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praktiſche Stütze zu haben und manches vo ſeiner Erfahrung zu profi⸗ tiren, was er nicht in Hohenheim gelertt hatte. Und ſchließlich,— ſie„mochten einander“, ſie hatten ſich in Lauf der Jahre zuſammen⸗ gewöhnt in Freud und Leid.
Es gibt menſchliche Verhältniſſe zu einander von anſcheinend
tiefer gedeutung, denen, den Betheiligen faſt unbewußt, die Seele
anen gekommen iſt; es gibt abe auch Freundſchaften, die vom ufo zuſammengewirfelt erſcheinen und die allmälig am Herzen V eſt chſen. Der Müller gab ſich gen und offen hin, die Müllerin inte nichts, aber was ihr durch die Imſtände nahe gelegt wurde, aus un machte ſie das Beſte, und hielt feſt mit der ganzen Treue ihres Seſens.
Müllers hatten einige Jahre früher als Raus ihren jungen Hausſtand gegründet, auf dem Tannenhof wurde aber das erſte Tauf⸗ feſt gefeiert, Müllers waren Gevattersleute und der Bube wurde nach ſenum Pathen Georg getauft,— Hansjörg, wie eigentlich der Müller
ieh, konntte man ihm doch nicht zumuthen. — Nah dieſem hatte Frau Rauſein Mägdlein und ſpäter noch ein Zwlugspärchen geboren,— nur fürs Grab.
Zwei Jahre nach des kleinen Georgs Geburt kam aber auch der Mülkerburſch von der Buſchmühle, ſtattlich angethan, auf den Annen⸗ hoftherüber, um zur Taufe zu laden; es war ein kleinwunziges Mägd⸗ lein drüben angekommen.
Die Mädchen thun viel beſſer, ſich etwas ſpäter einzufinden, ſie werden dann viel mehr geſchätzt, als wenn es gleich zu Anfang heißt: „nur ein Mädchen“. Auch der Müller ließ ſich nicht nehmen, ein Tauffeſt anzuſtellen, wie die Gegend noch keines geſehen hatte. Wäh⸗ rend der Taufzug zur Kirche wallte, krachten ſo gewaltige Schüſſe, daß die Nerven des Kindleins für ſein ganzes Leben abgehärtet werden konnten. Mühlknappen und Knechte, alte und neue Kunden, wer da Luſt hatte heute in die Mühle zu kommen, wurde in der vordern Stube ſo reichlich bewirthet mit Braten und Wein, daß er ſein Leb⸗ tage an der Erinnerung zehren konnte. Im ganzen Dorfe wurden
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Kaffeetöpfchen mit großen Stücken Butterkuchen ausgeſandt, ſelbſt eine Geſellſchaft Korbflechter und Keſſelflicker hatte ſich oben unter dem Nußbaum gelagert und durch Geſandtſchaft ſich einen Abfall vom Schmaus erbitten laſſen, der auch verabfolgt wurde.
In der Herrenſtube hatte ſich der Müller auf Bitten ſeiner Frau auf eine kleinere, gewählte Geſellſchaft beſchränukt: Gevatter Raus, der Herr Pfarrer, der wenigſtens ein Täßchen Kaffee mit trank, Schul⸗ meiſters, und eine Baſe der Müllerin, die in der ſtillen Brüdergemeinde zu K. ihre Wittwentage verlebte. Der Müller hatte zwar immer geheime Angſt, die Baſe könnte ſein Weib„noch frömmer“ machen, aber am Tauftag hatte er ihr die Bitte nicht abſchlagen können.
Nach altem Brauch ſtand im Zimmer, wo geſchmauſt wurde, die Wiege und das ſchön weiß und roſenroth bezogne Himmelbette der Wöchnerin, die mit gefalteten Händen ſchwach und müde dalag und den Gäſten mit freundlichen Blicken zunickte. Die Baſe ſaß neben ihr in ſtillem Geſpräch, wenn der Taufjubel und das Gläſerklingen lauter wurde.
Der kleine Georg vom Tannenhof, ein ganz netter Burſch, der zu allſeitiger Bewunderung rüſtig auf eignen Füßen herumſprang, war auch mit herübergebracht worden, in einem Sammtröckchen und einem ſeltſamen, turbanartigen Kopfputz,„wie ein junger Prinz“, mainte-aine Mutter,„wie ein Aefflein“, meinte das Mühlenperſonal. Den kleinen Taufkindlein wandte er wenig Aufmerkſamkeit zu, deſto mehr den Bismittorten und Gugelhopfen der Tafel, bis er, weinend vor Ueberfülle, dem Kindsmädchen übergeben wurde, die ihm die Füllen und Söweine im Hof zeigte, und dadurch eine wohlthätige Pauſe herbeiführte.
Das Taufkindlein, das ebenfalls weiß und roſenroth im höchſten Täuflingsſtaat in ſeiner Wiege lag, entwickelte die höchſte Vor⸗ trefflichkeit, die man von einem Kindlein erwarten kann: es ſchlief den ganzen Tag, die zuſammengeballten Händlein zu beiden Seiten des Als der Kleine etwas erleichtert von ſeinem Aus⸗ flugzurückkam, wurde ihm auch als beſondre Vergnüglichkeit das Kind⸗ lein gezeigt, das eben erwachte und ſeine niedlichen Fingerchen weit auseinander breitete;„ iſt lebig!“ rief er in höchſter Verwunderung, und wagte ſogar das weiche, wanhie Geſichtchen zu ſtreicheln.
Das gäbe gerade ein nette s Mrchen“, meinte lächelnd die Frau
Schulzteiſterin. 5.
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„Iſt erſt noch wahr“, rief der Müller aufgeregt von Feſtwein und Vaterfreude,„die würden eben recht für einander, was meinſt, Gevatter?“ B
„Warum nicht? hab' nichts dagegen“, ſagte Rau, und ſchlug in
die dargebotene Hand. „Bleib's dabei!“ rief der fröhliche Gevattersmann,„einge⸗ ſchlagen, Frau Gevatter! Angeſtoßen! Ihr Georg und unſre Marie! Ihr Fraueusleute habt doch nichts dagegen?“ „Im Gegentheil, keineswegs“, ſagte höflich Frau Gev die in der Stille dachte, es werde noch nicht ſo ernſt ſein,—
atter Rau/ „Sie
haben ja die Mittel, Herr Gevatter, dem Töchterlein eine gute Er⸗
ziehung zu geben.“ 1 „Will's meinen“, rief der Müller.„Spaniſch und türkiſch ſoll die lernen, wenn's noth thut! Na, will ſehen, ob wir bei der Hochzeit!
auch einmal alle beiſammen ſind! Weib, Du ſchwätzſt ja gar nichts! 1
Was ſagſt Du dazu, wie, da trink!“
„In Gottes Namen, ſo es Gottes Wille iſt“, ſagte die Müllerin und nippte.
Nun wurde in ſehr heiterer Weiſe des jungen Brautpaars Ge⸗ ſundheit getrunken und ſeine Zukunft beſprochen. Wurden auch unter⸗ ſchiedliche Beiſpiele erzählt von ſo früh beſchloſſenen Heirathen, die ſpäter glücklich zu Stande gekommen. Die Baſe und die Müllerin ſchlugen in der Stille miteinander Sprüche im Loſungsbüchlein auf, der junge Bräutigam aber, der ſchon wieder im Eſſen des Guten zu viel gethan hatte, verlangte ungalanter Weiſe mit Geheul nach Haus. Das Bräntchen, das ſchlief, und ſchlief den ganzen Abend und die Nacht.
Georg blieb der einzige Sproße auf dem Tannenhof, in der Mühle aber wurde nach längerem Zwiſchenraum noch ein baus⸗ backiger Knabe geboren. Das kleine Pärchen kam in den erſten acht Jahren ziemlich oft zuſammen, übrigens wuchſen ſie ganz ohne Ahnung ihrer künftigen Beſtimmung auf; es wurde jener ſcherzhaften Ueber⸗ einkunft nie mehr gedacht, als höchſtens vom Müller, wenn er recht guter Laune war. Frau Rau hoffte bei aller Freundſchaft denn doch in der Stille, ihr einziger Sohn werde einmal andre Anſprüche machen, als eine Müllerstochter..
So lang die kleine Marie noch getragen wurde, nahm ihr Zu⸗ künftiger ein ſehr flüchtiges Intereſſe an ihr, als ſie aber einmal neben ihm hertrippeln konnte, da bildete ſich wirklich eine Art zärt⸗ liches Verhältniß zwiſchen den Kindern und das Dienſtperſonal der beiden väterlichen Häuſer fand wiederholt, daß es ein ganz nettes Pärchen geben würde. Beruhigt zwar konnte die Müllerin keinen Augenblick ſein, wenn ſie ihr Töchterchen in Geſellſchaft des Knaben wußte, denn er ſchleppte ſie einmal in den Stall, dann wieder in die
Mühle oder au den Entenkanal, die Kleine folgte ihm überall hin in
blindem Gehorſam, ſo daß Leib und Leben und Kleidchen in beſtän⸗ diger Gefahr waren. Hie und da, als ſie etwas größer wurden, ſaßen die Kinder
auch einträchtig beiſammen im Gärtchen, machten Jungferlein aus
Mohnknospen und führten ſie ſpazieren im kleinen Puppenwägelchen, oder ſteckten Kaſtanienblüthen in die Erde und freuten ſich, bis große Bäume daraus wachſen würden; vor den Käfern, deren Georg nicht genug zuſammenſchleppen konnte, behielt Marie ein unbeſiegliches Grauen, aber als er einmal bei einem großen Knaben eine Stein⸗ ſammlung geſehen hatte und anfing rare Steine aufzuleſen, da wollte Mariechen auch eine„Steinerverſammlung“ halten und trug ihr Schürzchen voll Kieſelſteine zuſammen. Eins ihrer liebſten Spiele war, ſich zuſammen an den Uferrain zu ſetzen, da wo der Mühlbach am ſchnellſten floß, und Blumen hineinzuwerfen, denen ſie dann nach⸗ ſahen, welche wohl am weiteſten ſchwimmen.„Die ſchwimmen jetzt in die Donau, und bis ins Meer hinaus“, belehrte Georg, der bereits Unterricht beim Herrn Proviſor genoß, die Kleine;„iſt aber ſchad, wenn die Wallfiſche dann die ſchönen Blumen freſſen“, meinte Mariechen, die vom Meere noch nichts wußte, als daß es Wallfiſche darin gebe.„Dummes Ding“, ſagte Georg,„Wallfiſche freſſen keine Blumen! Die ſchwimmen vielleicht bis auf eine Inſel, wo Wilde wohnen, die noch gar keine Blumen geſehen haben, oder ſie fangen ſie auf auf einem großen Meerſchiff.“„Wenn Du einmal groß biſt und weit verreiſt“, ſagte Marie, die er oft von ſeinen Plänen unter⸗ hielt,„dann laß ich auch Blumen zu Dir ſchwimmen.“„Lieber Aepfel“, meinte Georg,„aber die könnten verfaulen unterwegs“.
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