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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen.
Ausgegeben im Mai 1865. Der Jahrgang linft vom Ortober 186 33 bis dahin 1865.
Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
Künſtlers Leid und Freud.
Novelle von H. Marcotin. (Schluß.)
„Ja,“ erwiederte Ernſt,„und darum mußt Du ihr Gatte werden, denn das Glück, das Du ihr geben kannſt,— Hermann, ich ſchwöre Dir bei unſrer Freundſchaft, und wenn ich mich auch nicht verloren fühlte,— ich hätte Lia Salomon nie geheirathet, denn ich
fühle mich nicht fähig, ihr das Glück zu geben, das ſie träumt und
verdient! Du vor allen biſt dazu erſchaffen, Du liebſt ſie, wie Du lieben kannſt... zaudre nicht, Hermann, eine eitle Generoſität ſoll das Werk einer höheren Hand nicht ſtören!— Nicht wahr, Du willigſt ein?“
Hermann Meyer ließ ſeinen Kopf auf Arkheims ſinken... er weinte,„Du biſt der edelſte, der beſte der Menſchen, Ernſt,“ ſagte er,„Lia ſoll glücklich werden und ich... ich.. o verzeih mir Ernſt, wenn ich Dir von meinem Glücke ſpreche; aber Du weißt wie glücklich ich ſein werde!“
Ein Diener trat in dieſem Augenblicke herein und meldete, daß Fräulein Salomon ſo eben das Haus betreten hätte.
„Komm Hermann,“ ſagte Ernſt,„wir haben Eile.“
Beide traten einige Augenblicke ſpäter in Huldas Zimmer, wo das junge Mädchen gerade ihre Freundin bewillkommnete.
„Wünſchen Sie mir Glück, meine Herren, und auch Du, Hulda,“ rief ſie,„ich bin ein armes Mädchen! Herr Windberg hat mir ein neues Leben auferlegt, jetzt bin ich frei!— denn ich bin arm!“
„Und Julius, Dein Bräutigam?“ rief Hulda beſorgt.
„Schon heute morgen habe ich ihm ſein Wort zurückgegeben,“ erwiederte Lia,„ich hab' ihm geſchrieben, daß ich unter keiner Bedingung einwilligen würde, meine Armuth an ſeine Zukunft zu ketten!“
„Und vielleicht in demſelben Augenblicke ſchrieb er dieſe Zeilen,“ ſagte Ernſt, indem er ihr Falks Brief übergab.
Lia las ihn ohne die geringſte Bewegung, ſie athmete frei auf, als ſie ihn beendet!
„Wie viel Dank bin ich dem Herrn Windberg ſchuldig!“ ſagte ſie. 8 „Hulda,“ rief Ernſt nach einer kleinen Pauſe,„ich habe Dir
die Schulter Ernſt
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etwas mitzutheilen— eine Beſtellung, die mir Papa für Dich zu⸗ rückgelaſſen hat— entſchuldigen Sie, Fräulein Salomon— wir werden in einem Augenblicke wieder hier ſein.“
Und er zog ſeine erſtaunte Schweſter mit ſich fort. Hermann und Lia blieben allein.„
All ihr Blut ſtieg in Lias Wangen, als ſie Hermann Meyer
auf ſich zukommen ſah— er ſetzte ſich neben ſie aufs Sopha und
ſah ſie an
ſie hob ihr Auge zu ihm empor und reichte ihm ihre
Hand.
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„Ich weiß, was Sie mir ſagen wollen, Herr Meyer,“ ſagte ſie,„Sie wollen mich daran erinnern, daß ich Sie meinen Freund genannt, und jetzt, wo das, was die Leute Unglück nennen, mich trifft, ſind Sie der erſte, der mir ſeine Dienſte anbietet— ich danke Ihnen!— und wenn es Ihnen Freude macht, es zu wiſſen— ſo ſetze ich hinzu: ich erwartete Sie auch.“
Hermann drückte die ihm dargebotene Hand in der ſeinen— dann ſagte er mit tief bewegter Stimme:
„Ich kenne Ihr ganzes Leben, Lia— alle Ihre Leiden haben ein Echo in meiner Bruſt gefunden— doch habe ich Ihnen noch nie von meinem Leben, von meinen Leiden geſprochen!“
Lia lächelte ſanft...
„Der Künſtler, der ſeine Meiſterwerke der Welt verbirgt, wie er die Fülle ſeines Geiſtes und die Poeſie ſeines Herzens unter der Maske des Sarkasmus verbirgt, braucht der denn ſein Leben zu er⸗ zählen? Sie müſſen die Menſchen, welche die Kunſt nicht verſtehen und würdigen können, verachten— und das, Herr Meyer, iſt das größte Elend.“
„Faſt hätten Sie mich errathen, Lia,“ meinte Meyer,„faſt... meine Miſanthropie iſt ſchon über das Stadium des Verachtens hinaus— ich bekümmere mich nicht mehr als Künſtler um das Publikum— ich werfe ſeinem materiellen Inſtinkte ſcheußliche Larven hin— und nur für mich träume ich— nur für mich allein bin ich Künſtler— für die Welt bin ich ein Geſchäftsmann, welcher gemeißelten Marmor verkauft.“


