Jahrgang 
5 (1851)
Einzelbild herunterladen

chatſachen, zmentreffen nen laſſen, be mit auf Neffe, eine sverſchie⸗ genauerer es Letztere

gjor!

M., und 85 mein ſchwindet

an ſeine undern an überlief es

rmelte er, haben.

ſen Män⸗ und Ih⸗

! Doch

es!

rme Con⸗ zmerz und er dies Al⸗ bt es denn en? Die⸗

ahnte der fend. Sie Aber noch eſchwache

herabzu⸗ nigen Se⸗

überraſcht

An und auf der See. 22

Robert wußte nicht, was er davon denken ſollte; erſt jetzt bemerkte er den ſchmerzlichen Zug auf dem Antlitz der beiden Männer und wollte fragen. Doch als er den Mund öffnete, zitterte ein lauter Schrei durch das Gebäude, ähnlich demjenigen, welchen Conſtance in der Weihnachtsnacht ausgeſtoßen, und Robert ſtürzte ſo wie er war hinaus.

Der Pirat nämlich, des langen Wartens draußen überdrüſſig, war vom Wagen geſtiegen und fragte auf dem Flur einen der Diener, wo ſich die Baronin befinde. Dieſer, welcher den Mann in Geſellſchaft des Majors und vertraut mit demſelben ſprechen geſehen, hatte kein Arg, und zeigte den Herrn nach dem Krankenzimmer, wo Frau von B. den Schlaf ihrer Tochter überwachte.

Franz trat, nachdem er ſeine Oberkleider abgelegt, leiſe in das Zimmer, ohne daß die Baronin bemerkte, daß es ein Fremder war, bis er den Schirm der Lampe entfernte.

Hedwigl ſagte der Unbeſonnene.

Franz! ſchrie die Frau laut auf. Gott, es iſt ſein Geiſt!

Dieſer gellende Ruf erweckte die Kranke und erſchütterte dieſelbe zugleich, ſo daß ſie mit einem lauten Schrei aus dem Schlaf fuhr.

Mein Gott! rief die Mutter, Du töd⸗ teſt mein Kind!

Franz trat ein wenig zurück. Robert ſtürzte in das Zimmer und auf die Frau von B. zu, ohne an ſeine entblößte Bruſt zu denken.

Was iſt, theure Tante? rief er.

Als aber Jene Roberts Bruſt erblickte, ſtieß ſie einen neuen Schrei aus und fiel zurück quer über die Bruſt der Tochter, welche dumpf ſtöhnte.

Robert und der Pirat ſprangen zugleich hinzu, um Hülfe zu leiſten, wodurch Erſterer den Letzteren gewahr wurde.

Hal rief der junge Mann, ihn ſofort er⸗ kennend, Mörder! verfolgſt Du mich immer noch?

Robert packte den Mann bei der Kehle und verſuchte ihn zu erwürgen. Der Pirat wehrte ſich kaum und ſtieß nur einige dumpfe Laute aus, während die Eiſenfauſt des von einer namenloſen Wuth erfaßten jungen Men⸗ ſchen ihm die Gurgel zudrückte.

Bei dem Ringen fühlte Robert einen har⸗ ten Gegenſtand in der Taſche des Piraten, es war ein Piſtol; der junge Mann entriß es ihm, ſpannte den Hahn und hielt ſeinem Geg⸗ ner den Lauf vor die Stirn.

Die Baronin war trotz ihrer Schwäche bei dieſer entſetzlichen Situation im Stande, den

2 3

Schreck zu bemeiſtern und ſich wieder außzurich⸗ ten; in ihrer Seele ward es plötlich Licht, ih⸗ rem Verſtande, der momentan in ſeiner ganzen Schärfe ſich geltend machte, klar, was die Em⸗ pfindungen, die Gefühle für Robert zu bedeuten hatten. Sie öffnete die Lippen, um zu ſprechen, doch obwohl ſie Herr ihrer Glieder und ihres Verſtandes geworden, die Zunge verſagte ihr den Dienſt. Robert drückte ab.

Der Pirat hatte zwar aus Inſtinkt oder weil er einmal nicht ohne dieſe ſein konnte, für Waffen geſorgt, doch Zeit und Gelegenheit ihn verhindert, ſich brauchbare zu verſchaffen. Die zu ſchwache Hahnfeder hatte den Zünd⸗ hut nicht zerſchlagen und das Gewehr ver⸗ ſagte.

Franz machte jetzt eine Anſtrengung, den jungen Mann los zu werden, doch dieſer kehrte das Piſtol um und holte zum Schlage aus. Die Baronin ſchrie:

Robert, es iſt Dein Vater!

Es war indeſſen zu ſpät. Der Schlag fiel, und der Hahn des Gewehrs drang dem Pira⸗ ten in die linke Schläfe, daß das Blut umher⸗* ſpritzte, zugleich aber zerquetſchte dieſer heftige Schlag das Zündhütchen der Schuß ging los und traf Robert mitten in die Bruſt.

Mein Va l ſchrie der junge Menſch auf, und er ſowie Franz von M. ſanken zu Boden, während eine Blutlache auf den Dielen entlang rann.

Den Ausruf Roberts und den Schuß be⸗ gleiteten zwei andere Schreie und ein dumpfes Poltern.

Erſtere rührten von der Baronin und ihrer Tochter her. Letzteres von dem Regierungsrath, welcher ohnmächtig zur Erde ſank.

Er und der Major traten, als der Schuß fiel, in das Zimmer.

XLIII. Epilogus.

Es bleibt nur noch wenig hinzuzufügen.

Franz von M., der unglückliche Vater, und Robert, ſein noch unglücklicherer Sohn, gaben kein Lebenszeichen mehr von ſich.

Aber auch Hedwig, war nicht mehr. Der Schlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht.

Conſtance, Roberts Schweſter und Braut, athmete während der grauenhaften Stille, welche dem vorhin beſchriebenen Akte folgte, noch einige Male ſchwer auf und verſchied, wie der Arzt ſpäter ſagte, an innerer Verblutung.

8

1 1