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Im übrigen trank man blos Waſſer, und Benito dachte, daß er auf dieſe Weiſe kaum im Stande ſein werde, irgend jemand nieder⸗ zutrinken, um ihm ein Geheimniß zu entlocken.
„Wollt Ihr mich nicht mit Eurer Familie bekannt machen?“ ſagte er endlich, nachdem das Mahl, wie es den Anſchein hatte, be— endet war.
Der Häuptling ſah ſeinen Gaſt mit einem offenbar ungeheuchelten Ausdrucke des Erſtaunens an.
„Familie?“ ſagte er.
„Nun,“ erwiderte Benito zögernd,„ich meine Eure liebe Frau und die lieben Kinder.“
Nach einigen Augenblicken ſchien der Araucaner zu begreifen. Er ſtieß einen eigenthümlichen langgezogenen Kehllaut aus.
„Ich habe gegenwärtig,“ ſagte er,„da ſchlechte Zeiten und alles theuer, nur fünf Weiber, außer denen, welche uns das Eſſen brachten, und die Kinder,—“ er ließ abermals jenen Kehllaut hören, „die Kinder!“
Es kam Benito vor, als unterdrücke ſein Gaſtfreund gewaltſam ein Lächeln über dieſes ſonderbare Begehren ſeines Gaſtes, indeſſen fügte er ſogleich mit großer Höflichkeit hinzu:
„Wenn es Euch aber gefällig iſt, ſo wollen wir zu unſeren jungen Leuten gehn, welche vor Begierde brennen, Euch kennen zu lernen.“ 1
Benito erwiderte, daß ihm dies das größte Vergnügen bereiten würde, und folgte dem Häuptlinge, der ihn durch das Dorf und auf den ziemlich nahe gelegenen Wald zu führte.
Es ſchien das Dorf jetzt nicht mehr ſo vollkommen menſchenleer zu ſein, als vorhin beim Einzuge Benitos. Einige Frauen und etliche, wie es ſchien, alte abgelebte Männer kauerten vor ein Paar Häuſern, aber niemand erhob ſich, die Vorübergehenden zu begrüßen, nur kam es Benito vor, als blickten die Frauen verſtohlen nach ihm hin.
„Es iſt doch wenigſtens etwas,“ ſagte er zu ſich ſelbſt.
Dann ſuchte er ein Geſpräch mit dem Häuptling anzuknüpfen, und um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, ſagte er:
„In dieſer Dorfſchaft mögen wohl an fünfzig bis ſechszig ſtreit— bare Männer vorhanden ſein?“
„Hm,“ verſetzte der Häuptling,„es kömmt vor, daß bis⸗ weilen ſelbſt Greiſe und Knaben fechten, zu andern Zeiten wieder bedarf man nur weniger Krieger.“
Da man eben an einem der letzten Häuſer des Dorfes vorüber⸗ kam, deſſen Hofraum mit hohen und ſtarken Palliſaden umgeben war, ſo blieb Benito einen Augenblick ſtehen, und indem er auf die derben in die Erde gerammten Pfähle zeigte, bemerkte er:
„Wenn das Dorf angegriffen werden würde, müßte dies ein treffliches Vertheidigungsmittel abgeben.“
„Wer wird das Dorf angreifen?“ erwiderte ſein Begleiter, indem er freundlich lächelnd die Schulter zog und ſchweigend weiter ſchritt.
Benito ſchwieg, einigermaßen verſtimmt, ebenfalls.
Der Häuptling hatte ihn mit einem Schwalle einfältiger Fragen empfangen und mit dem abgeſchmackteſten Ceremoniell von der Welt, dann hatte er ihm ſein Geld ohne alle Ceremonie abgenommen, und von dort an bis auf den gegenwärtigen Augenblick hatte Benito eigentlich kein einziges Wort von Bedeutung von ihm vernommen, denn bei Tiſche ſprach er von den Speiſen oder forderte ihn zum Eſſen auf, und jetzt gab er ausweichende Antworten.
Dann ſtiegen bei dem jungen Chilenen allerlei Bedenken auf, bezüglich der ſo ausnehmend ſauber geſchriebenen Quittung, welche der Häuptling ihm ausgehändigt hatte.
„Sollte der braune Kerl mit ſeinen knorrigen Fingern ſolche Buchſtaben malen können? Ich brächte es kaum ſo zuſammen,“ dachte er.„Wir werden indeſſen ſehen. Die jungen Leute, die vor Begierde brennen, mich kennen zu lernen, werden nicht ſo verſtockt ſein, wie dieſer alte Spitzbube.“
Man hatte unterdeſſen den Wald erreicht und war nach kurzer Zeit wieder an eine faſt kreisförmige freie Stelle gekommen, woſelbſt ſich etwa fünfundzwanzig bis dreißig Männer verſammelt hatten.
Benito begriff, daß dies die„jungen Leute“ ſeien, welche ſeine Bekanntſchaft machen wollten, gleichzeitig ſah er, daß man beabſichtige, ein Zechgelage zu halten, und daß, wie es den Anſchein hatte, jene offenbar durch die Kunſt erweiterte Waldlichtung nicht ſelten zu der⸗ gleichen benützt wurde.
Verſchiedene große, vaſenähnliche Gefäße von gebranntem Thon, wie ſolche auch in Chile zur Aufbewahrung des Weins benützt werden ſtanden rings umher vertheilt und die Männer hatten ſich bereits gruppenartig um dieſelben gelagert, und auch ſeinen Joſé ſah er unter denſelben und glaubte zu bemerken, daß ſich derſelbe offenbar in der heiterſten Laune befand.
Als aber der Häuptling mit ſeinem Gaſte erſchien, erhoben ſich alle und grüßten höflich, wenngleich nicht beſonders unterwürfig, und während hierauf das bereits begonnene Feſt ſeinen weiteren Fortgang nahm, führte der Häuptling Benito zu einem Steinſitze, offenbar zu einer Art von Ehrenplatze, woſelbſt ſich bereits der Araucaner befand, welcher ihn des Morgens im Walde empfangen hatte.
„Immer einzig und allein dieſe beiden langweiligen Menſchen,“ ſagte Benito zu ſelbſt; als er aber ſah, daß auch ſein Diener ſich in der Geſellſchaft ſeines Begleiters von heute morgen befand, dachte er, daß ohne Zweifel keiner der anderen der ſpaniſchen Sprache mächtig ſei, und gab ſich zufrieden. Bald fand er auch, daß ſeine Vermuthung ihn nicht getäuſcht hatte, denn als er die Runde unter den auf der Erde Gelagerten machte und mehrere derſelben anſprach, zogen jene entweder ſchweigend die Schulter oder ſie ſtießen ſonderbare, ihm vollſtändig unverſtändliche Kehllaute aus. Er begab ſich daher, nach⸗ dem er Joſé ermahnt hatte, nicht zu viel zu trinken, wieder zu ſeinem Sitze zurück und war froh, wenigſtens zwei Menſchen zu haben, mit welchen er ſprechen konnte.
Was das Getränk betraf, welches ſich in den Thongefäßen be⸗ fand, ſo kam daſſelbe Benito anfänglich außerordentlich leicht vor, faſt dem Waſſer ähnlich, dann fand er es äußerſt wohlſchmeckend, und endlich glaubte er zu bemerken, daß kein andrer Wein ihn jemals ſo heiter geſtimmt als dieſer Apfelwein, der Chicha.
Er fand übrigens, daß die Vorſicht, ſich nicht betrunken machen zu laſſen, ganz überflüſſig war, denn niemand trank ihm zu. Der Häuptling füllte einfach das zierlich geſchnitzte hölzerne Trinkgefäß Benitos, ſo oft er es geleert hatte, das war alles, und auch unter den übrigen Zechenden kam, ſo viel er bemerken konnte, nichts vor, was dem anderwärts gebräuchlichen Zutrinken ähnlich war, und auch die Libationen, welche, wie man ihm geſagt hatte, die Indianer dem guten Geiſte bringen ſollten, konnte er nicht wahrnehmen.
Daß die jungen Leute, welche ſo große Sehnſucht trugen, ihn kennen zu lernen, jetzt ſich nicht im mindeſten um ihn zu kümmern ſchienen, erſchien ihm nicht beſonders auffällig. Wahrſcheinlich wollten ſie ihn einfach ſehen, dann ſprachen ſie ja ſeine Sprache nicht, und überdies beſtand die überwiegende Mehrzahl dieſer ſogenannten jungen Leute aus Individuen, welche wenigſtens noch einmal ſo alt waren als er ſelbſt.
Er bedurfte auch dieſer auf dem Boden liegenden Wilden gar nicht, denn er befand ſich trefflich in der Geſellſchaft ſeiner zwei alten Freunde der Häuptlinge, denen exr jetzt zutrank und welche bereitwillig eingingen auf ſeine ſtets wachſende Heiterkeit.
Wie hatte er ſich in den beiden geirrt!
Kaum gab es fidelere Burſche und ſie waren jetzt, wahrſcheinlich iu Folge des Chicha, äußerſt geſprächig geworden, ſo daß es ihm bis⸗ weilen vorkam, als befände er ſich zu Valparaiſo in der Kaſerne und bei ſeinen Freunden und Kameraden, und in der That ſprach man auch vorzugsweiſe von den Dingen, welche jene intereſſirten.
Von der Stärke der Regimenter zum Beiſpiel und von der Austhei⸗ lung derſelben im Lande. Von der bevorſtehenden Präſidentenwahl und von der höchſt wahrſcheinlich bei derſelben ſtattfindenden Emeute, da die Soldaten einen General und nicht, wie die Bürger, einen Advocaten haben wollten, und Benito fand nichts natürlicher, als daß ſeine Freunde, die Häuptlinge, ganz der Anſicht der Soldaten beipflichteten. Es waren ja ſelbſt Krieger.
Als Benito am andern Morgen erwachte und ſich auf einem fremden Lager und in einem ihm vollkommen unbekannten Gemache fand, beſann er ſich einige Augenblicke, kam indeſſen, da er eben kein Neuling mehr in dergleichen war, dem Grunde der Sache bald auf die Spur..
Weniger klar war ihm indeſſen der Zuſtand, in welchem er ſich gegenwärtig befand, das heißt, er wußte nicht, ob er das allein hatte, für was es in ſeiner Mutterſprache keinen Namen gab, obgleich es
ihm ſo gut wie ſeinen Landsleuten bekannt war, oder ob er neben dieſem, nicht auch noch ein
von uns Deutſchen Katzenjammer genannten Dinge, klein wenig betrunken ſei.


