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: e, e; r di T u der Wahl haben, ob du eine Königin werden willſt, die Wahl und die Qual!“ Ueber die unmittelbar nach dem Tode eines großen Mannes vo V
Wird ſie ſich bewähren und ſiegen, wird ihr Glaube ſtark genug ſein in Times gebrachten ausgezeichneten Nekrologe wird man nicht mehr erſtalnen⸗ ddeem Kampfe, der ihr bevorſteht? So fragen wir am Ende des zweiten wenn man erfährt, daß ſie Jahre lang vorher gearbeitet werden, wie denn Buandes. Wir wollen keine voreilige Antwort geben. Der dritte Band nach dem Tode des Herzogs von Wellington der Nekrolog, welcher Tags muß ſie bringen. Auf ihn verweiſen wir auch unſere Leſer. darauf erſchien, von Macaulay vor mehr als 12 Jahren früher geſchrieben, Es iſt nicht unſere Aufgabe, das vorliegend ſkizzirte Werk zu kriti- und ſeitdem vielfach gefeilt und umgearbeitet worden war.. ſiren. Nur das möchten wir hervorheben, daß wir ſelten ein Werk mit Ungefähr 500 Briefe, an den Herausgeber der Times adreſſirt, die ſich ſo anhaltendem Intereſſe geleſen haben, als dieſen neuen Roman. Und über jeden denkbaren und undenkbaren Gegenſtand von bifentlicher der dii⸗ doch iſt derſelbe keinesweges, was man ein„ſpannendes Buch“ zu nennen vater Bedeutung auslaſſen, werden täglich von einem Beamten geöffnet,
1 pflegt. Die ruhige, anmuthige Behaglichkeit der Darſtellung, die lebens⸗ deſſen Pflicht es iſt, diejenigen auszuwählen, welche intereſſant genug zur 1 woahre Schilderung der Natur und der Menſchen, der friſche Humor, der Veröffentlichung ſind, und etwa 495 in den Papierkorb zu befördern.— ſeeine treffenden Streiflichter auf die verſchiedenen Lebensverhältniſſe und Mit ihren Kritiken iſt die Times ſparſam; aber ſie ſind ſtets gewichtig, a9 Geſellſchaftsſchichten, namentlich auf die Gelehrtenwelt, fallen läßt, die oft Epoche machend für ein Buch. So ſoll ihre Kritik über„Adam Bede“ pſychologiſch feine Entwicklung der einzelnen Charaktere und ihres Innen- ſeiner begabten Verfaſſerin 2000 Pfund eingebracht haben. Ebenſo wird 4 lebens— das iſt's, was uns darin angezogen und gefeſſelt hat. niemand in London von Muſikern ſo ſehr gefürchtet, gehaßt und geſchmei⸗ R. K. chelt, als der Muſikrecenſent dieſes einflußreichen Blattes. 1 Noch etwas über die„Times“. Deutſchland hat ſich im Allgemeinen keiner beſondern Gunſt des engliſchen
Weltblattes zu erfreuen. Seine Angriffe auf uns ſind oft ebenſo tendenziös ge⸗ Winde hängt, muß doch zugeſtanden werden, daß es zuweilen der verirrten häſſig, als ſcheinbar von Ignoran ſtrobend⸗ Seit dem deutſchen Kriege in öffentlichen Meinung kräftig die Stirn bietet und einen heilſamen Einfluß Schleswig⸗Holſtein haben wir angefangen, es haſſen zu lernen; ein recht⸗ auf ſie ausübt. So kämpfte es im Jahre 1846, als die Eiſenbahnſpeculation ſchaffener Haß des Unrechts iſt aber eine ſittliche Macht, die zum Siege und eine ſo entſetzliche Ausdehnung in England gewann, energiſch gegen dieſe zur Selbſtändigkeit führt. R. K. verderbliche Manie, obgleich dieſelbe ihm täglich 500 Pfund für Annoncen, ddie darauf Bezug hatten, einbrachte. Ebenſo war es die Times, die im Krimkriege einen Fond ins Leben rief, der ausreichte, um die gröblich ver⸗ nachläſſigte Armee mit ordentlicher Koſt und Kleidung zu verſorgen. Zuweilen gefällt es dem meiſt ſehr gravitätiſchen Blatte, ſich einen Scherz zu erlauben. Vor einigen Jahren war die Zeitungsſteuer in England noch ſehr hoch. Alle Bemühungen, ſie herabzuſetzen, waren vergeblich. Dagegen ſetzte es Mancheſter durch, daß die Beſteuerung des gedruckten Kat⸗ tuns aufgehoben wurde. Am Tage nachdem das Parlament gedruckten chpieb 10 Nle 21 Kattun für hinfort ſteuerfrei erklärt hatte, erſchien die Times, auf dazu großen Dupuytren, der eiſimg ſagte: Kielchen don dem 7 eigens hergerichteten Kattun gedruckt, ohne Stempel, anſtatt auf Papier„Hahnemann wirft einige ſeiner Küge chen Hon donn Pont⸗Neuf ins mmit dem Zeitungsſtempel. Einen finanziellen Gewinn konnte ſie dadurch Waſſer, unnd ſchickt ſeine Patienten nach Havre nnit ben Worten:„Schöpfet nicht machen; aber der Geſetzgebung zeigte ſie, welche Lücken das Geſetz ent⸗ Waſſer aus der Seine, trinkt und ihr werdet geneſen!. 4— hielt. Die Wiederholung des Scherzes wurde allerdings verboten, aber das Wie geſagt, er gab zuweilen zu dieſen Spöttereien Anlaß und vielleicht mächtige Blatt beſaß einen größeren Einfluß als je zuvor. auch zu der folgenden Anekdote, die, wenn nicht wahr, doch gut erfunden iſt. V Die vier großen Leitartikel, welche jeder Tag bringt, ſind meiſt unge⸗ Eines Tages fährt ein reicher engliſcher Lord be Hahnemann vor, um mein gewandt und feſſelnd geſchrieben. Man ſieht es ihnen nicht an, in ihn wegen einer Krankheit um Rath zu fragen. Der Greis hört aufmerkſam welcher Haſt ſie entſtehen. Oft ſind ſie in der Preſſe um 4 Uhr Morgens, die Darlegung des Patienten an, nimmt ein Fläſchchen, öffnet es, hält es wenn die Parlamentsrede, über die ſie ſich auslaſſen, vor Mitternacht nochnicht unter die Naſe des Lords und ſagt:
So ſehr das Londoner Weltblatt für gewöhnlich den Mantel nach dem
Hahnemann und der Engländer.
Der Erfinder der Hombopathie brachte bekanntlich ſeine letzten Lebens⸗ jahre in Paris zu. Eine Franzöſin, die er in ſeinem neunundſiebzigſten Lebensjahre heirathete, hatte ihn dorthin gezogen. Auch dort vollbrachte er eine Reihe bedeutender Kuren und ſammelte viele Schüler um ſich. Das V Alter ſchwächte aber wohl nach und nach ſeine Geiſteskräfte, wenigſtens über⸗ trieb er ſeine eigenen Vorſchriften oft in einer abgeſchmackten Weiſe. Er verſchrieb nur die allerkleinſten Doſen. Faſt rechtfertigte er den Scherz des
wooollendet war. Es iſt dabei nicht zu überſehen, daß alle dieſe Artikel ohne„Riechen Sie! Gut! Sie ſind geheilt!“ Namen erſcheinen und daß ihre Verfaſſer auf keine Belohnung und Aner⸗ Der Engländer, überraſcht,— was ſeinen Landsleuten ſelten begegnet 1 kennung Seitens des Staates zu rechnen haben, wie das in Frankreich ſo i bent. ldt, 22 8 1 bhäufig der Fall iſt. Ausnahmen von dieſer Regel ſind ſehr ſelten. Vor eini⸗ eans ich ſchuldig 6. gen Jahren kam allerdings ein ſonderbarer Fall von Beförderung eines Leit⸗ 9.„Tauſend Franken!“ lautet die Antwort des immer anweſenden 4 Maaritikelſchreibers vor. Derſelbe hatte ſich dem Lord Palmerſton durch unge⸗ Famulus. 4. 1 ſ ſtüme Angriffe auf ſeine Politik etwas unbequem gezeigt. Es dauerte lange, D'er Inſulaner dioht ein Fünfzig⸗Livres⸗Billet aus ſeiner Taſche, hält G 7 bis ſein Name entdeckt ward. Als das geſchehen, wurde er in der höflich⸗ 85 iie dir Maſe des Arzkes und ſagt⸗ 1 ſten und rückſichtsvollſten Weiſe erſucht, eine ſehr einträgliche Regierungs⸗ b Mie hen Ses Gut⸗ Sie ſind bezahlt!“ h . ſtelle anzunehmen, die ihn— etwa 1000(engl.) Meilen entfernte. Als ein Mit dieſen Worten verläßt er das Zimnner. f ½ kluger Mann ſträubte er ſich nicht, ging und genoß ſeine jährlichen 2000 Pfund n in großer Gemüthsruhe. Wcoort und Geiſt. d Eine hervorragende Stellung nehmen die auswärtigen Correſpondenten Von Otto Sutermeiſter. ſe 4⁸ der Times ein, die über die ganze Erde verbreitet wirken und, je nach der V I. b Wichtigkeit ihrer Miſſion, verſchiedenartig, aber alle ungemein liberal be Der Beſte immer ward von ſolchen nur erkannt, J 1 4 zahlt werden. Die Stellung ihres Correſpondenten in Paris rangirt, in Die irgend ihm in Art und Trefflichkeit verwandt. 1l 3 politiſchem und ſocialem Werthe, nächſt der des britiſchen Geſandten. Sein Wenn dich ſein Wort durchdrang, ſo haſt du's ſelbſt gedacht feſtes Gehalt, das nur ein Theil ſeiner Einnahme iſt, beläuft ſich auf Und nur zu ſolchem Klang und Leben nicht gebracht. 1200 Pfund, wozu freie Wohnung und eine Bibliothek kommen; er hat auch Sein Bild, das dich entzückt, du trugſt es lang in dir, eine unbeſchränkte Verfügung über den Telegraphen, und außerordentliche Nur iſt dir nicht geglückt wie ihm Ausdruck und Zier. Boten warten ſtets auf ſeine Befehle, um ſeinen Prinzipalen Correſpondenzen Sein Lied, von dem du voll, es ſchallt aus deiner Bruſt zu überbringen, die er nicht der Poſt anvertrauen mag. Doch ſtets muß er Nur weil ſie überquoll von ſeiner Qual und Luſt. gerüſtet ſein, ſeinen Poſten gegen einen anderen, oft am entgegengeſetzten Erkennen Gottes Spur iſt ſelber götterhaft: Ende der Welt zu vertauſchen. Gott wird erfahren nur mit ſeiner eignen Kraft.
Briefe und Sendungen ſind zu richten an die Redaction des„Daheim“ in Leipzig, Poſtſtr. Nr. 2.
Unter Verantwortlichkeit von A. Klaſing in Bielefeld, herausgegeben von Dr. Robert Koenig in Leipzig. Verlag der Daheim⸗Expedition von Velhagen Klaſing in Bieleſeld und Berlin.— Druck von Fiſcher& wittig in Leipzig.
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