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Innere der Halbinſel, während die Küſtenſtriche reich bebaut und mit den herrlichſten Buchenwäldern geſchmückt ſind.
Der Zweck unſerer Rückkehr nach Flensburg war, uns nicht gar zu lange außer aller Fühlung mit dem Hauptquartier umherzu⸗ treiben, da von jetzt ab täglich der Sturm zu erwarten ſtand. Da der Augenblick deſſelben indeß begreiflicherweiſe bis zur letzten Stunde als tiefſtes Geheimniß behandelt wurde, ſo mußten wir, ohne jede Andeutung von höherer Stelle, den rechten Moment zu ver⸗ ſäumen befürchten. So gelangten wir denn ſpät Abends nach Flensburg, ſoupirten bei Raſch mit unſern Düſſeldorfer Offizieren und begaben uns zur Ruhe.
Nachdem wir am andern Morgen die nöthigen Erkundigungen eingezogen, beſtiegen wir, diesmal unter vielen Weitläufigkeiten, einen der ſechshundert dort aufgeſtellten Wagen und rollten zur Stadt hinaus. Unterwegs trafen wir unter andern Abwechslungen einen Transportwagen mit Lebensmitteln für die Truppen, von dem ein koloſſales Rumfaß herabgefallen und in unrettbarem Auslauſen begriffen war. Bereits war die ganze Chauſſee mit ſeinem duftenden Inhalt überſchwemmt, aber dutzendweiſe liefen die benachbarten Häusler ab und zu, um in Eimern, Krügen und Geſchirren aller Art von dem edlen Naß zu retten, was möglich war. Der zur ſelbigen Colonne kommandirte Unteroffizier mußte aber in Betreff des Durſtes wohl aus der Art geſchlagen ſein, denn er ſtand ſtoiſch lächelnd dabei, mit einer Miene, die zu ſagen ſchien: sic transit gloria mundi!
durch ödes, unfruchtbares Haideland, charakteriſtiſch für das ganze durch das Dorf Atzbüll, deſſen Kirche rechts an der Straße zum Pul⸗
vermagazin eingerichtet iſt. Auf Anrufen des Poſtens muß in dieſer unheimlichen Nähe ſtets im Schritt vorbeigefahren werden. Weiter⸗ hin am Chauſſeerande imponirt ein gewaltiger Artilleriepark von ſchwerem Geſchütz, Mörſern und zu tauſenden dort aufgehäuften Pyramiden von Bomben, Granaten und Wurfgeſchoſſen aller Art, die, wenngleich noch ohne ihre Sprengladung, doch finſter und dräuend genug in den fröhlichen Morgenſonnenſchein hineinſtarren, der ihre dicken, ſchwarzen Bäuche bebrütet.
Am Spitzberg angelangt, ſahen wir die däniſchen Krater, aber⸗ mals in lautloſem Schweigen, faſt ausgebrannt, ihre noch übrigen Kräfte zur letzten grauſigen Eruption aufſparend. Am Horizont umher aber ſtiegen, wie geſtern, gewaltige Rauchſäulen brennender Häuſer von Alſen her auf.
Wir hatten den heutigen Tag hauptſächlich zum Einſammeln von Skizzen beſtimmt, womit wir denn auch die nächſten Stunden verbrachten. Den Gegenſtand unſerer Studien bildeten maleriſche Vorpoſtenreplis mit ihren Kaſematten, Parallelen⸗Details und endlich die zunächſt am Seeufer aufgeworfene Batterie Nr. V, in der der dort kommandirende kleine Fähnrich H. von der 3. Brigade uns durch mancherlei Berichte ſeiner jüngſten Erlebniſſe freundlich Geſellſchaft leiſtete. 3
In Gravenſtein erfriſchten wir uns im dortigen Gaſthauſe, das von Offizieren aller Waffen angefüllt war, und fuhren nach kurzer Naſt weiter.
Abends in Ekenſund überraſchte uns der Fürſt von Hohen⸗
s für Kaum an der Fähre angelangt und abgeſtiegen, bemerkten wir zollern mit dem Prinzen Anton, Hauptmann v. O. u. Lieutenant v. igkeit. den freundlichen Kronprinzen, der uns mit den Worten begrüßte: L. Da aber das ihm zuſtehende untere Zimmer von neu angekomme⸗ Höhe„Ah, meine Herren Maler, kommen Sie, ich will Sie dem Feld⸗ nen Kriegsleuten vollgepfropft war, begnügte der Fürſt ſich damit, , die marſchall vorſtellen.“ Der brave, alte Haudegen empfing uns höchſt in der obern Etage den Flur einzunehmen, einen engen und niedri⸗ tiegen, cordial und ſah in ſeiner ſchwarzſeidnen Unterkappe, die weiße gen Gang, in dem ein Tiſch mit etlichen Stühlen nothdürftig Platz ont der Küraſſiermütze, in den Nacken geſchoben, dar⸗ fand. Bald ſaßen wir, des hohen Herrn freund⸗ dem über, dem verwitterten, runzligen Soldatengeſicht licher Einladung folgend, höchſt behaglich dort ſchütz⸗ mit emporſtarrendem Schnauz⸗- und ſchneewei⸗ zuſammen bei kalter Küche, kräftigem Bordeaux onirt. ßem Kinnbart originell genug aus. und einer vortrefflichen Cigarre, letzteres hier⸗ indeß Spät am Abend machten wir noch einen orts ein ſeltener Genuß. Dabei würzten Kriegs⸗ öflich, Spaziergang das ſtille Seeufer entlang und und Friedens⸗Anekdoten das Mahl, wobei ich, n, und betraten dann unſer behagliches Kneipchen im wie der Dompfaff ſeine Stücklein, manch alte, ieder⸗ Fährhaus. Es ſollte uns aber heute nicht ganz vergeſſene Schnurre wieder auftiſchen mußte. den ſo wohl als ſonſt darin werden, indem eine Auch der junge Prinz A., der ſich im Straßen⸗ ichſten Geſellſchaft von drei Philiſtern der ledernſten gefecht von Veile zwei neue Decorationen er⸗ Tagen Sorte, Geſchäftsreiſende oder Gott weiß was kämpft hatte, nahm lebendigen Antheil an unſerm n hier für verflogene Vögel, ſich zu uns niederließen. Geſpräch, bis es Mitternacht wurde, als plötz⸗ einem Der eine, wohl einheimiſches Gewächs, ſchwatzte lich die hohe Geſtalt des Kronprinzen, im langen loſen fortwährend von ſeinem„Freunde Matzen“, Mantel eingehüllt, in der niedrigen Behauſung den er nothwendig und pflichtſchuldigſt noch erſchien und uns die geheimnißvolle Weiſung 5 ge⸗ beſuchen müſſe, wozu er indeß, trotzdem ich ihm gab, morgen früh zehn Uhr auf unſerm Poſten mdas mehrmals meine Uhr, die bereits die zehnte zu ſein. Wenngleich verſchiedene Anzeichen chau⸗ Stunde wies, vorzeigte, durchaus keine Anſtalt machte.„Freund ſchon vorher für uns bemerkbar geweſen waren, daß„etwas im Werke itigen Matzen“ aber war, wie ſich. erwies, niemand anders, als ein ſei“, ſo erfuhren wir doch jetzt erſt die beſtimmte Stunde für den am mäg⸗ barmherziger Samariter des Dörfchens, der ihn, den völlig nächſten Tage befohlenen Sturm, und daß unſere fröhliche Unter⸗ Vor Fremden, vor einigen Tagen noch ſpät Abends mitleidig auf⸗ V haltung allmälig einer ernſtern Stimmung Platz machte, wird nur. mäch⸗ genommen und genächtigt hatte und dem er ſich dadurch ganz V zu begreiflich erſcheinen.— 1. lelen, beſonders dankbar zu erweiſen hoffte, daß er dieſe Wohlthat heute V In ſolchen Momenten geſtaltet die leicht erregbare Phantaſie wah abermals von ihm erbitten wollte, was ihm denn auch wirklich ge⸗ des Künſtlers die Stimmung des Gemüthes unwillkürlich und als⸗ wwah. lungen iſt. bald vor dem innern Auge zu Bildern und kleidet in Form und han Mir ward endlich von alledem ſo dumm und verſimpelt zu Farbe, was dem Laien, wenn auch bei empfänglicher Natur und der⸗ Him⸗ Muthe, daß ich, plötzlich mit krampfhaftem Aulauf die Phalanx der ſelben Stärke der Empfindung, doch wohl nur als geſtaltloſe Vor⸗ Due würdigen Trias durchbrechend, das Weite und ſchier unmächtig das ſtellung erſcheinen mag. harak⸗ Bett ſuchte. Viel länger hat es mein mit etwas geduldigern Nerven Von Iugend auf und ſpäter in Folge meines ſpeziellen Künſt⸗ . ausgeſtatteter Freund H. auch nicht ausgehalten. Ich würde dieſes lerberufes aufs eifrigſte die Kriegsgeſchichten alter und neuer Zeit en, be Intermezzos hier nicht Erwähnung thun, wenn ich nicht, in beſcheide⸗ ſtudirend, ſollte ich nun der unmittelbaren Wirklichkeit nahe geführt en d ner Nachahmung unſrer größten Klaſſiker: durch Contraſte zu wirken, werden. In dem Vorgefühl des kommenden Tages war ich mächtig u und eine gewiſſe Folie für meine ferneren Charakterfiguren zu gewinnen herregt und die mannigfachſten Betrachtungen und Gedanken durch⸗ en und hoffte. wogten meine Seele. 3 Wih⸗ Am 17. Morgens ging es wieder über Gravenſtein nach dem Gertſetzung folgt.) b, bi Spitzberge. Etwa eine Viertelmeile hinter erſterem führt der Weg(Fhuiſenung eld vurdet ndie V ngegeft V t nach r We


