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Die kleine Zeichnung Fig. 3 wird leicht alles verſinnlichen: a ſind die Seitenflächen, oben abgeſchrägt, 9 bis 10 Zoll hoch, 4 bis 5 Zoll breit; von gleicher Höhe und Breite iſt die Vorderſeite b; die Hinterſeite, die bei d ein Loch zum Anhängen an einen Stift oder Nagel hat, iſt gegen 2 Zoll niedriger. Der Deckel c, mit einem zollbreiten Vordache,, und einem Falze, v, iſt zum Abnehmen, wenn man will. In der Mitte der Vorderſeite, ungefähr 3 Zoll von oben, iſt das kreisrunde, 12 bis 15 Linien im Durchmeſſer haltende Eingangsloch gebohrt, das bei verſchiedenen Käſtchen inner⸗ halb dieſer Durchmeſſermaße variiren mag, ſogar von 1 1 bis 16 Linien bei der angegebenen Größe der Käſtchen. Einige Zoll darunter kann man noch ein Sprungholz, f, anbringen. Will man außerdem noch einen Zwiſchenboden, e, einlegen, der hinten einen zwei Zoll großen Ausſchnitt, g, haben muß, und das darunter gebaute Neſt gegen Katzen u. ſ. w. ſchützen ſoll, ſo mag mans thun; ich habe indeß gefunden, daß die Vögel oft auf dieſen Zwiſchen⸗ boden das Neſt anlegen, dieſen alſo überflüſſig machen. Man hängt dieſe Käſtchen womöglich an einen ſtärkern Stamm des Baumes,
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mit der Vorderſeite nach Oſten— die Vögellieben beſonders die Morgenſonne in verſchiedener Höhe von 10 bis 20 Fuß und darüber. Ein ſtammfarbiger, matter Oelfarben⸗Anſtrich ſchützt die Käſtchen und gibt ihnen ein natürlicheres Ausſehen.
Die Käſtchen für größere Vögel, Staare, Wiedehopfe, Spechte
— die letztern werden nur in größeren Gärten und da, wo ſie ſich überhaupt aufhalten und ſonſt keine paſſenden Niſtplätze finden, die Käſtchen annehmen— ſind im Verhältniß zur Körpergröße von größeren Dimenſionen. Man laſſe auch hier ſolche von verſchiedener Größe: Höhe der Vorderſeite 12 bis 15 Zoll, Grundfläche(im Lichten) 6, 7 und 8 Zoll, Durchmeſſer des Einganges 1 ½ bis 2 Zoll— die geſammten Maße ſind rheiniſch— anfertigen, da⸗ mit die Vögel, die oft eigenſinnig und wähleriſch ſind, auch eine Auswahl haben.
Anſtatt dieſer„künſtlichen“ Käſtchen kann man auch„natür⸗
liche“ anwenden: ausgehöhlte Baumaſtſtücke von verſchiedener Stärke und Höhe, nach Verhältniß der oben angegebenen Maße. Man kann ſie ſich leicht ſelber anfertigen, indem man das Aſtſtück der Länge nach in zwei Hälften ſpaltet, dieſe mittelſt eines Rundmeißels oder
ähnlichen Inſtruments aushöhlt, das Eingangsloch bohrt und dann beide Hälften mit Drahtſtiften wieder zuſammennagelt. Die untere Oeffnung ſchließt man mit einem Stück Holz, die obere mit einem über ein Brettchen genagelten Stück Baumrinde(Borke) Fig. 4. Daß übrigens dieſe„natürlichen“ Bruthöhlen lieber ange⸗ nommen würden, als die ſogenannten„künſtlichen“, habe ich wenigſtens nicht beobachtet. Immerhin mag man es indeß mit beiden verſuchen. Einer beſondern Art Niſtkäſtchen für einige in der Gefangen⸗ ſchaft niſtende ausländiſche Vögel muß ich indeß noch erwähnen. Mancher der ſich dafür intereſſirenden freundlichen Leſer iſt vielleicht im Beſitz eines Pärchens des reizenden neuholländiſchen Wellen⸗Papageys, Melopsitacus undulatus, und hat ſich wohl darüber gewundert, daß daſſelbe trotz großem und hellem Käfig und Neſtmaterial nicht hat brüten wollen. Aber dieſer liebens⸗
würdige, ſanfte und ſchöne Vogel iſt eben auch, wie faſt alle
Papageyen, ein„Höhlenbrüter“, und ſolche verlangen eine ihnen zuſagende Höhlung für ihre Neſtanlage. Unſer Vogel nun, wie die
meiſten langſchwänzigen Höhlenbrüter, ſieht bei der Wahl der Niſt⸗
höhle auch darauf, daß ſein Schwanz nicht abgeſtoßen werde, und ſucht in der Freiheit nur ſolche Höhlen aus, die weit genug ſind oder noch einen Ausgang haben. Bietet man ihnen eine ſolche, ſo kann man ſicher ſein, daß die lieblichen Vögelchen, bei paſſender
Nahrung, Temperatur ꝛc. bald Anſtalt zum Niſten machen, und im
Käfige Junge erziehen, wie das mehrfach bereits in England, Frank⸗ reich, Italien und Deutſchland geſchehen. waagerecht zu befeſtigende Brüthöhle mit Aus- und Eingang, a, erweitertem Neſtraum, b, und abnehmbarem Deckel, c, was alles
nach dem Vorhergehenden keiner weitern Beſchreibung bedarf; ſelbſt⸗
verſtändlich müſſen Röhren und Neſtkeſſel dem Vogel vollen Raum bieten. Einige Sägeſpäne, in den Neſtkeſſel geſtreut, dienen den Eiern als Unterlage, da die Papageyen anderweite Neſtſtoffe nicht verwenden.
Dem weiter hierauf Bezüglichen öffnet das gaſtliche Daheim vielleicht ſpäter einmal ſeine Spalten zu einem Artikel über Acclimatiſation der Vögel.
Fig. 5. zeigt eine ſolche,
wo me bis lach nun zwo Hat Bät Eng Kun denn mit Cde und dazr aben etlie Wi mer von Kol


