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Innere des kranken Augapfels vollkommen erleuchtet ſieht, ſo daß er die dort vorhandenen Abnormitäten deutlich erkennt.
Mehre Perſonen, Halb⸗ oder Ganzerblindete, wurden in dieſer Weiſe unterſucht. Von einem Manne erklärte der betreffende Arzt, er habe den grauen, vom andern, er habe den ſchwarzen Staar. Letzterer iſt eine Unempfindlichkeit des Sehnervs und gewöhnlich un⸗ heilbar; es ſei denn, daß die Lähmung eine nur vorübergehende, etwa die Folge gewiſſer Krankheiten iſt. Der graue oder weiße Staar da⸗ gegen beſteht in einer Verdunkelung der Linſe, welche im normalen Zuſtande die ins Auge einfallenden Lichtſtrahlen bricht und ſie dann auf die Retina wirft, wo ſie vermittelſt des Sehnerven zur Wahr⸗ nehmung kommen. Solche Verdunklung aber, welche in Folge von Entzündung, Gicht, Rheumatismus oder auch mit höherem Alter ein⸗ tritt, läßt die Lichtſtrahlen nicht mehr bis zur Retina und damit nicht zur Empfindung gelangen. Die Heilung des grauen Staars iſt nicht ſchwierig, jedoch faſt nur auf dem Wege der Operation möglich, näm⸗ lich durch Herabdrücken oder Zertrümmern und Ausziehen des Linſen⸗ körpers. Man unterſcheidet auch wohl noch den grünen Staar, eine Verdunkelung des hinter der Linſe liegenden Glaskörpers.
Doch kehren wir ins Operationszimmer zurück, wo unter den Anweſenden eine allgemeine Bewegung entſteht, denn Herr von Graefe iſt ſo eben eingetreten. Eine große ſchlanke Geſtalt, aber von etwas nachläſſiger Haltung und nachläſſigem Weſen, wie es berühmte Aerzte nicht ſelten anzunehmen pflegen..„Sein Kopf bildet das ſchönſte Oval und iſt von langen glänzendſchwarzen Locken ein⸗ gerahmt, während der volle Bart ſchon ein ſtarkuntermiſches Silber⸗ grau zeigt, wenngleich dieſer Mann noch im kräftigſten Alter ſteht, vielleicht kaum die Vierzig überſchritten hat. Aber ſein großes dunkles Auge iſt noch klar und ſcharf, und die Stimme von einem ſeltnen Schmelz und Wohlklange. Auf ſeiner hohen Stirne thronen Intelligenz und Genialität, und die Glorie des Ruhms, der nun ſchon lange nicht nur Deutſchland, ſondern ganz Europa durchzogen hat. Denn dieſer Mann iſt nicht blos im Dienſte der Wiſſenſchaft ſo früh ergraut, ſondern noch mehr im rückſichtsloſen aufopfernden Dienſte ſeiner Nebenmenſchen, von denen tauſende ſeinen Namen ſegnen, denn er hat ihnen das koſtbarſte aller Erdengüter, das Augen⸗ licht wiedergegeben. Er hat immer Eile und findet kaum Zeit zum Eſſen und Schlafen, aber für ſeine Patienten iſt er immer bereit, ſelbſt in tiefer Nacht, wo er ſich dem Schlummer entreißt und nach ſeiner Klinik eilt, höchſt unwillig, wenn man ihn nicht zu rechter Zeit gerufen, oder einer der Aſſiſtenzärzte ſtatt ſeiner die Operation vor⸗ genommen hat.—
Herr von Graefe nimmt auf einem Stuhle in der Mitte des Zimmers Platz und läßt ſich die für ihn zurückgeſtellten Patienten vorführen, wobei ihn die jungen⸗Aerzte und die Kliniciſten umringen und eifrig ſeinen Bemerkungen lauſchen. Von Zeit zu Zeit unter⸗ bricht er ſeine Unterſuchungen, um an den einen oder den andern ſeiner Jünger eine Frage zu richten:„Was halten Sie von dieſem Falle?“ Oder:„Was würden Sie mit dieſem Auge machen?“— Wenn ihn die Antwort nicht befriedigt, ſchüttelt er lächelnd mit dem Kopfe, und gibt in kurzen treffenden Sätzen ſeine Gegenanſicht und deren Gründe kund.
Nummer Eins iſt der junge Invalide, den der berühmte Opera⸗ teur ſofort wiedererkennt.
„Ah, Sie ſind es, mein Braver! Laſſen Sie doch ſehen!“
Und er unterſucht das ausgelaufene wie das geſunde Auge.
„Nun,“ ſagt er dann;„Ihnen kann leicht geholfen werden.“
Worauf er in ein Käſtchen greift, daraus einen Gegenſtand hervorholt und dieſen in die leere Augenhöhle ſteckt.
„So!“ ſpricht er.„Das iſt mein Geſchenk. Sind Sie damit zufrieden?“
In der That, ein Wunder hat ſich zugetragen! Der junge Krieger hat wieder ſeine beiden Augen.
„Sehen Sie ſelber!“ ſagt Herr von Graefe, ihm einen Hand⸗ ſpiegel vorhaltend.
Der junge Mann betrachtet mit Erſtaunen das ihm eingeſetzte Glasauge, das ſich von dem natürlichen kaum unterſcheiden läßt, und lächelt vergnügt. 3
„Nur getroſt!“ fährt Herr von Graefe fort.„Sie können es dreiſt bewegen, denn es iſt noch ein Stumpf des Augenmuskels vor⸗ handen, daran ich es befeſtigt habe. Der Soldat entfernt ſich dankend.
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ſuchte, mit dem grauen Staar behaftete Mann. Er erklärt, nur einen ſchwachen Schimmer wahrnehmen zu können, und wirklich ſieht er in das grelle Sonnenlicht, ohne zu blinzeln. Die Pupille er— ſcheint ſehr erweitert und von mattglänzendem Weiß.
„So wollen wir ans Werk gehen!“ ſagt Herr von Graefe, und er läßt den Erblindeten in einen Armſtuhl niederſitzen, worauf ihm einer der Aſſiſtenzärzte den Kopf hält, während ein zweiter mit einer Pincette ihm das Augenlid heraufzieht und den Augapfel durch zwei Häkchen befeſtigt, ſo daß dieſer unbeweglich liegt.
Der Operateur ergreift das ſogenannte Staarmeſſer, ein Meſſerchen von feinem Stahl, und nähert ſich damit dem Auge des Patienten. Man ſieht das Inſtrument in der Luft blitzen, und die Hornhaut, aus der ein paar Tropfen Blut hervordringen, iſt durch⸗ ſchnitten, worauf er ebenſo ſchnell mit einem ſilbernen Löffelchen, dem ſogenannten Davielſchen Löffel durch die offne Wunde in den Augapfel hineinfährt und alsbald einen winzigen Gegenſtand her⸗ aufbringt. Es iſt die verdunkelte Kryſtalllinſe, welche in einer Ver⸗ tiefung des Glaskörpers liegt, aus welcher ſie mittelſt des Löffelchens losgelöſt worden. Damit iſt die Operation, die nur wenige Secun⸗ den währte, beendigt.
„Sehen Sie mich?“ fragt der Operateur den Patienten, dem er das Auge von den Blutstropfen reinigt.
Dieſer bejaht es.
„Sehen Sie mich ganz deutlich?“
„Ja!“ wiederholt der Kranke; aber er ſchließt ſchnell das Auge, denn er kann das einfallende Licht nunmehr nicht ertragen.
Man legt ihm einen ſogenannten immobilen Verband, einen feſten Bindenverband an und ſchafft ihn in ein dunkles Zimmer, wo er 8 bis 14 Tage zubringen muß. Dann erhält er eine Staarbrille, das iſt ein prismatiſch geſchliffenes Brillenglas, welches an Stelle der entfernten Linſe die Lichtſtrahlen bricht, bis jene ſich vielleicht wiedererzeugt.
Nummer Drei leidet an der ägyptiſchen Augenkrankheit. Das Auge iſt dick verſchwollen und läßt bei nur leiſem Drucke Bäche von Eiter herausfließen. Die Augenlidſchleinthaut iſt mit rothgelben Pünktchen— ſogenannten Granulationen— beſäet, die Hornhaut wie mit Staub beſtreut und mit mehreren trichterförmigen Ge⸗ ſchwüren bedeckt. Der Kranke kann nicht ohne ſtechenden Schmerz ins Licht ſehen.
Das umgeklappte Augenlid wird mit Höllenſtein betupft, wo⸗ rauf es eine mattweiße Färbung annimmt. Man legt eine feuchte Binde über das Auge und führt den Patienten in ſeine Zelle zurück.
Nummer Vier iſt in Folge derſelben Krankheit völlig erblindet, denn jene Geſchwüre haben auf der Hornhaut dicke Narben zurück⸗ gelaſſen, welche gerade über der Pupille lagern und ſo dem Lichte den Durchgang verwehren.
Aber auch hier iſt noch Hilfe möglich, und Herr von Graefe erklärt, eine ſogenannte Correomorphosis vornehmen, das iſt, eine neue Pupille bilden zu wollen. Die Hornhaut iſt nämlich nicht ganz verdunkelt, ſondern zeigt noch eine durchſichtige Stelle, oberhalb der alten Pupille, und hier wird nunmehr eine neue ausgeſchnitten. — Es iſt dies einer der neueſten Triumphe der Wiſſenſchaft.
Zum Beſchluß wird eine alte Frau vorgeführt, abgezehrt und mit dem Ausdruck tiefen Leidens. Sie leidet an einer krebſigen Entartung des Augapfels, die mit ihren blaurothen Wucherungen die Augenhöhle ausfüllt und die Sehkraft vollkommen vernichtet hat. Heftig ſtechende Schmerzen und profuſe Blutungen machen die Ent⸗ fernung des Augapfels nothwendig.— Natürlich muß die Kranke für dieſe Operation chloroformirt werden.
Man legt ſie auf den Operationstiſch und läßt ſie das Kleid über der Bruſt aufneſteln. Während ſie einer der Aerzte chloro⸗ formirt, überwacht der zweite ihren Puls, und der dritte orduet die Inſtrumente.
Schon nach wenigen Minuten tritt die Narkoſe ein. Die Kranke bewegt heftig Arme und Beine und ſtößt unarticulirte Laute aus, während ſich das Geſicht hochroth färbt. Allmälich ſchwinden dieſe Symptome und ſie liegt mit ſchnarchendem Athem bewußt⸗ und bewegungslos da. Sämmtliche Muskeln ſind erſchlafft, ſelbſt Kneifen und Anrufen bleiben ohne Wirkung.. Nunmehr wird das Chloroform entfernt und die Operation beginnt..
Nummer Zwei iſt der vorhin von dem Aſſiſtenzarzte unter⸗
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