— endlich zur unſeligen Fertigkeit wird, aus jedem Vorfalle des Le⸗ Quell eutſpringen, ſind wir zu unſerem Ausgangspunkte zurückge⸗ bens, er mag Namen haben, wie er will, die größtmöglichſte Quan⸗ kehrt. Die Einbildungskraft, welche Krankheiten herbeiführt und tität Gift zu eignem Gebrauch auszuſaugen, ſo ſoll damit in keiner tödlich machen kann, ſie gleicht der göttlichen Lanze, deren umgekehrter Weiſe die wunderbare Kraft verkannt ſein, welche eine richtig geleitete Schaft die Heilung bringt.— Der alte Hufeland hatte Recht, als Phantaſie auf die Erhaltung und Herſtellung der Geſundheit auszu- er eine lieblich gerichtete Einbildungskraft unter die wichtigſten Ver⸗ üben vermag.„Iſt nicht die Hoffnung, nächſt dem Schlafe, dem längerungsmittel des Lebens aufführt, und da ich einmal Autoritäten Bringer der echten Träume, die Beſchützerin und der Genius des anführe, will ich mit den Worten des noch nie ganz gewürdig— menſchlichen Lebens? Und was iſt die Hoffnung meiſt anders, als ten Hippel ſchließen:„Seelenhektiſch i*ſt jeder, deſſen Einbildungs⸗ die Tochter der Phantaſie?“— Und indem wir ſomit erkennen, kraft auf ſchwachen Füßen geht. Die Phantaſie iſt die Lunge der wie auch in dieſem Gebiete Leid und Freude dem Menſchen aus einem Seele.“
Am FJamilientiſche.
drupel. Mitten in der Arbeit des reinſten Patriotismus hört er unter dem Beaume ein Stampfen und Stöhnen, müſſigt ſich einen Augenblick ab, ſchaut Im lieben Schwabenland liegt das Städtlein Juſtingen und nicht hinunter und ſieht, wie eben ein Wolf ſein Pferd abwürgt. Aber was darf weit davon das Dorf Mündingen. Von Juſtingen ließe ſich wohl viel erzählen, den Mann im Dienſte des Vaterlandes ſtören 2 Da ſchweigt alles eigene namentlich aus der Zeit der Hohenſtaufen. Die Herren von Juſtingen ſind Intereſſe. Kein Gedanke, keine Thräne darf hinunter zu dem ſterbenden der Staufen treueſte Anhänger geweſen, und wenn man, als ſich ihr Stern Klepper. Er unterſtützt ſeinen Gemeinekuckuk, bis der Juſtinger überwunden ſchon neigte, irgendwo ihr Fähnlein noch hoch flattern ſah, trug es nicht und mit Scham bedeckt— roth werden aber die Kuckuke nicht— ſeiner Grenze ſelten einer der Juſtinger. Ob das Geſchlecht noch beſteht und zu den Ehren zufliegt. Dann ſteigt er vom Baum herab, läuft zu Fuß nach Mündingen, der Väter neue ſammelt, das weiß ich nicht.— Von Mündingen weiß ich nur läßt eilig die Gemeine zuſammenklopfen, hebet an und erzählt ihr ſeine eine Geſchichte, die aber ſo wahr und ſchön iſt, daß ſie ſich in neuer Geſtalt. That. Er hat nicht für ſich gerungen, ſondern für der ganzen Gemeine Nutz, immer wiederholt und nie auslebt.— Vor Zeiten ritt an einem ſchönen Ruhm und Ehr. Den Juſtingern iſt für alle Zeit eine Schmarre durchs Ge⸗ Maientage ein Bauer von Mündingen nach Ehingen. Faſt an der Grenze ſicht gehauen. Billig kann er aber den Schaden nicht allein tragen. Er ſeiner heimathlichen Flur ſah und hörte er zu ſeinem größten Schrecken, daß wagt die Anfrage an die Gemeine, ob ſie ihm das in ihrem Dienſt eingebüßte der Kuckuk von Juſtingen— jeder Kuckuk hat bekanntlich ſein eigenes Gebiet Pferd nicht erſetzen will.— Nachdem Schultheiß, Gericht und Gemeine ſeine und jedes Gebiet ſeinen eigenen Kuckuk— ſeine Grenze überſchritten, ſich auf Rede vernommen, erachten ſie es für unbillig, daß ein Mann, der ſo ernſtlich einen Mündinger Baum geſetzt und mit dem Ortskuckuk den heftigſten Streit und tapfer der ganzen Gemeine Wohlfahrt, Ehre und Freiheit verfochten hat, angehoben hatte. Aber ganz außer Faſſung kam er, als er wahrnahm, daß noch Schaden leiden ſoll. Sie beſchließen daher einhellig, daß ihm, der ſich der Juſtinger, dem wohl etwas von der Heldennatur jener alten Ritter an- der Gemeine halber ſo ſtreng und wohl gehalten, aus dem gemeinen geflogen war, die Oberhand behielt und in Zeit dreier Minuten wohl 15 oder Säckel ein ander Pferd gekauftwerden ſolle. Wie beſchloſſen, ſo iſt's geſchehen. 16 Schläge mehr that als ſein Gemeinekuckuk. Da ließ es ihn nicht mehr, Es gibt im ganzen deutſchen Land jetzt viele Mündinger, die auf den der Patriotismus brach durch, er ſtieg vom Gaul, band ihn an den Baum Baum klettern und mitkuckuken. Es kommt auch vor, daß unterdeſſen der unter ſeinem Kuckuk, ſtieg leiſe hinauf, ſetzte ſich in das untere Zweigwerk und Wolf Einem das Pferd frißt und wohl noch mehr. Aber darin, daß ſie ihrem unterſtützte ſeinen Kuckuk auf das Mannhafteſte. Schlug der Juſtinger duplo, Patrioten das Pferd erſetzte, bleibet die alte Mündinger Gemeine faſt einzig dann ſetzte er ein Tripel darauf; kam jener ihm nach, ſo ſtieg er zum Qua⸗ in ihrer Art. A.
Humor.
An unſere Leſer.
Die Nummern des erſten Quartals werden u. A. enthalten:
Marie und Maria, Novelle von Ottilie Wildermuth.(Fortſetzung).— Eine Geſchichte von Riehl.— Der Polizei⸗Agent von Gerſtäcker.— Fräulein Juliane Ludovike von George Heſekiel.— Tupa von v. Bibra.— Tuvia Panti von v. Strauß.— Die Frauenſchlacht auf Borkum von L. Roſen.— Ein Maler auf dem Kriegsfelde von W. Camphanſen. Mit Llluſtrationen.(Fortſetzung). — Der Landtagsabgeordnete. Ein Novellenſtoff von Riehl.— Kurprinz Friedrich Wilhelm von Werner Hahn.— Ruggiero von hiltl. — Feine und derbe Lebensart von Bogumil Goltz.— Natur⸗, Thier⸗ und Landſchaftsbilder von Bodinus(Director des Zoologiſchen Gartens zu Köln), mit Thierbildern von Beckmann. Desgleichen von Baldamus, mit Thierbildern von Krelſchmer.— Waidmanns Daheim von Guido Hammer. Mit Illuſtration.— Verſchiedenes von B. Sigismund, H. Wagner, AUhlenhuth, Pfaff, Böhner u. A. — Waldleben der braſilianiſchen Indianer von R. Avé-Lallemant.— Land und Leute im Ries von Melchior Meyr. Mit Illuſtration. — Licht und Schatten des engliſchen Lebens von Rodenberg.— Verſchiedenes von J. G. Kohl, v. Jeld u. A.— Der Magenhypo⸗ chonder. Der Rückenmarkshypochonder von Dr. Wald.— Weibliche Krankenpflege. Einrichtung von Wohnhäuſern von Henriette Davidis.— Literaturhiſtoriſches, Criminaliſtiſches, Pädagogiſches und Gewerbliches von verſchiedenen Autoren.— Dichtungen von Geibel, Sturm, Lingg u. A.—
Illuſtrationen. Die Namen: Ludwig Kichter, W. Camphauſen, pilotn, Vantier, O. Pletſch, O. Speckter, Piris L. Beckmann, R. Kretſchmer, werden genügen, die Stellung des„Daheim“ in bildlicher Hinſicht zu bezeichnen. 4
Unſer Blatt klopft an alle deutſchen Thüren und bittet um Einlaß. Es hofft ein Freund des Hauſes zu werden und des Ehrenrechts eines Familiengaſtes, dem jedes Haus ſeine Thür vertrauend öffnen darf, werth zu bleiben. 4
In die Familie gehört nicht der Kampf der Parteien; das„Daheim“ wird ihre Streitrufe über keine Schwelle tragen. Die deutſche Familie beruht auf dem Fundament der Religion und Sitte, unſer„Daheim“ wird daher alles eutfernt halten, was dieſes Fun⸗ dament direct oder verſteckt untergraben könnte. In das Gebiet von Staat und Kirche einzugreifen, iſt nicht unſeres Blattes Beruf aber ein edles deutſches Familienleben zu fördern, mit heiterm und ernſtem Wort, das iſt ſeine Aufgabe. Weduſ,
Im Uebrigen ſei der Inhaltdes Blatts ſein Programm!
Die Verlagshandlung. Die Redaclion.
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