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Bekannter geſtorben, ſo mußten die Lakaien ſagen:„der Herr ſo und ſo iſt nicht anzutreffen geweſen.“ Er konnte kein offenes Fenſter leiden und ſelbſt im Sommer trug er zwei oder drei Röcke. Die Frömmigkeit der Kaiſerin ſtand feſt und hiergegen erlaubte er ſich nie eine Einwendung. Er wußte ſie auf feine Weiſe zu leiten und leider zu viel hat ſein wohlberechneter Einfluß bei ihr vermocht.
Durch ihn geſchah es, daß die auswärtige Politik Oeſtreichs eine ganz neue und zugleich naturwidrige Wendung nahm. Maria Thereſia konnte ſich nie mit Friedrich dem Großen befreunden; ſie wußte, wie er über ihre Religioſität ſpottete; ce méchant! nannte ſie ihn. Kaunitz haßte ihn aus politiſchen Gründen und ſein Haupt⸗ zweck war, die neu aufſtrebende Macht Preußens zu vernichten. So kam das verhängnißvolle Bündniß vom Jahre 1756 zwiſchen Oeſtreich und Frankreich zu Stande. Der Nymphenburger Vertrag gegen Maria Thereſia ſollte nun durch die geheime Coalition gegen Friedrich vergolten werden. An der Spitze der großen Mächte des Continents ſtanden damals drei Damen, und dieſe vereinigten ſich in der Feindſchaft gegen Friedrich: eine tugendſame, Maria Thereſia, eine tugendloſe, Eliſabeth von Rußland, Peters des Großen Toch⸗ ter, und eine gänzlich verworfene, die Ludwig den XV. und Frank⸗ reich beherrſchende Marquiſe von Pompadour. Kaunitz faßte den Brief an die Pompadour ab, den Maria Thereſia diesmal ihre Würde verläugnend unterſchrieb. Nur England und Hannover hatte Friedrich auf ſeiner Seite. Wie weit die Entwürfe der Gegner gingen, ob wirklich in ihrem Rathe die gänzliche Theilung Preußens beſchloſſen war, iſt unentſchieden.
Solchen Entwürfen kam Friedrich durch den kühnen Einfall in Sachſen zuvor, womit er den ſiebenjährigen Krieg eröffnete. Wohl erntete er in Siegen über Oeſtreicher, Franzoſen und Ruſſen unver⸗ gänglichen Ruhm. Aber auch auf öſtreichiſcher Seite waren inzwi— ſchen große Feldherrn herangewachſen. Daun ſiegte bei Collin, Laudon bei Kunnersdorf, da wünſchte ſich Friedrich den Tod und von da an trug er ſtets Gift bei ſich, wie einſt Hannibal, wie Mithri⸗ dates, wie ſeit dem ruſſiſchen Feldzug Napoleon. Die Ruſſen unter Apraxin hauſten in Preußen wie Mongolen; Oeſtreicher und Ruſſen drangen nach Berlin; Friedrich und ſein Reich ſtand am Abgrund, da ſtarb am 5. Januar 1762 ſeine Feindin Eliſabeth. Peter III., ihr Nachfolger, ein Bewunderer Friedrichs, gebot den ruſſiſchen Truppen, zu den Preußen überzugehen. Es tagte wieder für Friedrich. Separatfrieden folgten. Bei Nacht und ohne Triumph zog er in ſeine Hauptſtadt wieder ein. Alles kehrte in den alten Stand zurück. Der ſiebenjährige Brudermord hatte zwar namenloſen Jammer über Deutſchland gebracht, aber für keinen der Kämpfenden Gewinn, kei⸗ nen Erfolg außer dem einen, daß die neue preußiſche Macht, ein zweites Haupt in Deutſchland, unüberwindlich daſtand. Friedrichs Kampf mit der Uebermacht und ſeine ſtoiſche Seelengröße war ein erhabenes Schauſpiel. Maria Thereſia betrachtete die Leiden ihrer Völker nicht mit ſtoiſchem Gleichmuth; ſie liebte ihre Untergebenen, und die Schrecken des ſiebenjährigen Kampfes erfüllten ihre Seele mit Weh und Abſcheu vor jedem Kriege. Es waren ihr von da an noch ſiebzehn Leidensjahre beſchieden.
IV.
Die Stürme ſchwiegen. Ohne 2 ziderſpruch wurde nun(1764) Joſeph der dreiundzwanzigjährige zum römiſchen König gewählt und in Frankfurt gekrönt— die Feier, welche Göthe als Knabe geſehen und ſo anſchaulich beſchrieben hat. Nach dieſer Freude traf die Kai⸗ ſerin das tiefſte Leid, der plötzliche Tod ihres Gemahls; es geſchah auf einer Reiſe in Insbruck am 18. Auguſt 1765..
Sie hatte ihm fünfzehn Kinder geboren, von denen zehn ſie üͤberlebten. Sie war treu gegen ihn, treu wie Griſeldis, auch als er untreu war gegen ſie und ihr Herz tief verwundete. Sie trug ihr Leid im Stillen und bewahrte die Würde des Hauſes. Einmal ſagte ſie zu ihrer Vorleſerin ſeufzend:„wenn Du heirathen willſt, nimm nur keinen, der nichts zu thun hat.“ Sie rächte ſich nicht und nach dem Tode des Gemahls übte ſie Großmuth gegen die Gräfin Auers⸗ perg. Ihre Trauer um den Verſtorbenen währte lebenslang; nie mehr erſchien ſie prächtig geſchmückt. Am 18. eines jeden Monats ſchloß ſie ſich ein, um ſich Todesbetrachtungen hinzugeben.
Sie behielt die Herrſchaft über die Erblande bis an ihr Ende. Kaiſer Joſeph II. nahm Theil an den Staatsgeſchäften, doch der
1. 18.
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Wille der Mutter überwog und ſie zügelte in etwas die raſchen Refor⸗ men, zu denen Joſeph, der Bewunderer Friedrichs II., drängte⸗ im Ganzen genommen ein ähnliches Verhältniß zwiſchen der Mutter und dem jugendlichen Kaiſer, wie man es in der neueſten Geſchichte Oeſtreichs wahrnimmt.
Maria Thereſia war feurigen Temperaments, nie konnte ſie raſch genug fahren, einmal wurde ſie durch einen Sturz des Wagens ſchwer verletzt und im Geſicht entſtellt. Sie war leicht aufgeregt und zum Unwillen hingeriſſen, aber willig zum Verzeihen und großmüthig im Gutmachen, wenn ſie jemand weh gethan hatte. Sie hatte ein Herz für das Volk; ſie milderte die Leibeigenſchaft und verbeſſerte die Lage der Bauern; ſie wollte die Steuerfreiheit des Adels in Ungarn beſchränken, doch hier ſcheiterte ſie an dem Widerſtande des Reichstags. Sie verbot die Hexenproceſſe und hob die Tortur auf. Ihre Sorge für Sittenreinheit war ungeheuchelt, denn ſie leuchtete ſelbſt mit häuslichen Tugenden voran. Mit den in der Ferne ver⸗ mählten Töchtern blieb ſie in der innigſten Herzensverbindung, monatlich ſandte ſie an jede einen eigenen Courier ab. An ihren Familienfreuden ſuchte ſie dem Volke einen Antheil zu geben und bekannt iſt, wie ſie 1768 die Geburt ihres erſten Enkels in freudiger Aufregung aus ihrer Loge im Burgtheater verkündigte:„der Leopoldl hat'n Buebn.“ Dieſer Bub, in Florenz geboren, war der letzte deutſche Kaiſer Franz II.
Neben ſo vielem Erfreuenden wird eines als Vorwurf gegen die Kaiſerin geltend gemacht: die Intoleranz. Zwar die alte ſchreck⸗ liche Zeit der Ferdinande, wo man den Proteſtantismus mit Schei⸗ terhaufen, Galgen und Rad auszutilgen ſuchte und in Böhmen die Leute mit Hunden zur Feier der Meſſe hetzte, war ſchon ſeit Jo⸗ ſeph I. vorbei; die Jeſuiten herrſchten bereits nicht mehr. Doch mußten noch zur Zeit Karls VI. die evangeliſchen Unterthanen des Erzbiſchofs von Salzburg auswandern und ſelbſt Maria Thereſia ließ Familien, die zum Proteſtantismus übergegangen waren, um ſie unſchädlich zu machen, nach Siebenbürgen und dem Banat ver⸗ pflanzen. Noch immer war in den Erblanden und ſelbſt in Ungarn der öffentliche Cultus den Proteſtanten unterſagt; erſt Joſephs II. Toleranzedikt(22. Juni 1781) nach dem Tode der Mutter änderte dies. Einmal hatte Maria Thereſia die Anwandlung, ſämmtliche Juden aus ihren Staaten zu verbannen; der Papſt ſelbſt that Rück⸗ ſprache für die Bedrohten. Convertiten waren damals wie auch ſpäter in Wien beſonders gut empfohlen; das Unkraut der Heuchelei blühte und Tartüffes bereicherten ſich. Um über dies alles richtig zu urtheilen, muß man ſich vergegenwärtigen: es gibt zweierlei To⸗ leranz, eine unchriſtliche und eine Ghriſtliche. Die unchriſtliche ruht auf dem Wahne, daß alle religiöſen Fragen weſenlos und alle Be⸗ kenntniſſe ein Geſchwätz ſeien; es iſt die Toleranz wie ſie Friedrich der Große gefaßt hat, zu dieſer konnte und durfte die Kaiſerin ſich nicht bekennen. Auf einem beſſeren Grunde ruht die chriſtliche To⸗ leranz, nämlich auf der Ueberzeugung: Chriſtus will nicht, daß jemand durch zeitliche Strafen und bürgerliche Nachtheile zum chriſtlichen oder rechtgläubigen Bekenntniß gedrängt werde. Chriſtus will keine Heuchler. Von den unterſchiedenen chriſtlichen Kirchen⸗ parteien gilt, was die Augsburgiſche Confeſſion ſo ſchön ſagt: omnes sub uno Christo militamus. Sie ſind wie verſchiedene Heeresabtheilungen, die unter einem gemeinſamen Kriegsherrn kämpfen. Jede hat ihre Mängel, jede hat auch Vorzüge und ſie be⸗ ſtehen um einander zu ergänzen. Die Hoffnung auf ihre völlige Wiedervereinigung darf nie aufgegeben werden, wie ja auch der weſtfäliſche Frieden geſchloſſen ward donec de religione conve- nerit, im Hinblick auf eine Zeit, wo man ſich über die Religion wieder verſtändigen werde. Die chriſtliche Toleranz, wie ſie in un⸗ ſerer Zeit Friedrich Wilhelm IV. geübt hat, war vor hundert Jahren weder bei den Proteſtanten noch bei den Katholiken zu finden, man konnte ſie alſo auch nicht von Maria Thereſia erwarten; ihre Un⸗ duldſamkeit aber war nicht jene gottloſe franzöſiſche, welche die Laſter am Hofe pflegte und die ſittenreinen Hugenotten verfolgte, ſie war vielmehr aus irre geleiteter Gottesfurcht und Gewiſſenhaftigkeit ent⸗ ſprungen. Der ſichre Prüfſtein für die Gottesfurcht der Fürſten iſt Eifer für die Reinheit der Sitten, und hieran hat ſich Maria Thereſias wahrhaft religiöſer Charakter bewährt.. 6
An ihrem Lebensabend trat noch ein Ereigniß ein, bei dem ſich ihre Herzensgüte zeigte, aber auch ihre Schwäche gegenüber dem vereinigten Einfluß von Kaunitz und den Beichtvätern. Es war die


