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Bengalen ge lebt und außergewöh nliche Erfahrungen geſammelt hatte, verſichert, daß er niemals einen von dem Tiger Verwundeten habe ſterben ſehen, ohne daß dieſer vorher von Starrkrämpfen be⸗ fallen worden ſei, und fügt hinzu, daß auch die leichteſten Ver⸗ wundungen, welche geheilt werden, bei der geringſten Veranlaſſung wieder aufſpringen. Solche leichte Wunden kommen aber nur äußerſt ſelten vor; denn gewöhnlich ſind die Schläge, welche der Tiger ertheilt, tödtlich.
Ebenſo ſelten als die Rettung aus den Klauen des Tigers, ſind die Fälle, in welchen ſich derſelbe vor dem Menſchen zurückzieht, ohne über⸗ haupt einen Angriff zu machen. Ueberſättigung und damit zuſammen⸗ hängende Faulheit ſind die gewöhnlichen Urſachen eines ſolchen Rück⸗ zugs; zuweilen läßt auch der Schreck den Tiger ſeine Stärke vergeſſen.
Ebenſowenig als das Feuer, beſonders bei großem Hunger, den Tiger ſchreckt, hält ihn das Waſſer ab, ſich ſeiner anserſehenen Beute zu bemächtigen; denn mehr als ein Reiſender berichtet, daß er Augenzeuge war, wie die Tiger ſich in die Ströme ſtürzten und auf Kähne zuſchwammen, um einen der Ruderer von dort herauszureißen.
Möckern ſchiffte ſich mit ſeinem Freunde Tirer von Calcutta nach der Inſel Sangar. Ehe noch das Ziel erreicht worden war, ſtieg letzterer an das Land, ging vorwärts und bemerkte einen Tiger. Augenblicklich floh er zum Fluſſe zurück und ſprang, da ihm der Ti⸗ ger nachſetzte, in die Wellen und ſuchte ſein Heil in der Flucht, denn er war ein vorzüglicher Schwimmer. Tiger ſprang ebenfalls ins Waſſer, ſchwamm hinter ihm her und kam ihm näher und näher. Tirer, welcher Tauchen vorzüglich verſtand, ſuchte jetzt ſeine Rettung unter der Oberfläche des Waſſers und ſchwamm, ſoweit er konnte, tief im Strome dahin. Als er wieder auftauchte, ſah er denn auch mit Freuden, daß der Tiger, ohne Zweifel, weil er ſeine Beute nicht mehr erblickte, auf der Rückkehr war. Der Verfolgte gelangte glücklich an den Kahn, in welchem ſich ſein Freund befand.
Ein anderer Tiger ſchwamm quer über den Strom einem Boote zu und erkletterte es trotz alles Schreiens der entſetzten Schiffer.
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winiät von dieſen ſtürzten ſich augenblicklich in die Wellen, die an⸗
deren verrammelten ſich in der kleinen Kajüte am Hintertheile des ſFat hrzeuges. Der Tiger, jetzt alleiniger Herr des Bootes, ſaß ſtolz am Vordertheile und ließ ſich ruhig ſtromabwärts treiben; da
er aber ſah, daß die beabſichtigte Beute ihm entgangen war, ſprang er endlich mit einem Satze in den Fluß, ſtieg ans Ufer, ſchüttelte ſich ein wenig und verſchwand bald d darauf in den Dſchungeln.
In neuerer Zeit hat die engliſche Regierung in den ihr unter⸗ worfenen Landſtrichen viel für Verminderung der Tiger gethan; aber noch immer gibt es deren genug. Man bezahlt ſeit ge— raumer Zeit zehn Rupien für jeden Tigerkopf, und ſchon vor un⸗ gefähr ſechzig Jahren hatte man auf dieſe Weiſe 30,000 Pf. St. verausgabt. Dieſe S Summe hat übrigens Zinſen getragen, wie kaum eine andere; denn in allen Gegenden, wo ſich viel engliſche Nieder⸗ laſſungen befinden und von den Engländern die Ausrottung ernſtlich betrieben wird, iſt der Tiger faſt vernichtet. Die Inſel Coſſin⸗ bazar iſt durch den unerſchütterl ichen Muth eines Deutſchen, wel⸗ cher mehrere Male in einem einzigen Tage fünf von den Ungeheuern tödtete, vollkommen gereinigt worden. Aber dieſer Held ſteht immer noch hinter dem Richter Heinrich Ramus zurück; denn dieſer hat während leines Lebens nicht weniger als 360 Tiger eigenhändig erlegt. Man hat gelernt, gegenwärtig die Jagd regelrecht zu betrei⸗ ben und erzielt datuch vortreffliche Erfolge.
Am ergiebigſten ſind die Einzeljagden, welche Engländer allein oder mit wenigen Gehilfen unternehmen. Wie Afrika ſeine Löwen⸗ jäger, hat Oſtindien ſeine beſonderen Tigerjäger, und eine der iei Skellen unter ihnen dürfte der Lieutenant Rice nurhe Der⸗ ſelbe hat ein beſond eres Werk herausgegeben, unter dem Tihel „Tiger Shooting in India“, und erzählt darin, daß er 68 Tiger, drei Panther und 25 Bären erlegt und außerdem noch viele derſelben verwundet habe.
Mit vortrefflichen Doppelläufen verſehen und von wohl bezahl⸗ ten Treibern und einer Koppel muthiger Hunde begleitet, drang? Nice herzhaft in das Dickicht und ſuchte ſelbſt den aufgeſcheuchten Tiger auf.
Bei einer ſolchen Jagd gerieth der Fähndrich Elliot, ein Freund des Tigertödters, in. große Gefahr. Von vierzig Treibern unterſtützt, hatten beide Engländer eine Dſchungel in Augriff ge⸗ nommen, welche nicht viel zu verſprechen ſchien, und waren mit ihren
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Gewehren auf kleine Bäume geſtiegen, um den Erfolg der Unter⸗ ſuchung abzuwarten. Plötzlich ſcheuchten die Leute einen ſchönen Tiger auf, und dieſer ſchritt langſam auf ſie zu. Sie ſchwiegen ganz ſtill, aber einer ihrer Begleiter, welcher auf einem andern Baume Wache hielt und fürchtete, daß ſe von dem Tiger überraſcht werden möchten, ſchrie ihnen zu, auf ihrer Hut zu ſein. Dies war genug, den Tiger von der eingeſchlagenen Richtung abzulenken, ſo daß die Engländer kaum Zeit hatten, ihm eine Kugel nachzuſen nden. Sein lautes Gebrüll verkündete, daß er verwundet ſei, doch hatte er ſich ſchon zu weit in die Rohrwälder zurückgezogen, als daß man ihn noch mit Sicherheit hätte treffen können. Er wurde nun von den ungeduldigen Jägern mit mehr Hitze als Vorſicht verfolgt. An der Spitze ihres geordneten Jagdtrupps durchzogen ſie das Dickicht, von den Blutſpuren geleitet, bis ſie nach etwa 300 Schritten auf eine offene Gegend kamen, wo alle Zeichen verſchwanden. Vergebens waren einige Leute auf die höchſten Bäume geklettert, ſie hatten weder in den Büſchen, noch im hohen Graſe etwas bemerkt. Die beiden Engländer gingen ihren Begleitern etwa 20 Schritte langſam voran mit auf den Boden verlägteten Blicken, um hier nach den Blutſpuren zu ſpähen. Da läßt ſich plötzlich ein wüthendes Gebrüll hören, und der Tiger ſpringt aus einer unter dem Greſt verborgenen Höhlung
hervor und gerade auf Rice los. Dieſer hat kaum Zeit, auf zwei oder drei Schritt Entfernung ſeine beiden Läufe auf den Kopf des Unthiers loszubrennen, und durch den Knall, den Rauch und viel⸗
leicht auch durch die Kugeln abgelenkt, ſpringt es nun mit einem un⸗ geheuern Satze auf den Jagdgefährten, noch ehe derſelbe ſeine Büichſe anlegen kann. Mit der Schnelligkeit des Blitzes war dies geſchehen, und als Rice dem Tiger nacheilte, ſah er ſchon ſeinen unglücklichen Freund zu den Füßen des grimmigen Gegnes hingeſtreckt. In dem⸗ ſelben Augenblicke reichte ihm der Haupttreiber mit bewundernswür⸗ diger Kaltblütigkeit und Ruhe ein zweites geladenes Doppelgewehr Er ſchoß ſogleich den erſten Lauf ab, aber erfolglos jetzt mußte er inne halten: der Tiger hatte ſeinen ohnmächtig gewordenen Ge⸗ fährten beim Oberarm gepackt und ſchleppte ihn nach dem Loche zu, aus welchem er hervorgeſprungen war. alſo nothwendig das Thier in das Gehirn treffen; andere, nicht augenblicklich tödtliche Wunde würde die raſende Wuth der furchtbaren Katze nur noch mehr gereizt haben. Rice folgte deshalb dem Thiere in ganz kurzer Entfernung, um den günſtigſten Augenblick abzuwarten. Nachdem er einige Male vergeblich gezielt, glaubte er endlich dieſen Augeublick gekommen zu ſehen, feuerte ab und traf den Schädel des Tigers, welcher ſterbend über ſein Opfer hin⸗ rollte. Ein zweiter S Schuß tödtete ihn vollends, und jubelnd befreite er jetzt ſeinen Freund von dem erdrückenden Gewicht des Raubthiers. Es iſt merkwürd dig, daß ein ſo gewaltiges Thier, wie der Ti⸗ ger, gewöhnlich auch einer leichten Verwundung erliegt. Ein ange⸗ ſchoſſener Tiger geht faſt regelmäßig zu Grunde. Dabei⸗ wirken freilich noch andere Urſachen mit. In jenen heißen Ländern iſt das Heer der ſtechenden und blutſaugenden Kerbthiere ſelbſtverſtändlich ein weit größeres, als bei uns. Hunderte von Fliegen beeilen ſich, ihre Eier in den Rändern der Wunde abzulegen. Da entſtehen denn ſchon am zweiten Tage die bösartigſten Geſchwüre. Es ſtellt ſich Wundſieber ein, und das Thier geht zu Grunde, ſelbſt wenn die Kugel keinen einzigen der edleren Theile getroffen hat. Die geübten Jäger ſehen übrigens augenblicklich, ob ſie einen Tiger ſo verwundet haben, daß er bald verendet, oder ob er blos leicht getroffen worden iſt. Bei Schüſſen nämlich, deren Kugel das Herz, die Lungen oder die Leber durchbohrt hat, ſtreckt der fliehende Tiger beim Gehen gleichſam krampfhaft alle ſeine Klauen aus, und dieſe hinterlaſſen jetzt eine auch dem Unkundigen beſonders auffallende Fährte, während er, wenn er blos leicht verwundet wird, wie gewöhnlich auftritt, d. h. gar keine Fährte zurückläßt. An den Blutſpuren iſt ſelten die wundung zu erkennen, ja in den meiſten Fällen verlieren die durch die Bruſt geſchoſſenen Tiger kaum einen Tropfen Blut. as l aufliegende und verſchiebbare F Fell bedeckt bei den Bewegungen de res de dnnde e ſo vollſtändig, daß es den Austritt des Blutes ver wehrr Die Tigerin wirft zwei bis drei Junge an einem unzugänglichen Orte zwiſchen Bambus oder Schil 2 am liebſten unter der dichten und ſchattigen Laube einer Korintha. ie Thierchen ſind, wenn ſie zur Welt kommen, halb ſo groß wie eine Hauskatze und nach Art aller jungen Katzen ganz reizende Geſchöpfe. In den erſten Wochen ver⸗ läßt die Mutter ihre geliebten Kleinen nur, wenn ſie den nagendſten
denn eine jede
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Der nächſte Schuß mußte


