ohne ifer Glücksſolde brüderlicher wieder zuffnden uth, den wir kalſo dem der⸗ hen Hand ſetzte von Hadellſt er Zeit wüſten d nicht ge ganz im Geiſt durch einen de Heimat, in alten Lande wlag zur Aus⸗ gib mir meinen daß die Prin⸗ edirekte Ant⸗ felhaft iſt uns, ſchon einen ver⸗ genſchaft ge⸗ rs Augen Prinzeſſin, in deſſen Verrath Der Fürſt er⸗ er und raſch er Reiter⸗ und ihr Kind Ueberfall ſelbſt s und Achim a für die Frei⸗ t in ſeiner Ab⸗ rhat er großes nicht hoch ange⸗ den allerdings das wiſſen wir ees unbequemen
u
Hundes hat ppft, wemn That der nit ihrem Ge⸗
Cod ahl den Tod
. Pußte d 3 Schonung! l der Gottes⸗ gerhielt. Iin
welche nach heirathet
einer heilſe iſtt un⸗ zweife⸗
borel.„8f Bekenntniß 4 4 chem Haus, wellen Wir wiſfn
9 imerath Hand .„non lerutel, anen ij
ibel „„„r darlbi
erſbe
he
ſe it uu⸗
dert bol
eferd
4.———
Deutſche Geſchichts- und Culturbilder. I. Das alte Beidelberger Schloß.
Ein geſchichtlicher Rückblick von F. Nippold. (Mit Abbildung.)
Es wird nicht leicht ein zweiter Ort zu nennen ſein, der ſo in aller Herren Länder wegen ſeiner entzückenden Reize berühmt iſt, und ſo die verſchiedenartigſten Menſchen anzuziehen vermag als Heidel⸗ berg. Die Vereinigung der höchſten landſchaftlichen Schönheiten mit dem regen Leben und Treiben der Gegenwart, und den mannigfachſten Erinnerungen an die Vergangenheit, feſſelt einen jeden Beſucher, und wer nur einmal den Fuß hierher geſetzt, kommt immer gern zurück, wer nur einmal den herrlichen Fleck Erde im Bilde erblickt, ſehnt ſich unwillkürlich dahin. Aber nimm dem ganzen wunderbaren Ge mälde einen einzigen Punkt, nimm ihm das Schloß, und es iſt des belebenden Geiſtes beraubt. Denn wie in jenem berühmten Gemälde Correggios von der heiligen Nacht alles Licht von dem Kindlein in der Krippe ausſtrahlt, ſo iſt es in der Heidelberger Landſchaft das Schloß, das dem ganzen Enſemble von Berg und Thal, Fluß und Stadt jenen feſſelnden Zauber verleiht. Wohl ſteht es verödet und trauernd da, der alten Herrlichkeit längſt beraubt, nur von dichten Epheuranken bedeckt. Und doch meinen wir, es könnte kaum ſchöner geweſen ſein, als alles noch Pracht und Glanz, als die Ruine noch fürſtliche Reſidenz war. Aber unwillkürlich malen wir uns doch aus, wie das alles früher geweſen ſein muß; und wenn dann die alte Burg vor unſern Augen erſtanden iſt, wenn wir uns beſinnen, von welch glorreichen Epochen deutſcher Geſchichte ſie uns zu erzählen weiß, und wie traurige und ſchmachvolle Zeiten ſie in Trümmer ge⸗ wandelt, ſo iſt's uns zu Muthe, als wäre uns das Ganze noch ein— mal ſo lieb geworden. Die alten Steine haben Leben bekommen, und wie Schenkendorf ſingt:
Es zieht ein leiſes Klagen
Um dieſes Hügels Rand,
Das klingt, wie alte Sagen
Vom lieben deutſchen Land.
Horchen wir daher dieſem Geflüſter, während unſer Auge auf dem alten Fürſtenſchloß ruht, deſſen frühere Herrlichkeit unſer Bild⸗ niß uns zeigt.
Es ſind die Tage des Kaiſers, deſſen glorreiche Regierung den deutſchen Stämmen ſo unvergeßlich blieb, daß ſie ihre Hoffnungen einer beſſeren Zukunft an ſein Wiedererſcheinen knüpften, die Tage Friedrich Barbaroſſas, in denen die Heidelberger Burg zuerſt geſchichtlich erwähnt wird. Wohl fehlt es nicht an allerlei Sagen aus früheren Epochen; aber es wäre verlorne Zeit, an einer Stätte, wo der wirklich lebendigen Geſchichte ſo viel auf uns einſtürmt, bei der unverbürgten Sage uns aufzuhalten. Noch iſt es jedoch nicht dieſelbe Stätte, wo heute die rieſigen Ruinen aus der Tiefe empor⸗ ragen; etwa 300 Fuß höher, wo jetzt die freundliche Molkenkur aus der waldigen Umgebung uns anlacht, errichtete Friedrichs Bruder Konrad, der Pfalzgraf bei Rhein, ſein Kaſtell(1156). Und mehr als ein Jahrhundert iſt dies alte Schloß Sitz ſeiner Nachfolger, mehr als einmal in dieſer Zeit Zeuge echt germaniſcher Treue. Konrads Schwiegerſohn Heinrich, der ſelbſt ein Sohn des welfiſchen Löwen, durch ſeine Verbindung mit der Hohenſtaufiſchen Fürſtin den lang⸗ jährigen Zwiſt zu enden berufen war, hält ein doppeltes Mal gerade im Unglück und unter dem päpſtlichen Bannfluch dem erkorenen Kaiſer die Treue, erſt dem ſchwäbiſchen Philipp, hernach nach deſſen Tode dem Bruder Otto, dem gleichfalls Gebannten. Und wie er, ſo ſein Volk, als er von Friedrich II wegen ſeiner Verbindung mit Otto entſetzt wird, nehmen die Pfälzer den ihnen aufgedrungenen Wittelsbacher gefangen.— Dann folgen freilich um ſo wrübere Zeiten, gerade die Pfalz verſpürt empfindlich die beſtändigen Kriege, als immer neue„Pfaffenkönige“ gegen den Edelſten der Hohenſtaufen aufgehetzt werden, und aller Orten die Bettelmönche nhrzieben⸗ den Eidbruch gegen den rechtmäßigen Kaiſer als göttlichen Befehl hinzu⸗ ſtellen. Und gerade im alten Schloß Heidelberg iſt der ebenfalls gegen den Vater empörte Sohn Friedrichs, Heinrich, in Haft, nachdem er in Worms beſiegt worden, er wird eben von Heidelberg aus in das du liſche Gefängniß gebracht. Die Pfalz ſelbſt iſt dabei ewiſcen n an die Wittelsbacher gekommen, die meiſt in Baiern ſich aufhaltend,
— Es ſpricht in ſolchen Tönen Sich Geiſterſehnſucht aus, Die theuren Väter ſehnen
Sich nach dem alten Haus.
die neue Reſidenz wenig benutzen. Erſt der Enkel Ottos des Er⸗ lauchten, der ſtammelnde Rudolph(1294—1317) ſiedelt bleibend nach Heidelberg über, und er iſt es gleichfalls, der jenen älteren Bau verläßt und ſich auf der heutigen Stätte ſein Schloß baut.
Steil erhebt ſich aus dem tiefen Schloßgraben noch heute die gewaltige Mauer des Rudolphsbaues, des weſtlichſten ſämmt⸗ licher Schloßgebäude, und noch iſt, wenn man unter den hohen Bäumen einherwandelt, die jetzt den äußeren Schloßhof bedecken, die alte Brunnenöffnung zu ſehen, mit der der Eingang in die unter⸗ irdiſchen Gemächer verbunden war. Sonſt aber ſind nur wenige ſchmuckloſe Trümmer von dieſem älteſten Bau übrig, düſteren Aus⸗ ſehens wie das Geſchick des Fürſten ſelbſt, der zweimal ſein Land ver⸗ heert ſehen mußte, als Schwiegerſohn König Adolphs von Naſſau nach deſſen Niederlage bei Göllheim und hernach als Verbündeter Friedrichs von Oeſterreich im Kampf mit Ludwig dem Baier. Oefter beſiegt und gefangen iſt er ſchließlich im Gefängniß geſtorben, und wie Rudolph ſelbſt iſt der Rudolphsbau gefallen, von der dichtenden Sage ſogar zum unheimlichen Sitz der heiligen Vehme gemacht.
Doch blieb die pfälziſche Herrſchaft bei Rudolphs Söhnen, und ſo iſt es ſein Enkel Ruprecht II(1390—1398), der gleichzeitig die Heidelberger Univerſität zu begründen und den Bau ſeines Ahn⸗ herrn zu vergrößern vermag durch die ſ. g. Ruprechtskapelle zum heiligen Odalrich, ein Werk der Sühne noch der grauenhaften Verheerung des ſchwarzen Todes. Auch von dieſer Kapelle, ſpäter von Friedrich V in einen Banketſaal verwandelt, ſind nur einige kahle Mauerreſte und ſpärliche Ueberbleibſel gothiſcher Fenſterbogen erhalten geblieben; aber die unter ihr gelegenen Keller ſind nach allen Zerſtörungen immer wiederhergeſtellt, waren im vorigen Jahr⸗ hundert eine Küferwerkſtätte(woher dieſer Theil des Schloſſes den Namen„Bandhaus“ erhielt), und bergen jetzt das weltberühmte große Faß wohlbehalten in ihren Räumen.
Erſt Ruprechts II Sohn, Ruprecht III, unter dem Namen Ruprecht von der Pfalz(1400— 1410) Gegenkönig des faulen Wenzel, hat ſich in ſeinem Ruprechtsbau ein bis in die Gegen⸗ wart erhaltenes Denkmal geſetzt. Jener große gothiſche Thorbogen, der gleich zur Linken beim Eintritt in den inneren Schloßhof den Wanderer mit ſeinem Roſenkranzſchmucke begrüßt, führt durch die Vorhalle hindurch unten zum großen Ritterſaal, in den Knäufen des Gewölbes mit den fürſtlichen Wappen geziert, und oben die Wendel⸗ treppe hinan, in den Ahnenſaal, wo ein rieſiger Kamin, ſelbſt freilich ein Werk eines ſpäteren Jahrhunderts, den Unterſchied früherer und heutiger Feuerung zeigt.
Auch die Nachkommen des königlichen Regenten vergrößern das Schloß, ohne daß jedoch eigene Bauten ihre Namen in die Gegen⸗ wart tragen. So Ludwig der Bärtige, dem als Führer des Reichs⸗ ſchwertes das traurige Amt oblag, in Conſtanz den frommen Huß zum Scheiterhaufen zu führen(1415), und den dort abgeſetzten Papſt Johann XXIII, den berüchtigten Balthaſar Coſſa, eine Zeit⸗ lang in ſeiner eigenen Burg gefangen zu halten. So der von den zürnenden Gegnern der„böſe Pfälzer Fritz“ geſcholtene tapfere Vormund der unmündigen Neffen, der den gefangenen Feinden das berühmte Mahl ohne Brot, eben in unſerm Schloſſe vorſetzte und ihnen dadurch ihre Verwüſtung ſeines Landes treffend vor Augen führte. Von ihm rührt wahrſcheinlich das gewaltigſte und wahr⸗ haft unzerſtörbare Bauwerk des ganzen Schloſſes her, der zur Hälfte in den Graben herabgeſunkene geſprengte Thurm. So ferner deſſen Nachfolger Philipp, der die Räume des Palaſtes durch eines der glänzendſten Turniere belebte, von denen uns die mittel⸗ alterlichen Annalen berichten, und Ludwig V, der ſtets be⸗ reitwillige Vermittler in der Reformationszeit, um deſſen Gunſt Kaiſer Karl V ſelbſt durch einen Beſuch eben in unſerem Schloſſe wirbt. Auf ihn führt man eine Reihe der Hauptbefeſtigungen des Schloſſes zurück, den ſ. g. dicken Thurm, den viereckigen Ludwigs⸗ thurm, den Wartthurm zwiſchen Brücke und Schloßhof, die Brücke ſelbſt und außerdem auch die innere Verbindung der Feſtungswerke.


