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men und die Verdorbenheit der Jugend. Es iſt merkwürdig, daß ſich dieſe Feinheit mit Grobheit verträgt, aber ſie vertragen ſich wirk⸗ lich wie Eheleute, die ſich zwar ſchlagen, aber doch mit einander aus⸗ kommen.
Die Grobheit Berlins äußert ſich an allen öffentlichen Orten, es ſeien nun Gaſt⸗, Wein⸗, Bier⸗, Bett⸗, Speiſe⸗, Kaffee⸗ oder Schau⸗ ſpielhäuſer; dieſe Grobheit iſt ausgezeichnet in ihrer Art oder viel⸗ mehr in ihrer Unart. Während in andern größeren Städten ein Ungeſchliffener von allen verwundert angeblickt und dadurch zur Ar⸗ tigkeit gebracht wird, ſo ſchaut man hier einen Artigen ſo verwundert an, daß er auf die Vermuthung kommt, er ſei grob geweſen, und daß er's nun erſt wird aus bloßer Höflichkeit.
Iſt bei einer Ausſtellung oder ſonſt an öffentlichen Orten ein Gedränge, und man macht vor einem ältlichen Herrn oder vor einer Dame Platz, ſo ſieht der Herr und die Dame und die Umſtehenden den Weichenden von oben bis unten an, als wollten ſie fragen:„Biſt Du dem Herrn Geld ſchuldig? oder ſcheuſt Du die Berührung der Dame?“
Wer einen Platz hat, der behält ihn ohne Rückſicht auf Alter und Geſchlecht, es ſei in der Kirche oder im Kaffeehauſe; wer auch noch einen abtreten könnte, bietet ihn gewiß nicht an, oder ver⸗ weigert ihn gar, wenn er darum erſucht wird; hat einer keinen Platz, ſo macht er ſich Platz mit ſeinen Ellenbogen.
Wer den andern dabei auf den Fuß tritt, iſt nicht betreten des⸗ halb, wer dem andern den Hut aus der Hand ſtößt, macht kein Auf⸗ hebens davon, ſondern läßt ihn liegen.
Dieſe Grobheit der Herren iſt Schuld der Damen, denn von ihnen werden wir gezogen, warum laſſen ſie uns ungezogen? Cid ſagt:„Jeder Fehler des Weibes iſt des Mannes Schuld,“ und er hat nicht Unrecht, ich habe aber auch nicht Unrecht, wenn ich behaupte: wir benehmen uns gegen Damen gerade ſo, wie ſie es haben wollen; wenn ſie aber haben wollen, daß wir ungezogen gegen ſie ſind, wie können da Männer eine höflichere Behandlung verlangen, als die Frauen?
Dieſe Herrengrobheit aber iſt anſteckend, ſie wird zur Diener⸗ grobheit. Es gibt keinen Ort in der Welt, in dem die Marqueure, Kellner und was ſonſt in dieſes Fach ſchlägt, eine ſo wegwerfende Art haben, mit den Gäſten umzugehen, als hier. Wo man ſonſt
auch hinkommt, überall wird man artiger aufgenommen: im Oeſter⸗ reichiſchen mit freundlichem Wohlwollen, am Rhein mit bereiteſter Aufmerkſamkeit, in Polen und Rußland mit Unterthänigkeit, nur in Berlin mit rückſichtsloſer Grobheit. Wenn man hier etwas von einem Kellner verlangt, bekommt man das Verlangte vielleicht, eine Antwort aber gewiß nicht, daher kann es vorkommen, und es kommt nicht ſelten vor, daß, wenn man mehremal etwas verlangt und nicht erhalten hat, und ſich ungeduldig äußert, der Kellner bei der dritten Aufforderung mit dem Kopfe nach ſeinem Collegen hinweiſt und gleichgültig ſagt:„Das iſt dem ſeine Sache!“
Man hat nirgend hier das Gefühl, daß man ein gern geſehener, willkommener Gaſt iſt; überall kommt man ſich vor wie ein über⸗ läſtiger, der ſchon lange aus Gnade gefüttert wird, und den man gern los ſein möchte. Es gibt einzelne Wirthe, die dieſen Uebel⸗ ſtand einſehen, und ihn gern beſeitigen möchten; ich kenne einen, der ſeine Kellner aus Frankfurt am Main kommen ließ, weil ſie dort ſich durch ihre Gewandtheit und Artigkeit auszeichnen, aber kaum hatten ſie hier einige Wochen verlebt, ſo waren ſie ebenſo grob wie ihre Berliner Collegen.
Auch die Grobheit der Diener iſt die Schuld der Damen, denn ſie iſt die Schulb der Herren; wenn die Herren fein, werden's die Diener ſein, da nun die Damen uns grob machen, und wir durch unſere Grobheit die Diener, ſo tragen die Damen mittelbar die Schuld. Wir Herren aber ſind unſchuldig, wie gewöhnlich, denn wenn die Damen uns beſſer gezogen hätten, ſo würden wir beſſer ſein.
Ebenſo unſchuldig ſind die Diener, die Herren machen ſie grob. Wenn man den Menſchen aus einer geringen Klaſſe ungezo⸗ gen behandelt, ſo wird er's ſelbſt; wenn man bei andern Gelegen⸗ heiten, wie mit ſeinesgleichen, mit ihm Späße treibt, Billard um Geld mit ihm ſpielt oder ihm wohl gar ſchuldig bleibt, dann betrach⸗ tet er die Gäſte bald wie ſeinesgleichen und behandelt ſie auch ſo. Ob ſein Herr dadurch einen Gaſt verliert, das iſt ihm ſehr gleichgül⸗ tig, und eigentlich iſt das auch nicht einmal zu fürchten, denn da der Gaſt die Grobheit auf allen ſeinen Wegen findet, ſo kann er ihr nicht aus dem Wege gehen.
Dieſe Grobheit der Berliner Kellner iſt in den Provinzen wie im Auslande berüchtigt; ich hatte viel davon gehört, aber ich fand mehr, als ich erwartete, ſie ſind größer, als ihr Ruf, d. h. gröber.
(Fortſetzung folgt.)
Lin Maler auf dem Kriegsfelde.
Von W. Camphauſen.
(Fortſetzung.)„
Auf Alſen.
Xaffenſtillſtand! Von ihrem Siegesfluge ru⸗ hen die deutſchen Adler aus, bei Schwert und Lorbeer. Zu Boden liegt der Danebrog; in der alten Kaiſerſtadt an der Donau aber tagen die Diplomaten, mit der Feder zum Vertrage zu binden, was die Heere errangen. Da treibt mich's noch einmal hinaus auf Schles— wigs Schlachtfelder, um in der Muße und Ruhe des wiederkehrenden Friedens Skizzen, Studien zu beſtimmtem Zweck zu ſammeln, über⸗ haupt nachzuholen, was damals im überſtürzenden Gedränge der Dinge verſäumt oder unmöglich geweſen war.
Es iſt Abend geworden. In der ſtillen Auguſtſonne liegt das Düppler Schlachtfeld wiederum— und wie anders— vor mir.
Wieder ſtehe ich, diesmal allein, auf der kleinen Spitzberg⸗Höhe, die in den blutigen Apriltagen ſtets mit Zuſchauern bedeckt war, deren Blick von dem kriegeriſchen Schauſpiel zu ihren Füßen gefeſſelt wurde. Und heute? Lautlos, einſam breitet ſich das Gefilde vor mir aus, vor wenig Monden noch vom ehernen Waffenlerm durchtoſt und er⸗ ſchüttert. Wo der Fuß des Kriegers, die Hufe der geſchützſchleppen⸗ den Roſſe die ganze Ebene zu einer großen, gelben Sand⸗ und Lehm⸗ fläche zerſtampft und auch nicht ein einzig grünes Hälmchen verſchont hatte, da iſt die Pflugſchaar ſiegreich wieder in ihr friedliches Recht getreten, und es wogen nun, ſo weit das Auge ſchweift, üppige Hafer⸗ felder im Abendwinde! Nur wenige, mit dünnem Unkraut bewucherte Streifen durchziehen wie rieſige Narben den grünen Teppich und verrathen die Stellen, wo die tiefeingeſchnittnen Laufgräben und Parallelen ihre raſtlos brüllenden Feuerſchlünde bargen. Weiterhin, droben, von wo die Schanzen herabſtarrten, in finſter⸗grimmigem Schweigen der nahen Vernichtung entgegenſehend, zeugen nur noch ſpärliche Reſte geſprengter Pulverkammern, von der Sonne weiß⸗ gebleicht, gleich Todtengebein, von den gigantiſchen Dänen⸗Wällen. Auch dort jetzt überall nur nickende Aehren, in deren grünes Gewand Mutter Erde ſich wieder gehüllt hat und unbefangen, heuchelnd zum Himmel emporſchaut, als ſei ihr jede Erinnerung der Tage geſchwun⸗ den, an denen ſie das Blut ihrer Kinder in gierigen Zügen getrun⸗ ken, ihre zerſchmetterten Leiber verſchlungen. An der Sonderburger


