Jahrgang 
1865
Seite
139
Einzelbild herunterladen

ir nicht, e, und prungen een Sie , denn chwind⸗ ſchaden,

rauchen (8 Dame

mmen ltblütig werden,

enſchen

kann, reden,

enfalls

gehört m Ge⸗ ug des fangen⸗ eutende r ſeine nd alles jungen on dem

nein, erzeugt, zei ihm ſche, die chauſes Beſitz. ch nicht auf den iche hat 3 daran

erch die

Durch⸗ keinen

on mit t thun iſt ge⸗ länger ung der

ue Taſche,

ndem er die er in aus⸗ zen und wer es

139

zu reden wenn es ſich ſpäter ſich geirrt haben.

Es iſt mein letztes Wort, ſagte der junge Mann beſtimmt; denn ich muß meine Schutzbefohlene dieſem ſchmählichen Verdacht entziehn, der auf ihr laſtet. Um, 4 Uhr 20 geht der Schnellzug nach Köln ab, dieſen werde ich benutzen, und es verſteht ſich von ſelbſt, daß ich auch jede Verantwortung für dieſen Schritt einzig und allein trage.

Hamilton war aufgeſtanden und ging mit raſchen Schritten in dem kleinen Gemach auf und ab. Endlich ſagte er ruhig:

Sie wiſſen doch, Mr. Burton, welchen Doppelauftrag ich von London mit bekommen habe und wie ich, wenn ich danach handle nur meine Pflicht thue. 4 weiß ich, Mr. Hamilton, ſagte Burton, durch den viel milderen Ton des Pol izeimannes auch raſch wieder verſöhnend geſtimmt,und ich gebe Ihnen mein Wort, daß ich Ihnen halb keinen Groll nichtrecge werde. Aber auch mir müſſen Sie dafür zugeſtehn, daß ich wo mir keine Pflicht weiter obliegt mein Herz ſprechen l aſſe.

Es iſt ein ganz verzweifeltes Ding, wenn Verſtande durchgeht ſagte Hamilton trocken.

Haben Sie keine Furcht, daß das bei mir geſchieht.

So erfüllen Sie mir wenigſtens die Bitte, wandte ſich Hamilton noch einmal an den jungen Mann,den erſten Schnell⸗ zug nicht zu benutzen und den Abend abzuwarten. Ich habe vorhin nach London telegraphirt warten Sie erſt die Antwort ab. Mr. Burton, es iſt auch Ihres eigenen Selbſt wegen, daß ich Sie darum erſuche.

Ich bin alt genug, Mr. Hamilton, lächelte James Burton, auf mein eigenes Selbſt vollkommen gut Acht zu geben. Es thut mir leid, Ihren Wunſch nicht erfüllen zu können, aber mir brennt

doch herausſtellen ſollte, daß Sie

Dos Das

des⸗

das Herz mit dem

der Boden hier unter den Füßen. Um 4 Uhr 20 fahre ich und werde dann daheim meinem Vater Bericht abſtatten, mit welchem

Eifer und günſtigem Erfolg S Sie hier unſere Sache betrieben haben. In London ho ffe ich Sie jedenfalls wiederzuſehen..

Es lag eine ſo kalte, abweiſende Höflichkeit in dem Ton, daß Handilton die Meinung der Worte nicht falſch verſtehen konnte: Mr. Burton wünſchte allein zu ſein und Hamilton ſagte, ihn höflich grüßend:

Alſo auf Wiederſehen, Mr. Burton, und verließ dann, ohne ein Wort weiter, das Zimmer.

IX. Die Cataſtrophe.

James Burton ſah nach ſeiner Uhr es war ſchon faſt zwei geworden, ohne daß er Jenny geſehen was mußte ſie von ihm denken? Aber jetzt konnte er ihr auch gute Nachricht bringen, und ohne einen Moment länger zu ſäumen, griff er nach ſeinem Hut und eilte hinab.

Auf dem Gang wanderte ein Lohndiener hin und her, ſtehen blieb, als er auf die Thür zuging. Er hielt aber Moment davor, ehe er anklopfte, denn er hörte eine ziemlich Stimme, die in Aerger zu ſein ſchien. War das Jenny? hatte vielleicht Hamilton gewagt? er klopfte raſch an. Es war jetzt plötzlich alles ruhig da drinnen. Da ging die Thür auf und Eliſe ſchaute heraus, um erſt zu ſehen, wer klopfe. Sie öffnete, als ſie den jungen Mann erkannte.

Jenny ſtand an ihrem Koffer, emſig mit Packen beſchäftigt, als er das Zimmer betrat, und erröthete leicht, aber ſie begrüßte ihn deſto freundlicher und gab auch über ihr Befinden hinlänglich befriedigende Antwort.

Eliſe zog ſich in die Nobenſtube zurück und Jenny frug jetzt, mit ihrem alten, gewinnenden Lächeln:

Und ſo lange haben Sie mich heute auf Ihren Beſuch warten laſſen? Ich wußte vor Langeweile gar nicht, was ich angeben ſollte und habe deshalb meine Sachen wieder zuſammengepackt.

Aber nicht meine eigene Unachtſamkeit hielt mich von Ihnen entfernt, Miſſ Veninhe ſagte Burton herzlich,ſondern eine wichtige Verhandlung, die ich mit unſerem Agenten hatte. Mr. Hamilton iſt zurückgekehrt.

der einen heftige

In der That? ſagte die junge Dame, aber jeder Bluts⸗ tropfen wich dabei aus ihrem Geſicht und ſo vielen Zwang ſie ſich anthat, mußte ſie doch die Stuhllehne ergreifen, um nicht umzu⸗ ſinken.

Aber weshalb erſchreckt Sie das? ſagte Burton erſtaunt. Die Erinnerung an jenen Elenden, den jetzt ſeine gerechte Strafe ereilen wird, mag Ihnen peinlich ſein, aber ſie darf nie wieder als Schreckbild vor Ihre Seele treten.

Und er hat ihn gefunden? ſagte Jenny, ſich gewaltſam ſammelndoh, wenn ich nur das Schreckliche vergeſſen könnte?

Er hat ihn nicht nur gefunden, beſtätigte der junge Mann, ſondern der Unglückliche hat auch ſein ganzes Verbrechen einge⸗ ſtanden. Was half ihm auch Leugnen ſeiner Schuld, wo man die Beweiſe d derſelben⸗ in ſeinem Beſitz fand?

Und jetzt?

Laſſen wir den Elenden, ſagte Burton freundlich,N Hamilton, der mit allen nöthigen Papieren dazu verſehen iſt, wird ſeine Weiterbeförderung nach England übernehmen. Ich ſelbſt reiſe heute Nachmittag mit dem Schnellzug nach London ab, und da Sie Ihren Koffer ſchon gepackt haben, ſetzte er lächelnd hinzu ſo biete ich Ihnen, mein werthes Fräulein, an, in meiner gleitung und unter meinem Schutz nach London zurückzukehren.

Sie wollten*

Sie dürfen ſich mir, wie einem Bruder anvertrauen, James Burton herzlich,und ich bürge Ihnen führe, was ich unternommen trotz ſetzte er mit leiſem Trotz hinzu.

So widerſetzte ſich der Herr dem, daß ich Sie begleiten dürfe? fragte raſch und mißtrauiſch die Fremde.

Laſſen wir das, lächelte aber Burton,ich bin mein eigener Herr und in meiner Begleitung ſteht niemandem ein Recht zu, Sie auch nur nach Paß oder Namen zu fragen. Und Sie gehen mit?

Wie könnte und dürfte ich einer ſolchen Großmuth entgegen⸗ ſtreben? ſagte das junge Mädchen demüthigich vertraue Ihnen ganz.

Herzlichen, herzlichen Dank dafür, rief Burton bewegt,und Sie ſollen es nicht bereuen. Jetzt aber laſſe ich Sie allein, um noch alles Nöthige zu ordnen, denn ich muß ſelbſt noch packen und die Wirthsrechnung, wie Ihrer Geſellſchafterin Honorar, in Ordnung bringen. Sie müſſen mir auch ſchon geſtatten, für die kurze Zeit

Mr.

Be⸗

ſagte dafür, daß ich durch⸗ allen Hamiltons der Welt,

unſerer Reiſe Ihren Caſſirer zu ſpielen. Beruhigen Sie ſich, ſetzte er lächelnd hinzu, als er ihre Verlegenheit bemerkteich gleiche das ſpäter ſchon alles mit Ihrem Herrn Vater wieder aus und

werde Sorge tragen, daß ich nicht zu Schaden komme. Alſo auf Wiederſehen, Miſſ aber beeilen Sie ſich ein wenig, denn wir haben kaum noch anderthalb Stunden Zeit bis zu Abgang des Zuges, und ihre Hand leicht an ſeine Lippen hebend, verließ er raſch das Zimmer.

Sobald er unten mit dem Wirth abgerechnet und ſeine Sachen gepackt hatte, wollte er noch einmal Hamilton aufſuchen, um von dieſem Abſchied zu nehmen. Es that ihm faſt leid, ihn ſo rauh behandelt zu haben. Der Polizeiagent war aber, gleich nachdem er ihn verlaſſen, ausgegangen und noch nicht zurückgekehrt.

Eigentlich war ihm das lieb, denn er fühlte ſich ihm gegenüber nicht recht behaglich; zu reden hatte er überdies weiter nichts mit ihm, und was Kornik betraf, ſo beſaß er ja ſelber alle die nöthigen In⸗ ſtruktionen und Vollmachten. Er hatte ja nur die Reiſe nach dem Continent mitgemacht, um die Identität ſeiner Perſon zu beſtätigen

jetzt, mit all den vorliegenden Beweiſen und dem eigenen Geſtänd⸗ niß des Verbrechens war ſeine Anweſenheit unnöthig geworden.

Die Zeit bis halb vier Uhr verging ihm auch mit den nöthigen Vorrichtungen raſch genug jetzt war alles abgemacht und in Ord⸗ nung, und ebenſo fand er Jenny ſchon in ihrem Reiſekleid, aber in merkwürdig erregter Stimmung. Sie ſah bleich und angegriffen aus, und drehte ſich raſch und faſt erſchreckt um, als er die Thür öffnete.

Sind Sie fertig?

Und gehen wir wirklich?

Zweifeln Sie daran? Es iſt alles bereit, und bis wir am Bahnhof ſind ni unſer Gepäck aufgegeben haben, wird die Zeit auch ziemlich verfloſſen ſein Miſſ Eliſe, wandte er ſich dann an das junge Madchen indem er ihr ein kleines Packet überreichte