Jahrgang 
1865
Seite
367
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der, die ganze geſpenſtiſche Schiffsmannſchaft desCarmilhan in wilden Sturmnächten dem Meere entſteigen ließ.

Es wird gut ſein, ehe wir die verſchiedenartigen Geſchöpfe, welche wir vor uns haben, genauer betrachten, uns einen Ueberblick über alle in den Aquarien befindlichen Thiere zu verſchaffen. Ein Blick in das Büchlein, welches wir am Eingange mitnahmen, lehrt

uns, daß wir mit unſerm Führer gut berathen find, und folgen ihm um ſo lieber, als Dr. Möbius, ein Mann der Wiſſenſchaft und Autorität auf dieſem Gebiete, der Verfaſſer iſt. Wir finden: Repti⸗ lien, Amphibien, Fiſche, Inſekten, Spinnenthiere, Krebſe, Würmer, Schnecken, Muſcheln, Mantelhäuter, Stachelhäuter, Hohlthiere und Schwämme, welche Klaſſen wieder unter ſich in verſchiedene Ord⸗ nungen zerfallen. Bei einer ſolchen Fülle der in den Aquarien vor⸗ handenen Thierformen konnte hier verhältnißmäßig nur wenig zur Anſchauung gebracht werden. Schon die bloßen Namen mit kurzer Angabe der Hauptkennzeichen füllen ein Büchlein, und nur das Uner⸗ läßlichſte zur Charakteriſtik der angeführten Claſſen würde etwa zwei Spalten von dem mir gewährten Raum in Anſpruch genommen haben. Reptilien und Amphibien werden ſo häufig verwechſelt oder zuſammengeworfen, daß die unterſcheidenden Kennzeichen vielen will⸗ kommen ſein dürften. Ich führe ſie daher an:Reptilien ſind Wirbel⸗ oder Rückgratthiere, deren Blutwärme mit der Temperatur ihrer Umgebung wechſelt. Sie athmen durch Lungen und legen Eier, aus welchen die Jungen in der Form der Alten hervorkommen. Ihr' Körper iſt mit Hornplatten bedeckt. Die Amphibien unterſcheiden ſich' äußerlich von den Reptilien durch ihre nackte Haut. Die Jungen ühnnen. n Kiemen; die ausgebildeten Thiere beſitzen Lungen. (Dr. M.

Da die Reptilien augenblicklich nur durch einige kleine Arten von Sumpfſchildkröten vertreten ſind, vorzüglich amerikaniſche, und dieſe dem Leſer weder beſonders neu noch anziehend erſcheinen werden, ſo beeile ich mich, ihm eine Amphibie, den Japaneſiſchen Rieſen⸗ Salamander, vorzuſtellen.(Siehe das untere Randbild.) Von dem kühlen Grunde des fernen Gebirgswaſſers, aus dem heimlichen Schatten überhängender Bäume, wo er ſeine ſeltene Schreekensgeſtalt barg, wurde er hierher verſetzt, in die Hamburger Aquarien, und theilt nun mit den Schildkröten und einigen Fiſchen, die ſeine Nah⸗ rung bilden, den Raum eines eigens für ihn erbauten Behälters. Bei dieſem Süßwaſſerbaſſin ſieht man ſowohl durch eine Glastafel in das Waſſer, als auch freien Auges auf daſſelbe. Der glatte Kopf mit dem entſetzlichen Maule iſt dermaßen mit Warzen bedeckt, wie übrigens das ganze Thier, daß die kleinen Augen ſchlechterdings nicht zu entdecken ſind. Seine Länge beͤträgt 3 ½ Fuß, was wirklich für einen Salamander ſchon ein rieſiges Format iſt. Da das Haupt⸗ verdienſt dieſes penſionirten Molches in ſeiner Seltenheit liegt, ſo wenden wir uns bald vollſtändig befriedigt von dem Scheuſal ab, und zwar zu den Fiſchen. Der Seeſcorpion, welcher in der Mitte des Hauptbildes ſchwimmt, zieht zuerſt durch ſeine geſcheckte Haut unſer Auge auf ſich, er gehört zur erſten Ordnung der Fiſche, den Stachelfloſſern, deren vorderſte Gräten in ſteife Stacheln auslaufen. Größer und deutlicher ſehen wir ihn auf dem oberen Randbilde an der rechten Seite der Inſchrift. Ihm folgt die Seekarauſche, leicht kenntlich an dem ſchwarzen Flecke vor der Schwanzfloſſe. Einige Seenadeln ſteigen links nach der Oberfläche. Dieſe ſchlanken Thier⸗ chen, von denen zur Zeit 4 Arten in den Aquarien vertreten ſind, ſieht man meiſt in ſenkrechter Lage im Waſſer dahin treiben, oder mit der langen, röhrenförmigen Schnauze unter der Oberfläche hängen. Ein alter Bekannter nähert ſich durch das Steinthor: der Dorſch, den wir ſchon in unſerer Häuslichkeit empfangen haben, und gern mögen, wenn er nicht zu oft kommt. Auf dem oberen Randbilde, dem Seeſcorpion gegenüber, ſehen wir auch dieſen Weich⸗ floſſer in größerem Maßſtabe gezeichnet. Die Aalmutter, wieder ein Stachelfloſſer, windet ſich am Boden hin, neben dem allbekannten Hummer. Die zahlreiche Nachkommenſchaft entwickelt ſich aus den Eiern, vom Frühjahr bis zum Herbſte, im engſten Gewahrſam mütterlicher Innigkeit zu kleinen durchſichtigen Fiſchlein, und erſt wenn dieſe einen Zoll lang ſind, entäußert ſich die Mutter ihrer. Die gemeine Scholle, in der Mitte des Bildes, am Boden, mit erhobenem Oberkörper. Ein höchſt origineller Fiſch, den man lange mit Intereſſe beobachten kann. Milchweiß iſt die Unterſeite, die dunkle Oberſeite, namentlich der jungen Fiſche, gleicht täuſchend dem Boden des Meeres. Die unregelmäßigen braunen, grauen und⸗

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röthlichen Flecken erſcheinen wie kleine Steinchen, ſo daß ſie kaum von der umgebenden Fläche zu unterſcheiden iſt. Um ſich noch mehr zu verbergen, wirbelt ſie mit einer wellenförmigen Bewegung der langen Floſſen den feinen Sand auf, der auf ihren Rücken nieder⸗ fallend, ſie gänzlich bedeckt, bis nur noch die froſchartig hervorſtehen⸗ den Augen den Platz bezeichnen, wo ſie liegt. Die kleinen glänzenden Augen aber drehen ſich aufmerkſam nach allen Seiten. Oft, wenn ſie ſich wieder erhebt, nimmt ſie eine ganze Ladung Sand mit, der nun allmählig von beiden Seiten herabrieſelt, wenn ſie nicht mit einer ungeduldigen Bewegung die Bürde von ſich ſchnellt, die dann nach allen Richtungen auseinanderſprüht. Doch wir kleben an der Scholle! Wollen wir noch in das Gebiet der niederen Klaſſen ge langen, ſo müſſen wir unſern Weg ſchleunigſt fortſetzen. Wir kommen mit Umgehung der Inſekten und Spinnenthiere ſogleich zu der Klaſſe der Krebſe.

Wenn der Negerkönig von Dahomey einen Ball gibt, ſo malt er ſich rothe Ringe um die Augen, behängt ſich den Leib mit Guirlanden von Menſchenzähnen und iſt ſehr leutſelig. Alles freut ſich, die Hofleute tanzen und denken nicht an die Zukunft, ſobald aber ein Tänzer einen falſchen Tritt macht, oder gar fällt, wird er in ein Nebenzimmer geführt und ſogleich enthauptet. Aehnliche Wirthſchaft und kurzen Prozeß ſehen wir in den Aquarien: die Fiſche tummeln ſich munter, ſchäkern und tanzen miteinander, kann aber einer nicht mit, athmet er ſchwer, legt ſich auf die Seite und trikt der endende Tod heran, ſo kommen aus Löchern und Höhlen die Geharniſchten des Meeres, die Raubritter und Leichenräuber, und beginnen die gräßliche Hinrichtung mit Kneipen und Zwicken und Auseinander⸗ zerren, wogegen das Viertheilen der verſtändigen Menſchenhand, in Kopf und Schwanz und zwei ſchöne Mittelſtücke, wahre Wohlthat iſt. Voran wandelt in ſchwerfälliger Würde der Negerkönig, der Hummer. Wer ihn nur im Scharlachmantel geſehen hat, wird nicht glauben, daß er hier noch ſchöner erſcheint, und doch iſt es ſo: blutroth ſtarren zwei lange Lanzen nach vorn, und zwei kürzere, an der Spitze mit einer Doppelgeißel verſehen; das tiefe, glänzende Schwarz oder Sammtbraun ſeiner Rüſtung geht nach dem Schwanze zu in ein wundervoll ſchillerndes Blau über, an den Gelenken, Scheeren und Rändern der Beinſchienen zieren ihn weiße Flecke, um⸗ ſäumt von zartem Gelb oder feurigem Orange. Ihm folgt der Taſchenkrebs, der ſeitwärts geht, wie das böſe Gewiſſen. Wir finden ihn auf der Abbildung in der Mitte des linken Randbildes in Begriff, ſeinen Antheil von der Leiche eines kleinen Fiſches zu be⸗ anſpruchen, mit dem ſich über ihm der Einſiedlerkrebs be⸗ ſchäftigt. Dieſer ſonderbare Krebs ſucht ſich irgend ein unbewohntes Schneckenhaus, in welches er ſeinen weichen Hinterleib ſchiebt, und ſchleppt nun ſeine Wohnung mit ſich, bis ſie ihm zu klein wird, wo ter dann eine geräumigere bezieht. Ebenſo eigenthümlich iſt der auf demſelben Randbilde befindliche nordamerikaniſche Pfeilſchwanz. Zwei große gewölbte Rückenſchilder bedecken ihn, aus denen nur der lange, harte Schwanz hervorragt. Mitten auf dem vorderen Schilde liegen weit auseinander zwei zuſammengeſetzte Augen, und weiter nach vorn zwei kleine, einfache. Das ganze Thier hat etwas Bombenfeſtes.

Aus den Spalten des Felſens rechts(ſ. d. Mittelbild), faſt wie eine Kornblume würde ich ſagen, wenn das Thier nicht braun wäre, ragen die hornigen Stiele des großen Fächerwurms. Vor dem Eingange ſeiner ſelbſtgebauten Wohnung dreht er in zierlichen Spiralen die Fächer ſeiner Kiemenfedern:Wie kann nur ein Wurm ſo ſchön ſein! mag wohl im ſtillen manche empfindſame Dame denken, die im Catalog gefunden, daß dieſe liebliche Blume nur ein Wurm, der Inbegriff alles Widerwärtigen und Ekelhaften iſt.

Wenden wir uns zu den Muſcheln. Da liegt neben dem Pfeil ſchwanz die eßbare Herzmuſchel, deren Schalen das Meer in ſolchen Maſſen an die Küſten ſpült, daß der alles nutzbar machende Menſch Kalköfen baute und jetzt tauſende von Tonnen Kalk daraus brennt. Schon ihr Name ſagt, daß dieſe Muſchel ihren Platz auch auf der Tafel behauptet, wenn auch nicht ſo ſtolz wie die eßbare Auſter, von der wir einige auf dem Hauptbilde ſehen, ganz im Vordergrunde, am Boden. Hier iſt ſie nicht ſo verſchloſſenen Weſens, wie auf der Ober⸗ welt, wo ſie mit der ganzen Kraft ihrer Schließmuskeln die Schalen krampfhaft zuſammenpreßt, ſo daß ein eigenes Inſtrument, das Auſternmeſſer, erfunden werden mußte, um ſie dennoch bequem zu

öffnen. Der ſchwache Regenbogenglanz auf der inneren Seite eini⸗