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als ob ich wirklich auf dem Wege ſei. Den Ufern der Möll folgend, bewegten wir uns allmählich in der Richtung des Großglockners hin und erreichten nach etwa fünfſtündigem Marſche durch die mittlere Alpenregion, welche dem Berggewohnten nichts Beſonderes darbot, die erſte Ruheſtation, die Ochſenhütte, ein kleines Obdach, 6240 Fuß über der Meeresfläche gelegen, woſelbſt wir wenige Stunden der Ruhe pflegten. Bald nach Mitternacht wurde ich von Lachner geweckt und nach einem kleinen, in der Geiſterſtunde eingenommenen Imbiß ſetzten wir beim Scheine der Laterne unſeren Weg in die eigentliche Bergwelt fort. Die Nacht war ſchön und klar, die Sterne funkelten in ſeltener Pracht; die magiſchen Lichter, welche unſere La⸗ ternen auf die Felſen warfen, ließen die grotesken Formen derſelben in märchenhaften Geſtalten erſcheinen. So gingen wir einer hinter dem andern ſchweigend weiter, unſere Schatten hüpften auf und nie⸗ der mit den Bewe⸗ gungen der Laterne, die ganze Situation verſetzte mich in eine traumhafte Aufre⸗ gung. Siehe, da erhebt ſich plötzlich vor uns in der Mitte des Pfades eine ge⸗ ſpenſtige weiße Rie⸗ ſengeſtalt; zwar bin ich kein Geiſterſeher, ich muß jedoch ge⸗ ſtehen, daß ſowohl ich als meine Führer einen Augenblick
ſtockſtillſtanden. Die weiße Nebelgeſtalt war der Staub eines temporären Waſſer⸗ falles. Das anhal⸗ tend warme Wetter hatte den Schnee in den höchſten Regio⸗ nen geſchmolzen, und die angeſammelten Waſſer ſtürzten ſich von einer ungeheu⸗ ren Höhe gerade über unſern Pfad in den Abgrund hinunter. Unſer Weg führte grade durch dieſen Staubbach hindurch und wir mußten uns daher nolens volens zu dieſem kalten Bade bequemen. Der ohnehin ſchon gefährliche Weg wurde durch das herabfallende Waſſer eben nicht gerade verbeſſert, und wir waren des⸗ halb froh, als wir glücklich an der andern Seite angekommen waren.
Seitdem wir die Ochſenhütte verlaſſen hatten, war das Ther⸗ mometer plötzlich unter Null gefallen. Wir waren an der unteren Grenze der Gletſcher angekommen; der Schutt der Moränen war hart⸗ gefroren und unſere Bärte und Haare ganz weiß bereift, ſo daß wir wie ehrwürdige Greiſe ausſahen. Bedächtig ſchritten wir über die Gletſcher vorwärts, zumal ſich neuerdings mehrere Spalten gebildet hatten, welche umgangen werden mußten. Die Dicke des Gletſcher⸗ eiſes hat hier, nach einer im Jahre 1848 von Schlagintweit ange⸗ ſtellten Berechnung, die Mächtigkeit von 1342 Fuß. So ging es weiter bis zur Scharte, einem mit Schnee, Eis und Felsgeröll gefüll⸗ ten Hohlwege. Auf dem Wege dahin mußten wir mehrere Eisſpal⸗ ten vermittelſt darüber gelegter Leitern paſſiren. Ich machte mir das Vergnügen, mich über eine Spalte auf die Leiter hinzulegen und
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Die höchſte Großglocknerſpitze.
langſam eine brennende Laterne in den Abgrund hinabzuſenken; der Anblick, der mir zu Theil wurde, iſt nicht mit Worten zu beſchreiben, das klare, durchſichtige Eis ſchimmerte in allen Farben des Regen⸗ bogens, die ſich in der unterſten Tiefe des Cryſtallpalaſtes in dunkles Blau auflöſten, während das Flämmchen der Laterne in dem zaube⸗ riſchen Halbdunkel wie ein Irrlicht auf und nieder hüpfte und Tau⸗ ſende von Reflexen aus den transparenten Wänden der phantaſti⸗ ſchen, unterirdiſchen Gemächer lockte.
Allmählich brach der Tag an; die Sonne, welche ſich nun vor unſeren Augen entfaltete, wurde in wachſender Schönheit immer herr⸗ licher. Im Oſten noch glänzten die Gösnitzer Berge dem vor⸗ rückenden Tageslichte entſprechend in wundervollen, immer lebhafter werdenden Farben, und während wir einen Augenblick ſtill ſtanden, die groß⸗ artige Ausſicht zu genießen, hörten wir in zart verhallenden Tönen die aus der
Tiefe kommenden Klänge der Kirch⸗ glocken in Heiligen⸗ blut, welche die Dorfbewohner zum Morgengebetriefen; auch wir knieten nie⸗ der zum Gebet. Viele tauſend Fuß erhaben über allen menſch⸗ lichen Wohnungen, in der ſtillen Einöde von nackten Felſen
und Eisfeldern, wanderten die Blicke meilenweit über ein⸗ förmige Schnee⸗ flächen, wo noch im⸗ mer die blauen Schatten der Nacht lagerten, während die höchſten Spitzen des Großglockners, ſcharf hervorragend in den tief azurnen Himmel, von dem Schein der aufgehen⸗ den Sonne mit den zarteſten Tinten roſenfarbener See⸗ muſcheln angehaucht waren. Gegen Tyrol zu offenbarten ſich in herrlicher Be⸗ ſtimmtheit die ganze Kette der Alpen vom Zillerthale bis zum Oertler, ja man konnte die ſcharfen Profile der weit entfernten Berge von Graubündten in der Schweiz genau mit den Augen verfolgen, während das Tiefland noch in Nacht gehüllt war.
Doch von Kärnthen und Salzburg her erhoben ſich ſchwarze, verhängnißvolle Wolken und jagten ſchnell zu uns herüber. In wenig Augenblicken war das ganze prachtvolle Panorama verſchwun⸗ den, die entgegengeſetzten Luftſtrömungen kämpften mit einander, bald ſtanden wir in den dichteſten Nebel gehüllt, bald zerriſſen die Schleier, die ſich über die vor uns liegende Welt ausgebreitet hatten. Jetzt erfaßte uns das Wetter mit den Armen des Sturmes, wir ſchienen in die Nacht zurückgeſunken, ein Hagelſchauer kleiner Eisſtückchen rie⸗ ſelte mit ſolcher Vehemenz über unſere Häupter dahin, daß wir deut⸗ lich den klingenden Schall vernahmen, den ſie im Aneinanderprallen von ſich gaben.
Ermüdet und beinahe außer Athem errreichten wir endlich die Adlersruhe, einen kühn vorſpringenden Felſen, der, von ſchützenden
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