ſchitektur 1 lich en ltend, in über das empfun⸗ ſechiſchen fer nach eun laſſe iſſe mit raft des hme des Ausguß lmetten⸗ de, Zu⸗ dalſes in then das
önerung ie ſelbſt⸗ le Raum kes nicht läche des ben dem eiben.
ngungen achdenken eifelndes wirklich
und gar einmal chließlich
s Geräth enſchirme, las, man Bgeräth, dder, wit Stunden
ergnügtes kürlicen nheit, der as Zweck⸗ des. So die dann Schränke latte auf dern man Dberfläche und leicht liges Ge⸗ j dar und ́boſtbarer immenden ü w. mit izubilden. entlich die n, und in er runden eine Fül⸗ n u. ſ. w. e werden, eer nachge⸗
unnachahmliche feine Zeichnung der natürlichen Faſerung durch die fein aufgetragene Waſſerfarbe ſchimmern läßt, und ſich nicht unter der ſtumpfen, Holz, Blech, Pappe und Stein gleich verdeckenden Oel⸗ farbenhaut verſteckt. Die Technik des Malens bietet, wie geſagt, nicht die geringſte Schwierigkeit. Die Zeichnung muß natürlich vorher in der Größe des Originals auf Papier in ſoweit ausgeführt werden, als das Ornament ſich nicht wiederholt. Nachdem alsdann auf dem Gegenſtand ſelbſt mit feinen Bleiſtiftlinien die Mitten der Flächen bezeichnet ſind, überträgt man vermittelſt des Durchzeichnenpapiers die Umriſſe auf das Holz, umzieht dieſelben mit der Feder in der Farbe des Ornaments oder des Grundes(erſteres wenn dunkle Ver⸗ zierung auf hellem Grund ſteht, letzteres im umgekehrten Falle) und trägt dann die Farben ſelbſt mit dem Pinſel auf. Daß große Sauber⸗ keit und Achtſamkeit Grundbedingung für das Gelingen ſolcher Arbeit iſt, verſteht ſich von ſelbſt; Flecke ſind nicht ohne Schaden für die Gleichmäßigkeit der Oberfläche zu entfernen, und es iſt beſſer, bei eintretenden Unglücksfällen die angefangene Arbeit vom Meiſter Tiſchler unbarmherzig wieder abſchleifen zu laſſen, um dann auf reiner Fläche mit friſchen Kräften und größerer Vorſicht von neuem zu beginnen.
Daneben bieten ſich mancherlei andre Materialien dar. Papier, aber nicht mit der gefährlichen Glasſcheibe verdeckt, ſondern ebenfalls in ſeiner natürlichen Oberfläche ſichtbar gelaſſen und etwa durch Leinwandunterſpannung und matten Firnißüberzug geſchützt, eignet ſich zum praktiſchen Material für Ofen- und Wandſchirme; Thon⸗ waaren laſſen ſich, wenn man nicht einen geſchickten Töpfer zur Hand hat, welcher die Schmelzfarben liefert, auch mit Waſſerfarben, die ein matter Firniß befeſtigt, anſprechend verzieren, Scheiben von mattem Glas in Ampeln, Thüren, Fenſtern ec. erhalten eine anmuthige Ab⸗ wechſelung durch Aufmalen von Muſtern in durchſichtigem Lack auf die rauhe Seite, und endlich kann auf Marmor⸗ und Kalkſteinplatten (Solenhofer Lithographirſchiefer) durch Aetzen eine dauerhafte Verzierung leicht hergeſtellt werden, indem man das Muſter, wozu die Kunſt des Orients beſonders viel anmuthige Band- und Ara⸗ beskenverſchlingungen geliefert, mit Asphaltlack auf die Steinplatte malt und dieſelbe nach völligem Trockenwerden in eine ſchwache Auflöſung von Salpeterſäure in Waſſer taucht, bis die freigebliebene Steinfläche etwa ⅛ Centimeter vertieft erſcheint. Uebung macht hier den Meiſter, ſo gut als anderswo. In kurzem: der Stift und Pinſel des Dilettanten findet allerlei Mittel und Wege, ohne be⸗ ſonderen techniſchen Apparat die Flächen von tauſenderlei Gegenſtän⸗ den des häuslichen Gebrauchs zu verzieren und dieſelben zu ſelbſt⸗
ſtändig werthvollen Kunſtarbeiten zu erheben, wenn Form und
Stoff in ihrem vollen Rechte bleiben. Erſcheint für das letztere eine ganz kurze Andeutung, welche die eigene Erfahrung alsbald ver⸗
vollſtändigen wird, hinreichend, ſo iſt das erſtere natürlich nur mit Liebe für die Sache, einiger Begabung und hingebendem Fleiß zu er⸗ lernen, indeſſen der Hilfsmittel auf dieſem Wege gibt es viel! Hat man einmal in öfterer Betrachtung ſchöner Kunſtarbeiten aus den Zeiten des Alterthums, des Mittelalters und der Renaiſſance, wie ſie die Kunſtſammlungen unſerer Reſidenzen, die Ausſtellungen der größeren Antiquitätenhändler enthalten, das Auge für den Reiz der einheitlich ſtilvollen Behandlung empfänglich gemacht, ſo wird in der Fülle der modernen Erzeugniſſe das Gute und Künſtleriſche leicht er⸗ kannt und zum anregenden Vorbild eigenen Arbeitens werden. Als⸗ dann läßt aus den zahlreichen Bildwerken ornamentalen Inhalts, nach dem jedesmaligen Bedürfniß ſich vieles zur Nachbildung wählen, und ſchließlich wird es ja leicht ſein, den Nath architektoniſch gebildeter Künſtler(leider ſind das nicht alle Zeichenlehrer) da zu erbitten und nutzbar zu verwenden, wo die eigene Kraft nicht aus⸗ reichen will, eine gegebene Aufgabe durch richtige Auswahl aus vor⸗ handnen Motiven zu löſen.
Der Verfaſſer hat ſeit einer Reihe von Jahren verſucht, Ent⸗ würfe für mancherlei häusliche Kunſtarbeiten theils vorhandenen Muſtern nachzubilden, theils ſelbſt zu erfinden und gibt in bei— folgenden Zeichnungen ein Schmuckkäſtchen und einen Büchereinband zur Ausführung in Holzmalerei*);— doch ſollen dies eben nur Anregungen zu ſelbſtändigem Schaffen werden, denn darin beruht die größte Freude für den Dilettanten, zu beſtimmten Veranlaſſungen ein Werk zu ſchaffen, das in ſeinem künſtleriſchen Schmuck den perſönlichen Antheil des Urhebers offenbart und durch Einfügung von Namenszügen, Sprüchen, Daten u. ſ. w. für den Empfänger einen erhöhten Werth erhält.
Solche Arbeit wird dann recht zu einem ſinnigen Schmuck des Hauſes; aus der Freude an einem ſolchen kleinen Erzeugniß von be⸗ freundeter, kunſtgeübter Hand mag leicht ein umfaſſenderes Intereſſe für die bildende Kunſt in ihrer praktiſchen Verwendung hervorgehen und dem beſcheidenen Anfang im kleinen die Ausſicht auf ſegensreiches Mitwirken an der gemeinſamen großen Aufgabe, in deren Dienſt alle Kunſt ſteht, eröffnen. In dieſem Sinne ſei denn allen kunſtbe⸗ freundeten Leſern eine geneigte Erwägung dieſer Zeilen zu eignem Nachfolgen oder zu weiterer Anregung im Freundeskreiſe empfohlen und wir wünſchen herzlich, daß ſchon am Erfolg der erſten Verſuche ſich das alte Sprüchlein erproben möge:
Kunſt bringt Gunſt.
*) Eine Sammlung derartiger Entwürfe mit beſchreibendem Text erſchien unter dem Titel„Muſterbuch für häusliche Kunſtarbeiten“ bei Georg Wigand in Leipzig.
Am Familientiſche.
Vertheidigung eines Taubenſchlages.
Im Jahre 1705 mußte ſich Mirandola, von dem Grafen Königseck mit großer Bravour vertheidigt, den Franzoſen ergeben. Der Prinz Eugen, welcher mit 18,000 Mann die Etſch paſſirt hatte und bis an den Mincio vor⸗ gerückt war, um den Platz zu entſetzen, konnte bei der Uebermacht des Feindes kein Treffen wagen und mußte, bis zur Ankunft von Verſtärkungen aus Deutſchland, in abwartender Stellung verharren. Ein bedeutender Cavallerie⸗ Poſten wurde den Garda⸗See aufwärts bis Riva vorgeſchoben; zu gleicher Zeit hielt man alle Schiffe„deren man habhaft werden konnte, an, um die Infanterie und Artillerie nach Salo überzuſchiffen. Nach der Landung an dieſem Orte ließ Eugen die ſehr vortheilhaft gelegenen Höhen durch 8000 Mann beſetzen und verſchanzen. Ein Gleiches geſchah mit den bei Guardo liegenden, gegen Brescia zu abfallenden Hügeln. Der franzöſiſche General Vendome beſchloß die kaiſerliche Armee, deren Cavallerie über Riva erſt ſpäter eintreffen konnte, ſofort anzugreifen, als er aber Eugens feſte Stellung recognoscirt hatte, ſtand er davon ab und bezog den Kaiſerlichen gegenüber ein verſchanztes Lager, übergab ſeinem Bruder Philipp das Commando und ging nach Piemont.. 4 Philipp Vendome, der wohl einſah, daß ernſthafte Unternehmungen gegen Eugen nicht ausführbar ſeien, begnügte ſich, fortwährende Neckereien zu erſinnen und ſuchte der kaiſerlichen Armee die Zufuhren abzuſchneiden, um den Prinzen zur Rückkehr über den Gardaſee zu zwingen. Er bemächtigte ſich deshalb
V
der Hügel von Guardo, ſo wie eines Landhauſes, das in der Nähe des ſich in
die Chieſe ergießenden Baches lag, über welchen die Kaiſerlichen eine Brücke geſchlagen hatten. Prinz Eugen bemerkte bald den Fehler, den er begangen und befahl das Landhaus wieder zu nehmen, von deſſen Beſitz als Ver⸗ theidigungspunkt eines Ueberganges zur Fouragirung, die Subſiſtenz der Armee zum großen Theile abhing. Die Franzoſen hatten ſich in der Nacht dieſes Hauſes, das Belliniſche genannt, mit 4 Compagnien Infanterie bemächtigt. Das Gehöft umſchloß eine Mauer, innerhalb derſelben ſtanden: das Wohnhaus und zwei Wirthſchaftsgebäude. Die Franzoſen hatten ſogleich bedacht, daß der Feind Anſtalt machen werde, den wichtigen Platz zurückzuer⸗ obern, weshalb ſie in den Mauern überall Schießſcharten anbrachten, um den Gegner kräftig zu empfangen. Mit der Wegnahme des Hauſes war der Prinz Alexander von Würtemberg beauftragt.
Er ließ tauſend Mann Infanterie in der Nacht gegen das Thor vor⸗ rücken. Man verſuchte daſſelbe einzurennen, allein die Franzoſen empfingen die Angreifer mit einem trefflich unterhaltenen Gewehrfeuer. Einige der Ver⸗ theidiger hatten ſich, mit einem großen Pulvervorrath verſehen, in ein Gebäude begeben, deſſen unterer Theil zu einem Hühnerſtalle, der obere zu einem Taubenſchlage beſtimmt war. Dieſes Taubenhaus erlangte während des Gefechtes große Wichtigkeit. Die Anfangs ſtutzig gemachten Kaiſerlichen
rückten wieder vor und waren endlich bis in den Hofraum gedrungen. Das
Erdgeſchoß des Hauſes wurde von den Franzoſen nach blutigem Kampfe ge⸗ räumt, dagegen entſtand ein hartnäckiges Gefecht um den Beſitz des Speichers, der oberen Räume und des Taubenſchlages, welcher aufs tapferſte vertheidigt wurde. Als bereits ſämmtliche Gebäude eingenommen waren, hielten die
1


