Jahrgang 
1865
Seite
489
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

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Ausgegeben im

Mai 1865. Der Jahrgang länſt vom Ottober 1861 bis dahin 1865.

Die Mordnacht von Haidelliſt.

Aus der Geſchichte einer ausgeſtorbenen Familie mitgetheilt von George Heſekiel.

(Fortſetzung.)

Wenn wir uns nun einerſeits billig wundern dürfen, daß damals, wie es ſcheint, ſo gar nichts geſchehen, die Uebelthäter zu verfolgen und das Dunkel zu lichten, welches über jener Mordnacht lag, ja eigentlich noch liegt, ſo müſſen wir andrerſeits wieder nicht vergeſſen, daß damals die Menſchen noch weit mehr gewohnt waren, ſelbſtſtändig ihr Recht zu vertreten und zu ſuchen; daß einer da ſein mußte, welcher die Gerichte zu Hilfe rief und ſie zur Thätigkeit trieb. Ein ſolcher Treiber aber fehlte hier, es war kein Verwandter da, welcher ſich der Sache angenommen hätte: die nächſten Lehnsvettern der Haidelliſte von Dambach ſaßen über der Elbe in den Welfiſchen Ländern und es dauerte lange, bevor ſie überhaupt nur Kunde von dem furchtbaren Geſchick ihrer beiden Vettern erhielten. Und als ſie genauer davon unterrichtet wurden, konnten auch ſie zunächſt nichts thun, denn das Haupt jener Haidelliſte über der Elbe war da⸗ mals ein betagter Greis und ſeine Söhne und Neffen ſtanden in fremden Kriegsdienſten, er ſelbſt wußte nicht wo! So kam es, daß zunächſt gar nichts geſchah, ganz abgeſehen von der Ohnmacht der churfürſtlichen Behörden; Jahre nachher aber Nachforſchungen anzu⸗ ſtellen, das wäre in jenen Zeiten völlig ausſichtslos geweſen. Erſt fünf Jahre nach der Mordnacht kam der fürſtlich Lüneburgiſche Lieutenant Hans Gotthard von Haidelliſt nach Berlin, um ſich näher zu erkundigen, gab aber ſeine Bemühungen ſofort auf, als er erfuhr, daß in jener Nacht zwar ſeine beiden Vettern, Magnus und Achim todt geblieben, daß aber der Jüngſte der Brüder, der Gotteshans noch immer als ein hoher Kriegsoffizier der Krone Schweden diene. Er hatte anſcheinend nun mit der Angelegenheit nichts mehr zu thun, es war ja ein näherer Verwandter da. So glaubte der Lüneburgiſche Lieutenant wenigſtens, aber der Gotteshans war eben nicht da, ſondern Niemand wußte, wo er war; Niemand wußte; ob er lebendig oder todt. Eine freilich nur ſehr loſe Nachricht wollte wiſſen, daß der Name des Oberſtlieutenants von Haidelliſt, als der eines Felons und Verräthers an der Krone Schweden an den Galgen geſchlagen worden ſei wir erfahren aber nicht, wo und

wann ſolches geſchehen.

Es waren aber doch Leute da, welche über die Ereigniſſe der Mordnacht von Haidelliſt wenigſtens einige Auskunft hätten ertheilen können, wir meinen jenen Jäger und die beiden Stallbedienten. Die mögen denn auch ausgeſagt haben, was ſie wußten und von ihnen wird denn wohl auch das Wenige kommen, was wir wiſſen. Der Jäger war nur zufällig im Schloß, er wohnte eine Stunde davon in einem Häuschen auf der Haide; er hatte Geſchäfte mit dem Junker Achim gehabt und mit dieſem noch ziemlich ſpät einen Trunk Bier gethan, erweckt wurde er durch einen gewaltigen Krach, wahr⸗ ſcheinlich die Detonation der Petarde, mit welcher man das äußere Thor, oder einer zweiten, mit welcher man das Thor des großen Portals aufſprengte. Er lief mit ſeinem Jagdmeſſer bewaffnet nach dem nicht fernen gemeinſchaftlichen Schlafgemach der beiden Jun ker, das aber fand er ſchon leer, er hörte Schüſſe fallen und eilte nach der Kammer des fremden Kindes; an der Haupt⸗ treppe ſchoß ein Reiter auf ihn, der dort als Poſten aufgeſtellt ſein mochte, er griff dieſen an, wurde aber nun von zwei andern ange⸗ griffen, er wich, wurde hart verfolgt, bleſſirt und rettete ſich endlich in den Hauptthurm; er meinte nachher, daß es ſeine Verfolger ge⸗ weſen, welche die Feuersbrunſt veranlaßt, denn ſie hätten Fackeln gehabt. Er hatte verſchiedene Leute geſehen, aber in der Aufregung und Angſt weiter nicht Acht gehabt; ſo war er in die Glockenkammer gekommen und hatte die Nothglocke gezogen, bis ihn das Feuer ver⸗ trieben.

Der Jäger ſoll ſeit jener Mordnacht nicht wieder froh geworden ſein und immer trübe und ängſtlich ſich gezeigt haben bis an ſeinen Tod. Das iſt erklärlich, ohne daß man anzunehmen braucht, wie es geſchah, er ſelbſt habe jene Feuersbrunſt verurſacht, welche mehreren Menſchen das Leben koſtete. Jedenfalls iſt's nicht von Belang für die Aufhellung der Geſchichte. Wichtiger iſt, daß er verſichert haben ſoll, die feindlichen Reiter ſeien Ungariſcher Nation geweſen, er habe ſie an ihren Anrufen erkannt und er müſſe das wiſſen, da er viele Ungarn gekannt, als er noch bei den Kaiſerlichen gedient..

Einzelne Züge haben auch die beiden Stallknechte berichtet; ſie