inen au;
nige nla⸗
pps Ar⸗ und
und ugen ſich ahre Von rrath rden, zrgen fent⸗ einer Hauſe wird ieſem n er⸗ n für n den Wohl
½
—yÿʃ
——
ſogenannten Feldbettſtellen
Augen angreifen, z. B. bei den Blattern, dem Scharlachfieber, den Frieſeln und Maſern, ſogleich von Anfang an zu vermeiden und ſpäter ſei man darauf bedacht, den Reconvalescenten ganz allmählig wieder ans Licht zu gewöhnen, da durch einen zu raſchen Wechſel früher geſunde Augen oft auf Zeitlebens geſchwächt worden ſind.
Die Bettſtelle werde wo möglich nicht an eine Außenwand, keinenfalls aber in die Nähe eines Fenſters oder einer Thür, welche gebraucht wird, geſtellt, damit beim Ein- und Ausgehen aller Zug vermieden werde; auch ſtelle man ſie ſo weit von der Wand, daß man auch hinter dem Bett zum Kranken gelangen kann. In ſchwe⸗ ren Krankheiten rathe ich, für ein zweites Bett zu ſorgen, wozu die
des bequemen Hin⸗ und Hertran ens halber ſich beſonders eignen, um den Kranken, ſo oft es ihm ange⸗ nehm iſt, umbetten zu können. Nichts iſt in Krankheiten wohl⸗ thuender als das Liegen in einem friſch gemachten Bett. Doch muß das zweite Bett bequem gemacht und ſo nahe geſtellt ſein, daß das Verbetten ohne große Anſtrengung für den Kranken geſchehen kann; die Kopfenden der beiden Betten müſſen daher eine entgegengeſetzte Richtung erhalten. In Ermangelung einer zweiten? Betſſtelle ſollte ein Sopha oder wenigſtens ein gepolſterter Lehnſtuhl im Krankenzimmer ſein, um dem Kranken darin mit Hülfe angeſetzter Stühle g leichfall 8 eine liegende, möglichſt bequeme Lage zu geben. Ein Bettvorhang, oder ein Bettſchirm, iſt in Krankheiten von großem Werth; am dien⸗ lichſten ſind die doppelten, welche einen Winkel bilden und zuſam⸗ mengeklappt werden können, doch ſind auch die einfachen brauchbar.
Beim Bettmachen gehe man recht vorſichtig zu Werke, damit durch das Auflockern der Kiſſen und Ausbreiten der Betttücher und Decken dem Kranken kein Luftzug zugeweht wird. Auch iſt darauf Rückſicht zu nehmen, wie der Kranke am angenehmſten ruht, jeden⸗ falls dürfen die Kiſſen nicht hoch über dem Kopf hinaufſtehen, der Kranke muß mit dem Kopfe auf dem Kiſſen ruhen; auch darf der Rücken, beſonders die Kreuzgegend, keine hohle, ſie muß vielmehr eine etwas erhöhte Lage haben. Das Unterbetttuch werde weich und ſehr glatt gelegt und von allen Seiten gut eingeſteckt, weil ſich ſonſt leicht eine Falte bildet, die durch den Druck ein Durchliegen bewirkt. Sehr zweckmäßig ſind in Krankheiten einige kleine, weich und dick ge⸗ füllte Feder⸗oder loſe gefüllte Pferdehaarkiſſen(Steckkiſſen) etwa von der Größe einer halben Berliner Elle oder noch etwas größer, um ſie überall unterſtecken zu können, wo es dem Kranken angenehm iſt. Das Bett muß, bevor derſelbe hineingelegt wird, außer in den heißen Sommertagen, mittelſt einer Wärmflaſche bei jedem Um⸗ betten erwärmt werden.
Höchſt wohlthuend für Kranke iſt auch ein öfteres Wechſeln der Leib⸗ und Bettwäſche, welche ſelbſtredend gehörig ausgewärmt ſein muß; man laſſe ſie, doch nicht im Krankenzimmer, am Ofen längere Zeit ausdünſten und austrocknen. Ueberhaupt iſt Reinlichkeit dem Kranken wahrer Lebensbalſam. Daher verſäume die Pflegerin nicht, ihm täglich wenigſtens zweimal Geſicht und Hände mit nicht völlig kaltem Waſſer zu waſchen, das Haar glatt zu ſtreichen und den Mund mit ſtark lauwarmem Waſſer ausſpülen zu laſſen, weil ſol⸗ ches den Schleim beſſer abnimmt und für die Zähne zuträglicher iſt. Ordnung und Sauberkeit im Krankenzimmer iſt dem Patienten ein eben ſo großes Bedürfniß als eine gute Pflege. Wenn darin kein Teppich liegt, dann geſchehe das Kehren ganz behutſam und zwar mit feuchtem Sande oder mit feuchten Theeblättern, welche den Staub aufnehmen, beſonders wenn ſie ſtellenweiſe zuſammengefegt und dann auf eine Staubſchaufel gekehrt werden.
Auch muß ſtets reine Luft im Krankenzimmer ſein. Alles was die Luft verunreinigt, werde ſofort herausgeſchafft. Auch ſtark duftende Blumen halte man fern. Indeß iſt es für Wrafllöienie ſehr wohl⸗ thuend, wenn man ein Faß mit feuchtem Sande füllt, dahinein friſch abgeſchnittene Zweige von Tannen, Fichten und Birken dicht neben⸗ einander ſteckt und ſolches in ihrer Nähe hinſtellt; wöchentlich einmal müſſen die Zweige erneuert werden.
Sollte mit dem Krankenzimmer ein Nebenzimmer in Verbin⸗ dung ſtehen, ſo kann das Liften um ſo beſſer geſchehen, da dann bei zugemachter Thür im Nebenzimmer die Fenſter geöffnet und, nachdem ſolche wieder zugemacht, die friſche Luft herein gelaſſen werden kann. Wo das Lüften indeß nicht auf ſolche Weiſe auszuführen iſt, da wende die Pflegerin die nöthige Vorſicht au, damit nicht unmittel— bar die Luft aufs Bett hinſtröme und Luftzug entſtehe. Das Fen⸗ ſter bei heruntergelaſſenem Rouleau zu öffnen, würde hier vielleicht
I. 4.
*
—
vom Reau⸗
am zweckmäßigſten ſein. Dabei aber verſäume man nicht, die Arzt vorgeſchriebene Temperatur(gewöhnlich 15—16 Grad mur) zu unterhalten.
Um die Luft im Krankenzimmer bei ſtürmiſcher Witterung, wo das Lüften ſchwierig iſt, zu verbeſſern, wurde mir von einem er⸗
fahrenen Arzte empfohlen, einen reinen Bogen Poſtpapier ab⸗ 3. gen. zubrennen und mit dem flammenden Papier einige Mal im
Zimmer auf und ab zu gehen. Das Beſprengen mit Eſſig oder das Räuchern mit wohlriechenden Mitteln führt der ſchon verun⸗ reinigten Luft noch neue Beſtandtheile zu und mehrt dadurch nur die Unreinheit derſelben. Dies aber geſchieht nicht durch die Flamme des Papieres, ſie verſchluckt vielmehr die fremdartigen Theilchen und reinigt auf ſolche Weiſe die Luft.
Zum Einnehmen der Arznei ſind Porzellanlöffel den ſilber⸗ nen vorzuziehen, weil manche Medizin, in letzteren genommen, falls ſie nicht ſogleich gereinigt werden, Grünſpan oder andre ſchädliche Theile entwickeln, die alsdann der Kranke beim nächſten Einnehmen mit niederſchluckt. Wird ein ſilberner Löffel gebraucht, ſo muß er jedesmal nach dem Einnehmen in ein Glas Waſſer geſtellt werden. Beim Eingeben von verſchiedener Arznei iſt ſorgfältig Acht zu geben, welche gereicht wird, damit keine Verwechſelung ſtattfinde. Damit beim Abzählen der Tropfen nicht anfangs mit einemmale mehrere herausſlietzen, mache ich ſtets mit dem naſſen Kork einen Weg über den Rand des Glaſes, welchem die Arznei tropfen⸗ weiſe folgt. Alles was zum Einnehmen gehört, als: Arzneigläſer, ein Glas Waſſer mit dem hineingeſtellten Löffel und eine Waſſer⸗ flaſche nebſt dem Trinkglas, ſtelle man zuſammen auf einen kleinen Tiſch am Bette und ſorge für eine richtig gehende Uhr, da die Arznei mit der größten Pünktlichkeit gegeben werden muß. Der Schlaf des Kranken werde jedoch nicht unterbrochen, wenn er natürlich iſt, weil derſelbe wohlthuender wirkt als die beſte Arzuei; es müßte denn ſein, daß der Arzt i in gewiſſen Fällen ein Aufwecken für nothwendig hält, um Arznei zu reichen. Man laſſe nach der Arznei nur dann ein wenig Waſſer trinken, wenn Kranke es wünſcht. Um in heißer Jahreszeit die Arznei vor Gährung zu bewahren, muß ſie in einem Glaſe friſchen Waſt ſſers ſtehen, was häufig zu erneuern iſt. Das Trinkwaſſer halte man in einer Flaſche im Zimmer bereit, ſo daß das Kranke kein ganz kaltes Waſſer aus dem Brunnen zu trinken ge⸗ nöthigt iſt, was nur in einigen heftigen Fieberzuſtänden erlaubt iſt, wo der Arzt es verordnet hat. Iſt das Trinkwaſſer ſehr hart, ſo werde es gekocht und abgekühlt dem Kranken gereicht. Man laſſe den Kranken beſonders in Fieberzuſtänden häufig trinken; ein Ge⸗ tränk von geſtandenem Waſſer mit Himbeereſſig oder Zuckerwa ſſer mit Citronenſaft iſt äußerſt erfriſchend. Sollte aber die Bruſt lei⸗ dend ſein, ſo iſt anſtatt Himbeereſſig und Citronenſaft, Himbeerſaft mit Waſſer oder noch beſſer mit einer dünnen Abkochung von guter Hafergrütze ein heilſames Getränk. Zur Abwechſelung iſt auch ein Getränk von geröſtetem Schwarzbrod mit kochendem Waſſer über⸗ goſſen, mit oder ohne etwas Citronenſaft und Zucker, zuträglich; ebenſo ein Aufguß wie Thee von Graupen mit ſtark kochendem Waſſer, nach Belieben mit Zucker und Citronenſaft, ſelbſtredend beides erkaltet gereicht.
Im Krankenzimmer herrſche die größte Ruhe; die Pflegerin ſpreche wenig mit dem Kranken und beſorge für ihn alles ſtill und geräuſchlos. Sie ſuche es dem Kranken abzumerken, was er gern und nicht gern hat und nehme darauf die größte Rückſicht. Oftmals aber ſind Kranke eigenſinnig und wünſchen mitunter was ihnen nicht dienlich iſt, in ſolchen Fällen ſuche ſie mit Klugheit und Liebe die Gedanken abzuleiten.
Abends werde zur rechten Zeit, vor neun Uhr, Kranke umgebettet, für ein Nachtl nat(welches ſo geſtellt werden muß, daß der Schein ihn nicht berührt), für friſches Getränk und alles geſorgt, was über Nacht im Krankenzimmer gebraucht wird, damit, wenn ſich Schlaf einſtellt, dieſer nicht durch Aus- und Eingehen geſtört werde.
Die Umgebung zeige dem Kranken weder Beſorgniß noch Trau⸗ rigkeit, erzähle ihm nichts, was traurige oder freudige Gemüths gaffecte herbeiſüi hren könnte und gehe nur auf gleichgültige Sachen ein; auch führe man ihm keine Beſuche zu, ehe der Arzt es erlaubt, und auch dann nicht zu viele, beſonders keine Abendbeſuche, welche ungemein aufregend ſind und wodurch ſchon öfters auf dem Wege der Beſſerung ein tödtlicher Rückfall verurſacht worden iſt. In Krankheiten aber, wo der Arzt die Ueberzeugung hat, daß keine Beſſerung möglich iſt,
der
der
—˖Q—Qꝑ—OQO.QO˖ꝭ———


