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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
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1865.
Ausgegeben im Ffebruar 1865. Der Juhrgung läuſt vom October 1864 bis dahin 4865.
No 19.
Tupa, das Indianermädchen. Von Ernſt v. Bibra. (Fortſetzung.)
Die Ereigniſſe und Eröffnungen, welche dieſe raſche Abreiſe bedingten, waren aber folgende.
Als Benito den Hofraum vor des Häuptlings Haus betrat, empfingen ihn die beiden Araucaner und ſprachen das tiefſte Bedauern des Hausherrn aus, daß derſelbe, abgerufen durch wichtige Geſchäfte, ſich nicht perſönlich von ſeinem Gaſte verabſchieden könne. Hierauf führten ſie ihn in das Haus, woſelbſt ein dem geſtrigen ähnliches Mahl bereit ſtand, und nach deſſen Beendigung erklärten die beiden Vertreter des Häuptlings, daß der Schmerz, welchen ſie über die Trennung von Benito empfänden, nur gemildert würde durch den Gedanken, daß es ihnen vergönnt ſei, ihn bis zur Grenze zu begleiten, ſo wie ſie ihn geſtern empfangen hätten, und ebenſo dadurch, daß die geſtern ausgeſprochene Abſicht und der Wunſch ihres Gaſtes ſo ganz genau mit ihren Gebräuchen und Geſetzen zuſammenſtimme.
„Grenze?“ verſetzte Benito,„Grenze? Ich äußerte den Wunſch, Euer Land zu bereiſen und tiefer in daſſelbe eindringen zu dürfen.“
Die Araucaner lächelten, aber dieſes Lächeln drückte Unglauben aus:
„Der Wein verwiſcht das Andenken unſerer Worte,“ ſagte der eine derſelben, der andere aber fügte hinzu:
„Und wie geſagt, wir waren erfreut, daß Ihr geſtern ſelbſt den lebhaften Wunſch äußertet, heute zurückzukehren, da unſere Geſetze, ohne eine vorhergegangene Abſtimmung aller unſerer Häuptlinge, keinem Fremden erlauben, länger als vierundzwanzig Stunden in unſerem Lande zu verweilen.“
Benito war feſt überzeugt, jenen Wunſch nicht ausgeſprochen zu haben, und ebenſo war ihm wohl bekannt, daß einzelne Reiſende längere Zeit ſich in Araucanien aufgehalten und ziemlich tief ins Land eingedrungen waren, einfach auf die Erlaubniß eines einzigen Häupt⸗ lings hin. Auf der andern Seite aber war der Ton, in welchem der Arau⸗ caner mit ihm geſprochen, trotz ſeiner Höflichkeit dennoch ſo beſtimmt, daß Benito begriff, daß an ein längeres Bleiben nicht zu denken ſei.
Er fügte ſich deshalb in das Unvermeidliche— und dies war der Grund, warum wir ihm auf der Heimreiſe begegnet ſind.
Er ſprach kein Wort auf dieſem Ritte bis zur Grenze und ſeine beiden Begleiter oder Wächter, ehrten ſein Schweigen, indem ſie eben⸗ falls keinen Laut von ſich gaben, aber mit unverwüſtlich freundlicher Miene ſtets gleichen Schritt mit ihm hielten.
Ohnweit der verhängnißvollen Grenz⸗Araucaria ſtiegen ſie in⸗ deſſen von ihren Pferden, verbeugten ſich tief, ſo tief, daß Benito die Röthe des Zorns im Antlitze aufſtieg, und nach einigen über alle Maßen höflichen Worten waren ſie verſchwunden, wie ſie gekommen.
„Die beiden Schurken ſtecken in irgend einem Dickicht und lauern, ob Du wirklich gehſt,“ murmelte Benito grimmig,„aber ſie ſollen das Vergnügen nicht haben, mich umblicken zu ſehen.“
Eine Reihe der unmuthigſten Gedanken ſtiegen jetzt in dem jungen Mann auf, als er weiter ritt.
„Suchen Sie weiter vorzudringen,“ hatte ſein Oberſt geſagt, „durchforſchen Sie das Dickicht jener Wälder und die verborgenen Schluchten.“
Dann ſollte er einem Scheingefechte beiwohnen und den Gebrauch der berühmten Lanze kennen lernen!
Ein dumpfer Fluch entfuhr ihm bei dieſem Gedanken. Er hatte nur flüchtig zwei jener Lanzen geſehen und nicht einmal eine derſelben berührt. Was die Durchforſchung der Wälder betraf, ſo war der Weg, welchen er eben verlaſſen, das Einzige, was er geſehen hatte, und hinſichtlich des Auftrags, daß er die Indianer niedertrinken ſollte, um ihnen wichtige Geheimniſſe zu entreißen, ſo hatte man ihn ſelbſt be— trunken gemacht, und wenn er auch nicht eben wichtige Geheimniſſe verrathen hatte, ſo war doch ſeine unvorſichtige Aeußerung, daß er das Land bereiſen wolle, zuverläſſig die Urſache, daß man ihn heute ſchon und, ohne beſondere Umſtände zu machen, heimgeſchickt hatte.
Er dachte jetzt an die Frauen der Araucaner, bei welchen er den Liebenswürdigen und gleichzeitig den Diplomaten zu ſpielen ſich vor— genommen hatte, aber in dieſem Augenblicke ſagte Joſé, welcher bis— her ſtumm neben ſeinem Herrn hergeritten war:
„Bleibt das da bei uns?“.
Er zeigte bei dieſen Worten mit dem Daumen ſeiner Rechten


