Jahrgang 
1865
Seite
425
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lichern Gegenden eingewanderte, man erkennt es ſofort an der auf fallenden Unbekanntſchaft mit den ſpeciellen Oertlichkeiten, wenn ſie auch dieſelben erhabenen Sammelplätze der hervorragenden Dächer zum Berathungsraume und dieſelben Rohrteiche zur Nacht⸗ ruhe aufſuchen. Nach längerer oder kürzerer Raſt machen ſie neuen Zuzüglern Platz, bis die letzten Züge aus dem höchſten Nordoſten mit einzelnen Nachzüglern durch ſind.

Inzwiſchen ſind unſre Gäſte wohl bereits am Strande des Mittelmeeres angelangt, immer von Station zu Station, wie ſie ihnen von den Weggehenden geräumt wird, vorrückend gegen Süd⸗ weſten hin. Angekommen an der Küſte heißt es abergünſtigen Wind abwarten und ſich kräftigen zum weiteren Fluge. Hier längs der ganzen Küſte des Mittelmeeres verſammeln ſie ſich denn nun auch zu größern Scharen, als wir ſie im innern Lande beiſammen ſehen, und zu Millionen hat man ſie an der Küſte von Algier ankommend beobachtet, wo ſie ſich nach kurzer Erholung weiter und weiter ins Innere des großen, kompakten Feſtlandes verbreiten, das ihnen allen einen rieſigen, reich beſetzten Tiſch bietet aber freilich keine Heimat!

In ähnlicher Weiſe organiſirt ſich der Zug der meiſten Wandervögel, wenn ſie nicht, wie viele Arten und ganze Familien, einzeln oder in Familien und kleinern Geſellſchaften wegziehen. Nur laſſen ſich dieſe Vorgänge bei den Städte und Dörfer bewohnenden Schwalben, ſowie bei den menſchenliebenden Störchen, bei den Kranichen und andern größern oder bekanntern Arten leichter beobachten.

Für die große Maſſe unſerer Zugvögel iſt alſo Afrika bis zum Aequator hinab, und vielleicht darüber hinaus, das gaſtliche Winterquartier. Dr. A. Brehm, Dr. R. Vierthaler und andere Ornithologen wußten viele unſerer in Afrika überwinternden Vögel ſehr gut von den dort heimiſchen derſelben Arten zu unterſcheiden, die ſie längs des Nil bis Roſerreshin theilweiſe bei ihrer Ankunft wie bei ihrem Rückzuge nach Europa beobachten konnten und denen ſie manches MalGrüße an die Heimat mitgaben.

Aber nicht alle Arten gehen gleichweit in dieſen Erdtheil hinab; ja nicht einmal alle über das Mittelmeer hinüber. Eine nicht un⸗ bedeutende Anzahl von Arten und Individuen bleibt in den nörd⸗ lichen Küſtenländern des Mittelmeerbeckens zurück: in Griechenland, der Türkei, Italien, Südfrankreich und der Pyrenäen⸗Halbinſel. So überwintern z. B. viele Sumpfſchnepfen⸗Arten in den Sümpfen und Maremmen dieſer Länder und längs des Meeresſtrandes. Andrerſeits gehen auch viele Strandvögel längs den Küſten Afrikas bis über den Aequator hinaus. Am weiteſten nach Süden hin ſcheinen diejenigen Arten zu wandern, welche vorgeſchobene Poſten der Tropenwelt auch im brillanten Kleide am ſpäteſten zu uns kommen, nicht gar weit nördlich gehen und am früheſten wieder abziehen, z. B. der Pirol, die Blauracke, der Bienenfreſſer; während umgekehrt die weit in den Norden unſeres Erdtheils verbreiteten Arten früh ankommen, ſpät abziehen und nicht ſo weit in den Süden Afrikas vorzurücken ſcheinen, ſo daß man im allgemeinen aus der Zeit der Ankunft und des Wegzuges auf die Grenze der nördlichen Heimat ſowie des ſüdlichen Winter⸗ aufenthaltesſchließen kann.

Die große Mehrzahl unſerer Zugvögel wird aus ſolchen Sippen und Arten gebildet, welche an animaliſche Nahrung ge⸗ bunden ſind. Alle Reptilienfreſſer Natternadler, Störche ꝛc. müſſen ein Klima aufſuchen, wo Schlangen, Eidechſen und Fröſche nicht nöthig haben, ſich vor dem Froſte im Schoße der Erde und des Waſſers zu verkriechen. Ebenſo die Fiſchfreſſer mit Aus⸗ nahme des ſchönen Eisvogels, der offne Gewäſſer in unſerm Vater⸗ lande aufzufinden weiß und diejenigen Arten, welche ſich an Fluß, Teich und Sumpf von Waſſergewürm, Inſektenlarven und dergl. nähren. Auch viele Raubvogelarten, die hauptſächlich au die Zug⸗ vögel gewieſen ſind, wandern mit dieſen aus, und jagen in Egypten wie daheim, ihre Heimatsgenoſſen. Daß alle jene Inſektenfreſſer,

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welche ihre Beute vorzugsweiſe oder allein im Fluge erhaſchen, aus unſern winterlichen Fluren auswandern müſſen, liegt auf der Hand. Wird es doch den Schwalben, Seglern, Fliegenſchnäppern an naß⸗ kalten Sommertagen oft ſchwer genug, ihr Leben kümmerlich zu friſten durch jene wenigen Fliegen, Mücken, Schnecken, welche ſich vor der rauhen Witterung nicht ſicher genug verſteckt haben. Aber auch Sämerei freſſende Vögel ſind gezwungen, ſchneeloſe Klimate aufzuſuchen, wenigſtens ſolche Arten, welche die Sämereien vom Erdboden aufzuſuchen gewohnt ſind, z. B. unſere Wildtauben und manche Finken- und Ammerarten, während ſie in ſchneeloſen Wintern gänzlich oder mindeſtens ſo lange hier bleiben, als eine volle Schneedecke ihnen nicht die Möglichkeit der Ernährung raubt.

Von den Raubvögeln bleiben diejenigen Arten zurück, welche vom Raube größerer Thiere oder ſolcher leben, welche gleichfalls hier bleiben: Adler, Habicht, Sperber und die meiſten Eulen finden auch im Winter reichliche Nahrung bei uns, wo es an Haſen, Wald⸗ und Feldhühnern, Tauben, Sperlingen, Ammern, Meiſen und Mäuſen nicht mangelt; oder wiſſen ſich, wie die nichts verſchmähenden Allesfreſſer: Raben, Krähen, Elſtern in Weiler, Dorf und Stadt durchzubringen. Von den mitteleuropäiſchen vier Würgerarten bleibt nur die eine der große Würger, die Geißel der Meiſen bei uns zurück, während die übrigen drei nächſtverwandten Arten zeitig und tief nach Afrika hineinwandern.

Daß nicht die Kälte an ſich, ſondern der durch dieſelbe bedingte Nahrungsmangel es iſt, welcher die Zugvögel von uns vertreibt, das beweiſt auch das Zurückbleiben mancher Inſektenfreſſer, und merkwür⸗ digerweiſe der kleinern und kleinſten unter ihnen. Die beiden Gold⸗ hähnchen⸗Arten, der Zaunkönig, der Baumläufer, ſämmtliche ſieben Meiſenarten mit Ausnahme der Beutel⸗ und Bartmeiſe, die eine andere Nahrungsweiſe haben ferner der Kleiber und ſämmtliche Spechtarten ſtreichen nur umher(Strichvögel), ohne auszuwandern. Aber ſie nähren ſich auch meiſt oder allein von ſolchen Inſekten und deren Puppen, Larven und Eiern, welche ſie an den Stämmen, Aeſten und Zweigen der Bäume aufzufinden oder unter deren Rinde hervorzuholen wiſſen. Gerade ſie gehören deshalb auch, weil ſie Sommer und Winter hindurch raſtlos jeden Zweig und jede Rinden⸗ ſpalte und Höhlung durchſpähen, zu den nützlichſten aller Vögel, und ſind recht eigentlich die Aſſekuranz unſerer Gärten und Wälder. Wie viele Millionen Ringelraupeneier allein mögen durch dieſe Raupen⸗ und Larvenpolizei alljährlich vertilgt werden! Freilich werden ſie zuweilen auf knappe Koſt geſetzt, wenn nach ſtarkem Reif Thauwetter oder Regen eintritt und neuer Froſt die Zweige und Aeſte mit einer Eisrinde überzieht. Doch iſt das ein ſeltener und nie allgemeiner Fall. Die ſtärkeren Aeſte bleiben doch theilweiſe frei, und es ſicht ſie nicht eben an. Selbſt bei ſtarkem Froſte habe ich eine ſolche bunte Schar von Meiſen, Baumläufern u. ſ. w. unter Anführung eines Buntſpechtes gar luſtig und wohlgemuth Garten und Wald durchſtreifen ſehen, und vom ſonnebeglänzten Schneeſtock herunter ſchmettert der kleine Zaunkönig im December und Januar ſein helles Lied.

Wo endlich unſere Standvögel bleiben, das weiß Jedermann. Zieht doch der Schneewinter manche Feld- und Waldvögel, das Raubzeug eingeſchloſſen, mitten in die Städte und Dörfer, vor die Scheuern, auf die Düngerſtätten, in die Vieh⸗ und Futterſtälle, ja vor die Fenſter, wie das dieſer Extrawinter recht oft und recht lange gethan. Wurde ich doch noch vor einigen Tagen gefragt, was das für ſchöne goldgelbe, fremde Vögel ſeien, die der ſtrenge Winter zu uns auf die Straße gebracht. Und doch niſtet der Goldammer, denn ein ſolcher war's ſicher in dem Gartenzaun des Fragers.

Wäre übrigens die Frage der Ueberſchrift etwas allgemeiner gefaßt, ſo ließe ſich noch manches über unſre Wintergäſte, ſowie über die Zugvögel anderer Länder und Welttheile ſagen. Viel⸗ leicht frägt einmal einer darnach.

Ende März 1865. Dr. E. Baldamus.

Hinauf zum Großglockner.

Es war ein warmer Sommerabend, als ich mich dem reizen⸗ den Heiligenblut näherte, und zwar als ſchlichter Fußgänger und ganz allein.

Da ich von Bad Gaſtein ſchon vor Tagesanbruch aufgebrochen war und vierzehn Stunden zurückgelegt hatte, war ich todtmüde, aber

in mir glühte Alpenluſt und Alpenſport, und der Gedanke, morgen V

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