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Sin dankbares Volk.
Von Conrad Bleibtreu.
Am 10. October v. J. herrſchte unter den mehr als 100000 Ein⸗ wohnern von Cork, der zweiten Stadt Irlands, eine ungewöhnliche Aufregung. Tauſende und immer neue tauſende von Stadt und Land, feſtlich gekleidet, fluteten durch die Straßen und Gaſſen der altiri⸗ ſchen Stadt nach der vornehmſten und belebteſten, der St. Patrickſtraße und zwar nach der Stelle hin, wo die ſchöne St. Patrickbrücke ſich mit drei ſteinernen Bogen über den zwiſchen hohen Ufern hinfließenden Lee ſchwingt. Hundert Schritte von dieſer Brücke, über welche die meiſten Fremden in die Stadt kommen, wartete ein endlich vollendetes Standbild auf ſeine feierliche Enthüllung, zu dem tauſende von feſt⸗ lich gekleideten Leuten aus der Nähe und Ferne wallfahrteten.
Es war das Standbild eines einfachen katholiſchen Ordensgeiſt⸗ lichen, des Paters Theobald Mathew. Die Leſer des Daheim kennen den Mann aus der mit einer ſo wohlthuenden Herzens⸗ wärme geſchriebenen lebensvollen Schilderung Julius Rodenbergs*), des gründlichen Kenners von Land und Leuten in Irland, der grünen „Inſel der Heiligen,“ die er von einem Ende zum andern mit dem ſcharfen Blick poetiſcher Anſchauung und theilnehmender Liebe durch⸗ wandert hat. Da hören wir von dem treuen Sohne Alt⸗Irlands, der ſein ſo reich begabtes und doch ſo elendes, neben manchen andern ſittlichen und ſocialen, unverſchuldeten und verſchuldeten Schäden in unerſättlicher Trunkſucht entſetzlich verkommenes Volk ſo heiß und beſtändig bis zu ſeinem letzten Athemzuge geliebt hat. Hundert⸗ tauſenden iſt dieſer edle Mann durch ſeine volksthümlich gewal⸗ tigen, von der feurigſten Menſchenliebe überſtrömenden Predigten wider den Brantwein ein Aufwecker und Führer zu einem neuen Leben in Gottesfurcht, Mäßigkeit, Arbeitſamkeit und Zucht gewor⸗ den. Freilich haben ſehr viele das Gelübde auf die Dauer nicht ge⸗ halten, das ſie einſt in dem allgemeinen Sturm der Begeiſterung, welcher das leichtbewegliche und entzündliche Irenvolk ergriff, in die ſo gern ausgeſtreckte Hand des Mäßigkeitsapoſtels ablegten, aber doch hat er im ganzen Lande, das er Jahre lang raſtlos mit unbe⸗ decktem Haupte in Hitze und Kälte, in Sturm und Regen, auf wohl⸗ bekannten Pfaden über Berg und Thal, durch Haiden und Moräſte durchpilgerte, unaustilgbare Segensſpuren hinterlaſſen und zu der un⸗ leugbaren ſocialen und ſittlichen Erhebung des Irenvolkes weſentlich beigetragen.„Man kann,“ ſagt Kohl, der 1842 IJrland bereiſte, „eine ſolche Veränderung von ſchwarz in weiß durch Pater Mathew bei ganz Irland annehmen.“
Mathew ſtand 1838, damals 48 Jahre alt, in Corkan einer kleinen Kirche als Geiſtlicher. Hier, in einer ächtiriſchen Stadt mitten im Strom und Sumpf ächtiriſcher Sünde und Noth, fing er im April deſſelben Jahres an, gänzliche Enthaltung vom Brantwein— und weil er es unter den dortigen Verhältniſſen für nothwendig hielt— auch von Bier und Wein zu predigen. Der anfangs verſpottete und verlachte, aber unerſchütterlich ausharrende Prediger, der nach drei Monaten bereits 500 Leute zur Ablegung des Mäßigkeitsgelübdes gebracht hatte, mußte bald darauf aus ſeiner Kirche, weil ſie die Maſſe der Zuhörer nicht mehr faſſen konnte, in eine große Kirche ziehen, und als dieſe auch zu klein wurde, auf dem Markte predigen. Nach wenigen Tagen zählte ſein Verein 50000 Mitglieder.
Darum wurde gerade Cork für die Errichtung des Standbildes
gewählt. Cork war aber nur die Vertreterin Irlands, denn Irland ſetzte dieſes Standbild dem uneigennützigſten Menſchenfreunde und Wohlthäter, der ſeit den altersgrauen Tagen St. Patricks, des from⸗ men volksthümlichen Apoſtels Erins, auf ſeinen grünen Fluren ge⸗ wandelt hat.
Es war ein ſchönes Feſt, das am 10. October 1864 in Cork gefeiert wurde. Kein Mißton ſtörte es; es gab an dieſem Tage dort keine Parteien, keine Reibungen der verſchiedenen reli⸗ giöſen und politiſchen Richtungen, keine Katholiken und Proteſtanten, keine Grünen und Orangiſten, keine celtiſchen Irländer und ſächſiſchen Engländer mit ihrem vielhundertjährigen Raſſenhaß und Raſſenkrieg, ſondern nur ein einziges dankbares, fröhliches, feſtlich gehobenes Volk.„Kein rohes Wort wurde geſprochen, keine Hand zornig
*) S. Nr. 11. S. 142.
aufgehoben, keinem die geringſte Beleidigung zugefügt,“ ruft ein Berichterſtatter in einer Corker Zeitung aus, der es aus täglicher Erfahrung weiß, wie ſchnell des Iren Blut ſich erhitzt, wie leicht ſeine Fauſt ſich ballt und Meſſer oder Pflaſterſtein ergreift, wie wild er in ſeinem Haſſe, zumal in ſeinem Nationalhaſſe iſt. Das Volk, das da in unüberſehbarer Menge durch die Straßen wogte, hielt ſich bei all der ihm eigenthümlichen unbefangenen Fröhlichkeit, der es ſich hingab, doch in anſtändiger Zucht und Ordnung, in einer Art heiliger Ehrfurcht vor dem großen, verehrten und von allen ſo herzlich geliebten Todten, dem ſo viele im Haufen nächſt Gott ihr und der Ihrigen ganzes Erdenglück, die Wiederherſtellung und Stärkung ihrer einſt vom Brantweintrinken zerrütteten Ge⸗ ſundheit, ihr geſichertes Auskommen und ihren häuslichen Frie⸗ den verdankten. So war denn auch im Feſtzuge, in den Wimpeln; Flaggen, Bannern der verſchiedenen ſtädtiſchen Gilden und Ge⸗ werkſchaften ꝛc., in den Inſchriften und Kränzen nichts Unedles, vielmehr machte alles einen würdigen und maleriſchen Eindruck. Und alle Stände waren hier vertreten, vom Mayor der Stadt in ſeiner prächtigen Amtstracht an bis zum ärmſten Laſtträger; neben den katholiſchen Prieſtern ſah man anglikaniſche Prälaten und Geiſt⸗ liche der verſchiedenen Diſſidentengemeinſchaften, die auch dem chriſt⸗ lichen Menſchenfreunde in der Mönchskutte ihre Huldigung dar⸗ brachten. Die Enthaltſamkeitsvereine waren natürlich beſonders im Zuge vertreten, und auch aus England waren Abgeordnete derſelben übers Meer herübergekommen, ſo J. Taylor von London als Ab⸗ geordneter der National Temperance League.
Als Pater Mathew am 8. December 1856 ſtarb, hatte man in Irland ſofort den Entſchluß gefaßt, ihm ein Denkmal zu errichten. Eine aus Männern von allen politiſchen und kirchlichen Richtungen zu⸗ ſammengeſetzte Commiſſion hatte es in die Hand genommen, bald war die erforderliche Geldſumme aufgebracht und der Gemeinderath von Cork ſtellte jeden beliebigen Platz der Stadt zur Verfügung. Der iriſche Bildhauer, der das Standbild begonnen, ſtarb über ſeinem Werke, welches dann Foley vollendete. Das Standbild iſt von Erz, acht Fuß mit dem Fußgeſtell hoch. Vater Mathew iſt in dem Augen⸗ blicke dargeſtellt, da er die Menge ſegnet, der er eben das Mäßigkeits⸗ gelübde abgenommen hat. Die eine Hand hält die Falten des großen Mantels umfaßt, die andere, ein wenig ausgeſtreckte Hand ſcheint er zum Segnen erheben zu wollen. Das lange Oberkleid und die eng⸗ anſchließenden„heſſiſchen Stiefel“ geben ein getreues Bild der wohl⸗ bekannten Kleidung. Vom Geſicht wird gerühmt, daß es Mathew nicht allein treffend ähnlich iſt, ſondern auch die ihm eigenthümliche, lieblich ſtrahlende Freundlichkeit treulich wiedergibt. Das über neun Fuß hohe Unterſtück zeigt am Fries die Worte:„Mathew“ und „Apoſtel der Mäßigkeit,“ auf der Vorderſeite:„Die Huldigung eines dankbaren Volks,“ auf der Rückſeite:„Aufgerichtet während der Mayorſchaft von John Francis Maguire, M. P. 1864.“ An der Seite nach den beiden Fußwegen ſind zwei kleine marmorne Trink⸗ brunnen.
„Was würde der Wunſch unſers lieben Freundes ſein,“ ſo ſprach Haughton von Dublin, der Abgeordnete des Iriſchen Mäßigkeitsvereines, nach der Enthüllung des Standbildes,„wenn es ihm vergönnt wäre, an dieſem Tage in unſerer Mitte zu weilen? Würde er nicht zu uns allen und zu einem jeglichen von uns inſonderheit und durch uns zum ganzen Volke von Groß⸗ britannien und Irland ſagen: Ich bitte Euch im Namen Gottes und im Namen unſers Heilandes, deſſen Nachfolger zu ſein Ihr bekennet, ich bitte Euch, die Unmäßigkeit und Trunkſucht aus dem Lande zu verbanuen. Es iſt der größte Fluch, der ein Volk treffen kann. Sie verwüſtet das Bild der Gottheit und erniedrigt ihn zu der Stufe der niedrigſten Creatur, die auf Erden umherkriecht. Ihr könnt Euer Land von dieſer Sünde und Noth nur dadurch erlöſen, daß Ihr die Urſache derſelben wegſchafft. Die Urſache iſt die Trink⸗ gewohnheit des Landes. Verbannt dieſe Gewohnheit, und Ihr werdet erlöſt, wiedergeboren und frei auferſtehen, und die Segnungen des Himmels werden überſtrömend über Euch ausgegoſſen werden.“
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