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„Man muß nie Zeit verſäumen,“ ſagte er,„ich gehe gleich zu
ihm!“ 4 Als er in die geräumigen Büreaus des großen Geſchäftshauſes trat und nach Ernſt fragte, ſah er alle Commis der Firma ſich eifrig mit einander unterhalten, und die Worte„Bankerutt, Veruntreuung, Cataſtrophe“ klangen nicht angenehm an ſein Ohr.
Ernſt ſaß im Nebenzimmer, den Kopf in die Hand geſtützt und ſchien eifrig nachzudenken. Er war in der letzten Zeit ungeheuer heruntergekommen und ſchon zeigte die unerbittliche Krankheit, die in ſeiner Bruſt wüthete, die deutlichſten Spuren auf ſeinem Geſichte.
„Wie geht es Ihnen, lieber Arkheim?“ ſagte Falk,„ich habe Sie ſeit jenem Abende in Ihrem Hauſe, wo die Hitze Ihnen ein Un⸗ wohlſein verurſachte, nicht wiedergeſehen.“
„Ziemlich gut... ich danke Ihnen!“ erwiederte Ernſt,„es hatte nichts zu bedeuten.“
„Ich komme, Sie um eine Gefälligkeit zu bitten,“ fuhr Falk etwas verlegen fort,„und da Sie mir bis jetzt ein ſo außergewöhn⸗ liches Wohlwollen in Ihrem Hauſe bewieſen haben, ſo hoffe ich, daß Sie meine Bitte nicht abſchlagen werden.“
„Ich ſtehe zu Ihren Dienſten!“ antwortete Ernſt.
Herr Falk fing an, ihm ſeine ganze commercielle Stellung, die durch den amerikaniſchen Bankerutt erſchüttert war, auseinander zu ſetzen und endete, indem er um Verlängerung der fälligen Wechſel auf ſechs Monate bat.
Veim Anfange ſeiner Erzählung war das Geſicht des jungen Arkheim wie gewöhnlich wohlwollend geblieben,— doch ein ploͤtz— licher Gedanke hatte ihm bald einen ganz verſchiedenen Ausdruck ge⸗ geben, und als der Bräutigam Lias ſeine Bitte hervorgebracht hatte, antwortete ihm Ernſt kalt:
„Ich bedaure, Herr Falk;— aber es iſt ganz unmöglich!“
Dieſer ſchien wie vom Schlage getroffen.
„Aber warum, Herr Arkheim?“ rief er,„für ein Haus wie das Ihrige iſt das ja eine Kleinigkeit!“
„Es iſt unmöglich, Herr Falk!“ ſagte Ernſt.
„Wenn Sie kein Vertrauen zu mir haben,“ fuhr der Ver⸗ zweifelte fort,„ſo werde ich die Garantie des Herrn Windberg, des Vormundes meiner Braut zu erlangen ſuchen, der mir ja in einigen Monaten das Dreifache des Betrages dieſer Wechſel als Mitgift bei meiner Heirath auszuzahlen hat.“
„Auch dieſes würde das Unmögliche nicht möglich machen,“ antwortete Ernſt gelaſſen,„jedoch Sie ſcheinen noch von nichts unter⸗ richtet zu ſein?“
„Wovon?“ fragte Falk.
„Man ſagt, daß Herr Windberg von dem Bankerutt E. B. Förſters zwei Tage früher als wir alle gewußt habe, denn ſeit vor⸗ geſtern Abend iſt er verſchwunden! Seine Paſſiva ſollen unge⸗ heuer ſein und die Activa unbedeutend.— Es thut mir leid, Ihnen ſagen zu müſſen, Herr Falk, daß man mit ziemlicher Gewißheit be⸗ hauptet, das Vermögen des Fräulein Salomon ſei von dieſem un⸗ treuen Vormunde gänzlich ſeinen Spekulationen gewidmet und darin untergegangen;— und dieſe Behauptungen gewinnen eine Ge⸗ wißheit durch den Umſtand, den ich Ihnen garantiren kann, daß das Vormundſchaftsgericht auf ſteckbriefliche Verfolgung des Flüchtigen angetragen hat.“
Man kann ſich vorſtellen, was im Innern des Herrn Julius Falk vorging. Leichenblaß ergriff er ſeinen Hut und wandte ſich der Thüre zu.
„Ich bin verloren!“ murmelte er,„und gehe direkt aufs Ge⸗ richt, mich inſolvent zu erklären.“
Schon hatte er die Klinke der Thür in der Hand, als Ernſt ge— laſſen ſagte:
„Es gäbe vielleicht noch ein Mittel, dieſes zu verhindern!“
Herr Falk ließ die Klinke wieder los und ſchaute auf.
„Kommen Sie in dieſes Cabinet, Herr Falk,“ fuhr Ernſt fort, „dort ſind wir ungeſtörter und ich kann es Ihnen erklären!“
Eine halbe Stunde ſpäter trat Herr Falk ſehr verſtört aus dem Cabinet des jungen Arkheim, ſchrieb einen Brief an deſſen Pult und hörte, wie Ernſt ſeinem ihn erſtaunt anſehenden Buchhalter Ordre gab, die Wechſel des Herrn Falk auf ein Jahr zu prolongiren.
„Ich danke Ihnen, Herr Arkheim!“ ſagte Falk, nachdem er ſeinen Brief geendet,„Sie haben die Ehre meiner Firma gerettet.“
„Ich habe Ihnen vielleicht das Leben gerettet!“ antwortete der junge Mann ſehr ernſt.“
Herr Falk verließ ihn, ohne ihn verſtanden zu haben.
Auf der Straße traf er den Aſſeſſor Merkel, der ihm eine ſkan⸗ dalöſe Geſchichte von einem jungen Mädchen erzählte, welches einem ihrer früheren Anbeter ein Rendezvous in ihrem Garten gegeben habe und da von einem andern ihrer Liebhaber überraſcht worden ſei, worauf ſich die beiden Herren tüchtig durchgeprügelt hätten.“
„Was das Hübſcheſte an der ganzen Geſchichte iſt,“ fuhr Herr Merkel fort,„iſt, daß die Dulcinea ihrem erſten Galan jetzt wieder geſchrieben hat, um ihm auf morgen Abend ein Rendezvous in dem⸗ ſelben Garten zu geben.“
„Und wird er hingehen?“ fragte Falk mit erwartungsvollem Blicke.
„Gewiß!“ erwiederte Merkel,„aber er wird ſich von einigen Freunden begleiten laſſen, damit, wenn ſein Nebenbuhler wiederum die Chance hat, ihn zu überraſchen, und vielleicht in Geſellſchaft,... denn es kann recht gut ſein, daß die ganze Geſchichte nur auf Verrath ausgeht,... ſo wird die Partie doch gleich ſein!“
„Und könnte ich mich den Freunden dieſes Herrn anſchließen?“ fragte Falk,„ich bin ſehr begierig, einmal einer ſolchen Scene bei⸗ zuwohnen.“
„Sehr gern!“ ſagte Herr Merkel,„ſeien Sie morgen Abend um 8 ½ Uhr im Café X..., dort werden Sie das Weitere erfahren.“
Die beiden Herren trennten ſich...
„Deſto beſſer,“ murmelte Herr Falk, höhniſch lachend,„ſo wird man doch nicht ſagen, daß ich es des Geldes halber gethan habe!“
Der Aſſeſſor Merkel hatte wirklich von Lia Salomon ein Billet erhalten, das folgendermaßen lautete:
„Mein Herr, ich muß Sie ſprechen! Vieles, alles hängt davon ab, daß ich Sie ſpreche!— Ich erwarte Sie morgen Abend um 9 Uhr in der bewußten Laube!— Sie werden die Thüre des Gartens offen finden!
Lia Salomon.“
Er war beim Leſen dieſes Billets wie aus den Wolken ge⸗ fallen. Sein erſter Gedanke war, daß Herr Falk auf Anrathen Lias ihm eine Falle geſtellt habe, und deshalb hatte er ſeiner Meinung nach den Genieſtreich ausgeführt, ihn ſelbſt davon zu benachrichtigen; doch bald überzeugte er ſich, daß er ſich getäuſcht hätte, und er be⸗ ſchloß, das Project, welches er dem Herrn Falk erzählt hatte, wirklich auszuführen;— d. h. mehrere ſeiner Freunde zu bitten, ihn zu be⸗ gleiten und ihm im Nothfalle Hilfe zu leiſten; und da er Emil Werg⸗ mann, welcher ſeit einiger Zeit überall zu ſehen war, gerade traf, ſo bat er auch ihn, ſich am nächſten Abende um 9 Uhr im Caffeehauſe einzufinden und erzählte ihm in wenigen Worten, um was es ſich handelte. Emil verſprach zu kommen, nahm ſich aber vor, Ernſt oder Hermann von alle dem Nachricht zu geben.
Am Nachmittage deſſelben Tages hatte Lia ihrer Freundin Hulda einen Beſuch verſprochen und Ernſt hatte ſeine Schweſter ge⸗ beten, ihn gleich zu benachrichtigen, wenn ſie gekommen wäre, da er ihr einige Mittheilungen zu machen hätte. Gleichzeitig hatte er zu Hermann Meyer geſchickt und ihn bitten laſſen, ſich ſchleunigſt zu ihm zu begeben.
Der Bildhauer trat einige Zeit nachher in des jungen Kauf⸗ manns Büreau.
„Ich ſtelle Dir den Chef der Firma Arkheim und Co. vor!“ ſagte Ernſt zu dem Eintretenden;„mein Vater iſt heute morgen nach
London gereiſt, ich weiß eigentlich nicht recht, warum? und hat mir zum erſten Male Prokura gegeben. Ich bitte Dich deshalb, mich mit dem mir gebührenden Reſpect zu behandeln! Du ſcheinſt Dich ja gar nicht zu wundern, Hermann!“
„Nun, wenn's Dir Vergnügen macht,“ antwortete der Künſtler, „will ich mich wundern! Aber war das der Grund, daß Du mich ſo eilig zu Dir beſchieden haſt?“
„Davon ſpäter!— doch ſage mir, was haſt Du denn eigentlich geſtern mit meinem Vater ſo eifrig zu beſprechen gehabt, daß Du ihn an der Börſe aufgeſucht haſt?“
„Ich werde Dich zum Direktor der geheimen Polizei vorſchlagen, doch en attendant werde ich Dir keine Antwort geben. Kinder
müſſen nicht neugierig ſein!“ antwortete Meyer, indem er ſich auf einem Stuhl niederließ.


