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entſchloſſen, nur reines, echtes Mehl zu liefern. Aber ſiehe da, es ſah brauner aus, als das gewöhnliche Mehl auf dem Markte. Viele wollten es darum nicht kaufen. Eine Zeitlang gaben wir nach, machten das Mehl mit den bekannten Mitteln weiß, bis wir unſern Kunden klar gemacht hatten, daß ſie ſich bei dem unverfälſchten Mehle noch beſſer ſtänden; ſeitdem iſt es ſtets echt und ohne Fälſchung ge⸗ liefert und verkauft worden.“
Nachmittags ſetzten wir unſere Wanderung fort. Wir unter⸗ hielten uns auf dem Wege über die älteren Hilfsvereine u. ſ. w. im Vergleich mit den Cooperativbeſtrebungen. Ich meinte, die Spar⸗ kaſſen hätten doch auch den Arbeitern große Dienſte geleiſtet und thäten es noch.
„Wir haben hier ſchlimme Erfahrungen damit gemacht;“ ant⸗ wortete Tweedale. Im Jahre 1849 machte unſere Sparkaſſe(sa- vings' bank) einen ſchändlichen Bankrott: von 100,403 Pfund St., die eingelegt waren, hatte ein Beamter ſich 77,717 angeeignet; zahl⸗ loſe, ſchwergewonnene Erſparniſſe der Armen waren mit einem Male weg. Da wandten ſich die Leute an uns. Sie haben es noch nie bereut. Seit jenem Jahre gibt es keine Sparkaſſe mehr in Rochdale. Oft haben unſere Feinde uns verdächtigt, aber meiſt ohne Erfolg. Ein Kaufmann ſagte eines Tages zu einer Frau, ſie möchte doch ja ihre 40 Pfund St. von uns wegnehmen, unſer store würde ſicher⸗ lich falliren. Aber ſie antwortete ruhig: Gut, wenn er fallirt, fallirt er mit ſeinem Eigenen; das Geld iſt alles aus meinem Gewinnan— theil geſpart— alles was ich habe, hat mir der store gegeben.“
„Sehen Sie,“ fügte er hinzu;„ich könnte Ihnen viele Geſchichten erzählen, die beweiſen, daß unſere stores heilſamer wirken, als die beſtorganiſirte Sparkaſſe. Da war ein Arbeiter, der dreißig Jahre in einem Keller gelebt hatte und immer in Schulden ſteckte, ehe er zu uns kam. Eines Morgens überraſchte er ſeinen Milchmann durch die Bitte, ihm eine Fünfpfundnote zu wechſeln. In deren Beſitz war er durch ſeine Verbindung mit uns gekommen. Jetzt hat er 30 Pfund St. in unſerem store liegen.— Da war ein anderer armer Arbeits⸗ mann, der ſchuldete einem Kaufmann fünfzehn Pfund für Lebens⸗ mittel. Endlich ſchloß er ſich uns an, beſchränkte ſeine Ausgaben auf das Allerunerläßlichſte, bezahlte wöchentlich einen Theil ſeiner Schulden ab, bis er alles los war. Nun fingen ſeine Erſparniſſe an zu arbeiten in den Händen unſerer Geſellſchaft und heute iſt er Eigen⸗ thümer des Häuschens, das er bewohnt.“
„Daſſelbe— nur in etwas größerem Maßſtabe— wie jener Mann hat unſere cooperative Bewegung in Rochdale erlebt. Wir fingen auch mit den geringſten Mitteln an, nachdem wir uns kaum aus Noth und Schulden herausgearbeitet hatten und heute ſind viele von uns nicht nur gemeinſame Beſitzer der Kornmühle, die ich Ihnen am Vormittag zeigte, ſondern auch des Prachtbaues, der ſich jetzt vor Ihnen erhebt.“
Die neue„cotton- mill“(Baumwollenſpinnerei) von einem zweiten Zweige der Rochdaler Pionniere erbaut, ſtand vor uns. Es war in der That ein ſtattliches Gebäude, oder eigentlich ein Complex von drei Häuſern, von denen eines noch in Folge der ungünſtigen Zeitumſtände unvollendet war und ein zweites Bureaux, Comitteezim⸗ mer u. dgl. enthielt. Das dritte enthielt die in voller Thätigkeit befindliche Baumwollenſpinnerei. 8.
„Unſere erſten Erfolge,“ fuhr mein Begleiter in ſeinen Erläu⸗ terungen fort,„feuerten uns zu noch höheren Beſtrebungen an.. Wir Glieder der zwei Aſſociationen waren vornehmlich Baumwollenſpinner und Maſchinenweber, und wir ſagten uns: warum ſollen wir nicht eine eigene Baumwollenſpinnerei errichten, ſo daß wir zugleich Capi⸗ taliſten und Arbeiter ſind? Nicht wahr, das war ein recht ehrgeizi⸗ ger und gefährlicher Gedanke? Aber Gottlob, er iſt auch gelungen. Es erforderte 50,000 Pfund St., bevor die Fabrik in Thätigkeit kom⸗
des Marktes beim Einkaufe der Rohbaumwolle und beim Verkaufe der Produkte ausſetzen mußten. Aber wir ließen uns nicht ab⸗ ſchrecken. Im Jahre 1855 fingen wir an, ein Capital durch Aktien von fünf Pfund St. zuſammenzubringen und ſo die„Rochdale Co- operative Manufacturing Society“ zu gründen. Die Aktien wur⸗ den theils auf ein Mal ganz, theils in wöchentlichen Raten von einem Schilling bezahlt. 1858 hatten wir 13,000 Pfund St. zuſammen. Nun mietheten wir ein Lokal für unſere Maſchinen und viele von uns machten ſich an die Arbeit. Dann haben wir dies große Ge— bäude errichtet, das uns 50,000 Pfund St. gekoſtet hat, und wie Sie ſehen, zum Theil noch unvollendet iſt. Da arbeiten wir mit Dampf auf 320 Webſtühlen mit 250— 300„hands“(Arbeitern).“
Ich will den Leſer nicht durch eine Beſchreibung der Fabrik er⸗ müden, die ich von unten bis oben in voller Thätigkeit fand. Ueber⸗ dem ſo ſehr mich auch der wunderbare Prozeß intereſſirte, durch den aus der Rohbaumwolle allmählich die vortrefflichſten Calicos werden, ſo folgte ich doch faſt wortlos meinem trefflichen Führer, der mich in der intelligenteſten Weiſe über alle die einzelnen Thätigkeiten der Fabrik unterrichtete. Die hier realiſirte Thatſache der Vereinigung von Capi⸗ taliſt und Arbeiter beſchäftigte und intereſſirte mich noch viel mehr, als die Entſtehung der Baumwollenzeuge. Noch auf eine beſondere Einrichtung dieſer Geſellſchaft wurde ich von James Tweedale auf⸗ merkſam gemacht. Ebenſo wie die Glieder der Pionniergeſellſchaft Gewinnantheile von ihren Einkäufen erhalten, bekommen die Arbei⸗ ter in der Fabrik dieſer Geſellſchaft Gewinnantheile von ihrer Arbeit außer ihrem Lohn. Nachdem Auslagen und Zinſen bezahlt ſind, empfangen die verſchiedenen Arbeiter Summen im Verhältniß zu ihrem Lohn, oder, mit anderen Worten, den Werth ihrer Arbeit, 3. B. einer der 24 Schilling wöchentlich verdient, erhält das Doppelte von dem, was ein anderer erhält, welcher nur 12 Schilling verdient. So denkt jeder darauf, ſich ſo nützlich als möglich zu machen, um ſich nicht nur eine Lohnerhöhung, ſondern eine vermehrte Gewinnrate zu verſchaffen.
Ich fragte, wie ſich die Geſellſchaften bisher inmitten der Baum⸗ wollenſperre gehalten hätten.
Tweedale antwortete:„Gott ſei Dank! ganz vortrefflich. Beim Beginne des Jahres 1862 ermahnten wir in unſerem Almanach uns untereinander, noch ökonomiſcher, als je zuvor, zu leben und nur un— erläßlich Nothwendiges anzuſchaffen, ferner möglichſt wenig die ange⸗ häuften Erſparniſſe anzugreifen. Freilich hat ſich trotzdem unſere Einnahme vermindert, auch die Zahl unſerer Mitglieder hat abge⸗ nommen.*) Im vorigen Jahre mußten wir Pionniere 22,087 Pfund St. an zurückgezogenen Geldern auszahlen, dennoch belief ſich der Gewinn der Mitglieder auf 17,600 Pfund St., und ſelbſt Nichtmit⸗ gliedern haben wir— um der Noth willen— 2325 Pfund St. zu⸗ kommen laſſen, die ſie als Dividende von 1 Schilling 8 Pence auf das Pfund St. bei ihren Einkäufen erhalten haben. Am meiſten hat
unſere Baumwollenſpinnerei gelitten— wir. haben keine Dividende bekommen— doch haben wir, ſelbſt in der ſchlimmſten Zeit, drei Tage wöchentlich gearbeitet.**) Dennoch haben alle drei Geſellſchafe ten beträchtliche Summen zu dem„Relief-fund“(Hilfsfonds) für V unſere arbeitsloſen Brüder beigetragen, die Pionniere 309, die Korn⸗
mühlgeſellſchaft 315, die Manufakturgeſellſchaft 140 Pfund St. im
vorigen Jahre und auch in dieſem Jahre ſetzen wir das fort. Mit Gottes Hilfe, hoffe ich, wird ſo die Cooperation durch das ſchwere Feuer der gegenwärtigen Noth hindurchkommen, und neubewährt, ge⸗ läutert daraus hervorgehen.“
*) Zu Gunſten der durch die Noth zum Austritt gezwungenen Mit⸗ glieder wurde ein„Cooperative Loan Fund“ errichtet, aus dem jeder 1—5 Pfund St. leihweiſe erhalten konnte. *) Nach dem neueſten mir vorliegenden Berichte vom Februar 1866 arbeitet die Fabrik ihre volle Zeit, ohne jedoch viel Gewinn einzubringen.
men konnte; dazu kam, daß die Eigenthümer ſich all den Wechſelfällen
(Schluß folgt.)
in niederdeutſcher Dichter. V
Es iſt nicht gut, auch nur vorübergehend, das Verdienſt eines Dichters gegen das eines andern zu vernachläſſigen oder gar herab⸗ zuſetzen. Gerade Klaus Groth und Fritz Reuter ſind zwei
der italieniſchen und niederländiſchen Schule neben einander ge⸗ würdigt werden. Wir wollen uns heute einmal, ſo ſehr uns die
Dichter, die wohl neben einander beſtehen können, wie die Maler des Ruhms unſeres Klaus Groth erinnern. Denn wir wiſſen
I Reuterſche Muſe mit Freude und Bewunderung erfüllt, auch wieder V


