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„Nein, die Gig liegt noch an der Treppe.
„Hol der Henker die Gig,“ brummt Kurzſpleiß und nimmt ſeinen Marſch wieder auf.
„Zu Befehl,“ entgegnet der Unteroffizier, dem dieſe Phraſe geläufig iſt, wenn er mit Vorgeſetzten ſpricht und nimmt die frucht⸗ loſen Reinigungsverſuche wieder auf.
In der Batterie erblickt man die verſchiedenſten Gruppen. Mit Ausnahme der Poſten iſt die Mannſchaft wegen der naſſen Witterung unter Deck gepfiffen und tummelt ſich in der Batterie oder im Hängemattendeck. Weinende Mütter und Bräute, beſorgte Väter und Brüder, luſtige Kameraden von andern Schiffen, unbezahlte Schneider und Waſchfrauen, die vergebens nach ihren loſen Schuld⸗ nern fragen und ſuchen, wogen durch einander und bieten ein buntes Bild von lebhafter Färbung. Hier bringt eine zärtliche Großmutter ihrem Enkel, einem neu eingeſtellten Schiffsjungen, einen Korb mit Leckereien, die er ſich bis zu ſeinem Geburtstage, der in den Mai fällt, verwahren ſoll. Sie gibt ihm gute Regeln auf den Weg, deren hauptſächlichſte darin beſtehen, ſich vor naſſen Füßen zu hüten und nicht auf die Maſten zu klettern. Während der Junge mit halbem Ohr auf die allerdings ſchwer auszuführenden Ermahnungen hört, ſchielt er mit lüſternem Blicke nach dem Korbe und führt im Geiſte eine neue Kalenderordnung ein, bei der der zehnte Mai unmittelbar auf den fünfzehnten November folgt.
Dort läßt ſich eine untröſtliche Putzmacherin von ihrem Ge⸗ liebten, dem Bottelier, zum fünfzehnten Male den Schwur der Treue wiederholen. Der Bootsmann ohrfeigt einen Offtzierburſchen, der mit einer Kanne heißen Kaffees gegen ihn läuft und ihm die Füße verbrennt, während der Krankenwärter auf den Kochsmaat ſchimpft, der die Krankenſuppe mit Seewaſſer gekocht hat. Ein hal⸗ bes Dutzend Schiffsjungen jagt hinter ein Paar Schweinen, die ihrem Behälter entſprungen ſind und quikend den Leuten zwiſchen den Beinen durchfahren.
Hinter dem Großmaſt ſpazieren in lebhafter Unterhaltung be⸗ griffen, die„Badegäſte“. Zu ihnen gehören alle diejenigen Bewoh⸗ ner der Offiziermeſſe, welche keine Seeleute von Beruf ſind, wie Aerzte, Prediger ꝛc. Mehrere von ihnen machen ihre erſte Reiſe und es harren ihrer noch manche Unbequemlichkeiten. Ihre Unbe⸗ kanntſchaft mit dem Leben an Bord, die für jeden Nichtſeemann läſtige Schiffsetikette, die vielfachen neuen Erſcheinungen geben reichlichen Stoff zu Neckereien Seitens der Seeleute und bringen die Badegäſte häufig in tragikomiſche Situationen.
Am lebhafteſten unter ihnen gerirt ſich Dr. Salomo, der ſehr gern disputirt. Er iſt früher noch nicht an Bord geweſen und weiß daher nicht, daß es gegen die Regeln der Etikette verſtößt, laut zu ſprechen. Heute bei ſo ungewöhnlichen Verhältniſſen macht ihn jedoch noch niemand darauf aufmerkſam.
„Gig kommt,“ meldet Kattblock dem wachhabenden Offizier und belohnt ſich für dieſe Anſtrengung mit einem friſchen Stück Tabak, welches ihm das Ausſehen gibt, als leide er an einem Zahngeſchwür.
Der Wachhabende überbringt die Meldung dem erſten Offtzier, auf deſſen Schritte dieſelbe ſehr mäßigend einwirkt, läßt die Fall⸗ reepstreppe in Ordnung bringen und die Seeſoldaten in das Gewehr treten. Die Pfeife des wachhabenden Bootmannsmaats ertönt mit einem endloſen Triller in die Großluke hinunter und dem Signal folgt eine Todtenſtille im ganzen Schiff.
„Seeſoldatenwache an Deck, Fallreepsjungen!“ ruft der Unter⸗ offizier im kräftigſten Baß, daß es im fernſten Winkel des Schiffes verſtändlich wird. In fliegender Eile ſtürzen die Gerufenen auf das Deck und Jedermann an Bord weiß aus dem Commando, daß der Capitän kommt, da nur vor dieſem die Wache in das Ge⸗ wehr tritt.
Jetzt iſt die Gig an Bord, der erſte und der wachhabende Offizier ſtehen mit Hut und Säbel am Fallreep, der Bootsmann pfeift die Seite, die Wache faßt das Gewehr an und der Capitän betritt das Deck. Alle Anweſenden lüften ehrerbietig die Kopfbe⸗ deckung und ein freundlicher Gruß des allſeitig geliebten und geach— teten Führers dankt für die erwieſenen, wenngleich ihm zuſtändigen Honneurs.
„Iſt das Schiff klar?“ wendet er ſich an den erſten Offizier.
„Klar zum Ankerlichten!“ erwiedert dieſer.
„Dann bringen Sie heute gefälligſt das Schiff unter Segel,
Capitän⸗Lieutenant Kurzſpleiß, und ſagen mir, wenn der Lootſe von Bord geht; ich muß noch einen Bericht fertigen.“
„Zu Befehl,“ erwiedert der Angeredete, vertauſcht ſeinen Hut mit der Dienſtmütze, legt den Säbel ab und beſteigt die Commando⸗ bank. Ein Cadett wird in die Meſſe geſchickt, die Offiziere von dem bevorſtehenden Manöver zu benachrichtigen und dieſe begeben ſich ungeſäumt auf ihre verſchiedenen Stationen. Der Bootsmann mit ſeinen Maaten hat ſich bereits an den Luken poſtirt, als das Commando erſchallt:„Alle Mann auf, klar zum Ankerlichten.“
Sechs ſcharfe Pfiffe ſchrillen und ſechs furchtbare Bäſſe wieder⸗
holen unisono den gegebenen Befehl, der wie ein elektriſcher Schlag
auf die Mannſchaft der Fregatte wirkt. Alles fliegt mit Windeseile die Treppen hinauf, die Topsgaſten entern in die Marſen und das Gangſpill wird bemannt. Das Muſikcorps holt ſeine Inſtrumente, um mit luſtigen Klängen das Aufwinden des Ankers zu beglei⸗ ten und Jedermann nimmt den für dies Manöver angewieſenen Poſten ein.
„Kutter weg, Leinen los!“ commandirt der erſte Offizier.
„Zu Befehl,“ antwortet die jugendliche Stimme des bei dem naßkalten Wetter faſt verklommenen Bootscadetten. Der Kutter rudert nach den Pfählen, wirft die Taue los und wird darauf mit der Gig an den Krahnen aufgehißt.
„Licht Anker, Fremde von Bord!“ folgt nun als zweites Commando.
Die Muſik ſpielt eine heitere Weiſe, die Matroſen marſchiren in gleichmäßigem Takte um das Gangſpill und die ſchwere Ankerkette hebt ſich Glied für Glied aus dem Waſſer.
Unterdeſſen drängen ſich die Fremden, die je nach ihrem Alter und Geſchlecht mehr oder minder freundlich vom Stabswachtmeiſter zum Fortgehen ermahnt werden, über das Fallreep in die Boote. Hier und dort ſtiehlt ſich ein einzelner von ſeiner Station, um ein letztes Lebewohl zu ſagen und die Vorgeſetzten wenden den Kopf, um dieſen Bruch der Disciplin nicht zu bemerken. Manche Thräne entquillt dem Auge der ſcheidenden Mutter, deren geliebter Sohn ſich jetzt auf unbeſtimmte Zeit dem tückiſchen Meere anvertraut; mancher ſchmerzliche Seufzer entringt ſich der Bruſt bei dem Gedan⸗ ken, daß er ihr vielleicht für immer entriſſen wird.
Und wer in dem Buche des Schickſals zu leſen vermöchte, der würde ſehen, wie ſo mancher kräftige Jüngling, der jetzt in heiterm Jugendmuthe der Heimat Lebewohl ſagt und mit fröhlichem Blick in die Zukunft ſchaut, nimmer zum Vaterhauſe zurückkehren wird. Er würde ſehen, wie er fern von all den Seinen, am fremden Strande zur ewigen Ruhe gebettet wird, hingerafft von dem tödtlichen Hauche eines giftigen Klimas, ohne daß eine liebende Hand ſich kühlend auf ſeine brennende Stirn legt und ſeine glühende Zunge mit einem Tröpfchen Waſſer letzt. Oder wie die Wogen ihn als Opfer for⸗ dern und ſeine Gebeine, ſtatt in geweihter Erde, auf tiefem Meeres⸗ grunde bleichen, bekränzt von Korallen und weißem Sand!
Doch fort mit den traurigen Bildern! Die Fremden ſind von Bord und das letzte Boot ſtößt ab. Ein gellender Pfiff unterbricht die Muſik und den taktmäßigen Marſch der Matroſen am Splll.
„Der Anker iſt auf und nieder,“ rapportirt der Offizier auf der Back und das Commando„Segel los!“ iſt die Antwort auf dieſe Meldung.
Im Nu wimmeln die Wanten von Blaujacken. Wetteifernd ſucht jeder dem andern vorbeizulaufen, wobei die Matroſen das be⸗ queme Soldatenloch aus Ehrgefühl verſchmähen und den mühſamen Weg um die Marſen vorziehen. Bald drängt ſich auf den Raaen Kopf an Kopf. Im Umſehen ſind die Beſchlagſeiſinge gelöſt und auf„Fallen Segel!“ entfalten ſich die weißen Leinwandmaſſen in den Lüften. Die Mars⸗ und Bramſegel werden geſetzt, die Raaen ins Kreuz gebraßt und eine gewaltige Segelfläche bedeckt jetzt die Takelage des Schiffes, wo vor einer Minute dem Auge ſich nur ſchmale Linien ſymmetriſch geſtellter Raaen boten. Zugleich ſind auch die Mannſchaften ſchon wieder an Deck gekommen und nur die in den Marſen poſtirten Matroſen, die Topsgaſten, bleiben oben. Die Muſik beginnt wieder zu ſpielen, der Anker wird vollends ge⸗ lichtet, der Klüver geſetzt und das Schiff beginnt ſich langſam zu drehen. Die Hinterſegel füllen, die Vorraaen werden umgebraßt und bald ſchwellen alle Segel in bauchiger Rundung. Vor dem Bug kräuſelt ſich ſchäumend das Waſſer, das Schiff gehorcht dem Ruder


