fugen, denn hier 4 ſih am leich⸗ die Confir⸗ lit aedel nach nicht . ein vollſtändiges Laͤde damals bevor⸗ Und Da.
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und die Künſte der ¹ That eine Art von der Kunſt und den
ammenhange ſpieler, aber den, um als Künſtler einzurücken. an aus einem it und Frech⸗ lich in Paris onig eines Tages d wohl einmal ſehn. dienzſaal, bemerkte die ſilbernen Wand⸗ er ſtand, drehte Der König Nehmen Sie ce ſtieg jetzt von der mit dem Worten: unter deſſen Schutz über dieſe Cour⸗ g in den Audienz⸗ ner Doſe griff. Zu Cartouche hat Er konnte die ajeſtät Doſe, denn tſeinem Könige füllen.“— Natür⸗ enſpieler ſich zum beſten s, den man beſucht, en dem man geſuct
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Fache, während die Diebin unvermerkt ein Stück Seidenzeug vom Ladentiſche herabgleiten läßt und es geſchickt unter dem Tuche oder im Mantelfutter, das zur Taſche gemacht, oder in anderen weiten Taſchen birgt, die aus den Kleidungsſtücken bereitet oder zwiſchen den Kleidungsſtücken angebracht worden ſind. Ja zwiſchen den Schenkeln weiß ſie den Raub feſtzuhalten, und geht mit ihm fort, ohne daß ihr Gang den Diebſtahl auch nur im mindeſten verräth. Der Genoſſe oder die Genoſſin muß den Verkäufer geſchickt zu beſchäftigen wiſſen; ein Moment genügt zur Ausführung der That. Oder es tritt, zumal in größeren Geſchäften, wo mehrere Verkäufer in Thätig⸗ keit ſind, ein dritter, ein vierter Käufer herein, mit dem das ganze Drama verabredet iſt. Keine Ahnung wird davon gegeben, daß man einander kennt. Der Hinzukommende weiß durch ſeine ſcheinbare Kaufluſt die Aufmerkſamkeit der andern Verkäufer in Anſpruch zu nehmen, bis der erſte den rechten Augenblick abgepaßt und ſeine Beute in Sicherheit gebracht hat. Endlich, auf ein nur den Be⸗ theiligten verſtändliches Zeichen wiſſen ſie ſich, einer nach dem andern, in guter Art zu entfernen. Bisweilen nehmen Ladendiebinnen auch eine Wärterin oder Amme mit einem Kinde zu Hilfe. Das arme Kind wird im rechten Momente zum Schreien gebracht, um die Aufmerkſamkeit von den Handgriffen der Diebin abzulenken, oder es wird, wie tändelud, auf den Ladentiſch geſetzt, damit es mit ſeinem langen Kleide ein Waarenſtück bedecke, das dann mit dem Kinde geſchickt aufgenommen und ohne Schwierigkeit unter und hinter demſelben verborgen wird. Waaren von kleinerem Umfange, reſp. kleine Packete werden auch wohl in die wie zufällig auf den Ladentiſch gelegte Muffe, oder in eine Schachtel, einen Korb geſchoben. Selbſt die Regenſchirme, die mit ihrem ſchlotternden Ueberzug eine Menge von Falten bilden, müſſen als Hehler des Geſtohlenen dienen. Die weiten Rockärmel ſind ohnedies als natürliche Taſchen zu be⸗ nutzen; aber auch innerhalb der Weſte, hinter dem Vorhemde, zwiſchen den gefütterten Hoſenträgern hat der Ladendieb heimliche Taſchen angebracht, und kleine Koſtbarkeiten weiß die Ladendiebin ſachte auf die Erde fallen zu laſſen; ſie ſchlüpft mit dem Fuß aus dem Schuh, faßt den Ring oder die goldene Nadel geſchickt zwiſchen den Zehen und ſchiebt ihre Beute in den Schuh. Die impoſante Crinoline iſt wie gemacht, dieſe abgefeimte Procedur zu verbergen. Je lebhafter der Verkehr in Läden, je dichter das Gedränge vor Meſſ⸗ und Jahr⸗ marktsbuden iſt, um ſo leichter gelingt die Spitzbüberei. Der Ver⸗ käufer ſei daher aufmerkſam! Er laſſe vor allem in ſeinem Geſchäft keinen Ladentiſch, der ſo niedrig wäre, daß der Käufer mit Bequem⸗
lichkeit den Ellenbogen auf ihn legen kann. Höhere Ladentiſche er⸗ ſchweren die Manipulationen des Diebes unter allen Umſtänden. Außerdem müßten dieſe Tiſche immer ein kleines Geſimſe haben, und iſt daſſelbe auch nur 1 oder 2 Zoll hoch, ſo verhindert es doch, falls der Tiſch nicht überhäuft iſt, das leiſe Herabſchieben, Herabgleitenlaſſen, oder Herabzupfen der Waare. Iſt die letztere auf dünnen Brettchen gewickelt, ſo wird ſie viel ſchwerer fortgeholt und geborgen werden können, als die loſe zuſammengewickelte. Paſſend im Laden angebrachte Spiegel oder Spiegelſtreifen machen es dem Verkäufer möglich, den Käufer zu beobachten, auch wenn er demſelben den Rücken zuwendet. Die Fenſter der Läden darf man nicht mit Gardinen oder ausgehängten Stoffen verdunkeln; mindeſtens die obere Hälfte der Fenſter muß frei ſein, denn das Halbdunkel iſt ein Freund der Diebe. Wer ſeinen Laden bis vor die Thüre hin mit Waaren drapirt, der hat es ſich ſelbſt zuzuſchreiben, wenn er beſtohlen wird. Der erfahrene Dieb weiß ſchon an dieſem Zeichen den ſorgloſen Kaufmann zu er⸗ kennen, bei dem ein Verſuch ſich wohl lohnen wird. In größeren Geſchäften wird die Anſtellung eines Portiers ſehr zu empfehlen ſein. Bei einem ausgedehnten kaufmänniſchen Unternehmen, das neuer⸗ dings für Berlin projektirt iſt, haben die Unternehmer in ihrem Koſten⸗ anſchlag von vorn herein den Gehalt für 12 Poliziſten mit auf den Etat geſetzt!— Aber man meine nicht, daß nur die großen Städte und Meßorte von jenen Buben und Bübinnen heimgeſucht werden. Von den großen Städten aus bereiſen ſie jeden kleinen Jahrmarkt, und wo man am wenigſten auf ſie gefaßt iſt, da iſt ihre Beute am reichſten. Und hat die Polizei ihre Pflicht gethan und haben die Gerichte ſie verurtheilt, dann ſitzen ſie im Gefängniſſe, um dort die Lehrmeiſter derjenigen zu ſein, die lernluſtig von ihnen eingeſchult werden, und von denen die am angeſehenſten ſind, die als die ge⸗ witzigſten und die routinirteſten ſich breit zu machen wiſſen. Sie kehren in die Freiheit zurück, um ihr altes Spiel, vielleicht nur vor⸗ ſichtiger, wieder zu beginnen, und die Saat des Verbrechens wird wie ein anſteckender Giftſtoff von ihnen ausgeſät.
Keine Polizei, und ob ſie die beſte wäre, und keine Geſetzgebung wird da gründlich helfen. Der Entſittlichung und dem Verbrechen muß vorgebeugt werden; die Bedingungen müſſen gehoben werden, unter denen der verbrecheriſche Sinn geboren wird, keimt und
wuchert, und namentlich das heranwachſende Geſchlecht, die Zukunft
unſeres Volkes, die Jugend muß zur Sittllichkeit, Gottesfurcht und Arbeit erzogen werden; darin liegt die einzige Möglichkeit der Hilfe. r.
Sin Grab am blauen Nil.
Am oberen blauen Nile, etwa unter dem zwölften Grade nördlicher Breite, wohl eine halbe Stunde von den Ufern des Stromes entfernt, erſtrecken ſich zwiſchen welligen Hügeln die Strohhäuſer des Negerdorfes Roſéres. Einer dieſer Hügel, an deſſen Abhängen die freundlichen Kegeldächer einiger der Hütten emporſchauen, bietet eine weite Rundſicht über die waldige Niederung, durch welche der blaue Fluß ſich windet, ſowie über die jenſeits deſſelben befindlichen Thabi⸗ oder Ingaſſanah⸗Berge, den Montenegro der Nilländer. 3..
Der Gipfel dieſes Hügels iſt nur wenig bewachſen. Einige rothſtämmige Akazien zeichnen die feinen Schattenriſſe ihres winzigen Laubwerkes auf dem grünberaſten, mit mattgelben Tribulusblüthen geſchmückten Boden. Rings umher aber erſtrahlt der tropiſche Ur⸗ wald in wilder, maleriſcher Pracht.
Veräſtelte Dompalmen, ſtarrend von fußlangen Stielreſten „verdorrter Blätter, entfalten die üppigen Kronen ihrer ſparrigen Fächer; windbrüchige Stämme derſelben Art, ſchuppig und mit Schim⸗ mel bedeckt, ragen gleich Krokodilleibern aus den Gräſern und Simſen der dampfendheißen, feuchten Niederung hervor.
Ungeheuer dickſtämmige Affenbrotbäume, ſchirmförmige Akazien, Tamarindenbäume und Ebenholzſträucher miſchen ſich den Fächer⸗ palmen bei. Im Schatten des Waldes erblühen blaublumige Würz⸗ ſchilfe, ſcharlachne Haemanthus und geſtreifte Amaryllis. Weiß⸗,
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auch rothblumige Konvolveln und Rhynchoſien, gegliederter Ciſſus und andere Schlinggewächſe umſpinnen Bäume und Geſträuche.
Es war am Nachmittage des dreizehnten Juli 1860, da wand ſich ein feierlicher Zug jenen Hügel hinauf. Dieſen Zug eröffneten eine An⸗ zahl Schegieh Soldaten, die erzfarbenen Glieder dürftig verhüllt, die langen Gewehre zum Zeichen der Trauer verkehrt über die Schulter ge⸗ hängt. Ihnen folgten ſchwarze Krieger der regulären aegyptiſchen Truppe, nur mit Stäben ausgerüſtet. In Reih und Glied zogen die Wehrmannen ſchweigend einher. Darauf folgte eine Bahre, ein Anga⸗ reb oder nubiſches Bettgeſtell, überflochten mit Zweigen, beſchlagen mit weißem Zitz. Es war eine Leichentrage, vier Schwarze aus dem Dorfe hielten dieſelbe auf ihren Schultern. Dann ſchritten zwei Männer in halb europäiſcher Tracht, die gebräunten Wangen mit Thränen benetzt, hinter der Bahre her. Ihre klangvolle Sprache verrieth einen Urſprung aus norditaliſchen Regionen. Einige weißgekleidete Leute von Roſéres, zwei ägyptiſche Offiziere und mehrere Unteroffiziere in Uniform ſchloſſen den Zug.
Man kam an einigen Häuſern des Ortes vorüber. Dunkle Weiber huſchten aus den niederen Thüren hervor, ſchlugen, als ſie die Todtenbahre erblickten, die nackte Bruſt, warfen Staub empor, und ſtießen den Zaghärit aus, das ſchrille Geheul, mit welchem Afrikas Töchter den Gefühlen der ausgelaſſenen Freude ſowohl, wie auch des zermalmenden Schmerzes einen ſo ergreifenden Ausdruck


