Jahrgang 
1865
Seite
503
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Die in ihrem Dunkel vordem nur ſich wegen ihrer Bedeutung zu preiſen wußten, ſingen, wie Dante hört, auf dem Läuterungs⸗ berge, ſich vergeſſend und Gott die Ehre gebend, das Gebet des Herrn in ſolcher Tiefe der Auffaſſung, daß man nicht müde wird, es anzuhören,(XI, 1 ff.), und die kleinen, ſtolzen Genies, von dem Wahne geheilte Univerſalgenies und Götter der Erde zu ſein, beginnen endlich, ihre und anderer Stellung in der großen Gottes⸗ welt gebührend zu würdigen, ſich vor Gott und Menſchen zu

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beugen und demüthig mit den Mitbrüdern ſich zur Liebeseinheit zu-

ſammenzuſchließen. der Hochmuth,

durch ſeine Discrepanzen unmöglich macht.(XII, 1 ff. 1 12, ff.)

Nun ſingen ſie ein einſtimmig Lied, während Herz vom Herzen entfremdend, jedes gemeinſame Lied

Dante iſt nicht der Meinung, daß dieſe ſeine eben ſo ſchöne,

wie erhabene Darſtellung von der Menſchenkleinheit nur zu einem Genuß der Aeſthetiker dienen ſolle; er wünſcht, daß ſie das Leben wahrhaft umgeſtalte. Als er geſchaut hat, wie der Geniedünkel die gottgeſchaffene Seele bis zur Mißgeſtaltung niederdrückt, tönt aus ſeinem Munde jenes oft bewunderte Wort, das werth wäre, uns unſer Leben lang im Herzen nachzuklingen:

O ſtolze Chriſten, o ihr armen, matten!

Der Fuß ſchlüpft rückwärts, doch, an Geiſte blind,

Wähnt Ihr, vortrefflich geh Eur Lauf von ſtatten.

Bemerkt Ihr nicht, daß wir nur Würmer ſind,

Beſtimmt zur Engel⸗Schmetterlings Entfaltung,

Deß Flug nie der Gerechtigkeit entrinnt?

Was tragt Ihr hoch das Haupt in ſtolzer Haltung?

Gewürm, das öfters, wenn's der Pupp' entflieht,

Verkrüppelt iſt zu ſchnöder Mißgeſtaltung.(X, 121 ff.)

Die ächte und ſchöne Ausgeſtaltung des wahren Menſchen⸗ weſens iſt das vollkommene Leben in Gott, die Durchdringung des creatürlichen Lebens mit dem heiligen Gottesleben, wie Dante dies in immer lichterer Klarheit in den Paradieſesſphären ſchaut.

Alles Dämmerlicht oder Irrlicht ſtolzer und egoiſtiſcher Menſchen⸗ genialität muß hier verſchwinden, wo alles voll iſt

von purem Licht, 4 Von geiſtigem Licht, das nur Ein Lieben iſt,

Ein Lieben jenes Guts, des ewig wahren, 1

Voll Luſt, mit der kein andres Glück ſich mißt.

Licht iſt dort, das den Schöpfer ſichtbar macht,

Damit er ganz ſich dem Geſchöpf verkläre, 1 Dem nur in ſeinem Schaun der Friede lacht.(XXX, ‚39 ff.)

In dieſem Himmelslicht durchſchaut Dante die trübe Leere aller menſchlichen Einzelwiſſenſchaften, theoretiſcher wie praktiſcher, die vom göttlichen Lebens- und Lichtquell ſich emancipirt haben. Er ruft:

O menſchliche Begier voll Wahn und Trug,

Wie mangelhaft ſind doch die Syllogismen,

Die Dir herabziehn des Gefieders Flug!

Der ging dem Jus nach, der den Aphorismen, Der ſucht als Prieſter Ehren und Gewinn,

Der herrſchte durch Gewalt, der durch Sophismen, Der ſtahl, dem ſtund auf ein Gewerb der Sinn, Der mühte ſich, in Fleiſchesluſt befangen,

Und jener gab dem Müßiggang ſich hin:

Indeß ich allem dieſen Tand entgangen,

Im Himmel oben mit Beatrix war,

So herrlich und ſo ruhmvoll dort empfangen!(XI, 1 ff.)

Wo das Licht Gottes alles durchdringt, da iſt Friede und volles Genüge; wo das Licht des Menſchengenies herrſchet, da wüthet der Sturm des Unfriedens. Darum fleht Dante:

O Du dreieinig Licht in einem Sterne,

Das allen, die Dich anſchaun, Frieden ſtrahlet, Schau doch herab auf unſere Sturmeswetter!(XXXI, 27.)

Es iſt ein hoffnungsloſer Kampf, den die Danteſche Poeſie gegen die Verirrungen und finſtern Wahngebilde der von Gott ſich losreißenden, ſüffiſanten Menſchheit kämpft. Gottes gnädige Liebe wird das Erlöſungswerk, das ſie begonnen hat, trotz aller irdiſchen Störungen und Hemmniſſe hinausführen bis zur ſeligen und glor reichen Vollendung(XXII, 94 ff. XXVII, 61 ff.), in der Gott alles ſein wird in allem und ſeine heilige Liebe die Bewegerin des Welt⸗ alls. Das iſt der große Schluß der göttlichen Komödie, wie der größere der Weltgeſchichte.

Diſſelhof.

Am Jamilientiſche.

Ein nächtliches Abenteuer.

Im Hochſommer des Jahres 1863 führten mich Geſchäfte gegen Abend zu einer Familie auf dem Lande. Den Herrn des Hauſes traf ich nicht an, derſelbe war für einige Wochen verreiſt; die Damen waren zu Hauſe. Da die nächſte Eiſenbahnſtation zu entlegen war, um an demſelben Tage noch meine Reiſe fortſetzen zu können, nahm ich die freundlich gebotene Einladung, bis zum anderen Morgen zu bleiben, um ſo dankbarer an, als die Beſitzung einen höchſt angenehmen Ruhepunkt nach den Anſtrengungen einer längeren Geſchäftsreiſe bot.. 1

Nach früh beendigter Abendmahlzeit lockte mich der Vollmond noch zu einem Gang ins Freie. Das Haus lag einſam zwiſchen Garten, Weiher und Park; einige hundert Schritte jenſeits des Weihers eine Gärtnerwohnung. Die Wirthſchaftsgebäude waren durch die Bäume des Parks verborgen. Kein Laut nah und fern; die Stille war faſt unheimlich. Gegen zehn Uhr begab ich mich in das zu ebener Erde mir angewieſene Zimmer, ſchrieb noch bis gegen eilf Uhr und ſuchte dann mein Lager auf. Als ich gerade in dem angenehmen Zuſtande zwiſchen Schlaf und Wachen mich befand, rief ein eigenthümliches Geräuſch mich wieder zum klaren Bewußtſein. Ich glaubte, ein Klopfen gehört zu haben; jetzt war's ſtill. Schon glaubte ich an eine Sinnentäuſchung, da begann's auf's neue. Ein einförmiges, in gleichen, kurzen Zwiſchenräumen, etwa zehn Mal, wiederholtes dumpfes Klopfen mit größeren Pauſen von etwa zwei Minuten. Ich richtete mich auf und ſpannte alle meine Sinne an; offenbar war das Geräuſch unter mir, im Keller. Das Haus hatte hohes Souterrain, in welchem ſich Küche, Geſindeſtube und andere Wirthſchaftsräume befanden; es konnte nicht anders ſein, jemand verſuchte mit einem barten Inſtrument eine Mauer zu durchbrechen. Wie ein Blitz fuhr es mir durch den Sinn: der Hausherr verreiſt, die Damen allein, die einſame Lage, man per⸗ ſucht einen Einbruch. Kaum hatte ich's gedacht, ſo war ich auch ſchon in den Kleidern. Aber was nun? Der Proceß Franz Müller hatte noch nicht ge⸗ ſpielt und wer dachte vor jener Zeit in unſrem friedlichen Dauiſihland f Erin, ſich auf Reiſen mit Waffen zu verſehen! Ich ſuchte und fand en Leſes Vertheidigungswerkzeug als den Stiefelknecht; dieſen in der Vauſ Katnich leiſe den Hausgang. Der Mond ſchien hell, Licht hatte iih e ſic ich nicht angemacht, um die Diebe nicht zu verſcheuchen; denn dhd 8 zißß bei der Geſchichte nicht ſehr angenehm zu Muthe war, hatte ic 1 15 ie Abſicht, dieſelben auf der That zu ergreifen. Mit der Einrichtung des Hauſe

4; ür ſchoſſes kein Athemzug. unbekannt, horchte ich an allen Thüren des Erdgeſchoſſes Athemzue Leiſe ſchlich ich 35 Arepde hinauf; da tönte aus einer Thür vor mir das Ge⸗ ſchrei eines kleinen Kindes; dort mußte auch eine erwachſene Perſon ſchlafen.

Ich klopfte leiſe an. Ein erſchrecktes:Wer iſt da?Um Gottes Willen ſtehen Sie raſch auf, es ſind Diebe im Hauſe. Bald ſtand die älteſte Tochter des Hauſes vor mir, ich erzählte ihr mit wenig Worten meine Beobachtung und ſie entwarf dann mit bewunderungswürdiger Kaltblütigkeit einen Operationsplan. Aus dem Souterrain führte eine Treppe direct in den unteren Hausflur und war hier durch eine Thür geſchloſſen. Dieſe Thür galt es zunächſt zu ſichern. Hierbei war die größte Vorſicht nöthig, weil zu be⸗ fürchten, daß die Diebe, wenn ſie ſich bemerkt ſahen, ohne weiteres Gewalt anwenden würden. Erſt vor wenig Tagen war in dem benachbarten Dorfe mit großer Gewaltthätigkeit ein Einbruch verübt worden, wir hatten es un⸗ zweifelhaft mit derſelben Bande zu thun. Mit hochklopfendem Herzen, auf Socken ſchlichen wir die Treppe hinab zur Kellerthür; ſie war nur angelehnt. Sobald wir horchend ſtanden, hörten wir ganz deutlich das Klopfen. Ein raſcher Druck und Griff, und die Thür war abgeſchloſſen. Wir horchten weiter, das Geräuſch unterblieb wohl zehn Minuten lang, die Diebe hatten uns offenbar gehört und lauſchten gleichfalls. Dann begann das Klopfen aufs neue; ſie waren wieder ſicher. Es galt nun, den Gärtner zu wecken, welcher mit einem emeritirten Verwalter in der nahen Gärtnerwohnung ſchlief. Doch wie aus dem Hauſe kommen? Da der Hausherr den einzigen Diener mit auf die Reiſe genommen, ſo verſah deſſen Stelle der Gärtner und hatte, um am anderen Morgen zeitig zur Stelle ſein zu können, die Hausthür von außen abgeſchloſſen und den Schlüſſel mitgenommen. Durch den Keller, deſſen äußere Thür von innen abgeſchloſſen war, konnte ich natürlich nicht gehen. An der dem verdächtigen Ton entgegengeſetzten Seite des Hauſes ſtieg ich aus dem Fenſter und eilte über den weichen Raſen im Schutze der Gebüſche zur Gärtnerwohnung. Bald hatte ich dieſen und den alten Verwalter auf den Beinen; der Gärtner erſchien mit einem Gewehr, der alte Verwalter mit einer Miſtgabel; ich ſelbſt vertauſchte den Stiefelknecht, den ich krampfhaft bis dahin feſtgehalten, mit einem wuchtigen, eiſernen Spaten. Mit Vorſicht näherten wir uns dem Hauſe und umſſchlichen es von allen Seiten. Friedlich lag es in der hellen Sommernacht vor uns; keine verdächtige Geſtalt, kein Zeichen von Gewalt, die äußere Kellerthür feſt verwahrt! Der Dieb mußte gegen Abend in den Keller eingeſchlichen ſein und ſich dort verſteckt haben. Der Gärtner öffnete die Haus⸗ thür; es half nichts, wir mußten den Keller durchſuchen. In der ängſtlichſten Spannung, jeder mit einer Kerze verſehen ſtiegen wir hinab, der Gärtner mit geſpanntem Hahn voran; ich mit dem Spaten bildete das Gros, die Miſtgabel die Arrieregarde. Wir ſuchten jeden Raum des Kellers ab, leuchteten unter Tiſche und Schränke in Kaſten und Fäſſer keine Spur von einem Diebe! Meine Hilfstruppen zogen kopfſchüttelnd ab; den Alten hörte ich was wie Nachtwandler und Dummheiten murmeln.

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