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Kaiſer Joſeph und der Sekretär.
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Platz nahm, der eigens zu dieſem Zwecke her⸗ beigeſchafft zu ſein ſchien, da ſein büreaukratiſcher Ernſt durchaus nicht mit der freundlich ländlichen Ausſchmückung des Zimmers harmonirte.
Der Kaiſer nahm auf einem Seſſel in der Nähe des Tiſches Platz, einer von den Räthen entfaltete ein großes Paket Akten, dann gab der Kaiſer ein Zeichen und zwei Gerichtsdiener führ⸗ ten einen Mann ins Zimmer, an deſſen verſtör⸗ tem, verwildertem Antlitz man kaum noch den Grafen Alfred von Bilſenburg erkannt hätte.
Aber er war es, bleich, faſt fahl, mit ſcheuem,
niedergeſchlagenem Auge, das wahre Muſterbild eines Verbrechers.
Niemand kümmerte ſich weiter um ihn, und während er ſtehen blieb und ſeine ſcheuen Blicke rings über die Verſammlung ſandte und ſie zu⸗ weilen mit einem Ausdrucke ohnmächtiger Wuth und tiefen Haſſes auf Walther Eſchenburg haf⸗ ten ließ, der unter den Räthen ſaß— nahm die Verhandlung ihren ruhigen Fortgang. Es han⸗ delte ſich nur um die letzte Feſtſtellung der Ver⸗ brechen, die der Angeklagte begangen, und um die Fällung des Urtheils.
Die Verhandlung währte nicht ſehr lange. Es wurde feſtgeſtellt:
Erſtens: daß Graf Alfred unter falſchem Namen und unter Vorſpiegelung der Heirath Luiſe von Hellberg getäuſcht, verführt und nachher ſchutzlos verlaſſen habe;
Zweitens: daß er ſein Regiment heimlich verlaſſen und ſich unter falſchem Namen nach Buda⸗Peſth begeben habe, wo er von falſchem Spiel und von der Verfertigung falſcher Banknoten gelebt;
Drittens: daß er die Abſicht gehabt, im Einverſtändniſſe mit einzelnen ungariſchen Magnaten, die namhaft gemacht wurden, Se. Kaiſerliche Majeſtät an ihrem leiblichen Wohle zu gefährden, indem er Dieſelbe des Augen⸗ lichts beraube, und daß ihm dafür von jenen
Magnaten eine bedeutende Geldſumme ver⸗
heißen worden ſei.
Der Angeklagte, noch einmal befragt, ob er etwas gegen dieſe Beſchuldigungen einzuwenden habe, war nicht im Stande, auch nur den Schein
einer Rechtfertigung vorzubringen, und das Ur⸗ theil wurde von den Räthen einſtimmig dahin abgegeben, daß der Angeklagte ad 1. die eheliche Verbindung mit Luiſe von Hellberg einzugehen oder wenigſtens dem Kinde derſelben ſeinen Namen abzutreten habe; ad 2. daß er die Strafe der Fälſchung von Werthpapieren mitöffentlicher Schauſtellung am Pranger, Auspeitſchung und Erſatz der gefälſchten Summe zu erdulden habe; ad 3. daß er mit der Entziehung des Adels und dem Tode zu beſtrafen ſei, falls nicht die Gnade Sr. Majeſtät eine mildere Strafe über den Verbrecher verhänge.
Bei dem erſten Urtheil zuckte ein ſpöttiſches Lächeln um die Lippen des Schuldigen, und des Kaiſers Geſicht wurde ſehr finſter, als er dies bemerkte. Bei dem zweiten Urtheil erbleichte er und ſchrak zuſammen, bei dem dritten ſchien er noch ſtärker zu erſchrecken.
— Meine Herren Räthe empfehlen den Schuldigen meiner Gnade, was den dritten Punkt anbetrifft, ſagte der Kaiſer jetzt, und ich bin nicht abgeneigt, dieſelbe eintreten zu laſſen. Doch will ich vorher die Meinung des Ver⸗ brechers hören. Haben Sie noch einen Funken Ehrgefühl, Bilſenburg?
— So viel, daß ich mich eher mit meinen eigenen Zähnen zerfleiſchen, als die Ausſtellung am Pranger und die Auspeitſchung dulden werde! antwortete der Graf mit verbiſſenem Ingrimm.
— Nun gut, ſagte der Kaiſer. Denken Sie, daß es mir Vergnügen macht, dem Volke öffent⸗ lich zu zeigen, wie weit die Schlechtigkeit bei denen gediehen iſt, die dem Lande mit einem guten Beiſpiel vorangehen ſollten? Ich will Ih⸗ nen die Schande der Schauſtellung und der Aus⸗ peitſchung erlaſſen, wenn Sie das Fräulein von Hellberg rechtskräftig zu Ihrer Gattin machen.
— Uamöglich! rief der Graf finſter. Das fällt mir nicht ein.
— Sie haben zu wählen, ſagte der Kaiſer
ruhig. Aber glauben Sie nicht, daß ich die ge⸗
ringſte Gnade walten laſſen werde, wenn Sie ſich weigern, eine Pflicht zu erfüllen, die ohnehin Ihre


