Jahrgang 
1865
Seite
9
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8 mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen! an das Vaterland ſich ſtürzte er vom Pferde. Die zärtlichen Briefe, die der Vater, wie er Rdilei wendet: glaubte, an den Verwundeten ſchrieb, trafen nur einen Todten. 3 nan Doch ſtehſt Du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke, Wenn nun die Männer, die durch ihre hervorragende Stellung im de In Deiner Borzeit heil Hem Süegoglanz, Staate beſonders verpflichtet waren, die weicheren, zum ruhigen Leben oe in Verdih die Hnrner dten wicht nnd ſchmücke im Hauſe hinziehenden Gefühle zum Schweigen zu bringen, nach der te und Auch unſre Urne mit dem Ei henkranz. Vollendung des Befreiungswerks von einer tiefen Sehnſucht nach dem eunen So wie die Befreiung des Vaterlandes vollendet war, drängte Herde und der Familie ergriffen wurden, wie viel mehr ſolche, die, an ann zu ſich das deutſche Familiengefühl wieder mächtig hervor. Dem König ein ſtilleres Leben gewöhnt, nur durch den vaterländiſchen Sturm auf Friedrich Wilhelm III., der auf dem Thron ein Muſterbild deutſcher den Kampfplatz getrieben worden waren. Als ob er ſich den Ort für ſchlichter Häuslichkeit war, fiel die Siegesfreude ſchwer, weil er ſie die friedliche Anſiedlung ausſuchen wollte, zog Arndt am Rheine auf naicht mit der heimgegangenen Königin theilen konnte.Wie der und ab, und bis er ſelbſt ſich eine neue Häuslichkeit gegründet hatte, ließ trauernde Ritter, der ſeine verlorne Geliebte nimmer vergeſſen kann, er ſich's am gaſtlichen Tiſche deutſcher Männer in Coblenz, Köln, war er nach Arndts Ausdruck in den Krieg gezogen.Nie hat Düſſeldorf, im Bergiſchen, namentlich aber bei ſeinem Helden Stein ihn der Gedanke verlaſſen können, ſeine Königin, ſeine geliebte Luiſe in Naſſau herzlich wohl ſein. Steffens, der im Februar 1813 ſeei durch die Wuth und den Jammer der Zeit in der Blüthe ihrer früher als ſein König, durch ſeine Rede vor den Studenten Napo⸗ Scchönheit hingerafft worden, ſie ſei durch den Gram über das Un⸗ leon den Krieg erklärt und den Feldzug von Breslau bis Paris mit⸗ daß ein gllück getödtet worden. Aber obwohl er nicht zu ihr eilen konnte, gemacht hatte, konnte nicht ſchnell genug den Kriegsrock ausziehen, und ich uumm mit ihr über die Befreiung des Vaterlandes zu jubeln, vergeſſen um in Paris ſeinen wiſſenſchaftlichen Beſchäftigungen nachzugehen 7 Wwemm hatte er ſie nicht. Seinen Heimweg aus Frankreich nahm er durch und nachher die deutſche Heimath aufzuſuchen. Und Karl von Rau⸗ ütigkeit! die Schweiz, das abgelegene Colombières ſucht er auf und hält am mer, Steffens Schwager, der ebenfalls vom Katheder ins Feld ge⸗ ne uns! Pfarrhaus. Hier wohnt bei ihrem Bruder die greiſe Erzieherin ſeiner zogen war, ſchildert ſelbſt die Freude der Heimkehr:Dieſe Heimreiſe auf daß ſeligen Luiſe, Fräulein Gelieux. Zu ihr tritt der König ein, mit gehört zu den liebſten Erinnerungen meines Lebens. Sie fiel in die one In⸗ ihr in der Erinnerung an die Heimgegangene ſich zu erquicken, dann heiterſten Frühlingstage und führte mich durch den Ardennenwald haben ſcchenkt er ihr einen Shawl aus dem Nachlaß der Königin, den er, und die ſchönſten vaterländiſchen Gegenden. Hinter mir lag das und recht wie ein um die Geliebte trauernder Ritter, im Felde mit ſich ge⸗ wüſte Winterleben in Frankreich, vor mir das Wiederſehen der Mei⸗ auf führt. Nach Berlin heimgekehrt ſtiftet er den Luiſenorden zur Ehre nigen, vor mir ein ſchönes neues Leben, da für mein Vaterland der der Frauen und Jungfrauen, die durch Werke der barmherzigen Liebe Frühling gekommen, eine edle Herrlichkeit nach Jahren ſchweren lver während des Kriegs dem Vaterlande geholfen und zum Andenken an Drucks und entſetzlicher Schmach. Ich kann meine Freude des Wieder⸗ 1 die Königin. Des Freiherrn von Stein, des gewaltigſten Gegners ſehens nicht ſchildern. Und die Heimkehrenden wurden mit Sehn⸗ Napoleons, erſtes Gefühl nach dem Sturz des Tyrannen iſt der ſucht erwartet. Wie es den deutſchen Müttern zu Muthe war, welche Wunſch: nun zu meiner Familie zurück! Am Tage nach ſeinem Ein⸗ für Deutſchlands Befreiung die Söhne gerne ausgeſendet hatten, zug in die Stadt ſchreibt er ſchon an ſeine Frau:Zu welchem Grade aber nun die Sieger ans Herz zu drücken brannten, hat uns Schen⸗ von Glück, von Unabhäugigkeit, von Ruhe ſind wir gekommen kendorf in demBrief einer Mutter nach Paris geſagt: wir wagen endlich uns dem Genuß der Gefühle hinzugeben, welche Gott grüße Dich, mein deutſches Blut, Der Väter Segen ruht auf Dir, dieſe Lage einflößt und im Frieden in den Schooß unſerer Familie Mit Siegesluſt und Ehren, Er hat Dich treu geleitet ſchheit zurückzukehren, das Loos derer, aus denen ſie beſteht, gegen das Un- Er wolle Dir den Heldenmuth Und Dir in ſchöner Heimath hier Wa glück geſichert, welches ihre Zerſtörung drohte. Nur wenn ich das Mit edler Speiſe nähren. Gar holden Lohn bereitet. durch Gefühl, welches ſich über mein ganzes Daſein verbreitet, mit dem O wandle muthig weiter fort Ein deutſches Mädchen will als Braut ent des Drucks und des Leidens vergleiche, das neun Jahre mich ergriffen Im Dienſt des Ewig⸗Reinen Den deutſchen Helden grüßen, che d hatte, nur dieſe Vergleichung ſetzt mich in Stand, den ganzen Und laß auch an dem Sündenort Ich ſah ſie jüngſt ein Myrthenkraut b hatte, n di T 1 g ich g 3 t mich in. ganz Die deutſche Ehre ſcheinen. Im Kämmerlein begießen. alen Umfang meines jetzigen Glücks, die Größe meines vorigen Leidens- 3 4 Myr zu würdigen. Und im Sommer finden wir Stein, mit ſeiner Familie Uud das deutſche Heer kehrte heim. O jpie ſchön dünkte den iton, vereinigt, auf ſeinem Stammſitz Naſſau, ſeinen Thurm bauend, den Siegern bei Leipzig und Paris nunni das deutſche Land! Mit welchem er gro er mit den Bildern ſeiner Helden ſchmücken will, und liebe Gäſte im Jubel begrüßten ſie die dentſchen Berge! Mit welcher Wonne fahren ud und Hauſe empfangend. ſie über den frei dahin fließenden Rhein! Die deutſchen Städte mit rückung Intereſſant iſt es, um jene Zeit auch durch die ſcheinbar ſo hren Homen ſbienen venläͤrt dunh den Siegesolanz und auf Läie iſt ein eherne Bruſt des Generals York die Familienliebe in warmem der de de Hukuuſt zu euen. Der deutſche Mutterlaut klang ſo ſüß, utſchen Crguß hervorbrechen zu ſehen. Schon 1813 zwiſchen der Schlacht der entſche Händedrn e wa ſo treu! Die freiwilligen Schaaxen anden⸗ e nicht Naan der Katzbach und der von Leipzig hatte er in einem Briefe an geſchmückt mit grünen Reiſern, in die heimathliche Stadt vriii Allles riſten⸗ ſeinen älteſten Sohn Heinrich geſchrieben:Liegt es in dem Be⸗ zog Vühr die Thore euigeen Mit Hörnerklang zogen die ſchmucken milien ſchluſſe der allmächtigen und allgütigen Gottheit, ſo hat dies Leben dher wieder ein. Der Vater rief denn Suhne; die junge Frau den lieben, für mich nur einen Reiz in der Hoffnung, Freude an Dir und Dei⸗ Maune, die Braut dem Bräutigam, an Wege ſtehend, ern Willldinmen d. Vas nen Geſchwiſtern zu erleben. Sollte dieſer mein innigſter Wunſch, zu uind mit ſiegesleuchtendem Angeſicht ward der Gruß ermiedert. Und a3 Va dies mein inbrünſtiges Gebet nicht erfüllt werden, dann würde mir die großen Heeresmaſſen kamen aucch, die Feldherrn Au derr Shis debung, die erſte treffende Kugel die liebſte ſein; lieber den ſchmerzhafteſten deren Nuhn ſeit Jahr und Rn bie Welt erfüllte. Enkloſer Aubel mnilien⸗ Tod, als das gekränkte Gefühl, in meinen Kindern unbrauchbare und Leente du die Städte. uf ſrrlen Tlaäben⸗ neil die Hrche der jenen unmoraliſche Mitglieder der menſchlichen Geſellſchaft zu wiſſen. wart nicht faßte, ward Gottesdienſt gehalten uind dasHeir Die Kör Nach der Einnahme von Paris ſchreibt er an denſelben Sohn einen 6 hloben wir und ⸗Nun dantet alle Gott wollte nicht endene 4 daruers langen Brief über die Wahl ſeines Berufs. Der kaum zum Jüngling 5 timmung jener n de⸗ der Frühlina im Lande und der Früh nar warmer herangewachſene Knabe, noch nicht ſechszehn Jahre alt, wünſcht in Herzen⸗ iſt für a 1 eiten feſtgehalten durch SchenkendorfsFruh ühl des das Heer zu treten. Der Vater mahnt ab, ermuntert zu ernſten Lng gruß A as Baterland: zeun er Studien und nach Vollendung dieſer zur Wahl des Berufs. Durch Wie mir Deine Freuden winken Alles iſt in Grün gekleidet, 4 Beun den ganzen Brief geht neben dem kräftigſten väterlichen Rath die Nachder Knechtſchaft, nach dem Streit! Alles ſtrahlt in jungem dicht, aterland neeichſte Liebe und Sehnſucht nach dem Leben in der Familie. Als im Vaterland, ich muß verſinken Anger, wo die Herde weidet. braͤutli⸗ Krühli lehe unſueht nach veur r 1der Pene⸗ 4 Hier in Deiner Herrlichkeit. Hügel, wo man Trauben bricht; 9 z den Frühling 1815 der Kampf gegen Napoleon erneuert werden mußte, Wo die hohen Eichen ſauſen Vaterland! in tauſend Jahren 9 aus dn konnte freilich York ſeinem Sohn nicht wehren, mitzuziehen. Nach Himmelan das Haupt gewandt, Kam Dir ſolch ein Frühling kaum, ne ann der Schlacht bei Waterloo gerieth er bei Verſailles in ein Gefecht 3 bi ſtarken Strönk brauſen, Was die hohen Bitenn Traan. 4 geegen eine überlegene Macht. Heinrich York blutete ſchon aus zwei es das iſt deutſches Land. Heißzet niunnermeh 2. MWunden. Schon maucher hatte verwundet ſeinen Säbel abgegeben. Aber es war nicht lauter Jubel im Jahre 1814. W Peale V Als auch ihm Pardon angeboten wurde, rief er:ich heiße York! Gräber waren zu ſuchen, wie viele Gedächtnißſteine zu erri fu Der Träger dieſes Namens hielt es für unerträglich, in franzöſiſche die Schlachten war die Seuche gefolgt. Es war mitten it Jchachte gedach

Gefangenſchaft zu gerathen, mit einer dritten und vierten Wunde

ein tiefer Ernſt. Emma Körner, des Dichters Schwe