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und als man ſaget, ſinnet nnd denkt er ſchier nichts anderes, als wie er die Orte wiedergewinnen möge. Die Glindeſchen aber und alle die anderen offenen und geheimen Verräther, ſo im Lande hin und her ihr gottlos Weſen treiben, arbeiten ihm mit Fleiß entgegen, wie man ſagt, und kreuzen ſeine Pläne. Gott mag wiſſen, zu welchem Ende das alles führt! Es iſt eine ſchwere Prüfung für einen edlen Fürſten, ſolches an ſeinen Unterthanen erleben zu müſſen!— So nimm denn Du Dir an alledem ein rechtes Beiſpiel, mein Sohn, und, dieweil Du bald ein Mann biſt, ſei auch allzeit mit Fleiß be ſtrebt, als ein rechter Edelmann in Treuen und redlichem Willen dem gemeinen Manne voranzuleuchten, dem Landesfürſten aber Stab und Stütze zu ſein in dem, ſo er um des gemeinen beſten Willen plant und wirkt. Laß nie von der Ehre ab, Dietmar,— eher vom Leben und halte unſer Wappenſchild rein, auch wenn ich nicht mehr Dir zur Seite ſtehe. Ehre verloren— alles verloren, das ſei Dein Wort, und ſo gib mir Deine Hand, daß Du dieſer Stunde und meiner Worte nie vergeſſen wolleſt.“
Des Jünglings Geſicht glühte in hohem Feuer, und mit Be⸗ geiſterung ergriff er des theuren Vaters Hand, während zwei große Thränen über ſeine Wangen liefen.„Du ſollſt mich allezeit Deiner werth finden, Vater,“ hauchte er in tiefſter Bewegung,„und nie werde ich des Lebens achten um der Ehre willen. Deß ſei heilig verſichert!“
Ein kräftiger Händedruck des Vaters ſprach deſſen Befriedigung aus; dann gab derſelbe ſeinem edlen Falben die Schenkel, daß das ſchöne Thier wie ein Pfeil dahinſchoß, und ſo brachte ein ſcharfer Ritt Vater und Sohn in kürzeſter Friſt zu der beſtimmten Stelle im Forſt von Greifenhagen, wo die Jäger ſich verſammeln, und von wo das Treiben beginnen ſollte.
Drittes Kapitel.
Eine bunte und mannigfach belebte Scene tbat ſich vor den beiden Reitern auf, als ſie um die Waldecke bogen und auf das Gehau hinauflenkten. Um zahlreiche Feuer ſtanden oder lagen auf tüchtigen Strohſchütten weit über hundert Männer, zum großen Theil Adlige der Umgegend, mit ihren Jägern,— im übrigen Rathsherren und Bürger der Stadt Greifenhagen, die hier die Wirthe machten, und Forſtbeamte und Jagdbedienſtete in allen Rangabſtufungen: Forſtmeiſter, Landjäger, Förſter und Unterförſter, Haidereiter, Be⸗ ſuchsknechte und Jagdläufer. Zelte und Bretterhütten, mit Tannen⸗ zweigen verziert, waren hie und da aufgeſchlagen, namentlich für den Herzog und ſein Gefolge, die noch nicht zur Stelle waren; Wagen und Karren mit Lebensmitteln und Getränken, die die Stadt Grei⸗ fenhagen„aus gutem Willen“ darbot, entluden ſich ihres Inhaltes; an geſchützten Stellen wurde geſotten und gebraten, heiße Getränke gemiſcht und den aufwartenden Stadtknechten zur Vertheilung über⸗ antwortet,— aus anderen Karren wurden Jagdwaffen und Geräthe aller Art, wie ſie das Treiben erforderte, ausgeladen; daneben hielten und führten Roßknechte die muthigen Thiere der adligen Waidmänner auf und ab,— leere Wagen, welche die erlegten Wölfe aufnehmen ſollten, fuhren an,— andere, die das Wolfszeug, Netze und Lappen an Ort und Stelle gebracht hatten, kehrten zurück; Rüdenknechte hiel⸗ ten mit Leinen und langen Peitſchen große Koppeln Wolfshunde, die vielleicht noch in Gebrauch kommen konnten, für dieſen Fall bereit und in Ruhe— kurz, es war trotz des bitterkalten Morgens eine recht heitere und ächt waidmänniſche Scene, und Dietmars Herz ſchlug hoch vor Entzücken, da er vom Roſſe herab das Gehau mit ſeinen buntbelebten Maſſen überſchaute. War es doch ſchon ſeit Jahr und Tag ſein ſehnlichſter Wunſch geweſen, einmal ein recht großartiges Treiben mitzumachen, und nun erfüllte ſich alles weit ſchöner, als er es ſich je hätte träumen laſſen.
Auch des Vaters Auge ſchweifte im Anreiten befriedigt von Gruppe zu Gruppe, und als ihn, kaum daß man ſeiner anſichtig ge— worden, ein bunter Haufe vertrauter und befreundeter Waidgenoſſen mit herzlichem Willkommen umringten, heiterte ſich ſein ernſter Blick zu einem freundlichen Lächeln auf, und unter fröhlichem Gegengruß ſchwang er ſich leicht und gewandt vom Roß, die Zügel einem herbei⸗ eilenden Roßknechte überlaſſend. Da wurde manch kräftige Hand geſchüttelt, manch gutes Wort geredet, manch tiefer Trunk gethan, und die Anordnungen zur Jagd, wie ſie der Jägermeiſter von Kroſigk den um ein behaglich flammendes Feuer Verſammelten darlegte, gaben
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reichlich Stoff zu eifrigſter Wechſelrede. Im allgemeinen war man mit den Herrichtungen wohlzufrieden. Die Spurreiter hatten ſchon ſeit Wochen auf die Zahl der im Forſtbezirk liegenden Wölfe ein wachſames Auge gehabt, fleißig Spurritte und den Wolfsjägern ihre Meldungen gemacht. Darnach ſtand ein namhaftes Reſultat zu er⸗ warten; denn des Raubgeſindels war ſchier ein Uebermaß und hatte der Rath zu Greifenhagen noch bei währender Nacht die Jagdläufer von Stadt und Dörfern zum Treiben beſchieden und auf Leiterwagen an Ort und Stelle befördert. Mit denen waren dann der Wolfsjäger und die Forſtbedienten des Reviers ohne Verzug aufgebrochen, hatten die Wölfe noch einmal umritten und ruhig befunden, und nun waren beim Schein des Mondes und Wiederſchein des Schnees die Lappen eiligſt abgeladen und in einen linken und rechten Flügel getheilt. Alles war ordnungsmäßig und waidgerecht geſchehen. Unter dem Winde hatte die Arbeit begonnen, jeder Flügel war einem Förſter untergeordnet geweſen, der immer noch beſonders nachgeſpürt hatte, ob auch auf ſeinem Flügel die Wölfe noch ruhig lägen oder während der Zeit wach geworden und herausgetrabt. Hinter jedem Vorſpürer hatte noch ein Unterförſter gearbeitet, unter deſſen Aufſicht die Jagd⸗ läufer in möglichſt ſchnellem Lauf die Lappen ausgetragen und den Waldrand umzogen hatten,— alles war leiſe, prompt und ſicher vollführt.
Nachdem ſo die Wölfe beſtätigt, belappt und ins Zeug gebracht waren, hatte der Wolfsjäger in größter Geſchwindigkeit und aller Stille den Haken mit den Netzen ſtellen laſſen, ſo daß nach Einlappung der Windſeite und Aufſtellung der Netze den Wölfen die Flucht ver⸗ ſperrt war. Dann hatten die Schrecker nach Anordnung des Wolfs⸗ jägers ihre Stellung eingenommen, und nun war ſeit einer Stunde alles bereit, um das Treiben beginnen zu können, ſobald der Herzog da ſein würde.
Und er ließ nicht auf ſich warten. Pünktlichkeit war ſchon da⸗ mals die Höflichkeit der Fürſten, und namentlich war dieſe Tugend Wartislav in hohem Grade eigen, der in allem, was er trieb und that, eine methodiſche Genauigkeit und faſt peinliche Ordnung beobach⸗ tete. So zeigten ſich denn auch die erſten Reiter ſeiner Cavalcade an der Waldecke, gerade als in den Verſammelten zuerſt der Gedanke ſich regte, jetzt könne der Herzog wohl da ſein, wenn er unterwegs nicht Aufenthalt gehabt. Wenige Minuten ſpäter ritt er ſelbſt auf das Gehau hinauf, gefolgt von einem beſcheidenen Gefolge von her⸗ zoglichen Beamten in einfachſter Tracht, wie der ſchlichte, aufs Prak⸗ tiſche gerichtete Sinn des Fürſten es liebte,— er ſelbſt in unſchein⸗ barem Elennskoller ohne alle Verzierung, ſo daß man ihn mit jedem ſeiner Förſter hätte verwechſeln können, wäre nicht doch in Haltung, Miene und Geberde etwas Hohes und Fürſtliches gelegen, das ihn von der Menge auffallend unterſchied.
In fröhlicher Erregung flogen die Blicke der Verſammelten ihm entgegen, denn der ſtrenge, leutſelige und mildthätige Fürſt war bei den Städten ebenſo beliebt, wie bei der Landſchaft;— aber befrem⸗ det glitt das Auge von ſeiner Erſcheinung ab. Das war nicht der
Wartislav, der in die Verſammlung ſeiner Vaſallen wie ein Fami⸗
lienvater in den Kreis ſeiner Kinder zu treten pflegte, der für ſeine Unterthanen ſtets eine gütige Miene, ein herzliches Wort, eine frei⸗ müthig dargebotene Hand hatte!— Der da auf dem ſchwarzen Hengſte ſaß und dunkle, blitzende Augen bald in die Ferne richtete, wo aus Morgennebeln jenſeits des Stromes die Thürme und Zinnen von Garz ſichtbar aufſtiegen, bald düſter forſchende Blicke über die Verſammlung fliegen ließ, ſchaute aus wie ein Richter, der die Mie⸗ nen ſchuldbelaſteter Frevler muſtert, nicht wie ein gütiger Landes⸗ vater, der auf herzliche Einladung kommt, die fröhliche Jagdluſt der Seinen zu theilen.
Und nicht bloß die ſtarre, finſtere Miene, die abweiſende Haltung des Herzogs war es, die die Verſammelten befremdete; auch ſeine Um⸗ gebung war es und die ausſchließlich vertrauliche Hinneigung zu dieſer, was die Jagdgeſellſchaft ſtutzig machte. Dem Herzog zur Linken ritt zunächſt Johann von Appenborch, ein Mann in den Fünf⸗ zigern, hager und groß, gelblichen Antlitzes mit ſcharfen, unſtäten Blicken,— mit dem ſchien er oftmals geheime Zwieſprach zu halten, Dann umgab die beiden faſt die ganze Appenborchſche Sippe, wohl bewehrt und beritten, und ſo ganz ſchien dieſe Begleitung des Her⸗ zogs Ohr und Auge zu feſſeln, daß er für den zierlichen und wort⸗ reichen Willkommen des ehrbaren Rathes nur ein Paar Wurle flüch⸗ tiger Erwiederung, für den Gruß der verſammelten Adligen nur
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