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abgeliefert und an die beſtimmte Nummer gehängt werden. liche Coſtümgegenſtände müſſen bis Mittags 12 Uhr vor der Auf⸗ führung des Stückes auf den Plätzen der Darſteller in den Ankleide⸗ zimmern hängen, bis zu jener Zeit müſſen auch alle Meldungen über fehlende oder auszubeſſernde Gegenſtände gemacht werden. Befindet ſich ein Stück nicht an ſeinem Platze unter ſeiner Nummer, ſo hat der Garderobebeamte in ſeinem Buche zu vermerken, wo es zur Zeit auf⸗ gefunden werden kann: zum Ausbeſſern in der Schneiderei, ver⸗ liehen ꝛc.— Die Schneiderei befindet ſich ebenfalls im königlichen Schauſpielhauſe und jede Anfertigung oder Ausbeſſerung kann daher mit größter Schnelligkeit geſchehen. Es iſt ein Haupterforderniß, daß den oft ſchwierigen Anforderungen pünktlich Folge geleiſtet werde. So genau nun auch der Dienſt geregelt iſt, immerhin bleibt es keine allzuleichte Arbeit, die Ordnung ſtreng aufrecht zu erhalten, da die Maſſe der Coſtüme erſtaunlich groß iſt. Nach der Inventur vom Jahre 1854 zählte man 88,396 vollſtändige Anzüge. Bei der fort⸗ währenden Bereicherung der Garderobe durch neue Anzüge würde heute aber wohl kaum die Zahl von 100,000 Stück zu hoch ange⸗ nommen ſein. Dieſe Summe begreift indeß nur die wirklichen, voll⸗ ſtändigen Anzüge in ſich, Einzelnes iſt noch in weit größeren Maſſen vorhanden.
Dieſe ganze großartige Anſtalt iſt eine Schöpfung des General⸗ Intendanten der königlichen Schauſpiele, Herrn von Hülſen. Bei ſeinem Amtsantritte fand derſelbe gerade dieſen Theil der Bühnen⸗ verwaltung, die Garderobe, in einem faſt an Auflöſung grenzen⸗ den Zuſtande. Mit der Reoorganiſation der Verhältniſſe dieſes wichtigen Zweiges durfte nicht länger gezaudert werden und die Aufgabe beſtand nicht allein darin, neue Coſtüme fertigen zu laſſen, ſondern vielmehr noch in der Schaffung eines Syſtems für die Ver⸗ waltung ſo umfangreichen Inventars, in der möglichſten Verein⸗ fachung und Klarheit des Geſchäftsganges, ſo daß es heute jedem Laien nicht ſchwer werden dürfte, alle geforderten Stücke zu finden und den Nachweis darüber zu führen, und der jetzige Chef der könig⸗ lichen Bühne kann mit höchſter, wahrer Befriedigung auf die einzig daſtehende Anſtalt blicken. Nur unter der Intendanz des Grafen Brühl hatte die Garderobe einen ähnlichen Aufſchwung gewonnen, doch waren Mittel und Anſprüche nicht ſo bedeutend, wie heutzutage, wo nicht nur Schönheit, ſondern friſchweg ſogleich, Großartig⸗ keit“ gefordert wird.
Sämmt⸗
Es iſt eine wunderbare Empfindung, welche den Beſucher der Garderoberäume beſchleicht, wenn er ſich, allein gelaſſen, zwiſchen dieſen Bergen von bunten Kleidern und Stoffen befindet. Das Halb⸗ dunkel der Säle, die Stille rings umher, der unruhige, verwirrende Anblick dieſer Maſſen erzeugen ein Gefühl des Unheimlichen. Die vielen herabhängenden Coſtüme ſcheinen ſich zu bewegen, Körper ſchlüpfen hinein und beleben die ſtarren Gewänder.
Wie viel Aufregung, Angſt, Begeiſterung, Neid und— Un⸗ glück haben dieſe bunten, prächtigen Dinge ſchon bedeckt? Wie erwar⸗ tungsvoll hoch und laut hat das Herz ſo manchen Darſtellers nicht ſchon unter jenen Wämmſern oder Weſten geſchlagen? Wie matt iſt nicht ſein Schlag geworden nach ſo vielen bitteren Enttäuſchungen von gehofftem Ruhm, von erwartetem Glück? Auf jene blitzenden Stickereien iſt vielleicht oft eine Thräne gefallen, während der Beifall dem Darſteller entgegenjubelte, eine Thräne des ſtillen, geheimen Kummers, der an der Seele nagte, indeß von unten herauf aus der Menge fröhliches Lachen oder begeiſterte Zuſtimmung tönte. Die alten Coſtüme Ifflands, Devrients, Seydelmanns, ſie ſind Reliquien ſo gut wie viele andere; ſie haben die gewaltigen Erregungen, die ge⸗ ſpannten Fibern und Sehnen jener Heroen der Kunſt bedeckt, das Schlagen aller Pulſe hat ſie mächtig gehoben, wenn die nun heimge⸗ gangenen Meiſter ihre erſchütternden Gebilde vor den Augen der ſtaunenden Menge entrollten; ſie haben das Nachlaſſen und Schwächer⸗ werden der Gewaltigen verhüllt und in ihre Falten den ſchmerzvollen, leiſen Seufzer aufgenommen, den verſtohlenen Weheruf der ſchwin⸗ denden Kraft. Auch auf dieſe ſtummen Zeugen ernſter Seelen⸗ ſtimmungen blitzt noch oft der zuckende Lichtſtrahl, ſie haben ihre Träger lange überdauert. Hervorgeſchleppt aus dem Dunkel der Räume, wo ſie aufbewahrt werden, geben ſie Veranlaſſung zu manchen Erzählungen, Sagen und Scherzen, bis auch ſie dereinſt verſchwunden ſein werden, bis neben ihrer Nummer das kurze Wörtchen„Verkauft“ zu leſen iſt. Aber das iſt nun einmal ſo. Auch die neuen, goldge⸗ ſtickten, blitzenden Kameraden erwartet daſſelbe Schickſal— alles hienieden Wechſel— alles Vergehen. Ueber die Thüre zum Eingange in die königliche Theatergarderobe ſollte man Diderots Worte ſetzen:
Tout change, la raison change aussi de méthode, système,
écrits, habillements— tout est mode, und bei Leſung dieſer Wahrheit nicht allzu verächtlich über Flitterkram
oder Theaterzeug ſprechen.
Beim Glaſe Kbſinth.
Fragment von H. M...... n.
Zu meiner Schande muß ich es geſtehen, daß ich die Poeſieen Alfred de Muſſets nicht kannte, als mich der kranke Heinrich Heine eines Abends bat, ihm eins der Gedichte des von ihm ſo hart ange⸗ griffenen Dichters vorzuleſen. Der Name war mir höchſtens aus einigen Freiligrathſchen Ueberſetzungen, die mir nicht ſehr gefielen, bekannt! Es geht uns aber meiſtentheils in Deutſchland mit den literariſchen Studien unſerer Jugend ſo, wir vernachläſſigen alles Moderne, und wäre es nicht Muſſet geweſen, der das Beckerſche Rheinlied beantwortet hatte, ſein Name wäre in Deutſchland kaum über den Kreis der Literaten hinausgekommen.
„Er iſt einer der größten Dichter unſeres Zeitalters,“ ſagte Heine zu mir,„nein, er war es,“ fügte er bitter hinzu,„denn jetzt iſt er eine unförmliche Ruine!“
Ich mußte mir geſtehen, als ich das Gedicht, les voeux stériles betitelt, beendet, daß ich in meinem Leben nichts Aehnliches geleſen hätte. Es gelang mir nicht, die Gefühle, die mein Innerſtes nach dieſer Lectüre beſtürmten, zu analyſiren— ich war betäubt!
Es war nach neun Uhr, als ich Heine verließ, und ich war glück⸗ lich genug, auf dem Boulevard des Italiens die Librairie Nouvelle von Jacotot noch offen zu finden, in der ich Muſſets ſämmtliche Werke kaufte und am ſelbigen Abende noch ſie zu verſchlingen anfing. Drei Tage und eine Nacht dauerte dieſe Lectüre, d. h. dauerte der faſt bei jeder Strophe ſich erneuernde Taumel, in den mich ſchon ſeine erſten Verſe verſetzt hatten! Was habe ich in den drei Tagen gelacht und geweint, mit den Zähnen geknirſcht und gebetet, gehofft und gezweifelt! Ich werde dieſe drei Tage meines Lebens nie vergeſſen!
I. 26.
Mögen die Leſer mir dieſe poetiſche Schwärmerei zu gut halten! — ich war damals ſehr jung und, wie ich es ſchon in einer andern Epi⸗ ſode meines Lebens erzählt habe, gehörte ich einer andern Jugend wie der heutigen an. Damals hegte ich den thörichten Wunſch, Gott möge jene fieberhaften Schläge meines Herzens, das nach jedem Hauche von Poeſie, wie die verwelkende Blume nach dem erfriſchenden Thau der Nacht lechzte, beſänftigen und kühlen, heute, wo die bittre Proſa des Lebens ihre vernichtenden Furchen in demſelben Herzen unverlöſchbar gezeichnet hat, heute flehe ich zum Allmächtigen, er möge den Funken Poeſie, der in mir noch glimmt, nicht ganz verlöſchen laſſen, denn es iſt ja ein Funken Jugend, Glück und Hoffnung! Eins jedoch habe ich gelernt!— Ich ſpotte nicht des Jünglings und des jungen Mäd⸗ chens, die ſchwärmen, und wenn ich im reifen Alter dieſe Gottesgabe noch in manchem Menſchen ſehe, ſage ich ſeufzend:„O wär' ich wie Du!“
Auch dieſe Abſchweifung von meinem Thema möge mir der Leſer verzeihen,— der Rückgedanke an jene drei Tage gab ſie mir ein!
Meine damaligen Verbindungen in Paris waren ſo ausgedehnt, daß es mir bald gelang, dem Dichter vorgeſtellt zu werden und ich die traurige Ueberzeugung gewann, daß Heine ihn mit vollem Rechte eine „Ruine“ genannt hatte! Daß Muſſet, nach allem dem, was ich von ſeinem Privatleben erfuhr, ſich nach einem baldigen Tode ſehnte, be griff ich gar wohl, daß er bis zu jenem Grade geiſtzerſtͤrenden Her⸗ zenleidens gekommen war, wo vielleicht eine Entſchuldigung für Selbſtmord vorhanden iſt, war mir erklärlich— aber eben dieſer Tod, den er ſuchte— und auch fand— warun ſchlürfte er ihn lang—


