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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen. Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
1865.
Mittheilungen aus den Kcten, betreffend den Zigeuner Tuvia
Ausgegeben im Jannar 1865. Der Jahrgung läuft vom Ottaber 186 4 bis dahin 1865.
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Panti aus Angarn.
Herausgegeben von Victor von Strauß.
protokolle.
Geſchehen L. am Oberamtsgerichte, d. 26. April 1801.
Gendarm Wilhelms hatte angezeigt, einer der Zigeunerbande, welche beim geſtrigen Jahrmarkt vor den Häuſern Muſik gemacht, ſei in vergangener Nacht bei einem Einbruch in der Wohnung des Dr. Philippi ergriffen und zum Gefängniß abgeliefert worden. Es war deshalb auf heute Termin zur Unterſuchung angeſetzt, und da Dr. Philippi ungeachtet ergangener Ladung ausgeblieben, ſo wurde ſogleich mit Vorführung und Vernehmung des Angeſchuldigten verfahren.
Es wird hierher bemerkt, daß derſelbe ein Mann von mittlerer Größe war, mit einer Habichtsnaſe, finſtern, kühnblickenden Augen, einem Schnurrbart, gelblicher Geſichtsfarbe und langen ſchwarzen Haaren. Er war mager und ſchlank gebaut und ſeine Kleidung beſtand in ſehr weiten Beinkleidern von Hanfleinen und einer Art Kittel von demſelben Stoff. Ueber den Hüften trug er einen leder⸗ nen Gürtel.
Auf die üblichen allgemeinen Fragen antwortete er in ſehr V gutem Deutſch:
„Ich heiße Tuvia Panti und ſtamme aus Ungarn. Wo ich V geboren bin, weiß ich nicht, habe auch nie darnach gefragt, da es mir genug war, daß ich überhaupt geboren bin. Aus der Thatſache, die V ſich nicht leugnen läßt, ſchließe ich, daß ſie irgendwo vorgefallen ſein müſſe, ob aber in einer Hütte oder im Freien, ob im Walde oder auf dem Felde, das iſt mir vollkommen gleichgültig. Meine Eltern habe ich nicht gekannt, aber es ſollte mich ſehr wundern, wenn ich keine gehabt hätte. Anſäſſig bin ich glücklicherweiſe nirgends und mein Wohnort iſt jedesmal da, wo ich mich gerade befinde. Ich ernähre mich mit Eſſen und Trinken, wie andre, und erwerbe mir dies am liebſten durch Geigeſpielen, verſtehe auch Keſſel zu flicken und verſchiedenes Andre. Ich vermuthe, daß ich das dreißigſte Jahr vor mir oder hinter mir habe, oder eben darin bin; einen vierten Fall wüßte ich nicht, zähle auch die Jahre nicht, da ſie ohnedies kommen und gehn. Zu einer Kirche gehöre ich nicht und von Euern
Religionen habe ich keine, eben ſo wenig ein Weib oder Kinder. Be⸗ ſtraft bin ich ſchon oft, auch durch andre Menſchen, aber noch nie⸗ mals durch Gerichte.“
Zur Sache:„Geſtern Abend ſpät ging ich durch die Straßen in keiner andern Abſicht, als um dem Lärmen in der Herberge zu entkommen und der ſchlechten Stadtluft zu entgehn. Der Mond ſchien heimlich und zutraulich und in den Feldern, dacht ich, ſolle mir der friſche Athem der Nacht allerlei neue Melodien zuwehen. Da hört' ich in einem Hauſe Geige ſpielen. Ich habe ſchon geſagt, daß ich ſelbſt Geigenſpieler bin und ich möchte den hören, der es mir gleich thut. Natürlich blieb ich ſtehn und horchte. Aber es iſt ſchwer zu beſchreiben, wie ſich nach kurzem Zuhören Entzücken und Aerger in mir miſchten. Die Geige ſelber war ein himmliſches Inſtrument, und wenn zufällig ein reiner Bogenſtrich darüber fuhr, ſo ſang ſie in übernatürlichen Tönen, Herz und Seele ergreifend. Auch das Touſtück war meiſterhaft gefühlt. Aber Geige wie Muſik wurden mit der jämmerlichſten Pfuſcherei behandelt. Deutlich hörte ich, daß der Spielende von der Herrlichkeit beider nicht die kleinſte Ahnung hatte und auf dem unſchätzbaren Inſtrumente die pracht⸗ vollen Sätze zwar auf die elendeſte trockenſte Weiſe, aber mit einer Anmaßung und Einbildung herunterſtrich, für die er ſelbſt Streiche verdiente. Und die göttliche Geige wimmerte und klagte über dieſe greuliche Mißhandlung, daß mir aus Erbarmen darüber die Thränen in die Augen kamen und mich eine innere Wuth über den unmenſch⸗ lichen Quäler erfaßte. Endlich ertrug ich's nicht länger und rannte aufgeregt aus der Stadt, in die ſtille dämmerige Mondnacht hinaus.
„Ich liebe die Landſtraßen nicht, aber die Höhen. Zwiſchen Gärten hindurch und auf Feldpfaden erreichte ich einen Hügel. Er iſt mit Heidekraut bewachſen und droben ſtehn einige Kiefernbäume. Da ſetzte ich mich. Die Stadt lag hinreichend fern und ihre Straßenbeleuchtung iſt ſchlecht genug, um ein
Auge, das die Nacht liebt, nicht zu beläſtigen. Der Mondſchein überdeckte die bunte
N;:: 4.; Sz 9 ſich di Welt mit einem gleichmäßig graulichen Schimmer, in den ſich die weite Ebene verlief. Einige meiner Lieblingsſterne glänzten. Der
4;„5 5 ſ e, in den Kiefer Stadtlärm ward hier zum leiſen fernen Geſumme, in den Kiefern


