ ſtellt ward. Die beiden anderen Capitäns, die um Mühe und Geld geprellt waren, ſchimpften und tobten vergeblich, endlich zogen ſie wüthend ab.

Durch dieſen freilich nicht gerade gentilen Akt hatte der Capitän O. K. eine vollzählige Compagnie erlangt. Sie wurde am 29. Sep⸗ tember 1863 eingemuſtert, d. h. in den Etat als wirklich vorhanden eingeſtellt, und jedem Mann ſeine Prämie von 100 Dollars für den Freiwilligendienſt ausgezahlt. Dieſe Prämie ward ſpäter, als es immer mehr an Menſchen zu fehlen anfing, ſehr bedeutend erhöht und variirte, als ich dem Dienſte und dem ſchönen Amerika Valet ſagte, zwiſchen 500 und 1000, ja bis 1200 Dollars.

Es möchten hier einige Worte über die Organiſation eines Freiwilligen⸗Cavallerieregiments am Platze ſein. Das Minimum, mit welchem eine Compagnie eingemuſtert werden darf, iſt 82 Mann. Der Etat derſelben iſt folgender:

1 Capitän.

1 erſter Lieutenant.

1 zweiter Lieutenant.

1 Wachtmeiſter(sergeant- major). 1 Quartiermeiſter⸗Sergeant.

1 Commiſſär⸗Sergeant.

5 Sergeants.

8 Corporale.

2 Bugler(Trompeter).

Circa 65 Gemeine.

Der Etat der Chargen iſt mithin ganz ungewöhnlich ſtark. Auf 28 bis 30 Mann kommt ein Officier, auf 4 bis 5 Gemeine ein Sergeant oder Corporal, während bei den europäiſchen Armeen dies Verhältniß bei der Reiterei etwa 1 zu 30 bis 40 und 1 zu 10 iſt. Es muß aber ferner beachtet werden, daß unſern Unterofficieren in Amerika nur die Corporale entſprechen, die Sergeants bilden eine eigenthümliche Klaſſe zwiſchen Officier und Mannſchaft, ſie thun ſehr häufig, ja faſt ausſchließlich den Officierdienſt und heißen auch no commissioned officers, wörtlich überſetzt: nicht im Gehalt ſtehende Officiere..

Die Compagnien werden nicht nach der Nummer, ſondern nach Buchſtaben benannt: Compagnie A, B, C u. ſ. w.; zwei und zwei bilden eine Escadron(Squadron), zwei Escadronen ein Bataillon, drei Bataillone ein Regiment. Das Bataillon wird von einem Major commandirt, die Escadron von dem älteſten der beiden Compagnie⸗ Commandeure, das Regiment von dem Oberſten, zum Regiments⸗ ſtabe gehört ein Oberſtlieutenant.

Die Beſoldung, die ſeitdem faſt um den dritten Theil erhöht worden iſt, betrug damals: Für den Gemeinen 13, den Korporal 14, den Sergeanten 17, den Wachtmeiſter 20, zweiten Lieutenant 60, erſten Lieutenant 70, Capitän 80 Doll. monatlich. Jedoch erhielten die Officiere außerdem für Rationen, die ſie ſich aber von der Compagnie nahmen, für das Halten eines Dieners ꝛc. monatlich noch 70 Doll. Vom Wachtmeiſter abwärts bekam jeder Freiwillige jährlich 42 Doll. Kleidergelder.

Nach der Einmuſterung der Compagnie trafen auch Bekleidungs⸗ ſtücke ein, die ein jeder à Conto ſeines Guthabens entnehmen konnte; kurze, blouſenartige Röcke und mit Leder beſetzte Reithoſen, beides von ſtarkem, guten Tuch von blauer Farbe. Die übrige Kleidung, Kopfbedeckung, Stiefel u. ſ. w. ſtand völlig in eines jeden Belieben, ja es behielten ſogar viele ihre alten Röcke und Beinkleider, ſo daß die Truppe ſtets einen ſehr buntſcheckigen Anblick darbot. Die Officiere blieben meiſt in Civil, das einzige Abzeichen ihres Ranges trugen ſie auf der Schulter: der Lieutenant einen goldenen Querſtreifen, der Capitän zwei, der Major eine goldene, der Oberſt⸗Lieutenant eine ſilberne Eichel, der Oberſt einen ſilbernen Adler. Das Grad⸗ zeichen der Generale, die übrigens allgemein Uniform trugen, waren ein, resp. zwei goldene Sterne.

Zwei fertige Bataillone unſeres Regiments ſtanden bereits in Virginien auf dem Kriegsſchauplatze, wohin das dritte, in der Forma⸗ tion begriffene Bataillon möglichſt bald nachfolgen ſollte. Bis jetzt war für unſere kriegeriſche Ausbildung wenig gethan worden, aber nun ſollten wir in das Inſtruktionslager abgehen und daſelbſt

einexercirt werden. Das klang nach militäriſcher Thätigkeit. Wir verließen Staten⸗Island, dieſen beliebten Sommeraufenthalt der Newyorker Geldariſtokratie mit ſeinen prachtvollen Landſitzen, von deren Schönheit ich aber nichts zu ſehen bekommen hatte, und gelangten per Dampfboot und Fußmarſch an eine Eiſenbahnſtation zwiſchen Newyork und Philadelphia. Hier lud man uns in einen bereitſtehenden Zug, der uns ſchnell nach Waſhington beförderte. Die Art und Weiſe, wie dabei der Susquehannah paſſirt wird, war mir neu und von Intereſſe. Der Zug fährt nämlich auf eine große, ſchiffartige Fähre, wird durch dieſelbe an das andere Ufer gebracht und dampft dann von der Fähre herunter und weiter.

Als wir Waſhington erreichten, war wiederum faſt ein Drittel der Mannſchaft deſertirt und nur 70 Köpfe ſtark rückte die Compagnie eines Abends in das drei engliſche Meilen von der Bundeshauptſtadt entfernte Inſtruktionslager, ſchlechthin Stoneman's camp genannt, welches an den reizenden Ufern des Potomac lag. Unſere Situation hatte freilich vorläufig nicht viel Reizvolles, denn zu unſerer Aufnahme war nichts bereit. Ermüdet, wie wir waren, mußten wir uns auf den feuchten Boden legen: einige große Feuer und heißer Kaffee halfen die empfindliche Nachtkälte ertragen.

Am andern Morgen wurde uns ein Platz im Lager angewieſen, auch ward Zeltleinwand ausgetheilt, aus der wir auf die einfachſte Weiſe Wohnungen conſtruirten. Nachdem zwei Stöcke mit gabelförmigen Enden in die Erde geſteckt waren, wurde ein anderer Stock darüber gelegt und über dieſes Gerüſt ein Stück viereckiger Leinwand ge⸗ hängt und deren Enden etwas eingegraben. Dieſer Palaſt, deſſen Vor⸗ der⸗ und Hinterſeite offen war, diente als Lagerſtätte für zwei Mann, die auch bei einiger Oekonomie der Gliedmaßen hineinzuzwängen waren. An ein Entkleiden konnte man natürlich nicht denken, denn die wollene Decke, die als Bett und Mantel diente, war in den kalten Nächten ohne die Kleider nicht ausreichend.

Das Inſtruktionslager war übrigens ohne alle Inſtruktion. Morgens Appell, Nachmittags die berühmte Dreßparade, bei welcher erſchien und wegblieb, wer gerade Luſt hatte, das war die einzige Be⸗ ſchäftigung; unſere militäriſche Ausbildung kam dadurch in keiner Weiſe vorwärts. Als angenehme Zerſtreuung arrangirten die Leute wieder wie in Staten⸗Island großartige Prügeleien, die aber der Ab⸗ wechslung halber hier nicht nach Truppentheilen, ſondern nach Nationalitäten abgehalten wurden. Außer uns ſtanden noch 3000 Mann Cavallerie im Lager, allerdings eine ſehr uneigentliche Benennung, denn Pferde, Waffen, oder irgend ein militäriſches Requiſit war nicht zu bemerken. Die Officiere ließen ſich faſt nie ſehen, ſie verbummelten ihre Zeit in Waſhington. Bei dieſer Sach⸗ lage hätten nothwendiger Weiſe binnen kurzem faſt alle Leute deſertiren müſſen, wenn wir freiwilligen Kämpfer nicht von einigen regulären Truppen bewacht worden wären, die das ganze Lager mit Poſten um⸗ ſtellt hatten und die Umgegend fleißig nach Ausreißern abpatrouillirten. Dieſe Regulären, die im Gegenſatz zu uns Freiwilligen wirkliche Soldaten waren und ſich bei ſtraffer Discplin auch einiger Haltung und einer ordentlichen, wenn auch unſchönen Uniform erfreuten, thaten ihren Dienſt mit Eifer, was denn zur Folge hatte, daß das Ver⸗ ſchwinden der Mannſchaft beinahe aufhörte; Zeit war es freilich, da ſonſt ſchwerlich je ein einziger Mann von den Volunteers den Kampf⸗ platz betreten haben würde.

Faſt vier Wochen mochten wir ſo im Lager zugebracht haben, als endlich Ende October 1863 die Pferde für uns eintrafen. Zur Hälfte waren es kräftige, ſehr brauchbare, aber noch ganz ungerittene Thiere, die andere Hälfte aber beſtand aus alten, bereits aus dem V Dienſt rangirten Mähren, die etwas aufgefuttert waren und von neuem benutzt werden ſollten. Nun hatten wir wenigſtens Beſchäftigung, die V Leute konnten ſich noch etwas zu thun machen und waren von der tödt⸗ lichen Langeweile befreit, wenn auch von einer geordneten Pferde⸗ V wartung keine Rede war und an ein Putzen der Thiere nie auch nur im Traume gedacht wurde. In einem Stücke aber bereitete man die Pferde gleich den Menſchen für die Campagne vor, ſie waren wie wir jeder Ungunſt des Wetters ausgeſetzt und ſtanden, nicht einmal mit Decken verſehen, Tag und Nacht im Freien. Ein langes an zwei einge⸗ rammten Pfählen befeſtigtes Seil, an welches die Pferde von beiden Seiten gebunden wurden, repräſentirte den Stall der Compagnie. Jetzt nahm auch Capitän O. K. die Ausbildung der Mannſchaft ſehr ernſtlich in die Hand und fing an, den Reitunterricht zu ertheilen und zwar er ganz allein der ganzen Compagnie auf einmal! Wahrſchein⸗