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Hochſchule eine ebenbürtige an die Seite ſtellen konnte. Und mitten unter ſeinen Schätzen, von denen er ſich nur ſchwer trennte, ſaß der Bergesalte und ließ ſich von ſeinen Schülern ſuchen. Sie kamen zu lernen und zu hören, zu fragen, zu produciren, und jeder Zeit fanden ſie ihn freundlich und zur Lehre geneigt. Von dieſem ſtillen Erdenwinkel iſt manche gewaltige Anregung ausgegangen und vieles Große, was Geologie und Geognoſie geleiſtet haben, hat ſeine Wiege in Freyberg. Auch Schubert hat dort viel empfangen, wozu wir auch die innige Herzensverbrüderung mit Karl von Raumer
rechnen mögen, die für ſein ganzes innres und äußres Leben Bedeutung
erlangt hat. Auch hat er von dort ſein erſtes wiſſenſchaftliches Werk, den grundlegenden Theil ſeiner ſchon erwähnten Ahnun gen ausgehen laſſen. Da aber der Zweck ſeines Freyberger Aufenthaltes erreicht war und er eine neue Heimat zu ſuchen hatte, richtete er ſein Auge auf Dresden. Obgleich er jetzt ſchon ein Töchterchen beim neuen Umzuge mitzuführen hatte, fühlte er ſich doch ſo ſehr als Student, daß die Kunſt- und Bücherſchätze der Hauptſtadt ihm zu lockend wurden. Auch war in Dresden Frieden, und Gelehrte, wie Dichter und Künſtler verſchiedener deutſcher Lande waren dahin zu⸗ ſammengeſtrömt. Viel von ſeiner Gewandtheit im Schriftſtellerthum, den leichten Fluß ſeiner Feder, den belletriſtiſchen Zug ſelbſt, der ſich ihm tief eingeprägt hat, mag Schubert in Dresden empfangen haben. Auch ſeinen literariſchen Ruhm hat er dort begründet und ſeinem Namen einen ſo eigenthümlichen Ausdruck gegeben, daß bis zu dieſem Tage eine große Menge von Literarhiſtorikern ihm gerecht geworden zu ſein meinen, wenn ſie der„Anſichten von der Nachtſeite der Natur“ gedenken. Dieſe waren aus Vorleſungen entſtanden, die er vor einem gebildeten Publikum gehalten hatte, und ſo wenig ſie dem heutigen Geſchmack oder dem Standpunkt irgend welcher wiſſen⸗ ſchaftlichen oder kirchlich⸗politiſchen Partei zuſagen mögen, ſo ſehr entſprechen ſie den Beſtrebungen, die damals tonangebend waren. Während Schuberts Name in allen Zeitſchriften genannt ward und die Großmuth ſeines Buchhändlers zum erſten Male in ſeinem Leben die Nahrungsſorgen von ſeiner Schwelle verſcheucht hatte, war es ihm ſchwarz vor den Augen geworden, der Boden wankte unter ſeinen Füßen. Nicht nur, daß er am Ausgange des dritten Jahr⸗ zehntes ſeines Lebens ſtand und Weib und Kind, aber weder einen ge⸗
wiſſen Erwerb, noch für die Zukunft irgend welche ſichre Ausſicht hatte,
auch die Sterne ſeines innern Lebens waren ihm dunkel geworden. In dieſer Noth, deren er ſich an einem beſtimmten Abende recht lebendig bewußt ward, hat er mit Inbrunſt gebetet und ſich mit Leib und Seel' und allem in die Hand ſeines Gottes gelegt. In derſelben Nacht iſt Schelling, der ſchon lange bemüht war, einen Rector für das Nürnberger Realinſtitut zu finden, auf ſeinen Namen gekommen, und wie nach einem Rettungsanker hat Schubert nach der Berufung gegriffen. Im Frühjahr 1809 iſt er in Nürnberg eingezogen und hat friſch und froh ſein Werk begonnen. Er meinte auch treulich ge⸗ arbeitet zu haben und war recht ſtolz auf die großen Stücke aus den Nibelungen, aus Gudrun und dem Parzival, die ſeine Schüler bald nach den Worten, bald nach dem Sinne herzuſagen wußten.
Seine Collegen waren buchſtäblich von allen vier Himmels⸗ gegenden her und aus den verſchiedenſten Lebensſtellungen gekommen. Der muntere Pfaff war ein äußerſt begabter Mathematiker und wäre nach Schellings Worte zu europäiſchem Rufe gelangt, wenn er in ſeiner beſtändig jung bleibenden um die Welt und ihre Ehren unbe⸗ kümmerten frohſinnigen Lebensweiſe ſich die Zeit gegönnt hätte, den koſtbaren Demant, den er in ſich trug, zu ſchleifen und brillant zu machen. Nach Nürnberg war er von Petersburg aus gekommen. Sein College Johann Arnold Kanne ſchien es darauf angelegt zu haben, eine Illuſtration zu dem Ausſpruch Göthes zu geben:„An dem Realinſtitut zu Nürnberg ſind aber ſeltſame Käuze zuſammen.“
Einer in kindlicher Glaubensinnigkeit verlebten Jugend war in Kanne eine Zeit gefolgt, da er ſein ganzes Herz an die Sprachen und Sitten der Alten hingab, und auch wohl ſeinen Sinn mit ſchönen Bildern künftiger literariſcher Größe erfüllte. Aber ein Mann von raſchen Ent⸗ ſchlüſſen hatte er die Bücher dem Vulcan geopfert und war 1805 der öſterreichiſchen Werbetrommel gefolgt, um den Erbfeind und ſeine große Armee aus dem deutſchen Reiche zu treiben. Kaum war er Soldat geworden, als die beiden Kaiſer Frieden ſchloſſen; da ward ihm der Soldatenrock etwas eng. Er fand auch Mittel und Wege ihn wieder mit dem Gewande des Friedens zu vertauſchen und ver⸗
ſuchte nun die Götter zu verſöhnen, indem er ſich ihnen mit ver— doppelter Kraft überließ. Es erſchien ſeine Mythologie der Griechen und Römer; unmittelbar darauf ſchrieb er auch ſeine „älteſte Urkunde der Geſchichte“. Die damals durch Creuzer vor⸗ nehmlich getragne ſinnbildliche Auffaſſung des ganzen Alterthums war in letzterem Werke auf die äußerſte Spitze getrieben; allen bis dahin geltenden Maximen der Alterthumswiſſenſchaft war offen Hohn geſprochen, ſo daß es uns nicht wundern mag, daß die Cenſurbehörde, die ja ſelbſt Schuberts„Ahnungen“ bedenklich gefunden hatte, nicht in den Druck der Schrift willigte. Der behende Autor ließ ein drittes Buch aus. Mit dem Manuſcript kam er nach Berlin, um es zu verſilbern, ließ ſich aber wiederum, dies Mal um der preußiſchen Armee zu folgen, zum Kriegsdienſt locken und wurde franzöſiſcher Gefangner. Er deſertirte, ſchlug ſich bettelnd durch das Land und erfuhr, daß man auch von Almoſen„leben könne“. Doch ſolches Treiben war unbehaglich; darum trat er nochmals in öſterreichiſche Dienſte. Indeſſen hatten Anſtrengung und Hunger auch ſeinen rieſenſtarken Leib übermocht und er war ſchwer erkrankt. In einem Kloſter zu Linz ward ihm Pflege und Theilnahme— zu guter Stunde, denn eben hatte ſeine„älteſte Urkunde“ den Weg vom Schreibpult des Cenſors durch die Druckerei ins Publikum zurückgelegt und natür⸗ lich einiges Aufſehn erregt. So wunderlich die Vermuthung des Pater Anſelmus war, der gelehrte Philologe und der fieberkranke Füſilier könnten eine Perſon ſein; ſie erwies ſich als wahr und nicht lange währte es, ſo half ihm die allgemeine Theilnahme zum ehren⸗ vollen Amte. Er zog von Linz nach Nürnberg.
Während nun Schubert ſich und ſeine Collegen gegen den Schulrath vertheidigt, Pfaff fröhlich plaudert und Kanne in ſich ver⸗ ſenkt daſteht, unterhalten ſich drei Greiſe über die Zukunft der Schule. Wir erkennen in ihnen Tobias Kießling, jenen frommen
Kaufmann, der ſeine Geſchäftsreiſen als Arbeiten der innern Miſſion anſah, lange bevor dieſes Wort gekannt war und der im Franken⸗ lande in der Zeit des dürrſten Unglaubens vielen ein Führer zu den lebendigen Waſſerquellen geworden iſt. Neben ihm ſteht der Pfarrer Schöner, ein zweiter Tauler. Er war der Lieblings⸗ prediger der Bürgerſchaft. Bei einer Weihnachtsrede wurde er ſo gewaltig von dem Worte, das er ſprach, ergriffen, daß er die Kanzel verlaſſen mußte. Als er ſie nach ziemlich langer Pauſe wieder be⸗ treten hatte, ging die Klage durch die Stadt: der S chöner iſt ein Pietiſt geworden. Seine ſonſt geſuchte Kirche ward leer, ſein Umgang gemieden, keiner ſeiner Amtsbrüder ſtand zu ihm; achtzehn Jahre lang dauerte das; er wankte nicht; jetzt war er ſchon nahe daran den Sieg zu gewinnen. Der dritte im Bunde ſtand freier zum Worte Gottes und doch noch tiefer darin. Ihn hatte nur die wärmſte Theilnahme für Schubert hergeführt. Dieſer hat aber dafür auch dem alten Roſenbäcker Matthias Burger im dritten Bande ſeiner Selbſtbiographie ein ſo ſchönes Denkmal errichtet, daß wir nur jeden, der das treue Bild eines Mannes, der in vollem Frieden ſteht, kennen lernen will, bitten, es dort zu ſuchen.
Unſer Rector weiß, daß in dieſer Gruppe der Stab nicht über ihn gebrochen wird; er iſt darüber ruhig; aber viel gäbe er darum, kennte er den Sinn, in welchem der ältere Amtscollege und Nachbar, der Director des Gymnaſiums über ihn wohl ſpricht. Ein Recht zu urtheilen hat der gewiß, denn in ſeinem größeren Hauſe iſt alles ſpiegelblank und ſeine Anſtalt hat geſtern brillirt; doch iſt er kaum zu fürchten, da er ja dem jungen Freunde jeder Zeit mit Rath und That treulich beigeſtanden hat. Zudem war Georg Wilhelm Hegel in ſeinem fperſönlichen Umgange ſo liebenswürdig und theilnehmend, daß man in demſelben ſogar ſeine hohe Ueberlegenheit vergaß, welche Schubert doch ſo tief empfand, daß er ihm das Zeug⸗ niß gibt, er ſeiihm Muſter und Vorbild geweſen, nach geiſtiger Reife habe er ſein Vater ſein können. Der Troſt dieſes ehrenhaften Gelehrten wird dem tief Verletzten wohl ge— than haben.
Inzwiſchen fiel noch ein andrer Tropfen Balſam in ſeine Wun⸗ den; denn Freiherr von Lerchenfeld, der ſpätere Finanzminiſter und Vertraute König Ludwigs, der hart geſcholtene und hoch erhobene Förderer der königlichen Prachtbauten wohnte als Gouverneur von Nürnberg dem Examen bei und erhob ſich, da Paulus am heftigſten über die Wiederbelebung der geſchmack⸗ und formloſen, zum beſten Glück vergeſſenen mittelalterlichen Dichtungen ſchalt, um in aller
Argloſigkeit eben für den Vortrag derſelben zu danken.


