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zahlt es auch g rößtentheils nicht theurer, als wenn ſie es im Ganzen einkaufte, wenn ſie aber auch aus Sparſamkeit oder Neigung Vorrath anſchaffen wollte, ſo fehlt es in der Regel an Raum und an— Geld.
Zu dieſen äußeren Hinderniſſen der Häuslichkeit kommen aber auch noch innere. Schon im Jahr 1776 ſagt„ein Märkiſcher von Adel“:
„Die mehrſten von den adligen Töchtern werden mehr für angenehme als nützliche Dinge gebildet. Die Quelle des Reichthums für den Mann, die weibliche Wirthſchaft, iſt alſo vertrocknet. Und iſt nicht leicht abzuſehen, durch welche Mittel das ſchöne Geſchlecht in dieſem Stande bewogen werden könnte, die Erziehungsart ihrer Töchter von den glänzenden Beſchäftigungen der großen Welt zu den un⸗ ſcheinbaren, aber nützlichen häuslichen Pflichten herunterzuſtimmen.“
Was damals vom Adel geſagt wurde, gilt heut ebenſo ſehr, vielleicht noch mehr, vom Bürgerſtande. Die meiſten Handwerker⸗ töchter lernen Muſik und Franzöſiſch, die wenigſten lernen kochen, und was ſchlimmer iſt: die wenigſten lernen Freude finden an ihrer Haushaltung, und doch müſſen ſie aus langer Weile etwas vor⸗ nehmen, während der Mann auf Markt und Meſſe, in den Büchern und im Büreau beſchäftigt iſt. Sie ſticken daher. Bei dieſer Arbeit können ſie am Fenſter in eleganter Kleidung ſitzen, können jeden Beſuch annehmen, können die Arbeit in jede Geſellſchaft mit⸗ nehmen; überdies iſt die Beſchäftigung ſehr amüſant, und ſie ernten Beifall ein, den man mit Strümpfe ſtopfen, Ausbeſſern und Wäſche⸗ nähen nur von wenigen Vernünftigen erwarten kann, weshalb denn auch dieſe Sachen lieber einer bezahlten Näherin überlaſſen werden. Aber die Auslagen zum Sticken koſten viel Geld, und wenn es auch ſtets heißt:„ich arbeite das für eine Couſine zum Geburtstage,“ oder:„ich helfe einer Freundin, die nicht fertig werden kann,“ ſo kann man doch in der Regel darauf rechnen, daß alle jene Arbeiten für Laden beſtimmt ſind; ja ich kenne Laden, die faſt gar keine eigent⸗ liche Stickerinnen beſchäftigen, ſondern alle ihr)e Waare von gnädigen Frauen, Hof⸗ und Kriegsräthinnen und anderen Frauen bekommen, die ein elegantes Haus machen, Geſellſchaften geben und Beſuche empfangen. Da nun aber für dieſe Frauen die Zeit keinen Werth hat und doch bei der Arbeit nur immer die Zeit bezahlt wird, da es für ſie nicht paſſend ſein würde, mit dem Kaufmann um ihre Arbeit zu handeln, da ſie auch zufrieden ſind, wenn ſie nur ihre Auslagen und allenfalls ein kleines Taſchengeld erhalten, um nur die zeitver⸗ treibende elegante Beſchäftigung fortſetzen zu können, ſo läßt ſich denken, daß der Kaufmann— Kaufmann iſt, und ihnen nur ſo viel gibt, daß eine, die davon leben ſollte, verhungern müßte. Ich gönnte ihm gern den Vortheil, aber natürlich will er nun auch den armen Stickerinnen nicht mehr geben als den reichen, und dadurch ſind die Armen gezwungen, um einen Preis zu arbeiten, der ſie bei der angeſtrengten Arbeit kaum 3 Sgr. den Tag über verdienen läßt. Das beträgt jährlich 36 Thlr. 15 Sgr., davon ſoll Holz, Miethe, Licht, Kleidung und Nahrung beſtritten werden! Solcher Mangel führt endlich in Elend oder Sünde.
Wenn ich aber entrüſtet die Damen anklage, die ihre Mit⸗ ſchweſtern dahin bringen, ſo bin ich dagegen den Kaufleuten eine Chrenerklärung ſchuldig. Einer kann darin nichts ändern, er und ſeine Familie wollen leben. Bezahlt er mehr für Stickereien als ein anderer, ſo muß er auch mehr nehmen als ein anderer, d. h. er muß ſeinen Laden bald ſchließen. Nicht er alſo trägt die Schuld des moraliſchen und körperlichen Siechthums vieler Stickerinnen, ſondern die Frauen, die, anſtatt dem Manne Hunderte zu erſparen durch häus⸗ liche Thätigkeit, ſich ein Nadelgeld von 30, 40 Thalern verdienen, und vielleicht den Mann, gewiß aber manches arme Mädchen ruiniren.
IV. Rührende Bitte.
Auf der Schuhmacher⸗Herberge in Berlin ſchliefen eine Anzahl Geſellen auf gemeinſchaftlicher Streu. Der eine davon hatte ſeinen Geldbeutel unter ſein Kopfkiſſen gelegt. In der Nacht träumt ihm, daß eine Hand unter ſein Kopfkiſſen faßt, er greift zu und packt wirklich eine Hand. Die Hand bemüht ſich, loszukommen, die andere aber läßt nicht los, da hält jene mit einem Mal ſtill, und er mindert den Händedruck ganz leiſe und zutraulich, plötzlich aber reißt ſie los, und entſchlüpft der Hand des Träumers, der aber als Kriegstrophäe eine Fahne, nämlich ein Stück Hemdärmel des Feindes in der Hand behält; das alles geſchah unter der Hand, d. h. ſo in aller
Stille, daß keiner der Schlafenden davon geweckt wurde. Die beſiegte Hand zog ſich in ihre frühere Stellung zurück, die ſiegende brachte ihre Fahne und ihre Kriegskaſſe, d. h. Hemdärmel und Geld⸗ beutel in Sicherheit, und die beiden Theile wachten mit ſehr verſchie⸗ denen Gefühlen bis am Morgen. Als es Tag wurde, zeigte der Sieger ſeine Beute vor, es wurde ſogleich eine allgemeine Hemdärmel⸗ reviſion vorgenommen und der Thäter dadurch ſchnell ermittelt. Er geſtand ſeine böſe Abſicht reuig, und bat flehentlich— nicht etwa ihm zu vergeben, ſondern— ihn recht tüchtig durchzuprügeln, aber es dabei bewenden zu laſſen. Die Geſellen aber gingen nicht auf ſeine Bitte ein, ſondern zeigten die Sache der Polizei an.
Hätte man mich gefragt, ich hätte gebeten, ihm ſeine Bitte zu erfüllen. Es hat etwas ſo Rührendes, wenn jemand dringend um Prügel bittet.
V. Die Mädchen am Brunnen.
Ueber die ärgern ſich viele Hausfrauen. Nicht über die von Bendemann, ſondern über die eignen am Brunnen zaudernden und plaudernden; denn der Brunnen iſt das Recreatium der Dienſtmäd⸗ chen. Da treffen ſie ſich mit den Leibwächtern(Gardiſten), ein gefährliches Treffen, denn beide Theile bleiben auf dem Platze— ſo lange als möglich; der Krieger aber bleibt der Sieger. Da klatſcht nicht nur der naſſe Strumpf, ſondern auch die geläufige Zunge; da wird nicht nur die Wäſche klar, ſondern auch manches Geheimniß; da ſprudelt nicht allein das Waſſer, ſondern auch der Witz; da ſchäumt nicht nur der Eimer, ſondern auch die Eiferſucht; da pumpt nicht nur der Schwengel, ſondern auch eine die andere an; da läuft nicht nur das Faß, ſondern auch die Galle über; da wird nicht nur die Serviette, ſondern auch der Herrſchaft der Kopf gewaſchen; nicht blos Schürzen werden da naß, ſondern auch Augen über den Abmarſch des Liebſten; nicht nur Hemden werden gerungen, ſondern auch Hände über die Härte der Herrſchaft, die den ſilbernen Löffel verſteckt, um ihn dann vom Lohne abzuziehen. Liſtige und luſtige Streiche, Diebes⸗ und Liebesdienſte, Hehlerei und Stehlerei, Prellerei und Völlerei, Treue und Reue, Sehnen und Thränen werden da verhandelt.
Wie der Brauer, der eine Brauerei miethet, ſich ſorgfältig nach dem Brunnen umſieht um zu erfahren, von wo er ſein Waſſer holen muß, ſo ſieht das Dienſtmädchen, das ſich vermiethet, ſorgfältig den Hof ſich an, ob da ein Brunnen vorhanden iſt, denn nicht alle Dienſtmädchen lieben die öffentlichen Brunnen auf den Straßen.
Die Dienſtmädchen bilden drei Claſſen: honette, fette und nette. Die honetten zeigen nicht gern, daß ſie Dienſtmädchen ſind, und ziehen deshalb den Brunnen auf dem Hofe vor, ſelbſt wenn er im Geſichtskreiſe ihrer Herrſchaft liegt, denn ſie bleiben ohnedies nicht länger dabei, als es noth thut; die fetten zeigen ihr Fett nicht gern, ſie ſind deshalb lieber Hofdamen, als Straßenmädchen, außer an den Sonn⸗ und hohen Feſttagen, wo ſie ſich gewaſchen und geputzt haben. Die netten aber, die im Bewußtſein, in jedem Anzuge zu gefallen, ſich auch an jedem Tage gern die Kur machen laſſen, haben eine Brunnenkur vor allem gern. Der Brunnen erſetzt ihnen die Badereiſe, die ihre Madam nur einmal im Jahre macht, ſie aber wandern jeden Tag, und was mehr ſagen will, manchen Abend zum geliebten Brunnen oder Brunnengeliebten.
VI. Falſche Documente.
Die ehrlichſte Frau betrügt wenigſtens den Staat an der Grenze, während die minder ehrliche, auch um des Staates willen, den Mann mitten im Lande betrügt.
Ich kenne Frauen, die lieber verhungern, und, was noch mehr ſagen will, lieber erfrieren würden, ehe ſie ihren Nebenmenſchen um einen Groſchen brächten; dieſelben Frauen aber rechnen ſich's als eine Heldenthat an, wenn ihr Kleiderſchrank mit unverzolltem Merino, ihre Speiſekammer mit unveraccistem Fleiſch, ihr Keller mit unver⸗ ſteuertem Wein angefüllt iſt. Das muß man ihnen zu Gute halten, denn der Staat iſt ihnen ein feindlicher Staat, der den Staat, den ſie ſelbſt machen, ihnen verbietet oder vertheuert.
Aber eine andere Art von Unredlichkeit, die ſie gegen ihre Mit— ſchweſtern begehen, über die ſie ſelbſt ſich beklagen und die ſie doch ſelbſt ſich zu Schulden kommen laſſen, die kann man, die darf man ihnen nicht zu Gute halten, wie oft auch Weichherzigkeit und falſche Gutmüthigkeit der Grund davon iſt.
Ich ſpreche von den Atteſten der Dienſtmädchen.
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