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geleitet,
dungen angeknüpft. das Neue bei ſich gleischſam heimiſch zu mache
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den Warm⸗ und Treibhäuſern, den Sommerkäſten und den zahlrei⸗ chen Treibbeeten. wie in jeder anderen Kunſtgärtnerei, und es iſt deshalb nicht nöthig, ſie näher zu beſchreiben.
Die Einrichtung iſt hier im Weſentlichen ganz
D) Hße dor„ ſor 44. 7 Der große Werth dieſer Gärtnerei beſteht in dem außerordentlichen Reichthum ſeltener ausländiſcher Pflanzen
und in der üppigen, geſunden Weiſe, in der ſie hier wachſen.
Mit allen Welttheilen und Ländern hat der Beſitzer Verbin⸗ Er ſcheut keine Opfer, Neues zu erlangen und So iſt es viglleicht
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Einen klaren Begriff von der Reichhaltigkeit dieſer Gärtnerei gibt ihr zuletzt erſchienener Katalog, der über 120 eng gedruckte Seiten ſtark iſt und über 1500 Pflanzengattungen enthält, von denen manche wieder 400 bis 500 Abarten zählen.
Man muß dieſe Gärtnerei, dieſe Warm⸗ und Treibhäuſer, die⸗ ſes Palmenhaus mit über hundert zum Theil mächtigen Palmenſtäm⸗ men, dieſe Sortimente der einzelnen Pflanzen, z. B. das der Camel⸗ lien, Begonien, Liliaceen u. ſ. w. ſelbſt geſehen haben, um ſich eine klare Vorſtellung davon zu machen. In der ganzen Anordnung und
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ihm allein von allen Kunſtgärtnern Europas gelungen, die aus Ma⸗ dagaskar ſtammende wunderbare Gitterpflanze, die Puvirandra, zu vermehren. Freilich fielen manche dieſer Pflanzen dieſem Verſuche zum Opfer und jede Pflanze koſtete 40 Thaler.
Der Beruf des Fabrikarbeiters— wenn man ihn überhaupt ſo nennen kann— unterſcheidet ſich von allen anderen dadurch, daß niemand in denſelben eintritt aus beſonderer Neigung und beſonderem Intereſſe, wie man wohl das Schreiner⸗, Schneider⸗, Schuſterhand⸗ werk zu ſeinem Beruf erwählt, ſondern es handelt ſich dabei einzig und allein um das zu verdienende Geld, mit Ausſchluß jedes anderen Motivs.„Geld, Geld, Geld“ heißt der alles beherrſchende Grund⸗ gedanke, welcher bei der Mehrzahl ſich nicht ſelten auf gemeine Weiſe breit macht, und unter ſeinem ſchlimmen Regiment erſtickt in vielen Herzen der Sinn für alles Höhere und Edlere. Inwieweit nun dieſer„Sousgeiſt“(wie ich ihn nennen möchte) nur die grobe Volks⸗ ausgabe von einem in manchen höheren Regionen eingebürgerten Syſtem ſei, will ich anderen zu beurtheilen überlaſſen; dagegen iſt es offenkundig, daß von Seiten mancher Fabrikanten nicht geringe Opfer gebracht werden, welche die Hebung des geiſtigen und ſittlichen Zuſtandes der Arbeiter bezwecken. Ein Hauptreformmittel, um für die Pflanzung und das Gedeihen einer beſſeren Lebensanſchauung
Ausnutzung des Raumes zeigt ſich die Umſicht des Beſitzers, in der Aufſtellung der einzelnen Gruppen ſein Schönheitsſinn. Und jeder, der nach Planitz kommt, um dieſe Gärtnerei ſich anzuſehen, findet bei dem Beſitzer die freundlichſte und zuvorkommendſte Aufnahme. Friedrich Friedrich.
Die Krbeiterſtadt in Mülhauſen im Alſaß.
unter den Fabrikarbeitern den Boden zu bereiten, iſt gewiß dieſes, daß man den Arbeiter auf bleibende Weiſe in eine verhältnißmäßig geſichertere ſociale Stellung zu bringen ſucht. Ihm zur eigen⸗ th ümlichen Erwerbung, zum dauernden Beſitz einer anſtändigen, freundlichen Heimatzu verhelfen, durch die Frucht ſeiner eigenen Erſparniſſe einerſeits, und durch Opfer von Seiten der Arbeitgeber andrerſeits—
wäre hiefür der erſte Schritt. Dieſer Gedanke iſt denn auch in Mülhauſen ſeit einem Jahrzehnt in großartigem Maaßſtab that⸗ ſächlich ausgeführt, und mit dem beſten Erfolge gekrönt worden. Wir reden von der Erbauung einer Cité ouvrière oder Arbe iter⸗ ſtadt, dem Stolze Mülhauſens.
Nach Weſten zu, wo die blaue Vogeſeukette den nicht fernen und in ſtetem Farbenwechſel immer ſchönen Hintergrund bildet, erhebt ſich die Altſtadt von Mülhauſen in ſanfter Steigung zu einem weiten Plateau, deſſen Anfang zugleich die Greuzmarke der nach dieſer Rich⸗ tung erbauten neuen Stadttheile bildet. Durch das ſogenannte Ober⸗
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